OstfriesischDeutsch
't gung d'r hēr dat me näit höören of säin kunes ging daher das man nichts mehr hören oder sehen konnte
't gājt man näit al sō in d' wērld as me sük 't denktnicht alles in der Welt läuft so wie man es gerne hätte (Spr.)
't is 'n sğróóe püet wor me 't wóóter indróógen mautdas ist nichts zu holen (Spr.: "das ist ein karger Brunnen in den man das Wasser hineintragen muss")
't is nor dō me sō 'n kind süğt wor häil ğīn däj in sit'tes ist ein Elend wenn man so ein Kind sieht das nicht gedeihen will
't is sō 'n buet kērl dat me sük sğóómen maut dō me d'r mit umgājter ist so ein unverschämter Mann dass man sich schämen muss wenn man mit ihm zu tun hat
't is sō 'n diegel fan 'n wicht dat me d'r häil niks mit worden kanes ist so ein starrköpfiges Mädchen dass man gar nicht weiß was man damit anfangen soll
Emders! Lóót't jau flāgen wājen näit tau hōğ un näit tau bräid! Dan me wäit 't dat je dat s' prājent altīd ōwer lük un läid!Emder! Lasst eure Flaggen wehen nicht zu hoch und nicht zu breit! Denn man weiß ja das sie rufen immer von Glück und Leid!
al nóó 't me oller word't bīgript man süks bēterwenn man älter wird versteht man sowas besser
antīkwārsk kan me dat bauk wal no ferkrīgenantiquarisch kann man das Buch wohl noch erhalten
bī äeb kan me nóó Baltrem tau lōpenbei Ebbe kann man nach Baltrum laufen
d'r bünt sō fööl bülten in 't land dat me 't hóóst näit örnelk plaugen kanda sind so viele Hügel im Land dass man es fast nicht ordentlich pflügen kann
d'r het me häil ğīn denk fanda hat man gar keine Vorstellung von
d'r het me hóóst ğīn küen fandas kann man sich fast nicht vorstellen (Rdw.: "da hat man fast keinen Verstand von")
d'r het me ğīn küen fandas kann man sich nicht vorstellen (Rdw.: "da hat man keinen Verstand von")
d'r is no sō fööl bīgelôv in däi wērld dat me 't hóóst häil näit upkrīgen kan wō dat fandóóeğ no möögelk ises ist noch so viel Aberglaube in der Welt das man es fast gar nicht fassen kann wie sowas heute noch möglich ist
d'r kan me näit tēgen lōpenda kann man nicht gegen laufen
d'r kan me sük häilmóóls ğīn bild fan móóken sō as dat d'r fan of let'tda hat man keine Vorstellung von wie verheerend es dort aussieht
d'r liegent altīd sō fööl bündsels bī d' karkmüer dat me sük hóóst undsäin maut d'r langs t' lōpendas liegt immer so viel Kot bei der Kirchenmauer das man sich fast scheut da entlang zu laufen
d'r sit't sō 'n diek oerv up d' müer dat me d'r mit 'n sğrāber un bööner bī maut um däi stäinen wēr sğōn tau krīgenda sitzt so eine dicke Schmutzschicht auf der Mauer so das man dort mit einem Kratzer und einer Bürste ran muss um die Steine wieder sauber zu bekommen
d'r stājt fandóóeğ sō 'n säj dat me mit 't sğip häil näit ūtkōmen kandie See wirft heute solche Wogen das man mit dem Schiff gar nicht herausfahren kann
d'r was sō 'n andrang fan folk dat me d'r hóóst häil näit döörwóóden kundas war so ein Andrang von Menschen das man dort fast gar nicht hindurchwaten konnte
d'r word't me je ramdööserğ fan!da wird man ja verrückt von!
dat baudel bīsóókt sük häil anners as me wal docht hetdie Sache verhält sich ganz anders als man gedacht hat
dat bäest is dat man swiğt wor me mit duem lüü tau daun heter ist am besten wenn man schweigt wenn man mit dummen Leuten zu tun hat
dat fläisk sit't sō ful sēnen dat me dat hóóst näit ēten kandas Fleisch ist so sehnig das man es fast nicht essen kann
dat häiel hūs dōvde d'r fan un me kun elker slağ höören as säi dor an 't häjen wassentdas ganze Haus tobte davon und man konnte jeden Schlag hören als sie dort rammten
dat höört me fööldas hört man viel
dat hēf bullert 's mēds sō stārk dat me 't tauwīlst in Auerk häil höören kandas Wattenmeer braust manchmal so stark dass man es zuweilen ganz in Aurich hören kann
dat is däi bóós dat me ērst 'n grôt ōwerslağ holt un dan näit lâng süümt um ...es ist das Beste wenn man erst grob überschlagt und dann nicht lange Zeit versäumt um ...
dat is sō 'n deksel fan 'n jung dat me hóóst näit wäit wat me mit hum anfangen saler ist so ein ungezogener Junge dass man gar nicht weiß was man mit ihm anfangen soll
dat is sō 'n oel löögenmûl me kan hum ğīn wōrd löövener ist so ein alter Lügner man kann ihm kein Wort glauben
dat is ōk näit bīraumt wat me fan sīn dóón höörtdas sagt auch nicht viel was man von seinem Tun so hört
dat kan me mit d' faut föylendas merkt man sofort (Rdw.: "das kann man mit dem Fuß fühlen")
dat kan me näit wäitendas kann man nicht wissen
dat kan me wal mit däi faut föylen dat häi d'r wēr wat bīmóókt hetdas merkt man sofort das er wieder übertreibt
dat kan me wal nóógóóndas kann man wohl begreifen
dat kan äien sō bīduren dō me sō 'n ārm sğóóp fan 'n kind sō līden süğtdas kann einem so leid tun wenn man so ein armes Unschuldslamm so leiden sieht
dat kan äien wal bīgrōten dō me d'r sō fööl geld föör sō 'n bītje gaud bītóólen saldas kann einen schon traurig stimmen wenn man so viel Geld für so ein bisschen Ware zahlen soll
dat land stājt âl blank sō fēr as me kīken kandas Land steht vollständig unter Wasser so weit man sehen kann
dat maut äien bīgrōten dō me dat sō süğt dat säi sō 'n ārm dæær sō kwäelendas muss einem leid tun wenn man es sieht wie sie ein so armes Tier so quälen
dat maut äien hóóst bīkrūpen dō me dat süğt dat sō 'n ol blaud sük up sīn oel dóógen no sō kummerlīk bīhelpen mautdas muss einem doch fast Leid tun das so ein armer Schlucker sich im Alter noch so kümmerlich behelfen muss
dat mest is sō kārverğ dat me d'r häil näit rājn mit snīden kandas Messer ist so schartig das man damit gar nicht vernünftig schneiden kann
dat ruk't me sööem mīlen tēgen d' winddas riecht man sieben Meilen gegen den Wind
dat stöörmt sō baldóóderğ dat me hóóst bâng in 't hūs worden mautes stürmt so gewaltig das man fast Angst im Haus haben muss
dat sul me hum näit tau d' mâu ūt sğüddelnman sollte so etwas nicht von ihm erwarten
dat tüüğ is sō infūl me kan 't hóóst näit wēr sğōn krīgendas Zeug ist so schmutzig das man es fast nicht wieder sauber bekommt
dat wicht tirt sük sō bieslandsk dat me hóóst lööven sül dat s' höör fîv näit âl bīnanner hetdas Mädchen benimmt sich so albern das man fast glauben sollte das sie nicht mehr ganz bei Sinnen ist
dat wêr ken me an d' wind däi fóóder ken me an sīn kind däi buer un dat burinske bâjd an höör knechten un maidenman erkennt den wahren Charakter eines Menschens immer im Umgang mit anderen Mitmenschen (Spr.: "das Wetter erkennt man am Wind den Vater am Kind den Bauer und die Bäuerin an ihren Mägden und Knechten")
dat wājt sō baldóóderğ dat me hóóst bâng in 't hūs worden mautes weht so gewaltig das man fast Angst im Haus haben muss
dat īs sit't ful fan dâj góóten un word't al sō brös dat me 't häil näit mēr wóógen dürt um d'r no up t' góóndas Eis ist voller Taulöcher und wird so zerbrechlich dass man es garnicht mehr wagen darf darauf zu laufen
dikkerder takken kwamment in drei däilen dat me s' flechten kundickere Zweige wurden in drei Teile unterteilt um sie zu flechten
dor süğt me wō 't lóóken sğōren isda sieht man wie man eigentlich dran ist, da sieht man in was für Verhältnissen man lebt (Spr.: "da sieht man wie das Laken geschnitten ist)
däi buskóózje maut d'r weğ hāuen worden dat wāst al sō wild döörnanner dat me d'r häil näit mēr döörwóóden kandas Gestrüpp muss da weggemacht werden das wächst stetig so wild durcheinander dass man dort gar nicht mehr hindurchwaten kann
däi bâjd minsken bünt d'r sō nüüver bī daun dat me sō recht sīn plesæær an het dō me höör ārbaiden süğtdie beiden Menschen so da so eifrig zu Gange das man so richtig Freude daran hat wenn man sie arbeiten sieht
däi bīdrīf is sō grōt dat me 't hóóst näit âl bīflechtern un dat baudel in örder hollen kander Betrieb ist so groß das man es fast nicht schafft alles zu kontrollieren und die Angelegenheit in Ordnung zu halten
däi het d'r gaud burkert sō lâng as häi d'r up d' plóóets wōnt het me kan 't an als säin dat häi gaud f'rūt kōmen iser hat da gut gewirtschaftet so lange als er auf dem Hof gewohnt hat man kann es an allem sehen dass er gut vorangekommen ist
däi imkers mōkent 's winters höör äigen mēdie Imker machten im Winter ihren eigenen Met
däi wind móókt sō 'n geblóós dat me sīn äigen lūd näit höören kander Wind macht so ein Getöse dass man seine eigene Stimme nicht hören kann
döör däi stōm kan me säin dat dat wóóter häit isdurch den Wasserdampf kann man sehen dass das Wasser heiß ist
dō däi sğippers sük bī stöörmsk wêr up d' säj umdrīven dan wäit me häil näit wor s' mit höör sğēpen bīdorentwenn die Schiffer sich bei stürmischem Wetter auf der See herumtreiben dann weiß man gar nicht wo sie mit ihren Schiffen verbleiben
dō häi sük man diecht hollen kun dan kun me hum dat wal fertellen man ik bün bâng dat häi 't näit bī sük bīhollen kan un dat häi d'r t' gāu wat fan ūtlekken let't dō me hum d'r wat fan säeğt wō dat baudel äinlīk hands iswenn er schweigen könnte dann könnte man es ihm erzählen aber ich habe Angst das er es nicht für sich behalten kann und das schnell wieder auslecken lässt wenn man ihm sagt wie die Angelegenheit in Wirklichkeit aussieht
dō lāğde säi sō ror dat me dóódelk bâng worden kunda lachte sie so komisch das einem wirklich ängstlich werden konnte
dō me bōnen un ārften un sō wat kriğt dat is gaud as dóógelk köst man dō d'r 'n hôğ hilgendağ of anners 'n hochtīd is dan maut d'r wat anners upsğaft wordenwenn man Bohnen und Erbsen oder soetwas bekommt ist das gut als alltägliche Kost aber wenn ein Heiligentag oder ein anderer kirchlicher Feiertag ist dann muss etwas anderes aufgetischt werden
dō me in d' süen kikt is me ērst häil blindwenn man in die Sonne schaut ist man erst ganz blind
dō me sük sēr fālt of sō stöt't dat dat dik uplöpt dan is 't best dat 't fut mit koel wóóter bet't word'twenn man sich durch das Fallen verletzt oder stößt sodass es anschwillt dan ist es am besten wenn es sofort mit kalten Wasser gekühlt wird
dō me sīn äigen wīf sōnt dat is dóógelk köst wor me näit näj nóó isseine eigene Frau zu küssen ist so alltäglich das man die Lust daran verliert (Spr.)
fan sükker baldóóden as d'r in däi tīden fan d' kunflasen föörfullent hār me fan tau fööer wal no nōjt hóóst näit höörtvon solchen Gräueltaten wie sie in den Zeiten der Conflanser Husaren vorfielen hatte man im vorhinein wohl noch fast nie gehört
fandóóeğ het me d'r ğīn last mēr fanheute hat man damit keine Schwierigkeiten mehr
fööer 'n däif kan me sīn döören diecht hollen man näit fööer 'n bīdräigervor einem Dieb kann man seine Türen verschließen aber nicht vor einem Betrüger (Spr.)
fööer sğelms un gāudäiven kan me sük no woren man fööer hūsdäiven näitvor Schelmen und Taschendieben kann man sich noch schützen aber vor Hausdieben nicht
föör geld kan me d' düüvel dansen lóótenfür Geld bekommt man alles (Rdw.: "für Geld kann man auch den Teufel tanzen lassen")
hir up d' hâjd süğt mē ğīn hūs of wērhier auf der Heide sieht man weder Haus noch Hof
häi blóóst äien fut sō an dat me hóóst bâng worden suler schnaubt einen sofort so an dass man fast Angst haben muss
häi brūst upstünds dat kan me wal säiner nimmt zur Zeit viel Geld ein das sie man schon
häi bumsde dat up d' grund dat me 't örnelk drunsen höördeer schlug es auf den Boden dass man es ordentlich dröhnen hörte
häi het sō 'n buskóózje up d' kop dat me d'r häil näit mit 'n kâm döör kōmen kaner hat so eine wilde Frisur auf dem Kopf sodass man sie gar nicht mit einem Kamm kämmen kann
häi is 'n dêğ kērl wor me sük up ferlóóten kaner ist ein zuverlässiger Mann auf den man sich verlassen kann
häi is diecht me kan hum drīst als anfertrauener ist schweigsam man kann ihm ruhig alles anvertrauen
häi is fandóóeğ sō bulsterğ dat me häil niks mit hum upstellen kaner ist heute so schlecht gelaunt dass man gar nichts mit ihm anfangen kann
häi is sō andūserğ me kan hum hóóst näit wēr kwītwordener ist so aufdringlich man kann ihn fast nicht mehr los werden
häi is sō äigen dat me hum näit t' dank daun kaner ist so eigen dass er nie zufrieden zu stellen ist
häi is wat wunnerlīk in d' kop sō dat me hóóst mäinen sul dat häi sīn küen näit recht heter ist so sonderbar im Kopf das man fast meinen sollte das er seinen Verstand nicht ganz beisammen hat
häi kikt sō bīster ūt dat me hóóst bâng fööer hum worden suler schaut so garstig aus das man fast Angst vor ihm haben muss
häi lüstert up d' böön dat me dat in d' keller höören kaner tut nur so als ob er es für sich behalten würde (Spr.: "er flüstert auf dem Dachboden so das man es auf dem Keller hören kann")
häi lāğt sō foers dat me dat twei laugen fērer no höören kaner lacht so heftig dass man es zwei Dörfer entfernt noch hören kann
häi word't sō olbōrerğ dat me hum hóóst föör 'n oel mantje hollen kuner wird so altmodisch das man ihn fast für ein altes Männlein halten könnte
häi word't sō smöej me kan hum wal um d' finger wikkelnsein Stolz wurde ganz gebrochen (Spr.: "er wird so geschmeidig man kann ihn wohl um den finger wickeln")
ik góó mēich komme zusammen mit euch mit
in d' pril kan me âl lüü däi gek ansğēren as me wilim April kann man alle Leute verarschen wie man will (Spr.)
in d' āustmóónd kan me no ğīn tuffels updaun dan bünt s' no näit smētfastim August kann man noch keine Kartoffeln einlagern dann sind sie noch nicht wurffest (Spr.)
in stē fan dank het me niks as stand fan dat baudelanstatt Dank hat man nichts als Ärger von der Sache
lütje däiven hangt me däi grōten let't me lōpenkleine Diebe hängt man Große lässt man laufen (Spr.)
meman
me kan 'n minsk näit stēken as 'n fat botterman kann einem Menschen nur vor den Kopf sehen (Spr.: "man kann einen Menschen nicht stechen wie ein Fass Butter" )
me kan 't hóóst näit âl bīredden un bīrītenman kann nicht alles schaffen
me kan 't in d' wērld näit âl bīsğikkenman kann in der Welt nicht alles ordnen
me kan 't no näit wäiten wō 't ūtfālt dan d'r is no ğīn brōd ūt baktman kann das Ergebnis noch nicht feststellen wenn es nicht fertig ist (Rdw.: "man kann es noch nicht wissen wie es ausfällt denn es ist noch kein Brot davon gebacken")
me kan 't näit fersğrikken of ferwrikkenman kann 's nicht bewegen noch verrücken
me kan 't näit âl bīmundjenman kann nicht alles beaufsichtigen
me kan 't näit âl bīmöytenman kann nicht alles verhindern
me kan 't näit âl bīrītenman kann nicht alles schaffen
me kan 't näit âl bīstürenman kann nicht alles kontrollieren
me kan 't näit âl ōwerhērenman kann nicht alles beherrschen
me kan 't âl bot näit wäitenman kann es allemal nicht wissen
me kan 't óómöögelk âl bīrīgenman kann unmöglich alles ausgleichen
me kan d'r häil näit in bīdürenman kann es darin gar nicht aushalten
me kan d'r häil ğīn bitter an pröyvenman kann gar keine Bitterkeit daran schmecken
me kan dat dōven döör 't häiel hūs höörenman kann das Dröhnen durch das ganze Haus hören
me kan fööl bīlēven dō me old word'tman kann viel erleben wenn man alt wird
me kan hum dat näit bītrauenman kann ihm das nicht anvertrauen
me kan sük gāuer bīfrēten as bīmūsenman wird eher dick als muskulös (Spr.)
me kan sīn ollen wal undlōpen man näit undróódenman kann seinen Eltern wohl entlaufen aber nicht entraten (Spr.)
me kan wal säin dat d'r 'n wäel sit't um dat dat wóóter d'r blubbers smit'tman kann schon sehen das dort eine Quelle sitzt weil das Wasser dort Blasen wirft
me kan wal säin dat häi swindsüğterğ is um dat häi altīd blöymen up d' kóóken hetman kann schon sehen das er an Tuberkulose erkrankt ist weil er immer Blumen auf den Wangen hat
me lērt mit sğân of sğóóman lernt durch Schande und Schaden
me maut altīd fērer denken as an 't nóóest wat me föör sük hetman muss immer weiter denken als nur das Nächstliegende was einen selbst betrifft (Spr.)
me maut d'r unner bīswīkenman muss davon sterben
me maut dat löslóóten ērst lērenman muss das Loslassen erst lernen
me maut drei bit ses wêk töyven ēr däi törf stūkt worden kanman muss drei bis sechs Wochen warten bis der Torf in kleine winddurchlässige Haufen gesetzt werden kann
me maut däi bróó drājen sō lâng as häi drüptman muss den Braten drehen so lange er Flüssigkeit aussondert
me maut hum in sīn dummerğkaid wat taugēvenman muss bei seiner Dummheit nachsichtig sein
me maut hārd bölken dat häi äien bīgriptman muss laut brüllen damit er jemanden versteht
me maut je ōk rēkenman muss ja auch bedenken
me maut näit als säegen wat me wal denktman muss nicht alles sagen was man denkt
me maut näit aläien sörgen föör däi dağ däi me bīlēvt man ōk föör däi dağ däi me näit bīlēvtmann muss nicht allein für den Tag sorgen den man erlebt sonder auch für den Tag den man nicht erlebt (Spr.)
me maut näit läigen un bīdräigen dan d'r mit kan me nōjt bīstóónman darf nicht lügen und betrügen denn damit kann man niemals bestehen
me maut näit ēr "óól" raupen ēr me hum bī d' stērt hetman soll den Tag nicht vor dem Abend loben (Spr.: "man muss nicht eher "Aal" rufen bevor man ihn am Schwanz hat")
me maut sük bīrīten dat me hóóst ğīn tīd het um ēven up tau kīkenman muss sich so beeilen das man fast keine Zeit hat kurz aufzuschauen
me maut uppāsen dat me däi achterpôrt altīd gaud ōpenholtman muss immer einen Plan B haben (Spr.: "man muss aufpassen das man die Hintertür immer gut offen hält")
me sal hum wal no anners dansen lērenman muss ihn wohl auf andere Weiße dazu bewegen (Rdw.: "man wird ihm wohl anders tanzen beibringen")
me sul d'r óópen mit fangendas ist absurd (Spr.: "man sollte da Affen mit fangen")
me söcht nüms achter d' ōvend of me het d'r sülst achter sētenman kann etwas nur wissen und verstehen wenn man es selbst erfahren und durchlebt hat (Spr.: "man sucht niemanden hinter dem Ofen es sei denn man hat selbst dahinter gesessen")
me süğt äien wal langs däi ārm man näit langs däi dārmman sieht nie was in jemandem vorgeht (Rdw.: "man sieht jemanden wohl entlang des Armes aber nie entlang des Darmes")
me word't d'r recht kwellerğ fanman bekommt davon einen richtigen Blähbauch
me word't ēr fan 'n drekkoer ōwerforen as fan 'n kūtswóógen ōwerjağtman wird eher von einer Dreckkarre überfahren als von einem Kutschwagen überjagt (Spr.)
me wäit näit recht of 'n mit hum in d' ārften of in d' bōnen isman weiß nicht recht wie man mit ihm dran ist; man weiß nicht recht wie es mit ihm steht
me wäit näit wor häi stōven of flōgen isman weiß nicht wohin er gestaubt oder geflogen ist
me wäit nōjt of me mit hum in d' ārften of in d' bōnen ismein weiß nie wie man zu ihm steht (Rdw.: "man weiß nie ob man mit ihm in den Erbsen oder in den Bohnen ist")
mit däi botter is 't jorelk drei kēr māl: 't êrst kēr dō s' t' wäik is 't twäied kēr dō s' t' hārd is un 't dârd kēr dō me s' näit hetmit der Butter ist es jährlich drei Mal ärgerlich: das erste Mal wenn sie zu weich ist das zweite Mal wenn sie zu hart ist und das dritte Mal wenn man sie nicht hat (Spr.)
mit ferlof stēlt me däi buer sīn kaumit Erlaubnis stiehl man die Kuh des Bauern (Spr.)
mit sinnergkaid kan me ōk wal 'n buel melkenmit Sanftmut kommt man ans Ziel (Spr.: "mit Behutsamkeit kann man auch einen Bullen melken")
mit wald kan me ōk wal 'n fjôl an 'n äiken bōm köthāuen man mit sachtsinnerğkaid melkt me ōk wal 'n buelmit Gewalt erreicht man nichts wohl aber mit Sanftmut (Spr.: "mit Gewalt kann man eine Geige am einer Eiche zerschlagen aber mit Sanftmütigkeit melkt man auch schon mal einen Bullen")
mit ājen un klājen kan me ōk wal 'n buel melkenmit Schmeicheleien bekommt man alles (Spr.: "mit schmeicheln kann man auch einen Bullen melken")
mē (däi)Met, Honigwein
auch, teilweise; ebenso, ebenfalls, wie andere; zusammen mit anderen mit
säi het sükker busten in d' hân dat 't äien hóóst grītjen maut dō me 't süğtsie hat solche Schruden an den Händen das man sich beinahe erschreckt wenn man das sieht
sō 'n baldóóderğ dīk däi wī hir fööer d' Westermārsk liegen hebbent sul me mäinen kun nōjt wēr döörbrēkenso einen gewaltigen Deich den wir hier vor der Westermarsch liegen haben sollte man meinen könnte nie wieder durchbrechen
sō 'n baldóóderğ kērl as dat is d'r het me hóóst ğīn küen fanso einen rücksichtslosen Mann wie ihn kann man sich fasst nicht vorstellen
sō as me dājt sō as äien 't gājtman verhält sich entsprechend seines Zustandes (Spr.: "so wie man tut so wie es einem geht")
sō fēr as me kīken kun sağ me ğīn hūs of bōmso weit wie man gucken konnte sah man weder Haus noch Baum
sō hen un wen süğt me 'n hūs stóónso hin und wieder sieht man ein Haus stehen
um 'n âj maut me ğīn pankâuk ferdārvenwegen einem sind nicht alle schlecht (Spr.: "um ein Ei muss man keinen Pfannkuch verderben")
un höört me ōjt 'n frâu of maidund hört man je eine Frau oder ein Mädchen
up dat fōtō kan me up oel hūs säinauf dem Foto kann man unser altes Haus sehen
walēr mat me in 't Ōstfräisland mit faut un dûmfrüher maß man in Ostfriesland mit Fuß und Daumen
wat helpt äien dan 't geld dō me dōd is?was hilft einem Geld wenn man tot ist?
wat me in dûn maud dājt maut me in nöchtern maud ūtsurennüchtern muss man dafür büßen was man betrunken verbrochen hat (Spr.)
wat me näit daun kan maut me achterwēgens lóótenwas man nicht kann muss man unterlassen
wat me näit dróógen kan maut me achterwēgens lóótenwas man nicht tragen kann muss man zurücklassen
wat sal me fan sō 'n man denken däi altīd sō ful achterdochten sit'twas soll man von so einem Mann halten der immer so voller Hinterlist ist
wen man sük ōk däi häiel dağ ofārbaid't dan kan me 't do näit âl bīrappenwenn man sich auch den ganzen Tag abarbeitet so kann man doch nicht alles bearbeiten
wor me mit umgājt dat klift äien anmit wem man zu tun hat prägt einen (Spr.)
wor me sülst kumt bīdrüğt äien däi bôd näitwo man selbst kommt betrügt einen der Bote nicht (Spr.)
wult mē mī ūt d' mâu?willst du dich prügeln?, willst du dich schlagen?
wī góónt mē achter up d' lâng slēwir kommen hinten auf dem langen Schlitten zusammen mit euch mit
wō kan me an 't wust säin wor achter of fööer is? antern: me maut s' sük ōwer d' sğullers hangenwie kann man bei einer Wurst vorne und hinten erkennen? Antwort: man muss sie sich über die Schultern hängen
wō mēr me däi kât stróókt sō hōger böört säi d' stērtje mehr man die Katze streichelt umso höher hebt sie den Schwanz (Spr.)
äin dağ in d' wêk maut me föör sğelms un däiven mitārbaidendie Steuer leeren dem kleinen Mann die Taschen (Spr.: "einen Tag in der Woche muss man für Schelme und Diebe mitarbeiten")
äin dağ in d' wêk maut me föör sğelms un däiven ārbaidendie Steuern zerfressen des Vermögend es kleinen Mannes (Spr.: "einen Tag in der Woche muss man für Schelme und Diebe arbeiten")