OstfriesischDeutsch
't was no sō 'n jung blaud un mus do stārvenes war noch ein so junges Geschöpf und es musste doch sterben
as sīn fóóer hum tau sük rēp dō hār häi d'r stünds ārğ ūt dat häi föör d' bóólje musals sein Vater ihn zu sich rief da hatte er sofort die Erkenntniss das er vor Gericht musste
dan mus 't góóndann musste es gehen, dann musste es reibungslos ablaufen
dat fērerder äen mus lōpen wordendie weitere Strecke muss gelaufen werden
dat goer brōd mus no ofköylendas gare Brot musste noch abkühlen
dat kōrn mus up d' döskmeskīn upstōken wordendas Getreide muss in die Dreschmaschine geladen werden
dat was mī sō bitter dat ik dat kind ferläisen musdas schmerzte mich sehr das ich das Kind verloren habe
dor mūs hest 'n hoel kûs dau mī 'n näej wēr däi mī näit kelt däi mī näit swelt däi mī näit sēr dājt däi mī näit wēr tau d' mund ūt gājtda Maus hast du einen Zahn geb mir einen neuen wieder der mich nicht schmerzt der mir nicht anschwillt der mir nicht weh tut der mir nicht wieder zum Mund hinaus fällt (beschwörender Kindespruch beim Milchzähnen)
däi hūsswâm arnde döör däi langhaid fan d' tīd sō in dat ik däi dēlen mit däi balken d'r ūt rīten lóóten mus um 't hūs d'r fan sğōn tau krīgender Hausschwamm drang durch die Länge der Zeit so ein das ich die Fußböden mit den Balken herausreißen musste um das Haus davon sauber zu halten
däi mus 'n düğterğ maid hebbensie müsste ein tüchtige Magd haben
dīn besfóóer mus dō sīn süsters mit achttain ūtbītóólen as häi sīn ollerhūs ōwernēmen wul nóódēm sīn mauder ōwerlēden was dō häi dārttain wasdein Großvater musste damals seine Schwestern mit achtzehn Jahren ausbezahlen als er sein Elternhaus übernehmen wollte nachdem seine Mutter gestorben war als er dreizehn war
dō 't kārsttīd is dō 't kārsttīd is dan slachtent wī us swîn dan bróód ik mī däi mūs up d' tâng däi êrst wust is mînwenn Weihnachtszeit ist wenn Weihnachtszeit ist dann schlachten wir unsere Schweine dan brat ich mir das Muskelfleisch auf der Zange die erste Wurst ist meine (Schweineschlachterlied)
dō mus häi wēr rētuerda musste er wieder zurücklaufen
dō wus 'k näit wat 'k käisen musda wusste ich nicht was ich wählen sollte
häi kikt sō nüüver ūt as däi mūs in d' mēltîner sieht sehr munter aus (Spr.: "er sieht so munter aus wie die Maus im Mehlfass")
häi kikt sō nüüver ūt as däi mūs in d' mēltüener ist ein Fuchs (Spr.: "er ist so pfiffig wie die Maus in der Mehltonne")
häi mus dat n'rmóól wal säegener müsste es eigentlich sagen
häi mus hum óólīk gēvener musste ihm widersprechen
häi mus sük brēkener musste sich übergeben
häi mus sük bītēmen dat häi in sīn töörn näit däi häiel baudel taunanner hōer musste sich ziemen dass er nicht in seinem Zorn die ganze Sache kurz und klein schlug
häi stun net sō lâng tau bidden un tau trüegeln dat 'k hum ennelk man wat gēven mus dat ik hum kwītwurer stand so lange bittend und flehend da dass ich ihm schließlich etwas geben musste damit ich ihn los wurde
ik mus dat dō näit daunich musste es damals nicht tun
ik mus dat hērhóólenich musste das wiederholen
mit däi stârk kūren mus däi grund d'r sō unner līden dat däi fisk ğīn ferblīf mēr hārmit den starken Schleppnetzen musste der Meeresboden so darunter leiden dass der Fisch dort nicht mehr leben kann
mit man un mūs fergóónmit Mann und Maus untergehen (Spr.)
mūs (däi)zool.: Maus, Hausmaus (Mus musculus)
mūs (däi)anatom.: Muskel (musculus); Kraft des Daumens; Muskelfleisch aus der Schweineschulter
mūs (dat)Mus