OstfriesischDeutsch
'n bītje lōpenein bisschen laufen, ein bisschen spazieren
'n endje weğ lōpeneinen kleinen Fußmarsch entfernt
't Fräisland is 'n māl land dor ēten s' brüegen lōpen up müülen un stoppent sük sğóópen in d' tāskedas Friesland ist ein verrücktes Land dort essen sie Butterbrote, laufen in Pantoffeln und stecken sich Schafe in die Tasche. (Spr. da die Wörter doppeldeutig sind)
't is spē tau lōpenes ist gefährlich zu laufen (z.B. Glätte)
Dō 'n pērd däi blas het maut man d'r stielweğ mit an d' tjüdder lōpen. Dat is dat enkeld wat helpen kan.Wenn ein Pferd einen Kolik hat muss man es ständig am Seil führen. Das ist das Einzige was helfen kann.
achteran lōpenhinterherlaufen; folgen
amuk lōpenAmok laufen
as däi buer t' lóót upstājt maut häi 's dóóğs in draft lōpenwer zu spät aufsteht den bestraft das Leben (Spr.: "wenn der Bauer zu spät aufsteht dann ist er tagsüber in Eile")
bī hauren un snauren lōpensein Geld verhuren (Rdw.: "bei Huren und Schwiegertöchtern laufen")
bī äeb kan me nóó Baltrem tau lōpenbei Ebbe kann man nach Baltrum laufen
d'r kan me näit tēgen lōpenda kann man nicht gegen laufen
d'r liegent altīd sō fööl bündsels bī d' karkmüer dat me sük hóóst undsäin maut d'r langs t' lōpendas liegt immer so viel Kot bei der Kirchenmauer das man sich fast scheut da entlang zu laufen
dat fērerder äen mus lōpen wordendie weitere Strecke muss gelaufen werden
dat kind kan al allenerğ lōpendas Kind kann schon allein laufen
dat kind lērt 't lōpendas Kind lernt das Laufen
dat was net in d' bīgün dat 't anfung tau lōpenes war gerade am Beginn als es anfing zu laufen
dat willent wī man lōpen lóótendas wollen wir nicht so genau nehmen
däi blóóes fan 'n kērl wäit häil näit wō häi sük tiren un lōpen saldieser aufgeblasene Prahler weiß gar nicht wie er sich zu verhalten hat so eingebildet ist er
däi lütje büelt kan no häil näit lōpen un maut no altīd up d' sğōd sittender kleine Knirps kann noch gar nicht laufen und muss noch immer auf dem Schoß sitzen
däi trappen umhōğ lōpendie Treppe hochlaufen
däi wērkatjes lōpendie Luft spiegelt sich (im Sommer bei Hitze)
dō däi wäilen sük man ērst wat bīslēten hebbent sal däi wóógen ōk wal bēter lōpenwenn die Wagenräder sich er etwas abgenutzt haben dann wird der Wagen auch besser laufen
dō kwam häi tüsken wālen lōpen wor däi buskóózje ōwer d' weğ sğārtda lief er zwischen Wällen gelaufen wo das Buschwerk Schatten über den Weg warf
dū hest d'r bīlangs lōpen un hest 't do näit säin?du bist dort entlang gelaufen und hast es doch nicht gesehen?
dū kāst hum man lōpen lóótendu traust dich ja nur nicht die Wahrheit zu sagen (Spr.: "du kannst ihn nur laufen lassen")
fan Óóken nóó Köln lōpenvon Aachen nach Köln laufen (Spr.)
fastelóóvend lōpentrad.: Fastnachtlaufen
fäel lōpenschnell laufen, hasten
föörtīds tau d' hüer ūt lōpenvorzeitig aufgeben (Rdw.: "vorzeitig aus der Miete laufen")
holt jau pōrt fan achter ōpen dan brūk' jī näit nóó d' dokter lōpenwer gut isst wird nicht krank (Spr.: "haltet euren Hintern offen dann müsst ihr nicht zum Doktor")
häi het al lōpener ist immerzu gelaufen
häi het sük 'n wulf lōpener hat sich einen Wolf gelaufen
häi het sük blâu sğēnen lōpener hat einen Korb bekommen (Rdw.: "er hat sich blaue Schienbeine gelaufen")
häi kun man knap lōpener konnte kaum laufen
häi sal ğīn buer in d' fensters lōpener sollte niemand Höhergestelltes provozieren (Rdw.: "er soll keinem Bauern in die Fenster laufen")
häi smit't hum up 't lōpener fängt an zu laufen
häi sğüt't up 't lōpener fängt schnell an zu laufen
häi wäit fan batskhaid häil näit mēr wō häi wal lōpen of sük tiren saler weiß vor Eitelkeit gar nicht mehr wie er laufen oder wie er sich verhalten soll
hīspērdjes lōpen hebbenZuhälter sein (Rdw.: "Pferdchen laufen haben")
ik wil fanóóvend hen t' budden ik denk däi óól sal bī dit wârm fuchterğ wêr wal lōpenich will heute abend pöddern ich denke der Aal wird bei diesem warmen feuchten Wetter unterwegs sein
in d' mân lōpenum die Wette laufen
in d' sprang lōpengaloppieren, im Galopp laufen; fig.: schnell laufen, eilen
in d' wäed lōpenum die Wette laufen
in drei üers nóó Emden lōpenin drei Stunden nach Emden laufen
in kuræær lōpenschnell laufen
in râu lōpenTrauerkleidung tragen
in röen lōpenschnell laufen, traben
in stik lōpensich fest laufen
lóót hum lōpenlass ihn laufen
lütje däiven hangt me däi grōten let't me lōpenkleine Diebe hängt man Große lässt man laufen (Spr.)
lēpel lōpentrad.: Löffel laufen, Spiel zu Ostern
lōp (dat)Lauf; Ablauf, Verlauf; Gewehrlauf
lōpenlaufen; gehen; fließen; münden; sich aufhalten, an einem Ort sein
lōpen (dat)Laufen
lōpen lóótenlaufen lassen, freilassen
mağ däi düüvel wäiten wel mī däi puts bakt un däi dam ōpenlóóten het dat mī fäj ūt dat land lōpen het un nū in däi läief God sīn wîd wērld umstriktdas mag der Teufel wissen wer mir den Streich gespielt hat und den Damm offen gelassen hat sodass mir das Vieh aus der Land gelaufen ist und num in Gottes lieber weiter Weld umherstreift
rētuer lōpenwieder zurück laufen
snīderğ lōpenschnell laufen
sâcht lōpen kunt fan sülstlangsam laufen kommt von alleine (Spr.)
säi het ōk sō fööl bīdenst nööderğ dat d'r hóóst häil ğīn lōpen tēgen issie hat auch so viel Bedienung nötig das dort fast nicht gegen zu laufen ist
säi smit't hum up 't lōpensie flüchtet
sük blâu sğēnen lōpeneinen Korb bekommen, abserviert werden (Rdw.: "sich blaue Schienbeine laufen")
tau lawāj lōpenstreiken gehen
up aier lōpenextrem vorsichtig sein (Rdw.: "auf Eiern laufen")
up stelten lōpenauf Stelzen laufen
us móóek is gaud an 't lōpenunsere Produktion läuft gut
wat rēwüü lōpen lóótenetwas Revue passieren lassen, Vergangenes nochmals gedanklich der Reihe nach durchgehen
äien lōpen lóótenlügen (Rdw.: "einen laufen lassen")
ğīn pad sünner lōpener gibt keinen Weg auf dem einem das Laufen erspart bleibt