OstfriesischDeutsch
"'t is tau lóót" sē däi wulf dō was häi mit d' stērt in 't īs fast frōrenweller.: "es ist zu spät" sagte der Wolf da war er mit dem Schwanz im Eis fest gefroren
"'t sal mī do näj daun" sē dat wicht "tau wat föör 'n gat 't ūtlöpt" dō piesde säi in d' täiemsweller.: "es interessiert mich" sagte das Mädchen "aus welchem Loch es herausläuft" da urinierte sie in das Milchsieb
"Hollen maut no fan hō'fort unnergóón" sē däi póóp as d'r al wēr 'n buer mit näej holsken in d' kârk kwamweller.: "Hollen muss vor Hochmut noch untergehen" sagte der Pfaffe als schon wieder ein Bauer mit neuen Holzschuhen in die Kirche kam
"dat het däi häiel dağ al sō góón" sē Anke Dīdels dō lağ s' mit appels in d' gööetweller.: "das ging schon den ganzen Tag so" sagte Anke Diedels da lag sie mit Äpfeln im Graben
"dat is jau 'n ōwerkumst" sē d' mauder dō krēğ säi däi dochter mit 'n kind in hūsweller.: "was für ein Ereignis" sagte die Mutter da bekam sie die Tocher mit einem Kind zuhause
"däi bäest in d' middent" sē däi düüvel dō gung häi tüsken twei póópenweller.: "der Beste in die Mitte" sagte der Teufel da lief er zwischen zwei Pfaffen
"däi wräiedst in d' middent" sē däi düüvel dō gung häi tüsken twei póópenweller.: "der Beste in die Mitte" sagte der Teufel da lief er zwischen zwei Pfaffen
"elk bot help" sē däi müeğ dō piesde säi in 't mērweller.: "jedes Mal hilft" sagte die Mücke da pinkelte sie in den See
"in dochten" sē Jân Mainers dō stōk häi sük 'n slağt botter in d' büüesweller.: "in Gedanken" sagte Jan Meiners da steckte er sich ein Butterstück in die Hosentasche
"rīğt jau" sē däi mester dō hār häi man äin kind in d' sğaulweller.: "reiht euch" sagte der Lehrer da hatte er bloß ein Kind in der Schule
"säi is mī do tau krum" sē däi fos dō hung däi wust in d' hóónbâlkweller.: "sie ist mir doch zu krumm" sagte der Fuchs da hing die Wurst am Hahnenbalken
"süünerğ" sē bäep dō brōd säi spek in botterweller.: "sparsam" sagte die Großmutter da briet sie Speck in Butter, er predigt Wasser und trinkt Wein
"wel wäit wor däi óól löpt" sē Jân dō set't häi d' fûk in 't wóógenspôrweller.: "wer weiß wo der Aal läuft" sagte Jan da setzt er die Reuse in die Wagenspur, es kommt auf den Blickwinkel an, es ist nicht alles wie es scheint
"wel wäit wor däi óól löpt" sē Jân dō set't häi d' fûk in d' göötgatweller.: "wer weiß wo der Aal läuft" sagte Jan da setzt er die Reuse in das Gießloch, es kommt auf den Blickwinkel an, es ist nicht alles wie es scheint
"wel wäit wor däi óól löpt" sē Jân dō set't häi d' fûk in d' sğösstäinweller.: "wer weiß wo der Aal läuft" sagte Jan da setzt er die Reuse in den Schornstein, es kommt auf den Blickwinkel an, es ist nicht alles wie es scheint
"âl bóót helpt" sē däi müeğ dō mēğ s' in 't hēfweller.: "jeder Gewinn hilft" sagte die Mücke da urinierte sie in das Meer, Kleinvieh macht auch Mist
"âl bóót helpt" sē däi müeğ dō mēğ s' in d' Äiemsweller.: "jeder Gewinn hilft" sagte die Mücke da urinierte sie in die Ems, Kleinvieh macht auch Mist
"âl dingen mit móóet" sē däi buer dō drunk h' 'n móóetje zjanēwer in äin toğ upweller.: "alles mit Maß" sagte der Bauer da trank er ein Mäßchen Genever in einem Zug auf
"âl wat gaud rukt kumt fan mī" sē däi aptäiker dō hār häi wat in d' büksen dóónweller.: "alles was gut riecht kommt von mir" sagte des Apotheker da hatte er in die Hosen gemacht
'k was bīnāut in d' kopmir wurde schwarz vor Augen (Schwächeanfall)
'n anner wenden in wat krīgeneinen anderen Wind wehen lassen, umgestalten, neu ordnen, straffen (Rdw.: "eine andere Wendung in etwas bekommen")
'n appelke in 't sträjein Notgroschen (Rdw.: "ein Äpfelchen im Stroh")
'n bust in 't īsein Riss im Eis
'n bóós in 't bīdräigenein Meister des Betrügens
'n bôg in d' dööerein Bogen in der Tür, ein Türbogen
'n büngel in dat padein Knüppel im Weg (jemanden einen Knüppel zwischen die Beine werfen)
'n bīwīske rōm in d' tēeine kleine Menge Sahne im Tee
'n döyk in 't āutōeine Delle im Auto
'n döykje in d' kóóekein Grübchen in der Wange
'n feld in dannen läegenein Feld in Ackerbeete einteilen
'n flööet in d' ārm hebbenRheuma im Arm haben
'n for hāj in d' gulf setteneine Fuhre Heu im Gulf einlagern
'n fóón bæær in 't gelóóeğ gēveneinen Krug Bier auf die Rechnung setzen
'n gat in 't bäineine offene Wunde am Bein
'n gatje in d' hôsein kleines Loch im Strumpf
'n gulfhūs in 't lütjeein Gulfhaus in klein
'n gâud mauer in d' körf hebbeneine gute Frau haben (Rdw.: "eine gute Bienenkönigin im Korb haben")
'n gēven pērd kikt 'n näit in 't bekeinem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul (Spr.)
'n hūs is dür in 't unnerhollenein Haus ist teuer im Unterhalt, es ist teuer ein Haus instand zu halten
'n klājerğ faut burkert gaud - faut in āske niks in tāskeein Marschbauer landwirtschaftet gut - ein Moorbauer hat nichts (Spr.: "ein kleiiger Fuß landwirtschaftet gut - Fuß in der Asche nichts in der Tasche")
'n knüet in d' tueng slóóneinen Zungenbrecher aussprechen
'n käies in d' snēein geschnittener Käse
'n snē in d' nööes hebbenbetrunken sein (Rdw.: "einen Schnitt in der Nase haben")
'n spil in drei bīdrīvenein Theaterstück in drei Akten
'n sğööer in d' bokpân hebbenverrückt sein, einen Sprung in der Schüssel haben (Spr.: "einen Riss in der Firstpfanne haben")
'n sğööer in d' kuem hebbeneinen an der Klatsche haben (Spr.: "einen Riss in der Schüssel haben")
'n sğööer in d' memōrje hebbeneinen Filmriss haben (Spr.: "einen Riss in der Erinnerung haben")
'n sğööt in d' kâp hebbeneinen Wurf gut haben (Rdw.: "einen Schuss in der Kappe haben" beim Klootschießen)
'n sğööt in d' kūsen hebbenstechende Zahnschmerzen in den Backenzähnen haben
'n sğööt in d' rüeğein Hexenschuss
'n sğüp in d' äersein Tritt in den Hintern, ein Arschtritt
'n trap in d' moersein Arschtritt
'n wulf in sğóópsklæærein Wolf im Schafspelz (Spr.)
'n âcht in 'n tāu setteneinen Achtknoten in ein Tau machen
'n âj in d' wäiek läegenein großes Fest vorbereiten (Spr.: "ein Ei in die Weiche legen")
'n âr in d' kop hebbenetwas Wissen und darauf stolz sein (Spr.: "ein R im Kopf haben")
'n ôğ in d' nâk hebbensich nichts entgehen lassen (Rdw.: "ein Auge im Nacken haben")
'n ôğ mit in 't sājel hollenmit einem Auge über andere wachen (Rdw.: "ein Auge mit ins Segel halten")
's hārsttīds in 't maur dat was 'n läip stuer krōdenim Herbst war das Karreschieben im Moor sehr schwer
's winters kwam walēr 'n doet sträj in d' klumpen dat däi fauten wārm blēventim Winter kam früher ein Knäuel Stroh in die Holzschuhe damit sie Füße warm blieben
's óóvends rōd is 's mörns gaud man 's mörns rōd gift 's óóvends wóóter in d' slōdabends rot ist morgen gut aber morgens rot gibt abends Wasser in den Graben (Spr.)
't Fräisland is 'n māl land dor ēten s' brüegen lōpen up müülen un stoppent sük sğóópen in d' tāskedas Friesland ist ein verrücktes Land dort essen sie Butterbrote, laufen in Pantoffeln und stecken sich Schafe in die Tasche. (Spr. da die Wörter doppeldeutig sind)
't failt hum in d' hasseses fehlt ihm im Schädel, es fehlt ihm an Grips
't füer is in d' róóekdas Feuer ist nur noch Glut
't gung in 'n fuel röen d'r up ofes ging in raschem Lauf darauf los
't gājt d'r hēr as in 'n tóóterhārbārğes geht daher wie in einer Zigeunerherberge
't gājt d'r hēr as in 't óóntjebites ist ein wildes Geschnatter (Rdw.: "es ist wie in der Wuhne")
't gājt in d' rūdendas geht verloren (Spr.: "das geht in die Fensterscheiben")
't gājt man näit al sō in d' wērld as me sük 't denktnicht alles in der Welt läuft so wie man es gerne hätte (Spr.)
't gājt âl in bīdārf ōweres geht alles in Fäulnis über
't gājt âl in d' brietsalles zerfällt
't hangt âl in d' bumbamdas hängt alles in der Schwebe
't het hum in 'n lütjet lauğ ferslóónes hat ihn in ein kleines Dorf verschlagen
't het sīn óólük west dat häi d'r fut mit äers in 't botterfat t' sitten kōmen isdas er es so gut hat hat ihn charakterlich verdorben (Spr.: "das ist sein Unglück gewesen das er gleich mit dem Hintern im Butterfass zum Sitzen kam")
't hūs is in dokken leğtdas Haus ist mit Strohbündeln und Dachziegeln gedeckt
't in d' pukkel hebbenRückenschmerzen haben
't is al düüster in būtener ist schon dunkel draußen
't is hir sō dōd in hūses ist hier so still im Haus
't is in drei däilen ūtnanner fālenes ist in drei Teile zerfallen
't is in dóód woerdas ist wirklich wahr
't is in sğikdas ist in Ordnung
't is net as of däi dō in hum ferbīstert ises ist als würde der Tod ihn jagen
't is nor dō me sō 'n kind süğt wor häil ğīn däj in sit'tes ist ein Elend wenn man so ein Kind sieht das nicht gedeihen will
't is recht in d' móóekes produziert sehr viel
't is âl gaud in stóótes ist alles in einem guten Zustand
't is âl in 't mâles ist alles durcheinander (Rdw.: "es ist alles im Verrückten")
't is âl in d' rîğes ist alles in Ordnung
't is âl in pūnenes ist alles in Ordnung
't kumt fóók âl taunanner inein Unglück kommt selten allein (Spr.: "es kommt oft alles zusammen")
't kumt âl in 't wiel wen 'n twei of drei karken bīsingen willman bringt alles durcheinander wenn man mehrere unvereinbare Dinge tätigt, man kann nicht auf mehreren Hochzeiten tanzen (Spr.: "das geht alles durcheinander wenn man zwei oder drei Kirchen besingen will")
't lağ d'r in hūs âl ōwerhôpdas lag dort Zuhaus alles durcheinander
't liğt in d' anbāudas liegt im Seitengebäude
't lêğst in 't ansäindas Letzte, das Letzte vom Ansehen her
't rappelt hum in d' koper redet nichts als Unsinn
't rēgent näit altīd botter in d' rīsen bräjes gibt gute und es gibt schlechte Tage (Rdw.: "er regnet nicht immer Butter in den Reisbrei")
't sakt in d' bäienes gerät in Vergessenheit (Rdw.: "es sackt in die Beine")
't sit't âl in d' bröed!das ist alles unordentlich!
't slājt in d' fertoğes zieht sich in die Länge
't stājt in d' fuel blâjes steht in voller Blüte
't sğort't hum in 't hōvdes fehlt ihm im Kopf
't sğüt't mī in d' sines kommt mir in den Sinn, mir fällt ein, ich komme auf den Gedanken
't was in d' döskeltīd dō ik bōren wures war in der Dreschzeit als ich geboren wurde
't was net in d' blājtīd fan d' roeğ as 't wicht jung worden isdas war gerade in der Blütezeit des Roggens als das Mädchen geboren wurde
't was âl in d' rîğ! do dóódelk näit! 't sağ blōt sō ūt fan būtenes war alles in Ordnung! doch nicht wirklich! es sag bloß so aus von außen
't wóóter is in 't sakkendas Wasser sinkt
't wērlājt in 't nōrdes wir ein Blitz vom Norden zurückgeworfen, es widerblitzt im Norden
't âl in âlalles in allem
-in-in (seltene Nachsilbe die eine Weiblichkeit des Wortes anzeigt)
Antje kumt freibosterğ un blîd in d' kóómerAntje kommt direkt und freudig in das Zimmer
Dat gājt hum as däi fēlings. Däi wullent dwārs mit d' bâlk in 't hūs.Es geht ihm wie den Westfalen. Die wollten quer mit dem Balken ins Haus. (Spr.)
Dat is 'n kóótel sóók. D'r dürt me näit fööl in röören.Das ist eine empfindliche Sache. Darin darf man nicht viel rühren.
Däi nēgen laugen fan Auerk: Eksem Haksem Róó dor hāuent s' sük mit d' spóó. In Wâl dor wōnent däi sğelms un däiven âl. Däi Sandhöster hēr rid't up appelgrîs pêr. In Wālenhūsen dor slóónt s' sük mit kūsen däi oel wīven mit späiken dat kun wal Walkenkūsen häiten. Ēgels liğt bī d' sīd däi gâlğ is dor näit wīd. Pōpens is 'n lauğ Ka'dörp is 'n plauğ. Nēgen laugen un äin stad hebbent tauhôp äin slöödelgat.Die neun Dörfer von Aurich: Extum Haxtum Rahe da schlagen sie sich mit dem Spaten. In Walle da wohnen die Schelme und Diebe alle. Der Sandhorster Herr reitet auf apfelgrauen Pferden. In Wallinghausen da schlagen sie sich mit Backenzähnen die alten Frauen mit Speichen das könnte wohl Wallenbackenzahn heißen. Egels liegt an der Seite da ist auch der Galgen nicht weit. Popens ist ein Dorf Kirchdorf ist ein Pflug. Neun Dörfer und eine Stadt haben zusammen ein Schlüsselloch (Spr.)
Dūkī dūkī dājer us pūs däi mağ ğīn aier. Wat mağ häi dan? Spek in d' pân! Dor word't us pūsī lekker fan!Tauchi, tauchi, Tauer unsere Katze mag keine Eier. Was mag sie denn? Gebratenen Speck! Davon wird unser Kätzchen lecker! (Kinderspruch)
Hensken in d' keller!Kind im Mutterleib, "Hänschen im Keller" (beschwörender Spruch für schwangere Frauen)
Hest dū döst - góó nóó 't K'nhöst - dor is 'n hundje - dat miğt dī in 't mundje!Hast du Durst - geh nach Collinghorst - da ist ein Hündchen - das pinkelt dir ins Mündchen (Spr.)
Hilğland hangt in 't randHelgoland hängt an der Felswand
Hup mīn pērd nóó d' möölen tau. Mīn pērd frat niks as hóófern sträj. Hóófern sträj un kaf kaf kaf. Dō lēp mīn pērd in draf draf draf.Hop mein Pferd zur Mühlen hin. Mein Pferd fraß nichts als Haferstroh. Haferstroh und Spreu Spreu Spreu. Da lief mein Pferd in Eile Eile Eile. (Beim Aufsagen wird ein Kind auf dem hoch und heruntergehopst als ob es auf einem Pferd sitzt)
In 't Feldmerfeld wil niks as kwäikgres un kinnerIm Steenfelderfeld wächst nichts außer Quecke und Kinder (Spr.)
In 't sētel stóónt däi hūsen sō diecht bīnanner. Up 't land näit!In der Siedlung stehen die Häuser so dicht zusammen. Auf dem Land nicht!
In d' Düünengeogr.: In den Dünen
In d' Läitsengeogr.: In den Leeken
Is däi buer in hūs un kan 'k däi buer wal ēven prōten? Nē! Mīn buer is näit in hūs.Ist der Bauer Zuhause und kann ich ihn kurz sprechen? Nein! Mein Herr ist nicht Zuhause.
Jantje sâcht in 't līfJantje sacht in't Liev, ursprünglich ein ostfriesischer Johannisbeerlikör welcher heute auf Sauerkirschenbasis hergestellt wird
Jân in 't hemdPuffert, Hefekloß, Dampfnudel, ostfriesischer Hefekloß der über einen Wasserbad gegart und mit einer Birnensoße verzehrt wird (Rdw.: "Jan im Hemd")
Jân in d' unnerbüksPuffert, Hefekloß, Dampfnudel, ostfriesischer Hefekloß der über einen Wasserbad gegart und mit einer Birnensoße verzehrt wird (Rdw.: "Jan in der Unterhose")
Jân un Gräitje in d' kûtsJan und Gretchen in der Kutsche; botan.: Blüte des Eisenhut (Aconitum spec.)
Mäinen liğt in FlandernMeinen liegt in Flandern (Spr.: "Menen liegt in Flandern" in Anspielung auf mäinen = meinen)
Mīn mauder kun frauer kōken wat s' wul ik at ğīn middağ wat. Dan sē mīn fóóer altīd dō mīn süsters un brörs ūt d' rōk wassent: Gif däi ârm fent man 'n drööeğ metwust un 'n piel brōd dat häi wat in sīn móóğminken kriğt.Meine Mutter konnte früher kochen was sie wollte ich aß keinen Mittag etwas. Dann sagte mein Vater immer wenn meine Geschwister aus der Küche waren: Geb dem armen Jungen nur eine trockene Mettwurst und ein kleines Stück Brot damit er etwas in seinen hungrigen Magen bekommt.
Rechtsupweğ un lüchts in d' slōd nüms slóó sīn kinner dōd wäist näit wat d'r ūt worden kan amäen ōk 'n grôt manRechtsupweg und links im Graben niemand schlage seine Kinder tot weißt nicht was draus werden kann vielleicht auch ein großer Mann (Spr.)
Sünnerklóós dū gâud blaud breng mī 'n bītje sukkergaud näit tau fööl un näit tau min smīt dat man tau d' sğösstäin in mit 'n endje band d'r an dat ik 't ōk bīrekken kan Sankt Nikolaus du guter Mensch bring mir etwsa Zuckergut nicht zu viel auch nicht zu wenig wirf 's mir nur zum Schornstein hinein mit einem Stückchen Band daran damit ich es auch erreichen kann (Kindespruch zum Nikolausfest)
Wangerōğ däi sğôn Spīkerōğ däi krôn Langerōğ is 'n botterfat Baltrem is 'n sandgat Nördernäj dat rōverland Jüüst is dat tōverland Börkemer melken kauje un brūkent drek as brand Röttemōğ dat aierland Münkōğ dat baierland däi Amlanner sğalken hebbent stōlen drei balken 's óóvends dō däi móón was rēsen däi gâlğ sal höör wóópen wēsen up Sğēlen stājt 'n hôğ tōrn Fleiland het sīn nóóm ferlōren Tessel liğt in 't seigat däi lüü fan d' heller sēdent datWangerooge die Saubere Spiekeroog die Krone Langeoog ist ein Butterfass Baltrum ist ein Sandloch Norderney das Räuberland Juist ist das Zauberland Borkumer melken Kühe und nutzen Dreck zum Heizen Rottumeroog das Eierland Schiemonikoog das Glockenland die Ameländer Schalken haben gestohlen drei Balken abends als der Mond stieg der Galgen soll ihre Waffe sein auf Terschelling steht ein hoher Turm Vlieland hat seinen Namen verloren Texel liegt in einer Strömungsrinne die Leute von Vordeichsland sagen das (Spr. für alle ostfriesischen und westfriesischen Inseln)
Wult dū rōm in d' tē? - Gērn wal 'n stóólke!Möchtest du Sahne in den Tee? - Gerne nur ein kleines Bisschen!
Wäitent jī wor Häisel liğt? Häisel is 't sūperslauğ! Häisel liğt in 't ruen dor sūpent s' as huen!Wisst ihr wo Hesel liegt? Hesel ist das Säuferdorf! Hesel liegt in der Runde da saufen sie wie Hunde! (Spr.)
achter in 't lauğ wōnent ōk lüüauch andere Menschen sind zu beachten (Spr.: "hinten im Dorf wohnen auch Leute")
allerläifst blīv ik in hūsam liebsten bleibe ich Zuhause
altīd in antern peróót hebbenimmer eine Antwort parat haben
alûn! alûn! däif in d' tûn!Achtung! Achtung! Dieb im Garten! (Warnruf beim Obstdieben)
alûn! alûn! sit't 'n däif in d' tûnkommt her! kommt her! es ist ein Dieb im Garten
alûn! alûn! söyker in d' tûn!Achtung! Achtung! Sucher im Garten! (Warnruf beim Versteckspiel wenn der Sucher sich nähert oder gesichtet wird)
alûn! alûn! sğōjer in d' tûn!Achtung! Achtung! Betrüger im Garten! (Warnruf beim Obstdieben)
anmārkelk fööl fäj löpt d'r in 't landbeträchtlich viel Vieh läuft da im Land
annernt bünt nū bóós in 't landjetzt regieren ander Mächte
anners kwamment jī düüvelstüüğ häil näit in fatsūnsonst bekommt ihr Teufelszeug gar keinen Anstand
as 'k nóó d' stöörm in tûn kwam dō lağ 't âl ōwerhôpals ich nach dem Sturm in den Garten kam lag dort alles zusammengestürzt
as däi buer t' lóót upstājt maut häi 's dóóğs in draft lōpenwer zu spät aufsteht den bestraft das Leben (Spr.: "wenn der Bauer zu spät aufsteht dann ist er tagsüber in Eile")
as wī annerlessens in 't filmtjóóter sattent lēp d'r 'n häil andaunelk film inals wir letztens im Kino waren lief dort ein sehr ergreifender Film
as äien in sīn walmacht is is häi ōk in sīn süüek dóógenein Mensch bleibt immer gleich (Spr.: "wie jemand in seinem Wohlbefinden ist ist er auch in kranken Tagen")
best in örder!alles klar!, alles geregelt!
bies in 't stērt hebbendie Rinder tollen, die Rinder jagen herum
binnenfiskeräj gājt in d' däipen un slōden bit an d' sīldöörenBinnenfischerei wird in Kanälen und Gräben bis an die Sieltore betrieben
bitter in d' mund is 't hārt sundbittere Dinge sind gesund (Spr.: "bitter im Mund ist das Herz gesund")
bladders in d' handBlase an der Hand
blik in d' moersHautwolf am Hintern
blóósen in 't glasBlasen im Glas
blóósen in 't īsBlasen im Eis
buer is buer un blift buer man gājt h' ōk in sīd un sanftman ist was man ist und kann es nicht ändern (Spr.: "Bauer ist Bauer und bleibt Bauer auch wenn er in Seide und Samt gekleidet ist")
bâng in d' büksFeigling, Hasenfuß, Angsthase
bóós in sīn äigen hūs wēsenChef im Haus sein
böyt ēfkes wat inheiz einmal etwas ein
bünt d'r ōk lüü in d' stad dat dū dat weißt?sind soweit du weißt Leute in der Stadt?
bēter 'n strunk in d' kōl as häil ğīn wustlieber etwas als garnichts (Spr.: "lieber einen Stängel im Kohl als gar keine Wurst")
bēter 'n ârm in ēren as 'n rîk in sğânbesser ein Armer in Ehren als ein Reicher in Schande (Spr.)
bī 't ferstārven fan däi ollen blēv d'r sō min fermöögen nóó dat däi kinner in 't gasthūs ūtbīstēd't worden mussentbeim Versterben der Eltern bliebt so wenig Vermögen übrig dass die Kinder ins Armenhaus ausquartiert werden mussten
bī 't mörnrōd al bēserğ in sīn winkelbei Morgenrot schon fleißig in seinem Laden
bī ... inauf ... zu; in ... hinein
bī fuel móón un näej móón sit't lēvend in wóóterbei Vollmond und Neumond fängt man besonders viel (Spr.: "bei Vollmond und Neumond lebst das Wasser")
bī mīn folk in hūszu Hause bei meinen Eltern
bī rēgen in d' sğûl stóón góónsich bei Regen unterstellen
bī rēgenwêr mümmelnt wī us fājn unner 't dēken inbei Regenwetter kuscheln wir uns gemütlich unter der Decke ein
bī wel in brōd stóónbei jemandem in Lohn und Brot stehen (Rdw.)
bīfööer lēvde 'n köönenk tauhôp mit sīn köönenkske in 'n land häil fēr fan hirvor langer Zeit lebte ein König zusammen mit seiner Königin in einem Land ganz fern von hier
bīlang stellen inInteresse haben an, verlangen nach
d' is dat wêr in d' rūdendie Fenster beschlagen aufgrund des Wetters
d' kluntje knappert in d' tēder Kandis knistert im Tee
d'r 'n kât in krīgenetwas verwerfen (Rdw.: "darin eine Katze kriegen")
d'r bünt dreidūsend stäinen in bīmürt wordendarin wurden dreitausend Steine vermauert
d'r bünt döyken in d' tinnen sğöddels stöt't wordenda sind Delle in die Zinnschüssel gestoßen worden
d'r bünt fandóóeğ fööl būtenlüü in d' stadheute sind viele Fremde in der Stadt
d'r bünt fööl dellen in 't landdas sind viele Niederungen im Land
d'r bünt sō fööl bülten in 't land dat me 't hóóst näit örnelk plaugen kanda sind so viele Hügel im Land dass man es fast nicht ordentlich pflügen kann
d'r ful mit 'n móól sō 'n blink in mīn ôğda fiel auf einmal so ein heller Schein in mein Auge
d'r föyl ik ğīn bīraup in mī tau dat ik mī um däi sóók bīkummern mautda fühle ich keinen Antrieb mich um die Sache zu kümmern
d'r hangent no mēr dóógen in d' lüchtwir haben noch Zeit (Rdw.: "da hängen noch viele Tage in der Luft")
d'r heb 'k je 'n ēventüer hat dat ik hunnert oirō in d' lotteräj wunnen hebda habe ich ja Glück gehabt das ich hundert Euro in der Lotterie gewonnen habe
d'r hebbent ōwerhôp fandóóeğ näit fööl in d' stad minsken westda sind überhaupt heute nicht viele Menschen in der Stadt gewesen
d'r het 'n büelt mit t' daun west dat dat wēr in örder kwamdas war eine Menge Arbeit das wieder zu richten
d'r höörde sō fööl tau dat ik hum dat in d' bīdüd krēğes war viel Arbeit ihm das begreiflich zu machen
d'r indarin; herein, hinein, rein
d'r in däilenetwas aufteilen, etwas verteilen
d'r in sittenhergeben, reichen
d'r in wēsenbeinhalten, dazu gehören
d'r is 'n dóóelt in 't landda ist eine Senke im Land
d'r is 'n fröem óónt in 't bites ist ein ungebetener Gast anwesend (Rdw.: "da ist eine fremde Ente in der Wuhne")
d'r is 'n ol hūs in 't lauğes gibt ein altes Haus im Dorf
d'r is 'n óówêr in d' antoğes ist ein Unwetter im Anmarsch
d'r is 't wêr in d' flasder Flachs leidet an Flachswelke
d'r is häil ğīn bīstüer in krīgendas ist nicht unter Kontrolle zu bekommen
d'r is no sō fööl bīgelôv in däi wērld dat me 't hóóst häil näit upkrīgen kan wō dat fandóóeğ no möögelk ises ist noch so viel Aberglaube in der Welt das man es fast gar nicht fassen kann wie sowas heute noch möglich ist
d'r is no ğīn gebóóğ in 't hūs säi slóópent no âles ist noch kein Leben im Haus sie schlafen noch alle
d'r is sō 'n gebuller in d' lücht as wen 't dönnert of as of mit knunnen sğōten word'tda ist so ein Getöse in der Luft als wenn es donnert oder als ob mit Kanonen geschossen wird
d'r is wat in d' móóekes ist etwas in Arbeit, es ist etwas geplant
d'r is ēvenräiderğkaid in d' lōp fan d' möölenda ist Gleichmäßigkeit im Lauf der Mühle
d'r is ğīn brēt brōd mēr in hūses gibt kein Stück Brot mehr im Haus
d'r is ğīn dööer in 't hūsdas Haus hat keine Tür
d'r is ğīn sin of wäit indas ist ohne Sinn und Verstand
d'r is ğīn wulkje in d' lücht t' säines ist keine Wolke in der Luft zu sehen
d'r kumt 'n bânk in 't westes begiebt sich eine Wolkenbank nach Westen
d'r kumt 'n f'rūtgāng ines kommt Fortschritt in die Sache
d'r kumt gaud wóók in 't hūsda kommt gut Leben ins Haus
d'r kumt wat in 't röögener bewegt sich was, es kommt etwas in Bewegung
d'r kāst dī wal in dōdmóókenda kannst du dich mit quälen
d'r kōment wat krūden indas enthält einige Kräuter
d'r liğt 'n grôt dam in d' weğda liegt ein großes Hinderniss im Weg
d'r liğt sō 'n dōk in d' lüchtenes liegt ein Nebel in der Luft
d'r maut mīn nüms sīn nööes in mīn baudel stēkenniemand soll seine Nase in meine Angelegenheiten stecken
d'r maut wat häied of ketūn in bräiwt wordendas muss mit Werg oder Baumwolle abgedichtet werden
d'r sat wat sğräivends in d' püetda saß etwas Schreiendes im Brunnen
d'r sit't 'n buğt in dat īsderdas Eisen ist verbogen
d'r sit't al tau föör bīdārf ines ist schon zu sehr verfault
d'r sit't fandóóeğ sō 'n dīnen in 't wóóter dat wī wal hóóst 'n hôğ flaud ferwachten wēsen köönentheute ist so ein Seegang im Meer dass wir beinahe eine hohe Flut erwarten können
d'r sit't gaud būrn in d' grilder Grill ist sehr heiß
d'r sit't sō 'n bânk in 't westes befindet sich eine Wolkenbank im Westen
d'r sit't sō 'n dīnen in dat wóóter dat me wal hóóst stöörm ferwachten kanes besteht so ein Seegang dass man fast Sturm erwarten kann
d'r sit't sō 'n āngel in hum dat d'r hóóst ğīn minsk frē mit hum hollen kaner hat ein so unangenehmes und verletzendes Wesen dass fast kein Mensch mit ihm auskommen kann
d'r sit't wal 'n ēventüer ines gibt die Hoffnung das man profitieren kann
d'r sit't wies snäj in d' lücht um dat däi lücht in d' kimmen sō blāu ises ist bestimmt Schnee im Anmarsch weil die Luft am Horizont so blau ist
d'r sit't wârmt indas ist warm
d'r sit't ğīn band mēr ines hat keine Verbingung mehr
d'r sit't ğīn bīstand in humman kann sich nicht auf ihn verlassen
d'r sit't ğīn bīwēgen indie Sache will nicht vorankommen, da bewegt sich nichts
d'r sit't ğīn döyğd in 't daukdas Tuch taugt nicht
d'r sit't ğīn döyğd in 't holtdas Holz taugt nicht
d'r sit't ğīn döyğd in d' jungder Junge taugt nicht
d'r sit't ğīn grâj of blâj mēr in 't minskdaumdie Menschheit ist nicht mehr zu retten
d'r sit't ğīn räecht ord in däi minskder Mensch ist charakterlos
d'r sit't ğīn ārğ in humer sitzt kein Funken Bösheit in ihm
d'r sittent ğīn inholten iner leidet an Lungentuberkulose
d'r stel 'k ğīn bīlang inda habe ich kein Interesse dran
d'r stājt sō 'n oel hinner in 't landda steht so ein altes Pferd im Land
d'r säi 'k ğīn bīswor inda sehe ich keine Bedenken
d'r was nū in disser stad ōk 'n bantjerin dieser Stadt lebte auch eine Modenarr
d'r wassent fandóóeğ 'n häil däil minsken in stades waren heute eine ganze Menge Menschen in der Stadt
d'r wassent man sō 'n bītje lüü in d' stades waren nur wenige Leute in der Stadt
dan hebbent wī dat âl in äien ofwāskdann haben wir das alles in einem Arbeitsgang erledigt
dan is höör säiel in bēterder handdann gesundet ihre Seele
dansen däi müegen in d' jannerwoi word' däi buer 'n bēdelertanzen die Mücken im Januar wird der Bauer ein Bettler (Spr.)
dat Oirōpēsk Feräinen sit't in Brüssel man ōk in Stróótsbörğdie Europäische Union sitzt in Brüssel aber auch in Strasburg
dat baudel is häil in 't wieldie Sache ist völlig durcheinander
dat blikkert un flikkert fan âl kanten in d' lücht umes blitzt und flimmert von überall in der Luft umher
dat brāut d'r sō dik up in 't west un däi lücht is sō swārt dat wī us sēker up 'n düğterğ grummelwêr ferdocht móóken köönentes wallt im Westen so sehr hoch und die Luft ist so schwarz dass wir uns sicher auf ein starkes Gewitter gefasst machen können
dat brōd fersğimmelt in dat sğapdas Brot verschimmelt im Schrank
dat bullert un dönnert fandóóeğ sō in d' lücht as of d'r in d' fêrt düğterğ mit grôt knunnen sğōten word'tes tobt und donnert heute so in der Luft als ob in der Ferne heftig mit großen Kanonen geschossen wird
dat bānkt in 't westes steigen Wolkenbanken im Weste auf
dat bīdraigen föör minnerhaidstóólen word't in däi glōbóólisæært wērld altīd grōterdie Bedrohung für Minderheitssprachen wird in der globalisierten Welt immer größer
dat dak liğt in dokken un näit in kalkdas Dach ist mit Strohbündeln abgedichtet und nicht mit Kalk
dat dak liğt in kalkdie Dachpfannen sind mit Kalk verschmiert damit kein Regenwasser eindringen kann
dat dróód in d' nóódelder Faden in der Nadel
dat däjt in óóslōddas entwickelt sich im Bösen
dat fat lekt in d' kiem däi kūper maut dat ēven diecht bräiwendas Fass leckt am Fassrand der Böttchen muss es kurz abdichten
dat fat sal sük wal diechten dō 't wat in 't wóóter liğtdas Fass wird sich wohl verdichten wenn es etwas im Wasser liegt
dat ferwelf liğt d'r in 'n buğtdas Gewölbe ist ein ununterbrochener Bogen
dat fet sit't hum näit in d' weğer ist mager (Rdw.: "das Fett sitzt ihm nicht im Weg")
dat fäj is d'r in bīsğüt'tdas Vieh ist darin eingesperrt
dat gaud maut ērst wat in 't bläikfat ēr dat upwuskern un up d' bläiek ūtläeğt word'tdie Wäsche muss erst ins Bleichfass bevor sie durchgewaschen und auf der Bleiche ausgelegt wird
dat geböörde in fēberwoimóóndes passierte im Februar
dat geld gājt in d' kriempdas Geld schrumpft
dat gres stājt al bī bülten in 't landdas Gras ist schon haufenweise geschichtet auf dem Land
dat gājt d'r hēr as in d' jöödenkârkes geht drunter und drüber (Spr.: "es geht daher wie in einer Judenkirche")
dat gājt d'r hēr as unner in 't gulfdas geht drunter und drüber das mag man nicht glauben (Spr.: "es geht daher wie unten im Gulf")
dat gājt hum in d' blien weğdas verschwindet ohne das er etwas davon bemerkt
dat gājt in d' bräieddas wird noch schlimm enden (Spr.: "das geht in die Breite)
dat gājt in d' bröökendas geht in kleinste Zahleneinheiten
dat gājt in d' dóóeltes geht in die Tiefe
dat gājt in d' gantdas geht in die Zwangsversteigerung
dat gājt in d' wîddas wird noch schlimm enden (Spr.: "das geht in die Weite)
dat gājt in d' wîd sō as häi lēvtdas wird noch schlimm enden so wie er lebt
dat gājt in äin bauğ weğdas geht in einer Tour weiter
dat gājt man âl in äin sûs un brûs weğdas geht in einem Gerausche durch
dat gājt âl in d' bräed'tes geht alles in die Breite
dat heb ik in d' dāj klordas habe ich im Handumdrehen fertig
dat heb ik in d' luerdas haben ich unter Beobachtung
dat heb ik in sğōwel tīd bīsurtdas habe ich in der elenden Zeit bedauert
dat het däi blîdst üer west däi 'k in mīn lēvend hat hebdas ist die glücklichste Stunde gewesen die ich in meinem Leben gehabt habe
dat het häi in 't föyl as däi bēdeler däi lūsdas hat er im Gefühl wie der Bettler die Laus (Spr.)
dat het häi in sīn baldóóderğkaid dóóndas hat er im Übermut getan
dat het in bīwēsenhaid fan mennerğ lüü geböörtdas ist in der Anwesenheit etlicher Leute passiert
dat holt būlt ūt un stājt al hóóst in 'n flitsbôğdas Holz beult aus und steht schon fast wie ein Schießbogen
dat häiel lauğ kwam in 't äendas ganze Dorf kam in Unruhe
dat hēf bullert 's mēds sō stārk dat me 't tauwīlst in Auerk häil höören kandas Wattenmeer braust manchmal so stark dass man es zuweilen ganz in Aurich hören kann
dat hūs hebbent s' in d' ōrlauğ in brand sğōtendas Haus wurde im Krieg beschossen und brannte
dat hūs is in branddas Haus brennt
dat hūs stun in flambûsdas Haus stand in Flammen
dat hūs stun in fuel petaljedas Haus brannte lichterloh
dat hūs stājt in d' busk bīsīddas Haus steht versteckt im Busch
dat in d' hiel hebbenes dringend haben
dat in diecht fóóten hebbenmit seinem Vermögen bald zu Ende sein (Spr.: "das in dichten Fässer haben")
dat is 'n fernööker nim dī föör däien in d' achtdas ist ein Betrüger nimm dich vor demjenigen in Acht
dat is 'n mâl anwenst an hum dat häi altīd sō lóót in hūs kumtdas ich eine schlimme Angewohnheit von ihm das er immer so spät nach Hause kommt
dat is 'n stük in drei pārtitürendas ist eine endlose Sache (Rdw.: "das ist ein Stück in drei Partituren")
dat is hir sō dōdsk in hūs dat me häil ğīn lūd höören kanes ist hier so still zuhause dass man gar keinen Laut hören kann
dat is hum 'n dōrn in 't fläiskdas ist ihm ein Dorn im Auge, das stört ihm (Rdw.: "das ist ihm ein Dorn im Fleisch")
dat is in 't angóóndas ist am Anfang
dat is in 't dóólgóónes ist im Niedergang begriffen
dat is in 't âl ferstrājt wordendas ist im All verstreut worden
dat is in bīnóóhaid näit woerdas ist in nächster Nähe nicht wahr
dat is in d' antoğdas ist im Anzug, dat ist im Kommen, im Anmarsch
dat is in d' drêvdas ist fahrtüchtig; das fährt, das gleitet, das schwimmt, das fliegt
dat is in d' wârdas ist ganz durcheinander
dat is in sīn bīsitdas ist in seinem Besitz
dat is je 'n māl ding dat häi sīn baudel sō in d' bröed jağt hetdas ist ja eine schlimme Sach das er alles so durcheinander gemacht hat
dat is jóó häilundal in 't wieldas ist ja ganz und gar verdreht, das ist ja ganz und gar verrückt, das ist ja ganz und gar aus den Fugen geraten
dat is mī in däi hand fālendas war mehr als ich erwartet hatte
dat is mīn nōjt in d' hasses kōmen dat ik dat fersellen wuldas ist mir nie in den Kopf gekommen das ich das verkaufen wollte
dat is mōj um Jāses tau singen man no mōjer um mit sīn dochterkes in d' fäen tau springenes ist schön wegen Jesus zu singen aber noch schöner wegen seinen Töchtern in die Weide zu springen (Spr.)
dat is sēker as dat óómen in d' kârkdas ist so sicher wie das Amen in der Kirche
dat is sō 'n balstürerğ kind dat man d'r no in 't gâud no in 't kwóóed wat mit worden kandas ist ein so freches Kind das man mit ihm weder im Guten noch im Schlechten zurecht kommt
dat is wat in d' gröet'tdas ist was Außergewöhliches
dat is âl in örderdas ist alles in Ordung
dat kind is sō kilsk in d' nâk dat 't sīn rüeğ umhōğ böört dō dū 't d'r bī 't bündseln ankumstdas Kind ist so kitzelig im Nacken das es seinen Rücken hebt wenn du es beim Wickeln dort berührst
dat kind lukt däi bost net sō lâng as d'r no 'n drüep in isdas Kind saugt so lange an der Brust wie sie noch Milch gibt
dat kind maut in dauken un lūren bündselt worden wor 'n wikkelband umtau wunden word'tdas Kind muss in Tücher und Windeln gewickelt werden und dort muss dann ein Wickelband herumgewunden werden
dat kind maut in wârm dauken un lūren inkōmendas Kind muss in warme Tücher und Windeln eingewickelt werden
dat kind sit't no in d' bündseldas Kind ist noch in der Windel
dat kind word't in d' tueb bóódendas Kind wird im Zuber gebadet
dat kindje is sō bīnāut un sğräivt sō d'r sit't hum wies 'n bur in d' wēgendas Kindchen ist so beengt und schreit so da sitzt ihm sicher eine Blähung in den Verdauungswegen
dat klingt as 'n ketōlsk knēpel in 'n lüttersk kloekdas passt nicht zusammen (Spr.: "das klingt wie ein katholischer Glockenschläger in einer lutherischen Uhr")
dat kläid stājt in buchelsdas Kleid hat Ausbeulungen
dat kumt in 't fergētelbaukdas gerät in Vergessenheit
dat kumt in bīnóóhaid näit bīdas kommt in nächster Nähe nicht vor
dat kumt âl in d' brēduljedas kommt alles ins Stocken
dat kwam hum in 't hērinnerner erinnerte sich, es kam ihm in die Erinnerung
dat kwam näit in fróóeğdas kam nicht in Frage
dat kwóóed arnt al mēr bī hum indas Böse frisst sich immer tiefer in ihn hinein
dat kwóóed hörn in 't nōrd ōwer 't wóóterNormannenreich, Wikingerreich, die böse Ecke im Norden überm Wasser
dat küüken klöytert al in d' doepman kann das Küken schon in der Schale hören
dat land kumt nū ērst recht wēr in wērderğkaid dat 't wat upbrengt man wī hebbent d'r ōk örnelk wat an dóón un 't us 'n gaud stük geld kösten lóóten dat 't ērst wēr in wērderğkaid kōmen hetdas Land kommt jetzt erst wieder in einen geschätzten Zustand in dem es etwas aufbringt aber wir haben da auch sehr viel dran getan un es uns ziemlich Geld kosten lassen das es wieder in diesen guten Zustand gekommen ist
dat land liğt in tain akkersdas Land hat zehn Parzellen
dat lauğ liğt in 'n bóóejdas Dorf liegt in einer Bucht
dat let't d'r in hūs ferbārmelker sieht dort zuhause erbärmlich aus
dat let't hir in hūs âl nüüverdas sieht hier im Haus alles sauber aus
dat let't mī hir in hūs sō orerğ dat ik 't häil hóóst näit wēr kendas sieht mir hier zuhause so sonderbar aus das ich es beinahe nicht wiedererkenne
dat let't net as of hund in moers hat hetdas sieht sehr kraus und zerknüllt aus (Rdw.: "das sieht aus als ob es der Hund im Arsch hatte")
dat liğt d'r in sō 'n däeldas liegt in einer Gemeinschaftsweide
dat liğt in 'n dullert bīdulvendas liegt in einem Sumpfgebiet begraben
dat liğt in 'n dóóldas liegt in einem Tal
dat liğt in d' doebdas liegt in der Grube
dat liğt in d' doel bīdulvendas liegt in der Grube begraben
dat liğt in äin blok tauhôpdas liegt in einem Klumpen zusammen
dat liğt näit in sīn bīlangdas ist ihm nicht wichtig
dat löpt as 'n maimöölen in d' ruendas läuft rund wie ein Karussel
dat lük löpt hum tau d' döören un fensters iner hat eine Glückssträhne (Rdw.: "das Glück läuft ihm zu den Türen und Fenstern hinein")
dat lēt ik in dīn stēwäre ich du würde ich das nicht tun
dat maust dū in 't sğap daundas musst du in den Schrank legen
dat maut d'r in bīsmōrendas muss darin ersticken
dat maut fannacht düğterğ brīst hebbent dan däi ēwers däi fanmörn binnen kwamment hārent rēven in 't sājel wat säi anners sō licht näit dauntes musst heute Nacht stark geweht haben denn die Ewer die heute Morgen hinein kamen hatten die Segel gerefft was sie sonst nicht so einfach tun
dat mest is tau rad in d' näiddas Messer ist zu locker im Griff
dat oel swet fan däi wäiserfräisk tóól un däi äimsfräisk tóól köönent wī fandóóeğ no in us Ōstfräisk höörendie alte Grenze der weserfriesischen Sprache und der emsfriesischen Sprache können wir heute noch in unserem ostfriesischen Platt hören
dat pāst as dat ding in Gräitjedas passt perfekt (Spr.: "das passt wie das Ding in Gretchen")
dat pērd maut 'n büngel an 't bäin hebben dō 't in 't land kumt anners kan däi knecht 't näit wēr krīgen dō 't föör d' wóógen brūkt worden saldas Pferd muss einen Klotz an den Bein gebunden bekommen wenn es aufs Land kommt sonst kann der Knecht es nicht wieder einfangen wenn es für den Wagen gebraucht werden soll
dat róókst dū hund bitst mī in 't holten bäindas hast du verfehlt (Spr.: "das triffst du Hund beißt mich ins Holzbein")
dat rōfdelven an d' natüer is 'n grōt prōblēm in d' wērldder Raubbau an der Natur ist ein großes Problem in der Welt
dat sit't d'r fan âl kanten in bītimmertdas ist von allen Seiten mit Holz verkleidet
dat sit't d'r näit indas gibt es nicht her, dafür reicht es nicht
dat spek word't in d' wīm uphangender Speck wird im Fleischgerüst aufgehangen
dat stöörmt sō baldóóderğ dat me hóóst bâng in 't hūs worden mautes stürmt so gewaltig das man fast Angst im Haus haben muss
dat stājt in 't kērendas steht in der Wendung
dat stājt in 't wōrdenbaukdas steht im Wörterbuch
dat stājt in sīn kööer of häi dat wil of näitdas steht in seiner Wahl ob er es will oder nicht
dat swērd in d' sğäj stēkendas Schwert in die Scheide stecken
dat sğip dampt in 'n hâlf üer nóó Nördernäjdas Dampfschiff fährt in einer halben Stunde nach Norderney
dat sğip drēv in buelğ un brekdas Schiff trieb durch die Wellen und die Brandung
dat sğip het in d' läest stöörm blēvendas Schiff ist im letzten Sturm verunglückt
dat sğip liğt mit däi bauğ in d' winddas Schiff liegt mit dem Bug im Wind
dat sğip sājelt in fāutfrachtdas Schiff segelt ohne vollständige Ladung
dat sğôn snūvdauk dat säi d'r tau in d' büües hārentdas saubere Taschentuch das sie dazu in der Hosentasche hatten
dat sğüt't mī net sō in d' sindas ist mir gerade so eingefallen
dat trāuen in 't fläisk slóóndie Trauung erzwingen
dat undbrekt allenerğ in sīn óómacht dat häi sīn sğüllen näit bītóólt man näit in sīn gâud wieles mangelt ihm allein in seinem Unvermögen das er seine Schulden nicht bezahlt aber nicht in seinem guten Willen
dat was alēr in oel tīdendas war ehemals in alten Zeiten
dat was je 'n blīdskup in hūs as 't hēt dat hum 'n sööntje bōren worden wases war ja eine Freude als es hieß das ihm ein Söhnchen geboren worden war
dat was net in d' bīgün dat 't anfung tau lōpenes war gerade am Beginn als es anfing zu laufen
dat was walēr setrecht dat däi kinner elker dağ 'n stük törf mit in sğaul brochent dat böt't worden kunes war früher Gewohnheitsrecht dass die Kinder jeden Tag ein stück Torf mit zur Schule brachten damit geheizt werden konnte
dat wicht is sō bībērerğ dat säi fut ferlēgen is un 't sğräiven anfangt dō 't in d' tēgenworderğkaid fan fröem lüü wat hērsäegen saldas Mädchen ist so scheu das sie gleich verlegen ist und anfängt zu schreien wenn sie in der Gegenwart von Fremden etwas wiederholen soll
dat wicht is sō gail dat 't däi manlüü bol tau 't hals in flüğtdas Mädchen ist so geil das es den Männer so um den Hals fällt
dat wuddelt al däiper indas wurzelt immer tiefer ein
dat wäit dī däi düüvel dank dat dū mī dat baudel in 't wiel jağt hestdas dankt dir der Teufel das du mir die Angelegenheit durcheinander gebracht hast
dat wêr smit't sük in böjendas Wetter verändert sich (Rdw.: "das Wetter wirft sich in Böen")
dat wóóter löpt in d' slōddas Wasser fließt in den Graben
dat wóóter sğüt't in sôddas Wasser erreicht den Siedepunkt
dat wājt d'r bróóf indort weht es stark hinein
dat wājt sō baldóóderğ dat me hóóst bâng in 't hūs worden mautes weht so gewaltig das man fast Angst im Haus haben muss
dat wī in us wēswārk näit tau but wordentdass wir in unserem Tun und Treiben nicht maßlos werden
dat óólük löpt hum tau d' döören un fensters iner hat eine Pechsträhne (Rdw.: "das Unglück läuft ihm zu den Türen und Fenstern hinein")
dat ôğ dringt däip in d' hēmel indas Auge dringt tief in den Himmel
dat āutō is in d' drêvdas Auto in der Fahrt
dat ōwermäesen is in d' fandóóğsk burkeräj 'n grōt prōblēmdie Überdüngung ist in der heutigen Landwirtschaft ein großes Problem
dau sprikken in d' ōvend dat ik füer böyten kanlege Zweige in den Ofen damit ich Feuer machen kann
dikkerder takken kwamment in drei däilen dat me s' flechten kundickere Zweige wurden in drei Teile unterteilt um sie zu flechten
disser stóólen stóóven wordent döör 'n góónd wārk in röögen set'tdiese Stahlstäbe werden durch ein Uhrwerk in Bewegung gesetzt
dobkes in d' êr móókenGrübchen in die Erde machen
dor ingenau darin
dor in d' stad het 'n winkel sīn staulen häil mōj fertööntda in der Stadt hat ein Laden seine Stühle sehr schön dargestellt
dor is fööl turt in d' wērldes gibt viel Unrecht in der Welt
dor is niks kwóóds innichts Arges ist dabei
dor is wat mit in d' hand nēmendas hat viel damit zu tun (Rdw.: "damit nimmt man viel in die Hand")
dor kwam rêv föör d' süelt inda kamen die Dinge für die Sülze hinein
dor sit 'n spīker indie Person ist stolz von der Grundhaltung (Rdw.: "darin sitzt ein Nagel")
dor sit't ğīn grâj indas entwickelt sich nicht gut
dräj in d' pânHefeküchlein, drei in der Pfanne, ostfriesischer Pfannkuchen mit Hefe und Rosinen
drûv in d' wīnWeinstein
dum in d' kopdumm im Kopf
dwäilsk in d' kopwirr im Kopf
däi Fräisen hebbent in dat 8. äiw Nōrdfräisland bīsēteltdie Friesen haben im 8. Jahrhundert Nordfriesland besiedelt
däi Jüem flüt't bī Wiltshūsen in d' Läidóódie Jümme fließt bei Wiltshausen in dir Leda
däi adder säeğt ik bīt in d' nōd un wat ik bīt je dat gājt dōddie Kreuzotter spricht ich beiße in der Not und was ich beiße das wird tot (Spr.)
däi ailanner bīdelvt sīn dōden in d' düünensandder Insulaner begräbt seine Toten im Dünensand
däi andocht an däi kwóóddóóden fan d' nóósjenóósōsjóólisten dürt näit in fergēt kōmendie Erinnerung an die Übeltaten der Nationalsozialisten darf nicht in Vergessenheit geraten
däi appelbōm stājt gaud in wāselder Apfelbaum hat gute Fruchtstände
däi blóógen fan wichter bildent sük ōk al sō fööl in dat säi häi näit wäitent wō säi sük wal tiren söölentdiese eingebildeten Mädchen bilden sich auch schon so viel auf sich ein das sie sich total komisch verhalten
däi buer löpt altīd in sīn fóóer sīn sluerein jeder baut auf dem Erfolg und Misserfolg der Eltern auf (Spr.: "der Bauer läuft immer in den Hausschuhen des Vaters")
däi bulgen slōgent sō hārd an 't sğip wat d'r up 't rif stand't hār dat 't in 'n häiel köert tīd ūtnanner slōğdie Wellen schlugen so hart an das Schiff welches dor auf dem Riff gestrandet war sodass es in einer sehr kurzer Zeit zerschlug
däi bumben pīpen in d' faldie Bomben pfeifen im Fall
däi bäisten hebbent d' bies in 't stērt hebbendie Rinder tollen, die Rinder jagen herum
däi bäisten lōpent in 't landdie Rinder laufen auf dem Land
däi bünt in d' bööers upnōmen wordensie sind in die Börse aufgenommen worden
däi bīdrīf is sō grōt dat me 't hóóst näit âl bīflechtern un dat baudel in örder hollen kander Betrieb ist so groß das man es fast nicht schafft alles zu kontrollieren und die Angelegenheit in Ordnung zu halten
däi bōm stājt in sğóóder Baum verliert durch langes Stehen an Wert
däi bōmen bünt in 't siechtdie Bäume sind in Sicht
däi būsbeller sit't in d' kellerder Busebeller sitzt im Keller
däi daks is wēr in sīn bāu slōpender Dachs ist wieder in seinen Bau geschlieft
däi dam in d' slōd is bīlōpsk un dō Jī hum näit ērst móókent dan löpt us 't wóóter al weğder Damm im Graben ist so beschaffen dass das Wasser an ihm vorbeiläuft und wenn Sie ihn nicht erst herrichten dann läuft uns das Wasser immer wieder weg
däi däif stapde tau dat fenster indie Dieb stieg ins Fenster ein
däi däiğ is in d' rîsder Teig ist dabei aufzugehen
däi däiğ word't in dat bakhūs surtder Teig wird im Backhaus gesäuert
däi dóóden mautent 't bīwīsen wat föör 'n inbost in 'n minsk sit'tdie Taten müssen beweisen was für ein Charakter dem Menschen zueigen ist (Spr.)
däi düüvel sājt wäid in d' wâjtder Teufel säht Unkraut in den Weizen
däi fenten tūken d' wichter in d' hoerdie Jungen ziehendie Mädchen an den Haaren
däi fenten un fōns wóólen sük in 't landdie Jungen und Mädchen wälzen sich im Land
däi ferkōper het us anblaft dō wī tau fööl klæær mit in d' klærhukje nōmen hārentder Verkäufer hat uns unfreundlich zurechtgewiesen als wir zu viele Kleider mit in die Umkleidekabine genommen hatten
däi flaud set't indie Flut setzt ein
däi fos slupt in sīn hol der Fuchs schlieft in seinen Bau
däi frâu kan mēr mit d' sğûd tau 't hūs ūtdróógen as däi man mit däi hājwóógen tau d' sğürdööer in fortdie Frau kann mehr mit der Schürze zum Haus hinaus tragen als der Mann mit dem Heuwagen hinein fährt (Spr.)
däi furäel swemt in d' äjdie Forelle schwimmt im Fluss
däi föögels nüsseln gērn in däi horten fan d' oel bōmdie Vögel nisten gern in den Höhlen des alten Baumes
däi fērer kōmen wil in d' wērld däi maut ōk bī d' hand un näit lāj in 't tautāsten wēsenwer weiter kommen will in der Welt muss auch flink und nicht faul beim Zugreifen sein
däi fūken in 't hēf hārent höören ōpen nóó d' dīk taudie Reusen im Watt hatten ihre Öffnung zum Deich
däi fūlerğkaid het d'r sō in fast arnt dat säi d'r hóóst mit ğīn middels wēr ūt tau krīgen isdie Fäulnis ist dort so fest eingedrungen das sie dort mit fast keinen Mittel wieder zu entfernen ist
däi fūlerğkaid is al dēger in dat gaud inarnt dat 't hóóst häil mit ğīn middels wēr sğōn tau krīgen isder Schmutz ist schon stark in das Zeug eingefressen das es fast mit gar keinen Mitteln wieder sauber zu bekommen ist
däi gaus kan sük in höör äigen fet bīdrüppendie Gans kann ihn ihrem eigenen Fett braten
däi gājt sō olbōrerğ in höör klæær as 't hóóst in hunnert joren ğīn mâud mēr west hetsie hat solch altmodische Kleidung an wie sie schon fast vor hundert Jahren schon nicht mehr Mode waren
däi hebbent hūs in brandderen Haus brennt
däi het appelbōmkes in d' kopder hat nichts als Hirngespinste
däi het d' dōvid in d' kopder ist betrunken (Spr.: "der hat den David im Kopf")
däi het finger in ferbander hat den Finger in einem Verband
däi het grappen in d' kopder hat komische Ideen
däi het jau d'r 'n dóód dóón as häi hum in 't wóóter nóósprungen un hum d'r wēr ūthōler hat eine Leistung vollbracht als er ihm ins Wasser nachsprang und ihn wieder hinausholte
däi het kemum in d' bunkener hat Kraft
däi het mūsnüsten in d' kopder hat Flausen im Kopf
däi het wat in d' melk tau kröymender hat Besitz, der ist nicht unvermögend
däi het wat in d' māuender ist muskulös (Rdw.: "der hat was in den Ärmeln")
däi het ğīn göert in d' bräigendem fehlt es an Gehirnschmalz (Rdw.: "der hat keine Grütze im Gehirn")
däi het ğīn lūs in d' rōk!der hat gar nichts! (Spr.: "der hat keine Laus im Räucherofen!")
däi häen het wat in d' niebdas Huhn hat etwas im Schnabel
däi häiel hunnert dīm'd land däi d'r in 'n flâkt tauhôp liegent höörent âl us bīhalven drei dīm'd däi Äied Ellen taukōmendie ganzen hundert Diemat Land die dort in einer Fläche zusammen liegen gehören alle uns außgenommen drei Diemat die Ede Ellen gehören
däi häiel wērld gājt in d' brietsdie ganze Welt gerät in Zerfall
däi hóóes in sīn bângt róómt wat hen un wat hērder Hase rennt in seiner Angst hin und her
däi hóóes sit in sīn lēgerder Hase sitzt in seiner Sasse
däi hóófer sğüt't in bīvender Hafer setzt Rispen an
däi hār dat al in 't miker hatte es schon in Beobachtung genommen
däi hāueräj was in fuel petaljedie Schlägerei war in vollen Gange
däi hūsswâm arnde döör däi langhaid fan d' tīd sō in dat ik däi dēlen mit däi balken d'r ūt rīten lóóten mus um 't hūs d'r fan sğōn tau krīgender Hausschwamm drang durch die Länge der Zeit so ein das ich die Fußböden mit den Balken herausreißen musste um das Haus davon sauber zu halten
däi is rad in 't beker redet viel zu viel
däi is âl nööslang wēr in hūser ist jeden Augenblick wieder zu Hause
däi kalk fālt in bladders fan d' müerder Kalk platzt von der Wand ab
däi kau is in d' blas kōmendie Kuh ist an Trommelsucht erkrankt
däi kinner dārteln in 't feld umdie Kinder springen im Feld herum
däi klokken bummeln in d' tōrndie Glocken baumeln im Turm
däi kluntje löst sük in d' häiet tē upder Kandis löst sich im heißen Tee auf
däi klööer flōğ hum ūt un iner wechselte die Gesichtsfarbe schnell, er wurde blass, er wurde rot (Bestürzung Schrecken oder Scham)
däi knipt d' kât in 't düüsterner ist nicht zu unterschätzen, sie ist nicht zu unterschätzen (Spr.: "der kneift die Katze im Dunkeln")
däi krüüsbäj kumt in wāseldie Stachelbeere wächst
däi krājen hārent mī al in d' fermikdie Krähen hatten mich schon entdeckt
däi krūdwinkel in Læær het 't âl an krüüderäj däi äien wal hebben wildas Gewürzgeschäft in Leer hat sämtliche Kräuter die man nur haben will
däi kumt in d' kindhaider verfällt in Demenz
däi käies arnt al mēr inder Käse wird durch Milben immer angefressener
däi kóóen bārgent sük 's nachts in d' karkhortendie Dohlen verstecken sich nachts in den Löchern der Kirchenmauer
däi kāst in d' pîp smōkender taugt nichts (Spr.: "den kannst du in der Pfeife rauchen")
däi let't sük föör 'n dājt 'n gat in 't knäj bōren un dō häi no 'n pennenk d'r bī kriğt dan bölkt häi ōk näiter ist ein richtiger Geizkragen der nur an Geld denkt (Spr.: "er lässt sich für einen Deut ein Loch in das Knie bohren und wenn er noch einen Pfennig dazu bekommt dann schreit er auch nicht")
däi lücht blājde fanmörn sō rōd nū krīgent wī fanóóvend wies no wóóter in d' slōddie Luft glänze heute Morgen so rot jetzt bekommen wir heute Abend bestimmt noch Regen
däi maid däi säi d'r het is sō 'n räecht pöyselerske un däi kan 't âl bīrakken wat 't in un būten 't hūs tau taun gift um dat âl örnelk un sğōn tau hollendie Magd welche sie hat ist eine echte Arbeitswütige un die kann alles in Ordnung halten was es im un außerhalb des Hauses zu tun gibt um alles ordentlich und sauber zu halten
däi mesters hebbent 'n hóóspōt in d' tāskedie Lehrer haben eine Hasenpfote in der Tasche (Spr.)
däi mund in 't bek hollenschweigen (Rdw.: "den Mund im Mund halten")
däi mâj dājt mēr up äin dağ as däi fēberwoi in achtuntwinterğ dóóeğder Mai macht mehr an einem Tag als der Februar in achtundzwanzig Tagen (Spr.)
däi mäied liğt in wirsendie Wiese wurde geschwadet
däi mêr kumt mit dat fōlen in 't landdie Stute kommt mit dem Fohlen in das Land
däi móón is in 't anwinnender Mond nimmt zu
däi mōrner kumt in 't bīworender Mörder kommt in Sicherungsverwahrung
däi neitīden däi in d' krânt stóóndie Neuigkeiten die in der Zeitung stehen
däi nööes is in d' swäeldie Nase ist in Entzündung
däi nōrder wind hūlt in d' sğösstäin un drükt an dööer un bliender Nordwind heult in den Schornstein und drückt an Tür und Fensterlade
däi oerv sit't d'r al tau fast up un is d'r al tau fēr infrēten as dat d'r no helpen an is um d'r wēr grund in tau krīgendie Schmutzkruste sitzt zu fest und ist dort schon zu fest hineingefressen als das dort noch Abhilfe besteht es wiederherzustellen
däi pestōr het d'r fandóóeğ 'n recht wōrd fan dóón dat d'r 's söndóóğs hóóst häil ğīn lüü mēr in d' kârk kōmentder Pastor hat heute viel darüber gesprochen dass sonntags fast keine Leute mehr in die Kirche kommen
däi poeğ red't sük in 't wóóterder Frosch rettet sich ins Wasser
däi rechters hebbent Lütter 1512 in acht dóóndie Richter haben Luther 1521 für vogelfrei erklärt
däi roeğ gājt fan d' winter fööl in d' melkder Roggen wird zu spät reif
däi räjen liegent in 't hôğ gresdie Rehe liegen im hohen Gras
däi sit in d' góótender sitzt im Gefängnis
däi sittent d'r bōven in 't land t' wārkensie bearbeiten das Land dort oben
däi sluep liğt in d' sğotnaut.: die Langleine zum Schellfischfang der Schaluppe ist versenkt
däi smid sit't in sīn smēder Schmied sitzt in seiner Schmiede
däi stājt hum hōğ in 't rēkener genießt bei ihm hohes Ansehen
däi stājt in d' baukener ist insolvent (Rdw.: "er steht in den Büchern")
däi swäel is in 't ankōmendas Geschwür ist in der Entstehung
däi sóók däi säi mitnanner hebbent sağ d'r ērst häil näit nóó ūt dat däi no wēr bīslóón sul sō dat s' in frē ūtnanner kwammentder Streit den sie miteinander führten sah aufs Erste gar nicht danach aus dass sie sich wieder vertragen würden damit sie wieder in Frieden auseinander kämen
däi sóók kumt läiverlóó in örderdie Sache regelt sich mit der Zeit
däi süen rist rōd in 't ōstdie Sonne geht rot im Osten auf
däi sğelfisk döğt niks mēr d'r is ğīn âr in d' móóndder Schellfisch taugt nichts mehr es ist kein R mehr im Monat (Spr.)
däi sğrik sit't mī no in bunkender Schreck sitzt mir noch in den Knochen
däi sğēpen liegent in d' bööert t' fersājelndie Schiffe sind an der Reihe um zu versegeln
däi tannen sğäitent däi puep in d' góógeldas Baby bekommt Zähne
däi tuffels mautent in 'n doeb bīgróóven worden dat säi näit ferfräisendie Kartoffeln müssen in einer Miete begraben werden damit sie nicht erfrieren
däi törf stājt in d' slağder Torf steht in Reihen
däi weğ gājt d'r in 'n bôğ um tauder Weg geht dort in einem Bogen drumherum
däi wil d'r ōk no umwenst bīgóón dō häi d'r in dat fröem land in kumter wird sich auch noch umgewöhnen müssen wenn er in das fremde Land kommt
däi wind blóóst äien līk in 't siechtder Wind bläst einem direkt in das Gesicht
däi wind blüüst d'r inder Wind weht hinein
däi wind blüüstert d'r düğterğ inder Wind braust stark darein
däi wind bullert in d' sğösstäinder Wind tost im Schornstein
däi wind sit't in d' pishörnder Wind wehr von Westen
däi wuddels fan d' bōm góónt däip in d' grunddie Wurzeln des Baumes gehen tief in den Erdboden
däi wóógen dwäilt in 't spôrder Wagen schlingert in der Fahrspur
däi wāskboer is in us natüer näit häimsk man in Nōrdamērīkóder Waschbär ist in unserer Natur nicht heimisch aber in Nordamerika
däi wērldpōlitik het sük in Prīs dat bōvenswet föör 'n wērldferwārmen fan twei gróód an tempertürrīsen bit 2100 anbīróómtdie Weltpolitik hat sich in Paris die Obergrenze der globalen Erwärmung von zwei Grad an Temperaturanstieg bis 2100 gesetzt
däi wērtskup is in d' blâjtdie Wirtschaft floriert
däi wōrden bīstüürvent hum in d' munddie Worte erstarrten ihm im Munde
däi Äiems flüt't in 't hēfdie Ems fließt in das Wattenmeer
däi Äiems mūd't in 't hēfdie Ems mündet in das Wattenmeer
däi ârm frâu bīmūselt sük d'r indie arme Frau kommt in der Arbeit um
däi ârm kērl maut dat pöyselpērd in hūs wēsender arme Mann muss das Arbeitspferd im Haus sein
däi äien móókt dat bäer un däi anner läeğt sük d'r inder eine erfreut sich an der Arbeit des anderen (Spr.: "der eine macht das Bett und der andere legt sich hinein")
däi äien was in 't swārt un däi anner in 't klöörtder eine war schwarz und der andere war gefärbt
däi êrst drei melkbóóljes mautent in d' tîn stöt't worden un dan maust dū däi bóóljes ērst düğterğ ūtböönern ēr d'r wēr melk in set't word'tdie ersten drei Milchwannen müssen in das Fass gegeben werden und dann musst du die Wannen erst einmal kräftig ausbürsten bevor wieder Milch hinein gegeben wird
däi êrst oirōpēsk sētelders in Amērīkó bünt fan süükten ōwerlēdendie ersten europäischen Siedler in Amerika sind an Krankheiten gestorben
däi ārğ sit't in humdie Furcht sitzt im in den Knochen
däi ērst mit äin bäin in d' slōd róókt kumt d'r licht mit bâjd inein Unglück kommt selten allein (Spr.: "wer zuerst mit einem Bein in den Graben kommt der kommt dort leicht mit beiden hinein")
däi ōgen in d' hand nēmensich nicht täuschen lassen (Rdw.: "die Augen in die Hand nehmen")
däi ōgen liegent hum sō däip in d' koper hat tiefliegende Augen
däip in d' sğüllen stēkentief in den Schulden stecken
dæær un bæær in Læærugs.: Tier und Bier in Leer, Galli-Viehmarkt in Leer
düllerğkaid in 't lēvend hebbenEntzündung im Körper haben
düüdāj dōj - dat kind dat liğt in d' sôjHeia schaukel - das Kind liegt in der Wiege
düğterğ wat in d' fīsel stöytenein großes Festmahl zubereiten (Rdw.: "tüchtig was in den Mörser stoßen")
dō 't in 't góódern kumtwenn es passt
dō 't stiel is kumt 'n jööed in d' hēmelwenn es still ist kommt ein Jude in den Himmel (Spr.)
dō böörde häi sīn undlóót un sīn fīlainerğ blik gung in 'n baldóód ōwerda hob er sein Anlitz und sein böser Blick ging direkt in eine Übeltat über
dō d'r ērst rötterğ stēden in d' käies bünt dan is 't best dō s' rājn ūtstōken of ūtsnēden wordent anners arnent säi licht al fērerwenn da erst einmal faulige Stellen im Käse sind dann ist es das Best wenn sie vollkommen ausgestochen oder ausgeschnitten werden sonst dringen sie leicht immer weiter
dō däi boelt glājnerğ is dan stop hum in 't gnidīsderwenn der Bolzen glüht dann steck ihn in das Bügeleisen
dō däi buer näit swemmen kan het 't däi bóódbüks in sğüldandere sind immer Schuld aber man selbst nie (Spr.: "wenn der Bauer nicht schwimmen kann ist die Badehose schuld")
dō däi bōmen ferköft wordent dan maut 't bī d' ferkōp fut ūtbīdungen worden dat däi kōpers däi bōmen mit däi wuddel ūtgróóven mauten dan dō säi däi buren âl in d' êr sitten lóóten dan hebbent wī nóóderhand us last d'r mit hat dat wī s' d'r wēr ūtrüüden lóóten köönentwenn die Bäume verkauft werden dann muss beim Verkauf gleich ausgehandelt werden dass die Käufer die Bäume mit Wurzel ausgraben müssen denn wenn sie die Wurzeln in der Erde lassen dann haben wir später nur Arbeit damit wenn wir sie wieder herausgraben müssen
dō dū in 't wóóter kumst dan maust dū dī man düğterğ buddelnwenn du ins Wasser kommst musst du dich tüchtig waschen
dō frāulüü sğummeln drift 't manlüü in 't wērtshūswenn Frauen putzen treibt es Männer ins Wirtshaus (Spr.)
dō me hir up d' höeğt stājt un kikt sō in d' dullert dóól dan höft me sük näit wunnern dat 't kōrn d'r bī nât tīden hóóst âl fersuptwenn man hier auf dem Hügel steht und so in das Sumpfgebiet schaut dann braucht man sich nicht zu wundern dass das Getreide in nassen Zeiten fast vollständig ersäuft
dō me in d' süen kikt is me ērst häil blindwenn man in die Sonne schaut ist man erst ganz blind
dō sğōt hum 't in d' sinda fiel es ihm wieder ein
dō wī in hūs kwammentals wir nach Hause kamen
dōf in d' kopstocktaub, taub im Kopf
dōtīds smētent wī dat kaf in däi bōmwālen dat däi pertrīsen un fesóónen wat föör d' winter hārentdamals warfen wird die Spreu in die Wallhecken damit die Rebhühner und Fasane etwas für den Winter hatten
dōvid in d' ōrenmed.: Ohrgeräusche, Ohrensausen (Tinnitus aurium)
dū büst je wal in d' bīsteräj!du bist ja wohl verrückt
dū fālst mī in d' handich mag dich gern (Spr.: "du fällst mir in die Hand)
dū hest achttain oirō däi maust dū in dīn sporpot daundu hast achtzehn Euro die musst du in deinen Spartopf geben
dū hest je wurms in d' bräigen!du spinnst ja! (Rdw.: "du hast ja Würmer im Gehirn!")
dū hest süen in 't siechtdu hast Sonnenbrand im Gesicht
dū kāst dat fûl gaud man fut in d' bóólje settendu kannst die schmutzige Wäsche ruhig direkt in die Wasse geben
dū kāst mī fanóóvend wal ēven 'n boltstôv in 't bäer läegendu kannst mir heute Abend gerne ein Bolzenstövchen ins Bett legen
dū kāst wal 'n bītje bitter in d' wīn daundu kannst ruhig ein wenig Bitterstoff in den Wein geben
dū maust dat füer dō däi törf döörbrānt het in dōfpot läegen dat wī wat dôf köölen krīgendu musst das Feuer wenn der Torf durchgebrannt ist in den Kohledämpfer legen damit wir Kohle gewinnen
dū maust däi kundīsjes fan dat amt in Flensbörğ al kennendu musst die Vorschrift der Behörde in Flensburg schon kennen
dū maust däi potten ērst wēr in häiet wóóter wäiken un däi dan mit sōdówóóter ofböönern anners kriğst dū däi oerv d'r näit ofdu musst die Töpfe erst wieder in heißem Wasser einweichen und sie dann mit Sodawasser abbürsten sonst bekommst du die Schmutzkruste nicht darunter
dū maust dī dat näit anwennen dat dū dīn lütjerder brörs un süsters ōwer elker minnerğkaid bīrispst dan dī dū man recht up dī sülst achtst dan sast dū finnen dat dū dī sülst ōk no mennerğ móól wat tau sğüllen kōmen letst wor ōwer dū no fööl ēr ferdäinst bīrispt tau worden as säi um dat bītje wor in säi sük fergóóndu musst dir angewöhnen deinen kleinen Geschwister nicht wegen jeder Kleinigkeit zu tadeln denn wenn du genau auf dich selbst achtest dann wirst du herausfinden das du dir selbst auch noch maches Mal etwas zu Schulden kommen lässt weswegen du noch viel eher Tadel verdienst als sie über das Bisschen in welchem sie sich vergehen
dū maust hum in d' blok inslūtendu musst ihm die Fußfessel anlegen
dū maust säin dat dū bī dīn dóóğhüer no bītau wat ferdäinst anners kōm ik in disser sğróóe tīden d'r man süünerğ mit ūtdu musst schauen das du zu deinem Tageslohn noch etwas dazuverdienst sonst komme ich in dieser kargen Zeit damit zu knapp hin
elker hūs in 't lauğjedes Haus im Dorf
fan 't gäistelk in 't bäistelk fālenseine rohen Instinke zeigen (Spr.: "vom Geistigen ins Tierische fallen")
fan sükker baldóóden as d'r in däi tīden fan d' kunflasen föörfullent hār me fan tau fööer wal no nōjt hóóst näit höörtvon solchen Gräueltaten wie sie in den Zeiten der Conflanser Husaren vorfielen hatte man im vorhinein wohl noch fast nie gehört
fandóóeğ word't dat ofdanken in d' kârk hollenheute wird die Leichenrede in der Kirche gehalten
fanóóvend sal d'r törf in d' börgeräj ferköft wordenheute abend wird Torf in der Bürgerei verkauft
faut in d' moerszool.: Tordalk (Alca torda)
fiks d'r in wamsenstark hineinschlagen
fisk in pânPannfisch, gebratener Fisch mit Kartoffeln und Senfsoße
flaud wóóter in d' slōdwenig Wasser im Graben
folksferfanger in d' bundsdağBundestagsabgeordneter
folksferfanger in d' kringdağKreistagsabgeordneter
folksferfanger in d' landdağLandtagsabgeordneter
freidaum is dat hôğst wet in 't fräisk hārtFreiheit ist das höchste Gesetz im friesischen Herz
fööl lük un sēgen in 't neijoer!viel Glück und Segen im Neujahr (Neujahrsgruß)
föör wel in d' buğt trēdenfür jemanden eintreten, Partei für jemanden ergreifen (Rdw.: "für jemanden in die Bucht treten")
föör äien in d' buğt springenfür jemanden die Gefahr übernehmen (Rdw.: "für jemanden in die Bucht springen")
gaud in d' furen sittenin Wohlstand leben (Spr.: "gut in den Klamotten sitzen")
gaud in d' rîğ wēsenin Ordnung sein
gaud in d' wuel sittenvermögend sein (Rdw.: "gut in der Wolle sitzen")
gaud wat in d' pinken krīgenden Bauch vollschlagen
geld un blôt moers dor is 't mäiest äilend fan in d' wērldGeld und Sex verursacht das meiste Elend auf der Welt (Spr.)
gnur in d' ārm hebbeneine Sehnenscheidenentzündung im Arm haben
grājt dat gres in d' jannerwoi dan wāst 't dat häiel joer mingedeiht das Gras im Januar dann wächst es das ganze Jahr schlecht (Spr.)
gäit man 'n gulp wóóter in d' soep: 't kumt fersîtgieß ruhig einen Schwall Wasser in die Suppe: es kommt Besuch
góót in 't āutō sittensetzt euch ins Auto
göert in d' kopVerstand im Kopf, Wissen im Kopf
gīn middelsğot in d' nööes hebbenkein Maß kennen, maßlos sein (Rdw.: "keine Nasenscheidewand haben")
hir inhierin
hop hop hop hóóferman as wī bī d' Lammerdīden kwamment dor sat däi būkau in d' hörn un spun trüübkalf lağ in d' wóógen un sung pūskât wusker däi sğöddels hund däi kemde d' botter fleddermūs feğ dat hūs swóólfkes drōgent drek d'r ūt up höör gollen jūken bünt dat näit düğterğ löögen?hopp hopp hopp Hafermann als wir in die Lombardei kamen da saß die Muh-Kuh in der Ecke und sponn Kälbchen lag im Wagen und sung Kätzchen wusch die Schüsseln Hund kämmte die Butter Fledermaus fegte das Haus Schwalben trugen den Dreck heraus auf ihren goldenen Flügeln sind das nicht starke Lügen? (Kinderspruch)
hum däint äinlīk 'n lóóeğ hâu in stē fan dat h' wat t' ēten kriğtihm gebührt eigentlich eine Tracht Prügel anstatt des Essens
häi blóódert in 't bauker blättert in dem Buch
häi brad't sük in d' süener wärmt sich in der Sonne
häi brumt altīd sō in sīn border brummt immer so in seinen Bart
häi börgert sük al recht bī us iner gewöhnt sich schon richtig bei uns ein
häi bāut kastēlen in d' lüchter baut Luftschlösser
häi bīmūselt sük d'r iner kommt darin vor Arbeit um
häi bīslōt dat geld in 't sğaper schloss das Geld im Schrank ein
häi bītüntelt dat d'r iner verwickelt das darin
häi bīwröt't sük d'r iner kommt darin vor Arbeit um
häi bīwümpelt sük d'r iner wickelt sich darin ein
häi damt dat land iner machet einen Damm um das Land
häi demmert iner schlummert ein
häi dringt d'r iner dringt ein
häi däiğt dat brōdmēl iner knetet das Brotmehl ein
häi däjt in óóslōder verkommt in Schlechtigkeit
häi döykt dat iner drückt es ein
häi dājde örnelk wēr up dō häi in d' wârmt kwamer taute wieder gut auf als er in die Wärme kam
häi dājt 't näit minner as 'n stük botter in d' bräjer hält nicht lange durch (Rdw.: "er macht es nicht länger als ein Stück Butter im Brei")
häi dīst allerwēgens up an un kikt ğīn dööer of dörp an dō häi wat in 't fermik heter rennt rücksichtslos darauf los un schaut niemanden an wenn er etwas im Verdacht hat
häi erselt näit um in 't wóóter tau springener zögert nicht ins Wasser zu springen
häi ferdäipde sük in sīn dochtener vertiefte sich in seine Gedanken
häi ful ōwersīds in d' slōder fiel seitwärts in den Graben
häi fālt altīd mit däi dööer tau 't hūs iner kommt immer sofort zur Sache
häi fālt mī in d' hander gefällt mir besser als ich es erwartet habe
häi glimt ne' 's 'n katköödel in 't düüsterner ist sehr sauber, er ist frisch gewaschen, er ist gründlich gewaschen, er strahlt vor Sauberkeit
häi glājt in 't siechtsein Gesicht glüht (Fieber)
häi grōv sük iner grub sich ein
häi gung bī un hō dat in dutten er machte sich daran es kurz und klein zu schlagen
häi gung mit sō 'n zjisleweng in 't āutōer schwang sich mit einem eleganten Schwung ins Auto
häi gājt d'r in un d'r ūter geht hinein und hinaus
häi gājt d'r in un ūter geht dort ein und aus
häi gājt in 't hūser geht in das Haus
häi gājt in būtener geht nach draußen
häi gājt in d' bräed'ter geht in die Breite, er wird dick
häi gājt in d' fröemer geht ins Ausland
häi gājt in hūser geht nach hause, er geht heim
häi gājt sīn dingen d'r wēr sō māl an dat ik in bīróód un bīrâu stóó of 't näit róódsóómer is dat ik hum wēr nóó hūs kōmen lóóter macht schon wieder so verrückte Dinge dass ich im Zweifel bin ob es nicht ratsamer dass ich ihn wieder nach Hause kommen lasse
häi het 'n buenk in 't bäiner kann nicht laufen; er will nicht laufen (Spr.: "er hat einen Knochen im Bein")
häi het 'n buğt in d' rüeğer hat eine Krümmung im Rücken, er hat einen krummen Rücken
häi het 'n foel in sīn sğörter hat eine Falte in seinem T-Shirt
häi het 'n gâud bēt in 't brōd dóóner hat einen guten Bissen in das Brod gemacht
häi het 'n räecht óóep in höör frētener hat sich Hals über Kopf in sie verliebt
häi het 'n sğööer in d' koper ist verrückt (Rdw.: "er hat einen Riss im Kopf")
häi het 'n tīdlang recht in nērlóóeğ west man häi is d'r nū wēr bōven uper hat eine Zeitlang richtige Niederlagen erlitten aber jetzt ist er wieder besser drauf
häi het 'n âr in d' koper ist hochmütig (Spr.: "er hat ein R im Kopf")
häi het 't allenerğ in d' sğülder allein trägt die Schuld
häi het 't allenerğ in d' sğülder trägt die alleinige Schuld
häi het 't in 't līfer hat Bauchschmerz, er hat Bauchschmerzen
häi het 't in bīróód nōmener hat es in Erwägung gezogen
häi het 't in d' bost er hat Beschwerden in der Brust (z.B. Atembeschwerden)
häi het 't in d' mund as däi ēkster in d' stērter spricht ununterbrochen (Spr.: "er hat es im Mund wie die Elster im Schwanz")
häi het 't in d' rîğ as Âmk däi möölenspieler hat es in Ordnung wie Amke die Steinspindel (Spr.)
häi het 't in diecht fóótener hat es in Sicherheit gebracht (Rdw.: "er hat es in dichten Fässern")
häi het 't mit hum in d' bunder ist mit ihm in einer Erbengemeinschaft
häi het 't âl in 't dróóder hat sein ganzes Geld verbraucht (Spr.: "er hat alles im Faden" im Bezug drauf das alles Flachs versponnen ist)
häi het 't âl in d' bröydeler hat alles in Unordnung manövriert
häi het 't ēken in 't līfer leidet an einer Entzündung
häi het altīd sükker möölentjes in d' koper hat immer solche ausgefallenen Ideen
häi het blâu bōnen in d' koper ist durcheinander (Rdw.: "er hat Bleikugeln im Kopf")
häi het bōnen in d' ōrener hört schlecht (Rdw.: "er hat Bohnen in den Ohren")
häi het d'r 'n āngel in funnener hat einen Hinderungsgund darin gefunden
häi het d'r 'n āngel in funnen um d'r no mēr in tau röörener hat einen Hinderungsgund darin gefunden weiter zu rühren
häi het d'r 'n āngel in funnen um däi sóók fērer tau ferfechtener hat einen Hinderungsgund darin gefunden die Sache weiter zu verteidigen
häi het d'r ennelk in Amērīkó t' sêt kōmen un nóóderhand d'r ōk stüürvener her sich dann endlich in Amerika niedergelassen und ist später auch dort gestorben
häi het d'r fööl in hūs ferkērter war dort viel zuhause
häi het d'r in kōmener ist hineingekommen
häi het dat al in dóólers snēdener hat es schon in kleine runde Scheiben geschnitten
häi het dat in 'n henhollen klorer hat das im Nu fertig
häi het dat in draft dóóner hat das in Eile getan, er hat das eilig nebenher erledigt
häi het dat in dóód dóóner hat es wirklich getan
häi het dat in middent döörslóóner hat es in der Mitte durchgeschlagen
häi het dat in sīn bīwoer nōmener hat es in seine Obhut genommen
häi het dat niks in achter achtet es nicht
häi het däi dōd âl mennerğ kēr in d' ōgen kēkener hat dem Tod schon manches Mal in die Augen geblickt
häi het däi häiel dağ in d' tûn inwestæærter hat den ganzen Tag in den Garten investiert
häi het däi lēpelsüüekt häi kriğt niks örnelks in d' būker ist immer krank weil er nichts ordentliches isst
häi het däi metwust in pepier bīwikkelter hat die Mettwurst in Papier eingewickelt
häi het däi óóep in d' tāskeer hat das Geld in der Tasche
häi het fööl döörmóóken must in d' wērlder hat viel durchmachen müssen auf der Welt
häi het gaud wat in 't fangster ist wohlgenährt
häi het gaud wat in d' hüeler ist sehr klug (Spr.: "er hat gut was unter der Haube")
häi het gaud wat in d' hüüeder hat viele Vorräte gesammelt, er hat viel zusammen gehamstert
häi het gaud wat in sīn ferdäipener ist begabt (Rdw.: "er hat gut was in der Geistestiefe")
häi het gläent in d' hīlender ist boshaft (Rdw.: "er hat Glut in den Fersen")
häi het hum dat in 't bīworen dauner hat es in seine Obhut gegeben
häi het hum in 't däip smētener hat ihn in den Kanal geworfen
häi het hum in 't fermik krēgener hat ihn für verdächtig betrachtet
häi het hum in d' möyet kōmener ist ihm begegnet
häi het hum niks in d' sifferer missachtet ihn
häi het häil in óóslōd däjter ist dem Laster vollkommen ergeben
häi het höör niks in 't rēkener berücksichtigt sie nicht
häi het in 't hōrn blóósener hat ins Horn geblasen
häi het in d' ōrlauğ blēvener ist im Krieg gefallen
häi het in rusk prīsong ōwerlēdener ist in russischer Kriegsgefangenschaft gestorben
häi het in âl lēden pīnihm schmerzen alle Glieder
häi het līfpīn in d' hīlener denkt sich seine Krankheit aus (Spr.: "er hat Bauchschmerzen in den Fersen")
häi het lōd in d' billen krēgenman hat ihn angeschossen, er hat Schrot in den Hintern bekommen
häi het mī in d' äengt drēvener hat mich in die Enge getrieben
häi het mī näit in d' rēkener bedenkt mich nicht
häi het mīgelkes in d' koper ist verrückt (Rdw.: "er hat Ameisen im Kopf")
häi het niks as künsten in d' koper denkt nicht ans arbeiten (Spr.: "er hat nicht als Künste im Kopf)
häi het sük d'r gaud in berter hat sich gut darin gebettet
häi het sük d'r in bīdorter hat sich damit zufrieden gegeben
häi het sük d'r in bīfūlter hat sich darin verrannt
häi het sük d'r in bīmurtjeter hat sich darin verzettelt
häi het sük d'r in bīnüsselter hat sich darin verstrickt
häi het sük d'r in ōwerdóóner hat sich darin überarbeitet, er hat sich darin getäuscht
häi het sük d'r sō in bītüntelt dat häi fan âl kanten fast sater hat sich darin so verwickelt das er von allen Seiten festsaß
häi het sük fanmiddağ in d' bräj ōwernōmener hat sich heute mittag mit dem Brei übernommen
häi het sük in 't hāj bīnüsselter hat sich im Heu eingekuschelt
häi het sük in 't hāj bīwöylter hat sich in das Heu hineingewühlt
häi het sük in d' dōdenlóó fan 't bakkeramt inköfter hat sich gegen Zahlung in die Sterbekasse der Bäckerzunft aufnehmen lassen
häi het sük in dat wicht fergóópter hat sich in das Mädchen verliebt
häi het sğien in d' hoerer hat Kopfschuppen im Haar, er hat Schuppen im Haar
häi het sğöören in 't hārtsein Herz ist gebrochen
häi het sīn land in ārvhüer ūtdóóner hat sein Land in Erbpacht verpachtet
häi het sō fööl bauken lēsen un sō fööl stūdæært dat häi up 't läest häil in d' gelērtsóómkaid ferbīstert iser hat so viele Bücher gelesen und so viel studiert das er zuletzt ganz in der wisschenschaftlichen Bildung versunken ist und den Bezug zur Realität verloren hat
häi het unner d' ōrlauğstīden in hūs blēvener ist während der Kriegszeiten zuhause geblieben
häi het ğīn bräigen in d' koper hat kein Gehirn im Kopf
häi het ğīn buğt mēr in d' ārmsseine Arme sind kraftlos
häi het ğīn böön in 't beker kennt kein Maß (Spr. "er hat keinen Gaumen im Mund")
häi het ğīn bōm in d' móóeğer ist unersättlich (Spr.: "er hat keinen Boden im Magen")
häi het ğīn middelsğot in d' nööeser ist maßlos, er kennt kein Maß
häi holt hum in dat baudel blinder lässt ihn in der Angelegenheit unwissend
häi höört hir in hūser ist gebürtig von hier; er wohnt hier
häi hār alsō gaud in hūs blīven kunter hätte genauso gut zuhause bleiben können
häi hār in d' fröem häil ğīn order konnte in der Fremde nicht zurechtkommen
häi hō hum dat häi engels in d' hēmel flaiten höördeer schlug ihn sehr hart (Rdw.: "er schlug ihn das er die Engel im Himmel pfeifen hörte")
häi is altīd sō but in sīn prōter redet immer so obzön
häi is best in örder un taufrēer ist bei bester Gesundheit
häi is d'r häil óófersğēlerğ in róókter ist dort unverschuldet hineingekommen
häi is d'r läip bīsnēden iner ist darin sehr geschult
häi is d'r näit in bīwannerter ist darin unerfahren
häi is dül in d' koper ist zornig, er ist wütend
häi is hir in 't lauğ bōren un tōgener ist hier im Dorf geboren und erzogen
häi is häil in d' weğ ferbīstert un wäit näit mēr "wor in" of "wor ūt"er hat die komplette Orientierung verloren und weiß nicht mehr "wo herein" oder "wo heraus"
häi is hōğ in d' täeler genießt hohes Ansehen
häi is in 't Engelsk un in 't Fransk gaud bīslóóner spricht gut Englisch und Französisch
häi is in 't achter kōmener ist in das Zurückgehen gekommen, er ist zurück geblieben, er ist zurück gekommen
häi is in 't achterhūser ist im Hinterhaus
häi is in 't anner joerer ist ein Jahr älter
häi is in 't bīköörener ist dabei zu überlegen, er ist in Überlegung begriffen
häi is in 't däip róókter ist in den Kanal gestürzt
häi is in 't föörhūser ist im Vorderhaus
häi is in 't gedóómeler ist in einem träumerischen gedankenlosen Zustand
häi is in 't holter ist im Wald
häi is in 't tûn an 't planten settener setzt im Garten Pflanzen ein, er pflanzt im Garten Pflanzen ein
häi is in acht un ban dóóner ist für vogelfrei erklärt worden
häi is in acht und ban dóóner ist in Acht und Bann getan
häi is in brööek un bôt slóóner zeigt Reue, er tut Buße
häi is in d' andocht fersunkener ist im Denken an etwas versunken
häi is in d' burkeräj grōt worden un het fan jungs up an niks anners lērter ist in der Landwirtschaft groß geworden und hat von Kindesbeinen an nichts anderes gelernt
häi is in d' börgeräj upnōmen wordener ist in die Bürgerei aufgenommen worden
häi is in d' dannener ist im Tannenwald
häi is in d' fuel hâuer ist im vollen Besitz; er kann es vollkommen genießen (Spr.)
häi is in d' fêrter ist in der Ferne
häi is in d' kepäel tau d' tē drinkener ist in der Kapell zum Tee trinken
häi is in d' nâuğt bustener ist mit einem Schicksal unzufrieden (Rdw.: "er ist in Genüge geplatzt")
häi is in d' roeğsichteltīd bōrener ist in der Zeit der Roggenernte geboren
häi is in d' septembermóónd jung wordener wurde im September geboren
häi is in d' slōd róókter ist in den Graben gestürtzt, er ist in den Graben gefahren
häi is in d' wuel fārvtdu kannst ihm vertrauen
häi is in hūser ist zu Hause
häi is in pertäj ingóóner ist in die Partei gegangen
häi is in âl täilen bīārvter ist ein reicher Mann (Spr.: "er ist in allen Theelen beerbt")
häi is in âl täilen bīārvter ist ein reicher Mann (Spr.: "er ist in allen Theelen beerbt")
häi is köör in 't ētener ist wählerisch beim Essen
häi is läip in drafter ist sehr in Eile, er hat es sehr eilig
häi is läip köör in 't ētener ist sehr wählerisch mit dem Essen
häi is midden in 't prēken bīstóón blēvener ist mitten in der Predigt stehen geblieben
häi is mit hum in 't anróóken kōmener ist mit ihm in Berührung gekommen
häi is niks mēr in d' telman zählt ihn nicht mehr mit, er steht nicht mehr in Achtung
häi is näit häiel ferm in 't āutōer ist kein sicherer Autofahrer
häi is recht achterlīk in 't lērener ist im Lernen zurückgeblieben
häi is recht fērderğ in d' ārbaider ist sehr flink bei der Arbeit
häi is sīt güster in 't bēterner ist seit gestern in Genesung
häi is sō klauk as dat kakhūske tau Bräimen dat fan ēmer klaukhaid in 't wóóter fuler hält sich für überschlau (Spr. "er ist so schlau wie das Scheißhaus zu Bremen das vor lauter Klugheit ins Wasser fiel")
häi is wat wunnerlīk in d' kop sō dat me hóóst mäinen sul dat häi sīn küen näit recht heter ist so sonderbar im Kopf das man fast meinen sollte das er seinen Verstand nicht ganz beisammen hat
häi jağt dat wārk in d' bröydelser bringt alles in Unordnung
häi jağt mīn 't baudel in d' bröeder bringt mir die ganze Angelegenheit durcheinander
häi jōğ däi wóógen tau d' slōd iner fuhr den Wagen in den Graben
häi kan näit in d' slağ kōmener kann nicht mithalten
häi kan sük d'r näit in bīdürener kann sich darin nicht beruhigen
häi kan sük d'r w'rachterğ näit up bīraumen dat häi al fööl gauds in d' wērld dóón hārer kann da wirklich nicht mit prahlen das er schon viel gutes in der Welt getan hätte
häi kikt sō nüüver ūt as däi mūs in d' mēltîner sieht sehr munter aus (Spr.: "er sieht so munter aus wie die Maus im Mehlfass")
häi kikt sō nüüver ūt as däi mūs in d' mēltüener ist ein Fuchs (Spr.: "er ist so pfiffig wie die Maus in der Mehltonne")
häi kikt ōwerlangs wal insent bī mī iner besucht mich nur selten
häi kipt 'n emmer wóóter in d' bóóljeer kippt einen Eimer Wasser in die Badewanne
häi krüüskampt al d' häil dağ in lauğer schwirrt schon den ganzen Tag im Dorf umher
häi krēğ d'r fut ārğ in dat 't um sīn geld west hār er bekam sofort Furcht darum das es um sein Geld geschehen war
häi kumt fan 't gäistelk in 't bäistelker zeigt seine rohen Instinke (Rdw.: "er kommt vom Geistigen ins Tierische")
häi kumt iner kommt herein, er tritt ein
häi kumt in d' brēduljeer kommt ins Stottern
häi kumt in d' kwīneräjer kommt in lange Krankheit
häi kumt in d' mīmeróósjeser verfällt in Demenz, den Bezug zur Realität verlieren
häi kumt in ğīn kârk of klueser ist ungläubig (Spr.: "er kommt in keine Kirche oder Klause")
häi kumt mit klumpen in 't gelóóeğer gibt nicht viel auf Werte und Normen (Spr.: "er kommt mit Holzschuhen zur Trinkgesellschaft")
häi kumt näit in d' hauken of hörnser macht nicht gut sauber (Rdw.: "er kommt nicht in die Ecken und Winkel")
häi kwam bītīds wēr in hūser kam zeitig wieder nach Hause
häi kwam häil in d' fermisman verlor ihn ganz aus den Augen
häi kwam mīn in d' möyeter kam mir entgegen
häi kwam tau pās as däi muet in 't jöödenhūser kam völlig unpassend (Spr.: "er kam so recht wie die Sau im Judenhaus")
häi kārvt höör nóómen in d' bōmener kerbt ihre Namen in den Baum ein
häi lad't wat kisten in sīn kufferrūmer lädt einige Kisten in seinen Kofferraum
häi led't hum in 'n lêğer führt ihn in einen Hinterhalt
häi let't 't in âl kranten drükkener lässt es in allen Zeitungen abdrucken
häi let't sük mit sükker hachtjes näit iner geht solche Risiken nicht ein
häi let't sō blîd as of häi mit 'n brūd in hūs kōmen iser sieht aus als ob er eine Frau abgeschleppt hat so froh ist er (Spr.)
häi liğt in 't blöymtūntjeer liegt im Grab
häi liğt in 't hūsholter liegt im Sarg
häi liğt in 't stārvener liegt im Sterben
häi liğt in sīn kwóóeder liegt in seinem Unrat
häi liğt in sīn läest süükelner liegt auf dem Sterbebett
häi liğt in sīn läest sīker tut seinen letzten Atemzug
häi löpt al mit äin bäin in drafter hat es ständig eilig (Rdw.: "er läuft immer mit einem Bein im Trap")
häi löpt gāu in hūser läuft eilig nach Haus
häi löpt in 't bliener tappt im Dunkeln
häi löpt sük dōd as däi óól in 't sander läuft sich tot wie der Aal im Sand (Spr.)
häi löpt sük dōd as däi óól in 't solter läuft sich tot wie der Aal im Salz (Spr.)
häi löpt sük dōd as däi óól in d' āskeer läuft sich tot wie der Aal in der Asche (Spr.)
häi lüstert up d' böön dat me dat in d' keller höören kaner tut nur so als ob er es für sich behalten würde (Spr.: "er flüstert auf dem Dachboden so das man es auf dem Keller hören kann")
häi lēt däi maud in d' bäien sakkender Mut ließ nach (Spr.: "er ließ den Mut in die Beine sacken")
häi lēvt in sûs un brûser lebt in Saus und Braus (Rdw.)
häi maut fanóóvend in d' bóóljeer muss heute abend in die Badewanne
häi maut in hūs blīvener muss Zuhause bleiben
häi mus sük bītēmen dat häi in sīn töörn näit däi häiel baudel taunanner hōer musste sich ziemen dass er nicht in seinem Zorn die ganze Sache kurz und klein schlug
häi prōt't as of h' bräj in d' mund heter spricht als ob er Brei im Mund hätte
häi rappelt in äien tuerer redet ununterbrochen
häi róókt âl däiper un däiper iner gerät immer tiefer und tiefer hinein
häi röökelt däi óól in röökelōvender räuchert den Aal im Räucherofen
häi sal ğīn buer in d' fensters lōpener sollte niemand Höhergestelltes provozieren (Rdw.: "er soll keinem Bauern in die Fenster laufen")
häi set 't âl in d' diekter wird immer dicker, er setzt alles in die Dicke
häi sit't altīd in âl däifgóóten iner sitzt in Machenschaften verstrickt von denen man nichts wissen will (Rdw.: "er sitzt immer in allen Diebeshöhlen")
häi sit't d'r dik iner ist reich (Rdw.: "er sitzt dick darin")
häi sit't d'r mit in d' bröeder hat damit Ärger
häi sit't gaud in d' plünnener ist gut gekleidet
häi sit't häil in d' bauken bīsīder ist ganz in den Büchern vertieft
häi sit't in 't wērtshūs ēr dat häi helpter sitzt lieber in der Kneipe anstatt zu helfen
häi sit't in 't ōrlauğje mit sīn nóóberer ist im Kleinkrieg mit seinem Nachbarn
häi sit't in d' bloker sitzt im Gefängnis
häi sit't in d' häechter sitzt in der Haft
häi sit't in d' kellerer sitzt im Keller
häi sit't in d' kâuer sitzt im Gefängnis
häi sit't in fangenskuper ist in Gefangenschaft
häi sit't up müülen bī 't füer un spüttert in d' āskeer ist ein richtiger Faulenzer (Rdw.: "er sitzt auf Pantoffeln beim Feuer und spuckt in die Asche")
häi smēt 't in d' in kibbeler bestritt es heftig
häi smōrt hóóst in sīn äigen feter ist stark übergewichtig (Spr.: "er schmort fast in seinem eigenen Fett")
häi späjde hum in 't siechter spuckt ihm ins Gesicht
häi späjde hum in 't undlóóter spuckte ihm ins Gesicht
häi spöölde d'r in äin weğ up aner spielte immerzu darauf an
häi stelt d'r ğīn bīlang in sīn kind tau säiner hat kein Interesse daran sein Kind zu sehen
häi stelt d'r ğīn bīlang in um sīn kind tau säinihm ist es nicht wichtig sein Kind zu sehen
häi stopde sīn dingeräis d'r iner steckte seinen Penis hinein
häi strüüvt sük as 'n poeğ in d' móónsğīner tritt ehrwürdig auf (Rdw.: "er sträubt sich wie ein Frosch im Mondlicht")
häi stun bit tau d' bost in d' breker stand bis zur Brust in der Brandung
häi stun d' in fuel petaljeer stand leibhaftig da
häi stun in 't blôt hemder war völlig nackt (Rdw.: "er stand im nackten Hemd")
häi stööpt hum in sīn kwóóeder hetzt seine Bosheit auf
häi stājt bī mī in sğülder steht bei mir in der Schuld
häi stājt hōğ in rēkener wird hoch geachtet
häi stājt in 't anner lider steht im nachfolgenden Glied; er ist die Folgegeneration
häi stājt in d' winkeler steht im Laden
häi stājt niks in achtener hat vor nichts Achtung
häi stājt no in d' blājtīd fan sīn lēvender ist noch der Jugendzeit seines Lebens
häi stājt recht in wērderğkaid un ansäiner steht in Würde und Ansehen
häi stōk dat sğüün in d' grunder steckte es schräg in den Boden
häi säeğt hum dat pelūt in 't siechter sagt es ihm direkt ins Gesicht
häi süğt niks as sīn nüet d'r iner sieht darin nichts als seinen Nutzen
häi sğimpt up als wat d'r is un hum in d' weğ kumter beleidigt alles was da ist und was ihm in den Weg kommt
häi timmert hum gaud äien in d' frêter schlug ihm heftig in die Fresse
häi tjóókselt in 't bliener tappt im Dunkeln
häi trad föör hum in d' buğter trat für ihn ein
häi was rājn in brander war Feuer und Flamme (Spr.)
häi was up būten in d' tûner war draußen im Garten
häi wesselde sīn oirōs in dullerser wechselte seine Euros in Doller
häi wringt sīn hân as 'n poeğ in d' móónsğīner ist vollkommen verblüfft (Spr.: "er dreht seine Hände wie ein Frosch im Mondschein")
häi wröt't d'r in um bit häi 't finter wühlt darin herum bis er es findet
häi wul dat tēgen mī bīwēren dat häi ğīn sğüld d'r in hārer wollte mir gegenüber behaupten das es nicht seine Schuld sei
häi wur in d' jannerwoi dööpter wurde im Januar getauft
häi wäit sük d'r in näit tau bīhebbener kann damit nicht fertig werden
häi wōn in Emden bī d' delfter wohnt in Emden am Delft
häi wōnt bī sīn ollen mit iner wohnt bei seinen Eltern
häi wōnt dor achter in d' gewestener wohnt da hinten in der Gegend
häi wōnt in 'n kumûner wohnt in einer Wohngemeinschaft
häi wōnt in d' sēteler wohnt in der Siedlung
häi wōnt in mīn büerter wohnt in meiner Nachbarschaft
häi wōnt mit mī in äin büerter wohnt mit mir in einer Gegend
häi āngelt hum net sō lâng bit dat häi hum in 't net heter ködert ihn so lange bis er ihn im Netz hat
häi ōweret't hóóst in d' ārftener überisst sich fast in den Erbsen
häi ōwerflōğ dat blad man ēven dō wus häi al wat d'r in stuner überflog das Blatt nur kurz da wusste er schon was darin stand
häil in d' bauken bīsīdganz in den Büchern begraben
hóól in!naut.: (Kommando zum Einholen mit der Schiffswinde)
höör fent wil mit sīn frâu bī höör 'n anbāu móóken un d'r in wōnenihr Sohn will mit seiner Frau bei ihnen einen Anbau machen und darin wohnen
hāj in 't gulf fläjenHeu in den Gulf packen
hāj in d' gulf fläjenHeu in den Gulf einlagern
hāj in d' hokkenHeu zum Trocknen auf Reuter (Heureiter) geschichtet
hāj in oppers täimenHeu in Haufen schieben
hāj in wirsen hārkenHeu in Schwaden harken
hāu dī in d' haudmach, was du willst ! sieh zu, wie du klar kommst!
hōğ in 't nüst stājt däi äibērhoch im Nest steht der Storch
hōğ in 't rēken stóónhohes Ansehen genießen (Rdw.: "hoch in der Rechung stehen")
hūl mit däi wulven dō dū mit höör in 't holt in sitstwenn du in Rom bist verhalte dich wie die Römer, wenn du Gast bist passe dein Verhalten an (Spr.: "heul mit den Wölfen wenn du mit ihnen im Wald sitzt")
ik blīv alsō läif in hūsich bleibe genauso gerne zuhause
ik bün hóómel in d' móóeğich bin ausgehungert
ik bün in Auerkich bin in Aurich
ik bün in Auerk bōren wordenich bin in Aurich geboren
ik bün in d' Ollersemer Hammerkich bin im Oldersumer Hammrich
ik bün in d' Rîpich bin in Riepe
ik denk dat dū bol wēr sō fēr büst dat dū in stē fan d' aptäik wēr fan d' dokter bakker brūken kāstich glaube du bist bald wieder so weit das du anstatt etwas von der Apotheke etwas vom Doktor Bäcker brauchst
ik dē 't in d' slöörich tat es in der Gewohnheit
ik fin d'r 'n óókel inich ekele mich davor
ik góó in būtenich gehe nach draußen
ik heb 'n döyk in mīn āutō jağtich habe mir eine Beule in mein Auto gefahren
ik heb 'n dōvid in d' ōrenich habe einen Tinnitus
ik heb 't in 't blaudich habe Kreislaufprobleme
ik heb 't in 't luerich beobachte es genau
ik heb 't in d' föylich habe das im Gefühl; fig.: es liegt mir im Blut
ik heb 't in d' rüeğich habe Rückenschmerzen
ik heb d' tueng stīf in d' hals stóónich bin sehr durstig (Rdw.: "ich habe die Zunge steif im Hals stehen")
ik heb dat in d' gauden säeğt man häit het 't in d' kwóóden upnōmenich habe es im guten Sinne gesagt aber er hat es im bösen Sinne aufgenommen
ik heb dat niks in achtenich würdige das nicht
ik heb hum dik in d' mikich habe ihn stark im Verdacht
ik heb hum in d' fermikich habe ihn im Verdacht
ik heb hum in d' äj smētenich habe ihn in den Fluss geworfen
ik heb hum in sīn plicht daunich habe ihn in seine Fürsorge gegeben
ik heb hum in tīden näit mēr blauktich habe ihn schon lange nicht mehr gesehen
ik heb hum ğīn spriek in d' weğ läeğtich habe ihm nichts zu Leide getan, ich habe ihm kein Haar gekrümmt
ik heb in 't Jäiwerland ğīn küenich bin im Jeverland unbekannt
ik heb in Räimels upwuesenich bin in Remels aufgewachsen
ik heb in d' fêrt 'n toğ höörtich habe in der Ferne einen Zug gehört
ik heb in mīn jööğd ğīn ōwerfläiger west un was in d' sğaul altīd man wat t'rüeğich bin in meiner Jugend kein Überflieger gewesen und war in der Schule immer etwas unterentwickelt
ik heb kennis in Westfräislandich habe Bekanntschaft in Westfriesland
ik heb mī 'n döyk in 't āutō jağtich habe mir eine Beule in das Auto gefahren
ik heb mīn brājen in hūs fergētenich habe mein Strickzeug zuhause vergessen
ik heb niks mēr in d' büüesich habe nichts mehr in der Tasche
ik heb rājn in swäit kōmenich bin sogar ins Schwitzen gekommen
ik heb sō 'n brand in d' lēdenich habe so eine Hitze in den Knochen
ik heb sō 'n bīten in d' hūdich habe so einen Juckreiz auf der Haut
ik heb sō 'n dīnen in d' lēden dat ik d'r hóóst half lóóm fan bün un bīkâns ğīn lid röögen kanich habe so eine Spannung in den Gliedern
ik heb sō 'n dōvern in d' kopich habe so ein Pochen im Kopf
ik heb wat in 't luerich habe etwas in Aussicht; ich erwarte etwas; ich beobachte etwas; ich plane etwas
ik het dat in d' ferkērt halsgat krēgenich habe es falsch verstanden (Spr.: "ich habe es in den falschen Hals bekommen")
ik hār d'r häil ğīn ārğ in dat ik dī sēr dēich hatte nicht beabsichtigt dir weh zu tun
ik hār güster sō 'n dōvid in d' kop as 'k upwōk man dat kwam nārnds fan as dat wī däi nacht föördēm sō swirt un t' fööl drunken hārentich hatte gestern so ein Hämmern im Kopf als ich aufwachte aber das kam nirgendwo sonst von als von vorheriger Nacht in der wir herumgezogen sind und zu viel getrunken hatten
ik kan mī 't häil näit mēr denken wō 't fööer dārterğ joer in d' wērld lētich kann mich gar nicht mehr daran erinnern wie es vor dreißig Jahren in der Welt aussah
ik krēğ ğīn wenk in d' ōgenich bekam kein Auge zum, ich konnte nicht einschlafen
ik kun hum d'r niks in ferdenkenich kann ihm das nicht über nehmen
ik kun hum dat häi näit in d' bīdüd krīgenich konnte es ihm nicht begreiflich machen
ik lóót mī näit in mīn lōn bīknīpenich lasse mich nicht in meinem Lohn verkürzen
ik lēp hum in d' bräesich begegnete ihm während ich ihn meiden will (Rdw.: "ich lief ihm in die Bresche")
ik lēp hum līk in d' bräesich lief ihm direkt in die Bresche, ich begenete ihm obwohl ich ihn meiden wollte
ik móók net bōnen inich koche gerade Bohnen ein
ik recht dat sō inich richte es so ein
ik sal 't wal in bīdenk nēmenich werde es mir überlegen
ik sat in mīn äinerğkaid un doch d'r ōwer nóóich saß in mich versunken und dachte darüber nach
ik set dī up d' kop un späj dī in d' moersich werde dir Beine machen (Spr.: "ich setze dich auf den Kopf und spuck dir in den Arsch)
ik set't 'n hóón bī d' hauner bī inich setze einen Hahn zu den Hühnern
ik sit't d'r sō bīsnaurt in dat 'k hóóst ğīn óóm hóólen kanich bin darin so eingeengt das ich darin fast nicht atmen kann
ik stel d'r grôt bīlang inich habe großes Interesse daran
ik stel däi melk ēfkes in d' köylsğapich stelle die Milch kurz in den Kühlschrank
ik stun al in bīróód um dat tau daunich stand schon im Begriff das zu tun
ik säi dat fosspôr in d' snäjich sehe die Fuchsspur im Schnee
ik säi dat spôr fan d' fos in d' snäjich sehe die Spur des Fuches im Schnee
ik trappel dī fut 'n haukrēt in d' pukkelich trete dir deinen Rücken gleich kurz und klein, ich trete dir gleich einen Winkelriss in den Rücken
ik was d'r in ferbīstert of ik dat dröömt hār un of ik dat ārnds wēr höört hārich war verwirrt darin ob ich das geträumt oder irgendwo wieder gehört hatte
ik was in mīn äinerğkaidich war einsam, ich war allein
ik was in sğaul fērweğ bēter as dūer war in der Schule weitaus besser als du
ik wil 't in d' bīdenk nēmenich will es mit überlegen
ik wil do säin wel hir bóós in hūs is un of mīn wōrd ōk no gellerğkaid hetich werde sehen wer hier Chef im Haus ist und ob mein Wort auch noch Gültigkeit hat
ik wil däi bauken in äin band binnen lóótenich will die Bücher in einem Band binden lassen
ik wil in d' bol bī dī kōmenich werden in Bälde zu dir kommen
ik wul dat häi in hūs gungich wollte dass er hineinginge, ich wünschte dass er hineinginge, ginge er doch hinein
ik wul in hūs góónich wollte hinein gehen
ik wus je dat häi 't in 't mik hārich wusste ja das er es vor hatte
ik wōn in d' Gräiedich wohne in Greetsiel
inin; im; ein; herein, hinein; nach
in 'n amtelk stīlin einem amtlichen Stil
in 'n blien bufblindlings
in 'n blien īwerin einem blinden Eifer
in 'n gâud fat surt 't näitin einem guten Fass wird nichts sauer
in 'n kerwidjein einem Augeblickchen, flugs, sofort
in 'n ārbaidsprōses upnōmen wordenin einen Arbeitsprozess integriert werden
in 't im
in 't achternóóim Nachhinein
in 't blaud hebbenKreislaufprobleme haben
in 't büüsdaukim Taschentuch
in 't bīköören wēsenunschlüssig sein, unsicher sein
in 't empelddetailliert, im Einzelnen
in 't enterhuk kōmenein Geschwisterkind bekommen (Spr.: "in den Stall für einjähriges Vieh kommen")
in 't fautgóóndergewest bünt fööl winkelsin der Fußgängerzone sind viele Geschäfte
in 't fergētin Vergessenheit
in 't fergētelbauk kōmenin Vergessenheit geraten
in 't ferlēden etmóólin den vergangenen 24 Stunden
in 't fermik hebbenim Verdacht haben, verdächtigen
in 't ferwachten wēsenschwanger sein, in einer Schwangerschaft sein
in 't fööerim voraus; zuvor
in 't fööer bītóólenim voraus bezahlen
in 't fööer kōmenzuvorkommen
in 't fērerweğin der Fremde
in 't gat stoppeneinsperren, ins Gefängnis stecken
in 't gefecht sittenim Streit sein
in 't gehäilinsgesamt, im Ganzen, alle zusammen, alles zusammen; im Großen und Ganzen, allgemein
in 't gulfauf dem Gulf
in 't holtim Wald
in 't holt läegeneinsargen
in 't hörn bī 't füerin der Ecke am Feuer; trad.: im Hörnstuhl am Feuer, in der Ecke am offenen Herdfeuer, im Hörnstuhl am offenen Herdfeuer
in 't hājim Heu
in 't hāj wēsenbei der Heuarbeit sein
in 't hēf stunnent grôt īsbārgen upim Wattenmeer türmten sich große Eisberge auf
in 't hūkjein der Hocke, hockend
in 't hūsim Haus
in 't kitje kōmenins Gefängnis kommen
in 't króóm kōmenniederkommen, gebären
in 't króóm kōmenschwanger sein
in 't króóm söölenschwanger sein
in 't króóm wēsenim Wochenbett liegen
in 't kânt nājenheftig abfertigen (Rdw.: "in die Kante nähen")
in 't lauğ bünt däi minsken al âl mit höör tūntjes bēserğim Dorf sind die Leute schon alle mit ihren Gärten beschäftigt
in 't luer krīgenzu Gesicht bekommen, entdecken, herausfinden
in 't lōf sğäitenins Kraut schießen
in 't mâl jóógendurcheinander bringen (Rdw.: "ins Verrückte jagen")
in 't mâl jóógenerschrecken, Angst machen, durcheinander bringen, zerstören (Rdw.: "ins Verrückte jagen")
in 't mâl wēsendurcheinander sein, in Unordnung sein, in Verwirrung sein (Rdw.: "im Verrückten sein")
in 't mäienim Allgemeinen
in 't nöchternam frühen Morgen, im Nüchtern
in 't nüst góónins Nest gehen; fig.: ins Bett gehen
in 't nōrdim Norden
in 't orerğ däjenim Schönen gedeihen
in 't suer liegeneinen Kater haben, verkatert sein, an den Folge eines Alkoholrausches leiden
in 't sóód sğäitenSamen bekommen
in 't süükenhūs hebbent s' hum net akróót an 't drüppen hangenim Krankenhaus haben sie ihn jetzt gerade an den Tropf gehängt
in 't sētel lēvent 'n büelt lüüin der Siedlung leben viele Leute
in 't twäied bild fan d' läest bīdrīfin der zweiten Szene des letzten Aktes
in 't wielim Wilden, in Unordnung, wüst verdreht, verrückt, aus dem Fugen geraten; in einem unordentlichen Lebensstil
in 't wiel jóógenverwirren, durcheinander bringen, unordentliche machen (Rdw.: "ins Wilde jagen")
in 't wiel prōtenverwirrt sprechen, faseln, fantasieren
in 't wiel wóódenin Luxus leben (Rdw.: "im Wilden waten")
in 't wārk kōmenin Kraft treten, Inkrafttreten
in 't wārk settenan die Arbeit machen, an die Ausführung machen
in 't äenin Unruhe, in Aufruhr, in Aufregung, im Aufstand
in 't āutō mautent wī us âl tauhôp angaspenim Auto müssen wir uns alle zusammen anschnallen
in 't Ōstfräislandin Ostfriesland
in 't ōstim Osten
in 't ōst maut däi süen ferrīsen in 't süüd maut säi sük uphīsen in 't west gājt säi hen 't dóólen in 't nōrd het säi niks tau hóólenim Osten geht die Sonne auf um im Süden nimmt sie ihren Lauf im Westen wird sie untergehen im Norden ist sie nie zu sehen (Spr.)
in 't ūtbüüten stóónim Austausch stehen
in Auerk un umtauin Aurich und umzu
in Emden kāst mit 'n sğüüet forenin Emden kannst du mit der Schute fahren
in Wäiner wōndent fööl jöödenin Weener wohnten viele Juden
in achten stóónhoch geachtet werden
in achten wēsenhoch geachtet werden
in alsīderğ frâueine vielseitige Frau
in anner unstân wēsenein Kind erwarten (Spr.: "in anderen Unständen sein")
in antern dauneine Antwort geben
in antern up Jau bräifin Beantwortung Ihres Schreibens
in appäel góónin Berufung gehen
in brand kōmenin Brand geraten
in brand stēkenanzünden
in brand stēkenin Brand setzen, anzünden
in brand stēkenin Brand stecken
in brasin Zorn, in Wut, in Erregung
in bras prōtenin Rage reden
in bras wēsenwütend sein, zornig sein; im Stress sein
in brööek un bôt slóónReue zeigen (Rdw.: "in Strafe und Buße geschlagen")
in bēterder hand wēsenin Genesung sein, in Besserung begriffen sein (Rdw.: "in besserer Hand sein")
in bīdüd krīgenklar machen, begreiflich machen; zur Sprache bringen
in bīnóóhaid näitin nächster Umgebung nicht
in bīróód un bīrâu stóónim Zweifel sein (Rdw.: "in Berat und Bereu stehen")
in bīróód un bīrâu wēsenim Zweifel sein (Rdw.: "in Berat und Bereu sein")
in bīslağ nēmenbeschlagnahmen
in bīslağ nēmenvereinnahmen
in būtendraußen
in būten góónhinaus gehen, nach draußen gehen
in būten wēsendraußen gehen
in d' Auerker kuntrājim Auricherland
in d' Lærder gewestenin den Leeraner Gebieten
in d' Póópenbörğmer gewestenin den Papenburger Gegenden
in d' alteróósje fergat ik mīn tāskevor Aufregung vergaß ich meine Tasche
in d' bumbam wēsenin einer unsicheren Situation sein
in d' bārgen is 't nū al hārstin den Bergen ist es jetzt schon Herbst
in d' bēker ferdrinkent mēr as in d' säjder Alkoholismus fordert mehr Opfer als die See (Spr.: "im Becher ertrinken mehr als in der See")
in d' drêv wēsenfahrend sein, fliegend sein, in Bewegung sein
in d' drāj móókt häi gaud fort achter 't āutōer beschleunigt das Auto stark in der Kurve
in d' dörnsin der Stube
in d' döörslağim Durchschnitt, durchschnittlich
in d' dēsember is däi kārsttīdim Dezember ist die Weihnachtszeit
in d' dōderğkaid ōwergóónsterben
in d' dōderğkaid ōwergóónin den Tod übergehen
in d' fermis kōmenaus den Augen verlieren
in d' fort brengenin Gang setzen
in d' fröemin der Fremde, auswärts
in d' fêrtin der Ferne
in d' föörm klatskenin die Form klatschen
in d' fûkgefangen, eng, geklemmt
in d' fûk sittenin der Klemme sitzen
in d' gewesten fan d' Rīnin den Rheingegenden
in d' gewesten fan Óófrīkóin den Gegenden von Afrika
in d' góótenim Gefängnis
in d' góóten kōmenin die Pötte kommen, sich zu etwas bequemen, in den Quark kommen (Rdw.: "in die Löcher kommen")
in d' hand fālenbesser ausfallen als erwartet (Rdw.: "in die Hand fallen")
in d' hand wēsenProfit bringen
in d' hangmât slóópenin der Hängematte schlafen
in d' holtenziegel.: im Trockenschuppen
in d' hân klappenklatschen, in die Hände klatschen
in d' häiel kuntrājin der ganzen Gegend
in d' hûk sittenin der Hocke sitzen
in d' knīpin der Klemme, in Bedrängnis
in d' kracht ferfālenschwach werden
in d' köertin Kürze
in d' kööer ferbīsterndurch die Auswahl verwirrt sein
in d' küen krīgenerinnern, in Erinnerung kommen
in d' küen kōmenerinnern, in Erinnerung kommen
in d' kārsttīd wordent allerwēgens in 't Ōstfräisland ferdōbeln móókt - dor wordent hóósen óónten of sukkergaud mank däi lüü ferdōbeltin der Weihnachtszeit werden überall in Ostfriesland Verknobelungen veranstaltet - da werden Hasen Enten oder Süßigkeiten verknobelt
in d' kōpenskup was sō 'n büelt folk man ik kun Ueb net no blauken un anhóólenim Geschäft war so eine Menschenmenge aber ich konnte Ubbo gerade noch erspähen und ansprechen
in d' lüchtin der Luft
in d' lēgerwal kōmenin die Brandungsregion kommen
in d' middentin der Mitte
in d' middent fan d' stróóetin der Mitte der Straße
in d' mik hebbenim Auge haben
in d' moers góónhinüber gehen, kaputt gehen
in d' moers wēsenhinüber sein, kaputt sein
in d' mâj läeğt elker föögel 'n âj - däi kwattel un däi gräit läegent in d' maimóónd näitim Mai legt jeder Vogel ein Ei - die Wachtel und die Uferschnepfe legen im Mai nicht (Spr.)
in d' mân lōpenum die Wette laufen
in d' mân mitin Zusammenarbeit mit
in d' mân wēsenin Zusammenarbeit sein
in d' mân ārbaidengemeinsam arbeiten, zusammenarbeiten
in d' móóek wēsenin Arbeit sein
in d' möyetentgegen, darauf zu; in der Quere
in d' möyet kōmenentgegen kommen, begegnen; in die Quere kommen
in d' mērtmóónt is 't best t' bläikenes ist am besten im März zu bleichen
in d' mīmeróósjes kōmengrüblerisch werden, im Alter verwirrt werden, die Realität aus dem Blick verlieren
in d' nööes pūlenin der Nase bohren
in d' nööes pūlkenin der Nase popeln
in d' nōrder bred'tenin den nördlichen Breiten
in d' nōwember word't 't natim November wird es nass
in d' oktōber wintert 't alim Oktober wird es schon Winter
in d' pikpân sittenin der Patsche sitzen (Spr.: "in der Pechpfanne sitzen")
in d' pikpân stappenins Fettnäpfchen treten (Rdw.)
in d' plünnen hangen blīvenmitnehmen, berühren, emotional bewegen (Rdw.: "in der Kleidung hängen bleiben")
in d' pril kan me âl lüü däi gek ansğēren as me wilim April kann man alle Leute verarschen wie man will (Spr.)
in d' pril mautent plauğ un âjd fan d' hiel mautent däi pêr fan 't stâl un būtenwārk gājt ōwerâlim April müssen Pflug und Egge vom Heuboden müssen die Pferde aus dem Stall und draußen arbeiten geht überall (Spr.)
in d' ruen tirreln as 'n tirreltropim Kreis drehen wie ein Kreisel
in d' rufin Eile
in d' râu wēsenin Trauer sein
in d' räecht góóneine Abkürzung nehmen
in d' rîğin Ordnung
in d' róóek forenweit weg Ernte einfahren und auf dem Feld übernachten um sie am nächsten Tag einzufahren
in d' rööeğ blīvenin Bewegung bleiben
in d' sin sğäitenin den Sinn kommen, auf den Gedanken kommen, auf die Idee kommen, einfallen
in d' slağ gróóvenfehnkult.: Torf horizontal in die Karre setzen und duch umkippen der Karre stapeln
in d' slinger hebbenauswendig können, geübt in etwas sein, eine Fähigkeit erlernt haben (Rdw.: "etwas in der Schleuder haben")
in d' slōd smītenin den Graben werfen
in d' snēim Durchschnitt
in d' sprang lōpengaloppieren, im Galopp laufen; fig.: schnell laufen, eilen
in d' swäel wēsenin Entzündung sein
in d' sömmer hārent wī swâul wêrim Sommer hatten wir schüles Wetter
in d' sğier hollenin Ordnung halten
in d' sğier wēsenalles in Ordnung gebracht haben
in d' sğäelv sittent 'n büelt mūsenim Schober sind viel Mäuse
in d' sğóó stóóndurch langes Stehen an Wert
in d' sğûlwindgeschützt, wettergeschützt
in d' sğûl forenim Windschatten fahren
in d' sğûl stóónwindgeschützt stehen, wettergeschützt stehen
in d' tiel wēsengut vorbereitet sein (Rdw.: "im Hebevorgang sein")
in d' tjüdder wēsendurcheinander sein, verworren sein (Rdw.: "im Weideseil sein")
in d' tûsverworren, in Verwirrung
in d' tīd ferdwōlen wēsensich in der Zeit irren
in d' tōm hollenim Zaum halten
in d' winkel was dat ērgüster propful um dat s' wēr ūtferkōp hārentim Laden war es vorgestern übervoll weil sie wieder Ausverkauf hatten
in d' wuel fārvt wēsenvertrauensvoll sein (Rdw.: "in der Wolle gefärbt sein")
in d' wäed lōpenum die Wette laufen
in d' wäiekzu Einweichen hingestellt
in d' wäiek läegenin die Weiche legen
in d' wēkenim Wochenbett
in d' wēr wēsenverteidigungsbereit sein
in d' Äiems liegent twei sânin der Ems liegen zwei Flussinseln
in d' Äiems liegent wat sânin der Ems liegen einige Flussinseln
in d' óódamsklæærim Adamskostüm, nackt
in d' óóep sittenaufgeschmissen sein (Spr.: "im Affen sitzen")
in d' āustmóónd kan me no ğīn tuffels updaun dan bünt s' no näit smētfastim August kann man noch keine Kartoffeln einlagern dann sind sie noch nicht wurffest (Spr.)
in d' ōrlauğ wurdent 'n büelt brüeğ sprengtim Krieg wurden viele Brücken gesprengt
in dat 11. äiw hebbent däi Ōstfräisen dat Sóóterland bīsēteltim 11. Jahrhundert haben die Ostfriesen das Saterland besiedelt
in dat bauk is 'n ofbilden fan 'n óófrīkóónsk snóóekin dem Buch befindet sich die Abbildung einer afrikanischen Schlange
in dat bóóntje maust dat je ōk net inróókenin den Posten musst du dann ja auch geradeso hineinkommen
in dat gefalin dem Fall
in dat hūs bünt drei böönsin dem Haus sind drei Dachböden
in dit gefalin diesem Fall
in draftin Eile, eilig, schnell, im Vorbeigehen
in draft wēsenin Eile sein
in drei üers nóó Emden lōpenin drei Stunden nach Emden laufen
in drei ürenin drei Stunden
in dröögenim Trockenen, bei Trockenheit zwischen Regenschauern
in dunkernim Dunkeln
in duttenkaputt, im Eimer
in dutten góónkaputtgehen
in dutten hāuenkaputtschlagen, zerschlagen
in däi fandóóğsk situwóósjein der heutigen Situation
in däi fandóóğsk tīd wordent internetstars anbēd't as alēr gōdenin der heutigen Zeit werden Internetstars angebetet wie früher Götter
in däi rēdulten kōmenin Schwierigkeiten kommen
in däi sülverğ menüüetin derselben Minute
in dóódwirklich, in Wirklichkeit, in der Tat
in döörsnē fālt däi wās no tauim Durchschnitt sagt das Wachstum noch zu
in düllerğkaidim Zorn, vor Zorn, aus Wut
in düüsternim Dunkeln
in düüstern is gaud smüüsternim Dunkeln ist gut Schmunzeln (Spr.)
in düüstern is gaud snüüsternim Dunkeln kann man gut schnüffeln (Spr.)
in dēsperóósje sittenzweifeln, Zweifel hegen
in dīn stēan deiner Stelle, wenn ich du wäre
in dōbels snīdenin Würfel schneiden
in dōk un düüsterbei Nacht und Nebel
in dūsend dulten hāuenin tausend Stücke schlagen
in fatsūn is âl gaud un walmit Anstand kann man alles tun
in fatsūn mağ 't âl wēsenmit Anstand darf man alles (Spr.)
in ferbulgen maudin erzürntem Sinne
in ferlēden tīdenin vergangenen Zeiten
in ferwachten fan Jau anternin der Erwartung Ihrer Antwort
in flambûs stóónin Flammen stehen
in flâut fālenohnmächtig werden
in fort kōmenin Fahrt kommen, in Schwung kommen, in Gang kommen
in fuel blājin voller Blüte
in fuel flâmin voller Flamme, lichterloh
in föerk wēsenin Rage sein (Rdw.: "in Forke sein")
in fööervoraus, im Voraus; im Vorteil, übertreffend
in föörūtim Voraus
in fēberwoimóóndim Februar
in grēp krīgenin den Griff bekommen, bewältigen
in handumdrājenim Handumdrehen
in handumdrājen stun dat hūs in flambûsim Handumdrehen stand das Haus in Flammen
in heb bæær in d' köylsğapich habe Bier im Kühlschrank
in heb d'r ğīn bīlang bī dat baudelich habe kein Interesse an der Angelegenheit
in heb d'r ğīn bīlang inich habe daran kein Interesse
in höör jööğd kled säi sük fóók as 'n haurin ihrer Jugend zog sie sich oft wie eine Hure an
in hūsZuhause, zu Haus, zuhause
in hūs föylenzuhause fühlen
in hūs góónhineingehen, ins Haus gehen
in hūs wor däi dumnēs sīn köert ofdanken hulzuhause wo der Pastor seine kurze Trauerrede hielt
in hūs wēsenzuhause sein, im Haus sein
in klattenabgängig, in Fetzen, zerlumpt
in kuræær lōpenschnell laufen
in kōmenhinein kommen
in last gēvenin Auftrag geben
in lūs un pūs ferkōmenvöllig verkommen, völlig herunterkommen (Rdw.: "in Laus und Katze verkommen")
in middent döörhāuenin der Mitte durchschlagen
in middent döörsnīdenin der Mitte durchschneiden
in middent döörsnīdenin der Mitte durchschneiden
in móótenin Maßen
in möyetentgegen, in die Quere, zur Quere
in möyet kōmenentgegen kommen, begegnen, auf jemanden zu kommen
in mīn bīwēsen het d'r ğīn prōt fan westin meiner Anwesenheit kam das nicht zur Sprache
in mīn denkenin meinen Gedanken
in mīn jueng jorenin meiner Jugend
in mīn jööğd het dat sō westin meiner Jugend war das so
in mīn jööğd was dat no annersin meiner Jugend war das noch anders
in mīn kinnerjorenin meiner Kindheit
in mīn kinnertīdin meiner Kindheit
in oel tīden hebbent sük Ōstfräisen in Nōrdfräisland ansēteltin alten Zeiten haben sich Ostfriesen in Nordfriesland angesiedelt
in plóóts fananstelle, anstatt
in prīsong kōmenin Kriegsgefangenschaft kommen
in pērfläisk wāst baukwâjt gaudBuchweizen wächst überall (Spr.: "in Pferdefleisch wächst Buchweizen gut")
in rep un rōr wēsenin Aufruhr sein
in râu lōpenTrauerkleidung tragen
in rîğ hollenin Ordnung halten
in róózje kōmenin Rage geraten
in röen lōpenschnell laufen, traben
in stik lōpensich fest laufen
in strōm un brek drīvender Strömung und Brandung ausgeliefert sein
in stē fananstelle, statt, anstatt
in stē fan 'n pērd heb 'k 'n kau köftstatt eines Pferdes habe ich eine Kuh gekauft
in stē fan dank het me niks as stand fan dat baudelanstatt Dank hat man nichts als Ärger von der Sache
in stē fan rait kumt ēternīt up sğüerstatt Reet kommt Eternit auf die Scheune
in swäit kōmenschwitzen, in Schweiß geraten, ins Schwitzen kommen
in swäit róókenschwitzen, in Schweiß geraten, ins Schwitzen kommen
in söerğ wēsenin Sorge sein
in söyek wēsenverloren sein, in Suche sein
in sğok settenerschüttern
in sīn fergelthaid lēp häi ferkērt kânt anin seiner Hektik lief er zur falschen Seite
in sīn fóóer sīn hūsim Haus seines Vaters
in sīn jööğdin seiner Jugend
in sīn äinerğkaidversonnen, in sich versunken, selbstzufrieden
in sīn äinerğkaidganz allein
in sīn ārmauderğkaid dājt häi mēr as mennerğ rîk gitsdertin seiner Armut macht er mehr als manch ein reicher Geizhals
in sō fēr hest dū rechtin soweit hast du recht
in tel wēsengeachtet werden, als etwas gelten
in twei ürenin zwei Stunden
in tējōrītheoretisch
in tīdenschon lange
in uprōr sğäitensich empören
in us bürskup fālt sō wat näit fööerin unserer Wohngegend kommt so etwas nicht vor
in us gewestenin unserer Gegend
in wat bauken stājt dat näit inin einigen Büchern steht es nicht
in wat däilenetwas aufteilen, etwas verteilen
in wel weğ wēsenin jemanden verliebt sein (Rdw.: in jemanden verliebt sein")
in äin feğin einem Zug, mit einem Streich
in äin hóólin einem Arbeitsschritt
in äin hóól 'n letter settenin einem Zug einen Buchstaben schreiben
in äin radsin einem ununterbrochenen Zug
in äin ridin einer Tour
in äin stöyt weğkrīgenin einem Arbeitsgang bearbeiten
in äin stük bīstóón blīvenvor Erstaunen wie angewurzelt stehen bleiben
in äin swóójin einem Schwung, auf einmal
in äin toğin einem Zug
in äin toğ ūtdrinkenin einem Zug austrinken
in äin tuerimmerzu, ständig
in äin törnin einem Rutsch, ohne Unterbrechung
in äin umsäinim Handumdrehen
in äin weğimmerzu, immerfort
in äinerğkaid wēseneinsam sein, allein sein
in óóküenohne Sinn und Verstand, ohne Maß und Verstand, willkürlich, unbeherrscht, mutwillig
in óónólüües wēsenin Analyse sein
in óónólōgī tauin Analogie zu, analog zu
in örderin Ordnung
in Ōstfräisland gift dat fööl bōmwālen fan hóógeldōrn un släjen in Ostfriesland gibt es viele Wallhecken mit Weißdorn und Schwarzdorn
in-ein-; herein-, hinein- (Vorsilbe)
in-sehr (Vorsilbe)
irerğ in d' kop wēsenirrsinnig sein
is dat bæær in d' kân is däi gäist in d' manist das Bier in der Kanne ist der Geist im Manne (Spr.)
jungse in engelsk lēren büksenbotan.: Ackerbohne, Feldbohne, große Bohne, Saubohne (Vicia faba)
jī mautent in 't nüst!ihr müsst ins Bett!
kalver in d' snē kōpenKälber im Frühjahr zum Durchschnittspreis kaufen
kaukjes in d' tē stippenKekse im Tee stippen
kinner mautent näit allerwēgens mit in prōtenKinder müssen nicht überall mitreden
kluntje in d' tēKandis in den Tee
klâuk hauner läegent ōk in nettelsklugen Hühner legen auch in Nesseln
klāj dī in d' moersleck mich im Arsch
klāj mī in d' moersleck mich im Arsch
krinten up d' stût un ğīn d'r inaußen hui und innen pfui (Rdw.: "Korinten auf dem Brot aber keine darin")
kruel in d' stērt Ringelschwanz
krup in d' hals hebbenan Krupphusten leiden
krābkóóter spring in 't wóóterdir wünsche ich den Tod (Spr.: "Kratzbürste spring ins Wasser")
krās in sīn ūtdrükkengrob in der Ausdrucksweise
krūp in d' moersschimpfw.: Arschkriecher
kum inkomm herein
kum in mauder höör hūskestell dich zwischen Mutters Beine
kum in!komm herein! (Hineinbitten ins Haus)
kumpelment in hūs!Grüß zu Hause! Grüß deine Familie!
kumt gāu inkommt schnell herrein
kumt in!kommt herein! (Hineinbitten ins Haus)
kât in 't düüster knīpenheimlich ausschweifen (Spr.: "die Katze im Dunkeln kneifen")
köör in wōrden sinnen un dóódenwählerisch in Worter Gesinnung und Taten
küntje bīnāut bessemstēl - drei kēr dobken is näit fööl - dārtain kēr in äin nacht - was 'n môj küntjejağtVagina eng Besenstiel - drei mal vögeln ist nicht viel - dreizehn mal in einer Nacht - war eine schöne Schürzenjagd (Spr.)
kāst dū mī d'r ēven in denken helpenkannst du mir helfen mich zu erinnern
kīk in d' windjunger und unerfahrener Mensch
kīk in d' wērldHosenmatz, Knirps, junger unerfahrener Mensch (Rdw.: "schau in die Welt")
kīk insent wēr inkomm mal wieder vorbei
kīk wēr inschau mal wieder vorbei
kōrn in 't gulf fläjenKorn in den Gulf packen, Getreide in den Gulf packen
kōrn maut altīd acht bit færtain dóóeğ in hokken stóón bit dat düskern worden kanGetreide muss immer acht bis vierzehn wochen in Diemen stehen bis es gedroschen werden kann
lik dī in d' moers!leck dich im Arsch!
lurders kōment in d' häelLauerer kommen in die Hölle (Spr.)
läeğ däi fisken in d' büen dat säi us näit dōd góóntleg die Fische in die Bünne damit sie uns nicht sterben
lüchtblóósen in 't brōdLuftblase im Brot
lēğ in d' prīsniedrig im Preis
lōd in d' mpers hebbenschwer von Gewicht sein (Rdw.: "Blei im Hintern haben")
lōd in d' äers hebbenschwer von Gewicht sein (Rdw.: "Blei im Hintern haben")
man sul hóóst ângst un bâng worden in hūsman sollte fast Angst und Bange zuhase haben
maud in d' mâu hebbensich stark fühlen, Mut haben (Rdw.: "Mut im Ärmel haben")
mağ däi düüvel wäiten wel mī däi puts bakt un däi dam ōpenlóóten het dat mī fäj ūt dat land lōpen het un nū in däi läief God sīn wîd wērld umstriktdas mag der Teufel wissen wer mir den Streich gespielt hat und den Damm offen gelassen hat sodass mir das Vieh aus der Land gelaufen ist und num in Gottes lieber weiter Weld umherstreift
me kan 't in d' wērld näit âl bīsğikkenman kann in der Welt nicht alles ordnen
me kan d'r häil näit in bīdürenman kann es darin gar nicht aushalten
me maut hum in sīn dummerğkaid wat taugēvenman muss bei seiner Dummheit nachsichtig sein
me wäit näit recht of 'n mit hum in d' ārften of in d' bōnen isman weiß nicht recht wie man mit ihm dran ist; man weiß nicht recht wie es mit ihm steht
me wäit nōjt of me mit hum in d' ārften of in d' bōnen ismein weiß nie wie man zu ihm steht (Rdw.: "man weiß nie ob man mit ihm in den Erbsen oder in den Bohnen ist")
midden in d' mäidenmitten in den Wiesen
midden in d' tûnmitten im Garten
mit d' moers in 't botterfat sitten kōmensich gut niederlassen, gut unterkommen (Spr.: "mit dem Arsch ins Butterfass setzen")
mit däi dööer in 't hūs fālenüberrumpeln, ohne Einleitung sofort zur Sache kommen (Rdw.: "mit der Tür ins Haus fallen")
mit däi öören taunanner in läegenmit den Ähren zueinander hin
mit läiverlóó kumt Jân in d' büks un Gräitje in d' wamslangsam verstehen sie es (Spr.: "allmählich kommt Jan in die Hose und Gretchen in den Mantel")
mit mī sülst in 't lîk wēsenselbstsicher sein
mit mī sülst in 't lîk wēsenselbstsicher sein
mit sicht un bik wordent ses slağ in dat kōrn inhāuen un dan word't 'n sğōf ūt dat sicht't kōrn rultmit der Sichte und dem Mahdhaken werden sechs Schläge in das Getreide geschlagen und dann wird eine Garbe aus dem gemähten Getreide gerollt
mit swóó un kêt in d' mäiden trekkenmit friesischer Sense und Mäherzelt in die Wiesen ziehen
mäin in d' moersschimpfw.: mein im Arsch, Möchtegern
mörnrōd brengt wóóter in d' slōdMorgenrot bringt Wasser in den Graben (Spr.)
mörnrōd brengt wóóter in d' slōd man óóvendrōd môj wêr in 't bōtMorgenrot bringt Wasser in den Graben aber Abendrot schönes Wetter ins Boot (Spr.)
mörnrōd brengt wóóter in d' sōdMorgenrot bringt Wasser in den Brunnen (Spr.)
mörnrōd brengt wóóter in d' sōd man óóvendrōd môj wêr in 't bōtMorgenrot bringt Wasser in den Brunnen aber Abendrot schönes Wetter ins Boot (Spr.)
mörnrōd wóóter in d' slōdMorgenrot Wasser im Graben (Spr.)
münten in d' āutōmóót smītenMünzen in den Automat werfen
mīn burinske is näit in hūsmeine Herrin ist nicht zuhause
mīn frâu het lâng süük west man säi is do wēr in 't anwinnenmeine Frau ist lange krank gewesen aber ist dennoch wieder in Genesung begriffen
mīn klæær hangent in dat sğapmeine Kleidung hängt im Schrank
mōj góón un woren in stē fan góón un sporenden Wohlstand wahren statt sparen (Spr.: "schön gehen und wahren statt gehnen und sparen")
mōj in 't wārk man lelk in d' kârkein tüchtiger aber nicht frommer Mensch (Spr.: "schön in der Arbeit aber unartig in der Kirche")
neierğkaid in 't landfrische Kraft im Land
net as 'n pērd in d' runkelswie Gott in Frankreich (Rdw.: "wie ein Pferd in den Runkelrüben")
nim dī föör däi in acht dat is 'n köökelernimm dich vor dem in Acht das ist ein Gaukler
nim dī in achtnehm dich in Acht
nim dī in acht dat mī d' sin näit ōwerlöpt dat kun dī bitter upbrēkennimm dich in Acht das mir das Gemüt nicht überläuft das könnte dir sauer aufstoßen
näit in 't hūsnicht im Haus
näit in hūsnicht Zuhause; nicht im Haus, nicht im Hause
näit âl in póóp sīn gat - kösterōm ōk wat!nicht alles für den Pastor - den Herr Küster bedenken!
nóó 't stārven fan däi ollen hebbent däi kinner sük in 't baudel däiltnach dem die Eltern gestorben waren haben die Kinder das Erbe unter sich aufgeteilt
nóó God sīn bīsğik sal dat minskdaum hir up ērden lēren un sük föörräiden up dat tauken lēvend wat hum wóóğt in d' hēmelnach Gottes Geleit soll die Menschheit hier auf Erden lernen und sich vorbereiten auf das nächste Leben das ihr im Himmel bevorsteht
nōrdwind in d' jūnī wājt 't kōrn in 't landNordwind im Juni weht das Getreide ins Land (Spr.)
nū 't âl in 't wiel is sal ik róódslóónda nun alles durcheinander ist will ich beratschlagen
nū hannerğ in köökenjetzt schnell in die Küche
nū is 't häilmóóls in 't wieljetzt ist es vollkommen durcheinander
nū is Holland in nōd!jetzt ist Holland in Not! (Rdw. die Verzweiflung ausdrückt)
nū is âl in d' tjüdderjetzt ist alles verworren
nū sal do däi bliksem d'r in slóónjetzt soll doch der Blitz einschlagen
nū sal däi bliksem do d'r in slóónjetzt mag der Blitz doch einschlagen
of ... of in moersob ... oder nicht ist egal
of däi dor bünt of in moersob sie dort sind oder nicht ist egal
of häi d'r stājt of in moersob er dort steht oder nicht ist egal
old grīs-grāu - stājt häiel dağ in d' dāu - het ğīn fläisk of ğīn blaud - man dājt âl minsken gaudalt grau-farblos - steht den ganzen Tag im Tau - hat kein Fleisch und kein Blut - aber tut allen Menschen gut (Rätsel mit der Antwort: Mühle)
olsk in d' klæær sittenaltertümlich gekleidet sein
pirrel in d' püütharter Biestmilchkloß, Mehlkloß ohne Hefe und mit Biestmilch
póóske in d' möyet brānendem Osterfest entgegen brennen indem man das Osterfeuer abbrennt
pās up dat dū mī ğīn būlen in d' bærkraus fālen letstpass auf das du mir keine Beulen durch fallen lassen in den Bierkrug machst
pīl in d' höeğtgerade in die Höhe
rummeln in d' līfBlähungen
rötterğ in d' bost wēsenan Husten mit Auswurf leiden (Rdw.: "faulig in der Brust sein")
sand in d' ōgen smītenSand in die Augen streuen
slap in d' enkels wēsenschwache Knöchel haben, ein schwaches Sprunggelenk haben
slóó dī d' mauer in d' mengselpotdu glaubst es nicht (Ausdruck der starken Verwunderung: "da slag dich die Mutter in die Rührschüssel")
smēr dī gaud d'r mit in - dat is 'n ofmöytmiddel tēgen blien müegencreme dich gut damit ein - das ist ein Repellent gegen Stechmücken
smēr dī gaud mit däi sünkrêm increme dich gut mit der Sonnencreme ein
snöet in d' dünäeğ hebbenein schlaues Gehirn haben, gescheid sein
snöet in d' kop hebbenein schlaues Gehirn haben, gescheid sein
snūv in d' göertein schmieriger Mensch
stiep in 't gatRebbedi mit Butter und Sirup in einer Vertiefung in der Mitte
stip in d' dopkenKinderspiel mit einer Holzkugel und Stöcken
stip in d' göötjePolizeidiener
stäinen in 't blad settenziegel.: Formlinge während des Trocknens hochkant setzen
stóó in d' weğjemand der immer im Weg steht
stóó in d' weğPerson die immer im Weg steht, Person die einen bei der Arbeit behindert; fig.: Dreckhaufen
stóópel in d' windsteil in den Wind
stājt d'r wat näjs in 't bladjesteht was neues in der Zeitung
stājt däi kârn näit stiel un 't näit sğiffen wil näit bottern wil dan hebbent däi heksen däi hand in 't spilsteht das Butterfass nicht still und nicht trennen will nicht gelingen will dann haben die Hexen ihre Hand im Spiel (Spr.)
stājt âl in brandes steht alles in Brand
säi bünt in būtensie sind draußen (im Freien)
säi bünt no in 't bâut t' sichtensie sind noch im Getreidefeld und schneiden das Korn
säi dungent mitnanner wel däi bóós in höör gefecht blēvsie kämpften zusammen darum wer der Chef in ihrem Kampf blieb
säi däilen sük d'r in 't wārksie teilen sich die Arbeit, sie teilen die Arbeit untereinander auf
säi ferdaunt âl in slóótjes und snüüfkessie geben alles für Kautabak und Schnupftabak aus
säi gungent slūpstērts in d' köökensie gingen beschämt in die Küche
säi gājt in râusie trägt Trauerkleidung
säi hebbent 't mitnanner in d' bundsie sind Teil einer Erbengemeinschaft
säi hebbent hum d'r in bīslōtensie haben ihn darin eingeschlossen
säi hebbent hum recht in d' móóeksie bearbeiten ihn heftig
säi het hum in sīn süüekt bīplēğtsie hat ihn in seiner Krankheit gepflegt
säi het sükker busten in d' hân dat 't äien hóóst grītjen maut dō me 't süğtsie hat solche Schruden an den Händen das man sich beinahe erschreckt wenn man das sieht
säi het sō 'n môj döyk in 't siechtsie hat so ein schönes Grübchen im Gesicht
säi is häil wit in höör trōnjesie ist ganz weiß im Gesicht
säi is in hūssie ist Zuhause
säi is nū wēr in bēterder handsie genest wieder
säi is pal in hum fernartsie ist fest in ihn vernarrt
säi is sō wumpsk in d' klæærsie trägt so unordentliche Kleidung
säi klapdent in d' hânsie klatschten in die Hände
säi klöytert al in d' doebsie ist überreif zum Heiraten, sie ist heirratsreif (Rdw.: "sie klingelt schon in der Grube")
säi kumt bī 't sğummeln recht in d' öykerssie erreicht beim Reinigen auch die Zwischenräume
säi nēment sük näit fööl in 't ollersie sind fast gleichalt
säi nēment sük näit fööl in d' gröet'tsie unterscheiden sich nicht viel in der Größe
säi sittent hūshōğ in sğüllensie sind haushoch verschuldet
säi säegent dat in sīn äinerğkaidsie sagen es selbstzufrieden
säi ārbaiden in twei sğoftensie Arbeiten in drei Schichten
sêr bäien un gâud wīven däinent in hūs blīvenverletzte Beine und gute Frauen bringen am meisten wenn sie Zuhause beleiben (Spr.)
süen in wat hebbenirgendwo Sonnenbrand haben
sük föör annernt in d' bräes stellenfür andere in die Bresche springen
sük in 'n sğelm stēkensich mit einem zwielichtigen Plan aus der Affäre ziehen (Spr.: "sich in einen Schelm stecken")
sük in d' bräes stellenin die Breschen springen (Rdw.)
sük in d' furen krīgensich streiten, sich zanken
sük in d' klatten hebbenmiteinander Streiten (Rdw.: "sich in den Fetzen haben")
sük in d' wuel hebbensich streiten (Rdw.: "sich in der Wolle haben")
sük in fâst tüüğ settensich auf etwas gefasst machen, sich auf etwas vorbereiten (Rdw.: "sich in festes Zeug setzen")
sük in wat anflaitensich in etwas versehen
sük in wat bīmurtjensich in eine Sache verwickeln
sük in wat gēvensich fügen, sich mit etwas abfinden
sük in wat snīdensich in etwas täuschen
sünküüken läief! wat stājt d'r in d' bräif?Marienkäfer Liebes! wie wird das Wetter morgen? (Kinderspruch)
sğier in d' klæær wēsenschöne Kleidung tragen
sğik dī in d' wērld of sğik dī d'r ūtpasse dich deinem Umfeld an oder verlasse es (Spr.: "pass dich der Welt an oder verlasse sie")
sğursğotten ōwer 't land - hauner in d' handLiebellen über dem Land - Hühner in die Hand (alte Weisheit da die Liebellen den Regen anzeigen)
sğäiten in d' jüdderEuterentzündung, Milchversetzung
sğäiten in d' kūsenstechender Zahnschmerz
sīn bunken in 't büüsdauk nóó hūs dróógensich geschlagen geben (Rdw.: "seine Knochen im Taschentuch nach Hause tragen")
sīn geld in ārmaud fertērennichts von seinem Geld haben (Spr.: "sein Geld in Armut verzehren")
sō lâng as bæær is in d' kân is 't bīnül in d' manso lange Bier ist in der Kanne ist Bewusstsein im Manne (Spr.)
sō lâng as d'r 'n âr in d' móónd is gift dan no 'n neijorssööpkesolange noch ein R im Monat ist gibt es noch einen Neujahrsschnaps (Spr.)
tau ... inauf ... zu; in ... hinein
tau in 't hūs dū!los ins Haus du!
tau kau góó in d' baulos Kuh geh in den Schuppen
taunanner inzueinander hin
taunanner in kōmenzusammenkommen
toğ in d' wóóterWasserstrudel
trek in 't wóóterWasserstrudel
trekker in d' slōd!Trecker im Graben! (Hilferuf bei einem Treckerunglück)
tóól is altīd in d' drêvSprache ist immer in Bewegung
tüsken twei staulen in d' āske sittenin der Klemme, in großer Verlegenheit sein (Spr.: "zwischen zwei Stühlen in der Asche sitzen")
tēgen ... inauf ... zu; in ... hinein
tēwóóter in sôd móókenTeewasser kochen
tīd nauğ het in 't hēf blēvenwer sich nicht spurtet den bestraft das Leben (Spr.: "Zeit genug ist im Wattenmeer geblieben")
um mōrd in d' bakje sittenwegen Mord im Gefängnis sitzen
un in dat äigenst joer is däi grôt fürtōrn bāut wordenund im selbigen Jahr ist der Leuchtturm gebaut worden
up 't feld kwam kuer in tēkel dō dat sğofttīd hētauf dem Feld kam Alkohol in den Wasserkessel wenn es hieß es sei Pause
up dat ik näit in 't wiel kōm sal óóbīsğóóvt muğ upsğäitendamit ich nicht verrückt werde soll das ungebildete wegschießen
us besfóóer het in d' ōrlauğ fālenunser Opa ist im Krieg gefallen
us bäep is al old düs dürt säi näit mēr in d' tsoğ sittenunsere Oma ist schon alt darum darf sie nicht mehr im Luftzug sitzen.
us bóós is näit in hūsunser Chef ist nicht im Hause
walēr düs elk sīn fäj in 't mānland jóógenfrüher durfte jeder sein Vieh in die Allmende treiben
walēr mat me in 't Ōstfräisland mit faut un dûmfrüher maß man in Ostfriesland mit Fuß und Daumen
walēr was dat ofdanken altīd in hūsfrüher fand die Leichenrede immer Zuhause statt
walēr wurdent hūsen in fö'joer mit sōdówóóter wuskern dat dat rōd fan däi bakstäinen mōj sğēnfrüher wurden Häuser im Frühling mit Sodawasser gewaschen damit das Rot der Backsteine schön schien
wat 'n elfürtje is? 't was walēr setrecht dat in däi gâud börgerhūshollens 's föörmiddóóğs tēgen elf üer 'n kopke tē drunken wurwas ein Elfürtje ist? das war einst Gewohnheitsrecht das in den guten Bürgenhaushalten vormittags um elf Uhr eine Tasse Tee getrunken wurde
wat gājt us däi göötdrek an wī wōnent in d' upkóómermit soetwas niedrigem müssen wir uns nicht befassen (Rdw.: "was geht uns Gossendreck an wir wohnen in der Kellerstube")
wat hest dū d'r föör 'n dingeräis in hand wor dū mit snidjest?was hast du da für ein Gerät in der Hand mit dem du schnitzt?
wat hest dū in d' kroepwas hast du auf dem Herzen?
wat hest dū läiver 'n krūp döör d' hêğ of 'n stóó in d' weğwas hast du lieber eine Henne oder einen Dreckhaufen (Rdw.)
wat in 't arkīf upbārgenetwas im Archiv aufbewahren
wat in 't līf hebbengegessen haben, etwas im Leib haben
wat in acht hebbenetwas achten
wat in acht nēmenauf etwas achten
wat in apkoppel settenetwas in eine Messengergruppe schreiben
wat in arrest nēmenetwas konfiszieren
wat in d' büües stoppenetwas in die Tasche stecken
wat in d' ferkērt hals krīgenetwas falsch verstehen (Spr.: "etwas in den falschen Hals bekommen")
wat in d' góóten krīgenetwas begreifen, etwas verstehen, etwas gewahr werden (Rdw.: "etwas in die Löcher bekommen")
wat in d' góóten krīgenetwas mitbekommen, von etwas erfahren (Rdw.: "etwas in die Löcher kriegen")
wat in d' hand wēsenProfit beim Wiederverkauf einbringen (Spr.: "etwas in der Hand sein")
wat in d' hasses krīgenwas in den Kopf bekommen, sich etwas in den Kopf setzen, etwas zielstrebig verfolgen (Rdw.: "etwas in den Schädel bekommen")
wat in d' kibbel smītenetwas heftig bestreiten
wat in d' koert hebbenSozialversicherungsbeiträge bezahlt haben (Rdw.: "was in der Karte haben")
wat in d' korten hebbenfür die Rente vorgesorgt haben (Rdw.: "etwas in den Karten haben")
wat in d' mâu hebbenKraft haben (Rdw.: "etwas im Ärmel haben")
wat in d' móóek hebbenetwas in Arbeit haben
wat in d' móóek hebbengerade mit einer Sache beschäftigt sein
wat in d' māuen hebbenkräftig sein, Muskeln vorweisen können, Mumm haben (Rdw.: "etwas in dern Ärmeln haben")
wat in d' pikpân nēmenetwas unter die Lupe nehmen (Rdw.: "etwas in die Pechpfanne nehmen")
wat in d' snüf krīgenden Braten riechen (Rdw.: "etwas in die Nase bekommen")
wat in d' tiel hebbenetwas bewältigen können, etwas bewerkstelligen können (Rdw.: "etwas im Hebevorgang haben")
wat in sğüld hebbenan etwas schuldig sein
wat in äin swóój döör daunetwas in einem Schwung erledingen
wat is dat föör 'n bīslummernis in dat hūswas für ein Trübsal in jenem Haus
wat me in dûn maud dājt maut me in nöchtern maud ūtsurennüchtern muss man dafür büßen was man betrunken verbrochen hat (Spr.)
wat rūğ in d' klæær sittennicht passende Kleidung tragen (Rdw.: "etwas grob in der Kleidung sitzen")
wat wur mī kel as ik mit däi dôd allenerğ in d' kóómer satwie wurde mir unheimlich als ich mit dem Toten allein im Zimmer saß
wel het mī d'r 'n döyk in d' appel drükt?wer hat mir dort eine Delle in den Apfel gedrückt
wel in 't lauğ bōren hār hār twei sğóópwaiden an d' dīk un mus d'r föör twei kēr in 't joer andrēven täik weğmóókenwer im Dorf geboren war hatte das Recht zwei Schafe am Deich zu weiden und musste dafür zweimal im Jahr angetriebenes Treibgut entfernen
wel in 't slēptāu nēmenjemanden mitziehen
wel in acht hebbenjemanden achten
wel in acht slóónjemanden ächten
wel in acht un ban daunjemanden in Acht und Bann tun, jemanden verdammen, jemanden für vogelfrei erklären
wel in arrest nēmenjemanden in Gewahrsam nehmen
wel in arrestóósje daunjemanden in Arrest nehmen
wel in d' knīp hebbenjemanden in den Schwitzkasten nehmen jemanden unter Druck setzen
wel in d' moers sğüppenjemanden in den Hintern treten
wel in d' móóek hebbenjemanden bearbeiten
wel in d' rēken hebbenjemanden bedenken
wel in d' tucht nēmenjemanden strenger beaufsichtigen
wel in fööer wēsenjemandem voraus sein, jemandem gegenüber im Vorteil sein, jemanden übertreffen, einen Entwicklungsvorsprung haben
wel in mâj grō'bōnen wil ēten dürt mērt näit fergētenwer im Mai Saubohnen will essen darf den März nicht vergessen (Spr.)
wel in wat mit inrītenjemanden in etwas mit hineinziehen, jemanden ungewollt beteiligen (Rdw.)
wel kumt in mīn hūskewer kommt zwischen meinen Beinen durch (Kinderspiel)
wel niks in 't rēken hebbenjemanden nicht beachten, jemanden nicht berücksichtigen (Rdw.: "jemanden nicht in der Rechnung haben")
wel niks in d' siffer hebbenjemanden nicht achten, jemanden missachten (Rdw.: "jemanden nicht in der Ziffer haben")
wel sīn rīker wat gift un sīn wīser wat lērt is in sīn sotterğkaid ferkērtwer dem der reicher ist als er etwas gibt dem der weiser ist als er etwas lernt ist in seiner Dummheit verkehrt (Spr.)
wel wat in d' rēken hebbenjemandem etwas zutrauen
wen däi süen rist in 't west köönent lâj lüü bestwenn die Sonne im Westen aufgeht arbeiten faule Menschen am besten (Spr.)
wildsang in d' kop hebbenUnfug im Kopf haben
wor góóten un busten in 't holt bünt dor wil 't wóóter licht inarnen un dan is 't holt bol fergóónwo Löcher und Risse im Holz sind da wird das Wasser leicht eindringen und dann ist das Holz bald vergangen
wor inworin
wor wēr grund in krīgenetwas in den Originalzustand wiederherstellen (Spr.: "wo wieder Boden hineinbekommen")
wuddels wordent in d' fēberwoi sājtMöhren werden im Februar gesät
wulf in d' stērtmed.: Wolf, Intertrigo, Hautwolf, durch Reibung hervorgerufenes Wundsein der Haut
wârm wêr in d' jannerwoi brengt däi buer 'n móóger joerwarmes Wetter im Januar bringt dem Bauern ein mageres Jahr (Spr.)
wäit dī in tōm tau hollen!halte dich im Zaum!
wäiten wor däi hârk in d' stēl stājtwissen wie der Hase läuft (Spr.: "wissen wie die Harke im Stiel steht" )
wóóter in 't ôğmed.: grüner Star, Glaukom
wēr in bēterder hand wēsenin Genesung sein, in Besserung begriffen sein (Rdw.: "wieder in besserer Hand sein")
wī arntent in d' āustwir ernten im August
wī bóókernt us in 't wóóterwir wärmen uns im Wasser
wī bóókernt us in d' süenwir wärmen uns in der Sonne
wī gungent in hūs um dat 't tau kold was up būtenwir gingen ins Haus weil es draußen kalt war
wī hebbent däi dôd in d' kârk upbortwir haben den Toten in der Kirche aufgebahrt
wī hebbent däi dôd in hūswir haben den Verstorbenen zuhause
wī hebbent færtain dóóeğ in Läiwerd westwir sind vierzehn Tage in Leeuwarden gewesen
wī hebbent fööl tīd in d' mäiden taubrochtwir haben viel Zeit in den Wiesen verbracht
wī hebbent hum in d' ban dóónwir haben ihn verbannt
wī köönent âl däi minsken näit in us lütje hūs bārgenwir können all diese Leute nicht in unserem Haus unterbringen
wī mauten dat dräepen näit in läengt lūkenwir müssen das Treffen nicht in die Länge ziehen
wī mautent däi blöymen in 't dan ferempelnwir müssen die Blumen in diesem Beet ausdünnen
wī möytent tēgen fīf üer in d' wērtskupwir treffen uns um fünf Uhr in der Gaststätte
wī stóónt in d' sğârwir stehen in Schatten
wī wassent annerlessens in dat näej kōphūs tau anbēt hollenwir waren letztens in dem neuen Kaufhaus zum Frühstücken
wī willent dat baudel in ōwerwēgen nēmenwir wollen die Angelegenheit in Erwägung ziehen
wī willent mit knikkers in 'n dobke spöölenwir wollen mit Murmeln in die kleine Grube spielen
wīn in 't glas jüchelnWein im Glas schwenken
wō sğitterğer hum 't gājt wō mēr bild't häi sük inumso schlechter es ihm geht umso mehr bildet er sich ein
Înm. Vn.: Ihno, Ihne
âj in d' pânRührei
âl in pūnenalles in Ordnung, alles geregelt
âl in âlalles in allem
äien fan d' wal in d' slōd helpenjemandem keinen Gefallen tun (Rdw.: "jemandem vom Ufer in den Graben helfen")
äien in acht nēmenauf jemanden achten, sich um jemanden sorgen
äien in d' müts hebbenbetrunken sein (Rdw.: "einen in der Haube haben")
äin dağ in d' wêk maut me föör sğelms un däiven mitārbaidendie Steuer leeren dem kleinen Mann die Taschen (Spr.: "einen Tag in der Woche muss man für Schelme und Diebe mitarbeiten")
äin dağ in d' wêk maut me föör sğelms un däiven ārbaidendie Steuern zerfressen des Vermögend es kleinen Mannes (Spr.: "einen Tag in der Woche muss man für Schelme und Diebe arbeiten")
äin kēr in 't joer kumt däi kuntrulöör fan 't baukhollen däi bauken nóókīkeneinmal im Jahr kommt der Wirtschaftsprüfer um die Bücher zu kontrolieren
în (däi)Granne der Kornähre
óónten un gausen pūtjern in d' doebEnten und Gänse planschen im Tümpel
óóvendrōd brengt wóóter in d' slōdAbendrot bringt Wasser in den Graben, Abendrot weist auf bevorstehenden Regen
ûl! wat dājst dū mit mīn spîs in dīn mûl? - kât dū maust wäiten óógünt brōd word't d'r 't mäiest ēten!Eule! was machst du mit meiner Speise im Maul? - Katze du musst wissen ungegönntes Brot wird am meisten gegessen! (Spr.)
ārbaidslōn in rēken brengenArbeit entlohnen
ārğ in hebbenFurcht haben; Erkenntnis haben, Kenntnis haben
ēven fööer 't sğuer in hūs kōmengerade vor dem Schauer Zuhause ankommen; fig.: jemanden aus der Patsche helfen
ğīn bīnül in d' fingerskein Gefühl in den Fingern
ğīn bīnül in d' fingers hebbenkein Gefühl in den Fingern haben
ğīn dājtje in d' büüespleite (Rdw.: "keinen Deut in der Hosentasche")
ğīn göert in d' bräigen hebbenkeinen Gehirnschmalz haben, dumm sein (Rdw.: "keine Grütze im Gehirn haben")
ğīn hund d'r in wēsensich nicht lumpen lassen (Spr.: "kein Hund darin sein")
ğīn lūs in d' rōk hebbengar nichts haben (Spr.: "keine Laus im Räucherofen haben")
ğīn strunt in us grund!keinen Scheiß in unseren Boden!
ğīn stöön in d' rüeğ hebbenkeine Stützkraft im Rücken haben
Ōstfräisland is as 'n pankâuk in 't middent dikst un bī d' rand fetstOstfriesland ist wie ein Pfannkuchen in der Mitte am dicksten und am Rand am fettesten (Spr.)
ō wērld wat grabbelst dū in 't düsteroh Welt was tappst du im Dunkeln (Spr.)
ōst - west - in hūs bestOsten - Westen - Zuhause am Besten (Spr.)
ōst west in hūs bestOst West Zuhause am besten (Spr.)