OstfriesischDeutsch
"hāj wat sträj un wóóter sad" sē däi buer dō prōt häi up sīn Letīnweller.: "Heu etwas Stroh und Wasser satt" sagte der Bauer da sprach er Latein, jeder hat seine Fachsprache
'n bâl hājein Heuballen
'n dûn kērl sal 'n ōk mit 'n fauer hāj ūtwīkeneinem betrunkenen Mann sollte man auch mit einem Fuder Heu ausweichen (Spr.)
'n for hājeine Fuhre Heu
'n for hāj in d' gulf setteneine Fuhre Heu im Gulf einlagern
'n opper hājein Heuhaufen in der Wiese zum Trocknen von Heu
'n wóógen ful hājein Wagen voller Heu
Hâjm. Vn.: Haje, Hajo, Haye, Hayo, Heye, Heyo
Hâj dat was 'n fieks fent. Däi kwam aljorkes bī us nóó d' dææren kīken.Hajo war ein tüchtiger Junge. Der kam alljährlich zu uns und schaute nach den Tieren.
bālen hājBallenheu
būten hāj kwamment ōk klóówerhāj un ārften up roitersaußer Heu kamen auch Kleeheu und Erben auf Reuter
d'r kumt ğīn mūs unner 'n fauer hāj t'dôdkeine Maus kommt unter einem Fuder Heu zu Tode (Spr.)
d'r liğt 'n häiel doet hājda liegt ein ganzes Büschel Heu
d'r stājt 'n büelt hājda steht ein Heuhaufen
d'r stājt 'n büelt hāj rājn föör waldda steht ein gewaltiger Heuhaufen
dat hāj fangt an 't brājendas Heu fängt an zu gären
dat hāj is in d' brājdas Heu befindet sich in der Gährung
dat hāj kumt in d' stēkdas Heu entzündet sich
dat hāj liğt no in swóóden man wī móókent dat mörn in wirsendas Heu liegt noch in Mahdswaden aber wir machen es morgen in Rechenschwaden
dat hāj rukt sō brājskdas Heu riecht so faulig
däi buer säeğt "ferdārvt mīn hāj dan wāst mīn kōl"weller.: der Bauer sagt "verderbt mein Heu dann wächst mein Kohl"
däi for hāj maut tau 't hājlûk up d' hieldie Fuhre Heu muss durch die Heuklappe auf den Heuboden
däi het hāj um d' fautener ist wohlhabend (Rdw.: "er hat Heu um die Füße")
dū kāst dat hāj wat d'r liğt d'r no man bīslóón dat dat häiel baudel bīnanner bliftdu kannst das Heu das dort liegt noch hinzutun damit die ganze Sache beieinander bleibt
gräiksk hājbotan.: Bockshornklee (Trigonella foenum-graecum)
hâj (däi)
[=> haifisk]
zool.: Hai (Selachii spec.)
hâj (däi)Mirage, Luftspiegelung, Fata Morgana
häi het fanjoer fööl hāj arnt'ter hat dieses Jahr viel Heu geerntet
häi het geld as hājer ist wohlhabend (Rdw.: "er hat Geld wie Heu")
häi het sük in 't hāj bīnüsselter hat sich im Heu eingekuschelt
häi het sük in 't hāj bīwöylter hat sich in das Heu hineingewühlt
häi is d'r tau kōmen as Hâj bī d' düsseler ist dazu gekommen wie Heye zu Dechsel (Spr.)
hóól hāj ūt dat hājlûkhol Heu aus der Heuklappe
hāj (dat)
[dialektal: hōj (Harlingerland, Jeverland)]
Heu
hāj fan oel gröynland drēğt bēter as hāj fan nei liegen lóóten landHeu von altem Grünland ist ergiebiger als Heu von neu liegen gelassenem Land
hāj föörenHeu einfahren
hāj góóderbinnenHeu zusammenbinden
hāj in 't gulf fläjenHeu in den Gulf packen
hāj in d' gulf fläjenHeu in den Gulf einlagern
hāj in d' hokkenHeu zum Trocknen auf Reuter (Heureiter) geschichtet
hāj in oppers täimenHeu in Haufen schieben
hāj in wirsen hārkenHeu in Schwaden harken
hāj um d' fauten hebbenbetrunken sein (wie jemand der von der Heuernte kommt auf der früher viel getrunken wurde)
hāj up d' wóógen upstēkenHeu in den Wagen laden
hāj upförkenHeu aufladen
hāj winnenHeu ernten
ik mäinde 'n fos was 'n hóóes man as ik taukēk was 't 'n fauer hājich dachte ein Fuchs wäre ein Hase aber als ich hinsah war es ein Fuder Heu
in 't hājim Heu
in 't hāj wēsenbei der Heuarbeit sein
smīt dat hāj up d' örthôpwerf das Heu auf den Abfallhaufen
was 't näit up 't hāj dan was 't up d' kōlUnglück lässt sich nicht vermeiden (Spr.: "wäre es nicht auf dem Heu dann wäre es auf dem Kohl")
wī arnt'dent fanjoer no gres no hāj no anner fauer nóó bīhöörwir ernteten dieses Jahr weder Grad noch Heu noch anderes Futter wie es sich gehört
wō fóóker dū dat hāj sğüdderst wō bēter word't datumso mehr du das Heu wendest umso besser wird es