OstfriesischDeutsch
'n dôdein Toter
'n sğīlerğ dōdein schneller und unerwarteter Tot
Dôdm. Vn.: Dode, Dodo
Jantjemöy höör krāj is dōd - häi is fan däi tâk klebattert - liğt up d' rüeğ un rööğt ğīn pôt - Jantjemöy höör krāj is dōdTante Jantjes Krähe ist tot - er ist vom Zweig gefallen - liegt auf dem Rücken und rührt keine Kralle - Tante Jantjes Krähe ist tot (Kinderreim)
Rechtsupweğ un lüchts in d' slōd nüms slóó sīn kinner dōd wäist näit wat d'r ūt worden kan amäen ōk 'n grôt manRechtsupweg und links im Graben niemand schlage seine Kinder tot weißt nicht was draus werden kann vielleicht auch ein großer Mann (Spr.)
as däi dōd fan Īpern lóótenkränklich und mager aussehen (Spr.: "aussehen wie der Tod aus Ypern" gemeint ist der Käse aus Ypern der blass aussieht)
dat däi dôd näit sğīlerğ fergēten word'tdamit der Tote nicht so schnell vergessen wird
dat häi up däi läest joren sō fööl óólük hat het dat het um ennelk däi dōd andóóndas er in den letzten Jahren so viel Unglück gehabt hat das hat ihm schließlich den Tod angetan
dat êrst lid däi dōd dat twäied lid däi nōd dat dârd lid dat brōdder ersten Generation der Tod, der zweiten Generation die Not, der dritten Generation das Brot (Spruch der Moorkolonisten)
däi adder säeğt ik bīt in d' nōd un wat ik bīt je dat gājt dōddie Kreuzotter spricht ich beiße in der Not und was ich beiße das wird tot (Spr.)
däi buer süükelt wal man häi gājt näit dōder kann den wirtschaftlichen Schaden verkraften (Spr.: "der Bauer kränkelt wohl mal aber stirbt nicht")
däi dōd fan sīn grôt söyn dē hum 't sō an dat häi bol d'r up stüürvder Tod seines großen Sohnes ergriff ihn so sehr das er bald darauf starb
däi sóók het 'n sachten dōddie Sache verläuft ganz ruhig (Spr.: "die Sache hat einen leisen Tod")
däi wil näit stükken of dōdder will keinen Schaden erleiden außer dereinst den Tod, die will keinen Schaden erleiden außer dereinst den Tod, der ist kerngesund, die ist kerngesund
dôd (däi)Toter
dôd fersūpentrad.: Toten versaufen, Umtrunk auf einen Verstorbenen am Tag nach der Beerdigung
dôd tîNippflut, Nipptide
dōdtod
dōd (däi)Tod
dōd blīvensterben
dōd góónsterben
dōd klöömenerfrieren
dōd mautensterben müssen
dōd slóóntot schlagen, erschlagen
dōd sğäitenerschießen
fan âl kant draiğt däi dōdvon allen Seiten droht der Tod
häi blēv dōder starb
häi is d'r up ferstīvt as däi hund up däi dôd kauer ist wie verrückt davon bessen (Spr. "er ist darauf versteift wie der Hund auf die tote Kuh")
häi is dōn an d' dōder ist dem Tod ganz nah
häi löpt sük dōd as däi óól in 't sander läuft sich tot wie der Aal im Sand (Spr.)
häi löpt sük dōd as däi óól in 't solter läuft sich tot wie der Aal im Salz (Spr.)
häi löpt sük dōd as däi óól in d' āskeer läuft sich tot wie der Aal in der Asche (Spr.)
krōnó-dôd (däi)Corona-Toter
läiver dōd as slôvlieber tot als Sklave
līk un dōddie Forderungen sind getilgt
rif grēp häi 't roer un sğōt däi bōntje dōdrasch griff er nach dem Gewehr und erschoss den Bösewicht
sük dōd spattelnsich tot strampeln
sīt mīn frâu dōd is is mī däi orerğkaid fan däi häiel baudel ofseit meine Frau tot ist habe ich den Gefallen an der ganzen Angelegenheit verloren
up 't stārven nóó dōdsterbenskrank; noch lange nicht tot (ironisch)
wat kan mī geld bóóten wen 'k dōd bün?was nützt mir Geld wenn ich tot bin?
wat wur mī kel as ik mit däi dôd allenerğ in d' kóómer satwie wurde mir unheimlich als ich mit dem Toten allein im Zimmer saß
wī bünt läiver dōd as slôvwir sind lieber tot als Sklave (ostfriesischer Wahlspruch)
äinmans lēvend tweimans dōdRiepster Jolle in der nur eine Person sicher Platz hat
ō grôt nōd God sülst is dōdoh große Not Gott selbst ist tot (Spruch zum Ostersamstag)