OstfriesischDeutsch
'n diek buerein reicher Bauer
't junggaud is dārten sē däi buer dō hulp häi sīn bäisten bī d' stērt updas Jungvieh ist mutwillig sagte der Bauer da half er seinen Rindern am Schwanz hoch
Buergeogr.: Ten Boer
Hollen maut no fan hō'fort unnergóón sē däi póóp as d'r al wēr 'n buer mit näej holsken in d' kârk kwamHollen muss vor Hochmut noch untergehen sagte der Pfaffe als schon wieder ein Bauer mit neuen Holzschuhen in die Kirche kam (Spr.)
Jân wul sīn buer ferbrüüden un et't näitJan will es sich mit dem Bauern verscherzen und isst nicht (Spr.: von Leuten die auf dem Besuch Speisen ablehnen)
buer (däi)Bauer, Landwirt; Bube (Kartenspiel)
büer (dat)Bezug, Überzug
bī gebrek fan hauner fret't däi buer grîs krājenbei Mangel ist man nicht wählerisch (Spr.: "bei Mangel an Hühnern frisst der Bauer graue Krähen")
d' BuerNn.: de Buur, de Boer, de Buhr
d'r het däi óól inzjenjöör west sē däi buer dō hār sīn knecht 'n kruem füerğ móókt"da ist der Aal Ingenieur gewesen" sagte der Bauer da hatte sein Knecht eine krumme Furche gezogen (Spr.)
dansen däi müegen in d' januwoi word' däi buer 'n bēdelertanzen die Mücken im Januar wird der Bauer ein Bettler (Spr.)
dat sal hum wal fergóón as däi buer dat óóderlóótendas soll ihm schon vergehen wie dem Bauern das Aderlassen (Spr.)
däi buer maut sīn botter lōvenman muss den eigenen Wert seiner Arbeit wissen (Spr.: "der Bauer muss den Preis seiner Butter kennen")
däi buer süükelt wal man häi gājt näit dōder kann den wirtschaftlichen Schaden verkraften (Spr.: "der Bauer kränkelt wohl mal aber stirbt nicht")
däi buer sīn jungse bünt an 't döskerndie Knechte des Bauern dreschen gerade
däi bīstēder het hum bī d' buer bīstēd'tder Arbeitsvermittler hat ihm Arbeit beim Bauern vermittelt
däi duemst buer het däi diekst tuffelsder dümmste Bauer hat die dicksten Kartoffeln
elk sīn mööeğ sē däi buer ik lüst fīgenJedem das Seine aber ich bin besonders (Spr.: "jedem was er mag sagte der Bauer ich mag Feigen")
ferlóót dī näit up 't hachtje! dat was walēr setrecht in d' Nörder Mārsken dat 't bī d' buer 's söndóóğs mēlpüüt gaf un tuffels un fläisk achternóó un dat nóóēten wur dat hachtje nöymtverlass dich nicht auf die Fleischspeise! das war früher in den Norder Marschen Gewohnheitsrecht das es beim Bauern sontags Mehlkloß gab und Kartoffeln und Fleisch danach und jenes Nachessen wurde Hachtje genannt
häi blift fērer hen buerer bleibt weiterhin Bauer
häi is bakker un tēvens buerer ist Bäcker und gleichzeitig Bauer
ik turt mīn buer un frēt näitich verschmähe das Essen um meinen Dienstherren zu ärgern
säi wil sük bī d' buer bīstēdensie will sich beim Bauer anstellen lassen
wat däi buer näit kent dat fret h' ōk näiter mag nichts Neues, er mag nichts Unbekanntes (was der Bauer nicht kennt, das frisst er auch nicht)
wârm wêr in d' januwoi brengt däi buer 'n móóger joerwarmes Wetter im Januar bringt dem Bauern ein mageres Jahr (Spr.)
wērskup góón fóóerder stóón kinddööep gēven het mennerğ buer fan d' plóóets ofdrēvenHochzeit gehen Pate stehen Kindstaufe geben hat manch einen Bauern vom Hof getrieben (Spr.)
ārvsēten buerErbgesessener, erbgesessener Hausmann, erbgesessener Bauer, Bauer mit über mehrere Erbgänge geerbtem Grundbesitz