OstfriesischDeutsch
"dat het ğīn sworerğkaid" sē däi bakker "dō hār häi 't brōd tau licht"das hat keine Schwere sagte der Bäcker "da hatte er das Brot zu leicht"
"säi is mī do tau krum" sē däi fos dō hung däi wust in d' hóónbâlk"sie ist mir doch zu krumm" sagte der Fuchs da hing die Wurst am Hahnenbalken
'k wäit allerdēğs näit mēr wat 'k d'r tau säegen salich weil ganz und gar nicht mehr was ich dazu sagen soll
'n 't króóm is fööl tau kōpmit dem Wochenbett ist viel Aufwand verbunden
'n bītje tau lóót is fööl tau lóótPünktlichkeit ist das Wichtigste (Rdw.: "ein bisschen zu spät ist viel zu spät")
'n dōden un 'n brūd däi mautent tau 't hūs hēr ūtein Toter und eine Braut müssen zum Haus heraus (Spr.)
'n gemis is näit licht tau ferknūsenein Verlust in nicht leicht zu bewältigen
'n tāu anslóónein Tau befestigen
'n âcht in 'n tāu setteneinen Achtknoten in ein Tau machen
't drōğ mī tauich ahnte es
't gājt äingóól taues geht in einem weiter
't het wat tau daundas hält sich nicht (Rdw.: "das hat was zu tun")
't höört d'r näit taudas gehört sich nicht, das schickt sich nicht
't hūs kwam hir tau stóón dō säi tau stārven kwamdas Haus war fertig gebaut als sie starb
't is do allerdēğs tau düldas ist doch völlig zu böse
't is hum tau mines ist ihm zu wenig; fig. er hält es seiner unwürdig
't is man um däi wîs tau bīgóónes ist nur der Form wegen
't is mī nor taudas rührt mich sehr
't is mī nor taumir geht es schlecht, ich bin betrübt, ich bin traurig
't is späj tau lōpenes ist gefährlich zu laufen (z.B. Glätte)
't is tau lóótes ist zu spät
't kumt wal tau pās dat däi hund sīn stērt fan daun hetdas kommt gelegen das er sich da gerade mit beschäftigt (Spr.: "das kommt grade recht das der Hund mit seinem Schwanz zu tun hat")
't let't häil kitterğ um 't hūs taues schaut sehr gepflegt aus um das Haus herum
't let't mī wat taues spricht mich an, es erscheint mir ansprechend
't röt't âl taues rottet alles vor sich hin
't rēgent al man taues regnet ununterbrochen weiter
't sal mī do nē daun sē dat fôn tau wat föör 'n gat 't ūtlöpt dō piesde säi in d' täiemses ist mir egal sagte das Mädche aus welchem Loch es herausläuft da urinierte sie in das Milchsieb (Spr.)
't siecht kumt näit tau d' plōjendas bringt ihn nicht aus der Fassung (Spr.: "das Gesicht wirft keine Falten")
't stājt mī näit tau daundas gehört sich nicht
't tüüğt mī tauich ahne es
't tāu is mī ūt d' hand sliptdas Tau ist mir aus der Hand gerutscht
't was hum 'n orerğkaid taues war ihm ein Vergnügen, es war ihm eine Freude
't was mī no häil näj taudas war mir völlig neu
't was sō ful as d'r taues war so voll wie nur möglich
't word't allerdēğs mī tau stures wird sogar mir zu schwer
't wur hum häil nor taudas rührte ihn sehr
-tau-zu (Nachsilbe)
As wī insent up d' râjs nóó Gröynland wassent dō krēgent wī insent sō 'n hēverğ stöörm dat d'r äien fan däi ossen däi bōven in d' māstkörf lēpent tau fennen - dat wī altīd altīd fārsk fläisk hāren fanwēgens däi sğērbuk - nóó unner un döör däi sğöstäin in d' soppot ful. As nū däi kōksmóót hum d'r wēr ūtfiskern wul dō was däi häiel oes ferdwēnen un nārnds in d' pot tau bīfiskern. Man as nū 's nóómiddóóğs nóó 't sğaffen däi soppot lös was un däi kōksmóót wat nauer tau sağ dō sat - däi düüwel hóól mī - däi diek oes unner d' näid fan d' pot fast wor häi bī dat röören fan däi soep unner róókt hār.Als wir einmal auf Reisen nach Grönland waren da bekamen wir einmal einen so heftigen Sturm das einer der Ochsen die im Mastkorb weideten - damit wir immer frisches Fleich hatten wegen der Skorbut - nach unten durch den Schornstein in den Suppentopf. Als nun der Hilfskoch ihn wieder herausfischen wollte da war der ganze Ochse verschwunden und nirgends im Topf zu erfischen. Aber als nun nachmittags nach dem Essen der Suppentopf leer war und der Schiffskoch etwas genauer hinsah da saß - der Teufel hol mich - der dicke oches unter der Niete des Topfes fest wo er beim Rühren der Suppe hinuntergelangt war.
Emders! Lóót't jau flāgen wājen näit tau hōğ un näit tau bräid! Dan me wäit 't dat je dat s' prājent altīd ōwer lük un läid!Emder! Lasst eure Flaggen wehen nicht zu hoch und nicht zu breit! Denn man weiß ja das sie rufen immer von Glück und Leid!
Gräitje wul melken al unner d' kau: "häiden!" sē Gräitje däi tiet sit't tauGretchen wollte melken unter der Kuh: "ohha!" sagte Gretchen die Zitze ist zu
Hauk un Bauk un Bêk dat is 'n kwóóed strēk - däi niks het un kan niks krīgen maut tau Hauk un Bauk un Bêk ūtblīvenKönigshoek und Boekzetelerfehn und Jheringsfehn ist eine böse Region - wer nichts hat und nicht kriegen kann muss aus Königshoek und Boekzetelerfehn und Jheringsfehn herausbleiben
Häi let't niks anbrānen! D'r kāst dū dī tau ferlóóten!Er lässt nichts anbrennen! Da kannst du dich drauf verlassen!
Ik wil mīn sömmerbóóntje bol wēr anlūken. Mīn winterbóóntje word't mī läiverlóó tau wārm.Ich will mein Sommervorhemd bald wieder anziehen. Mein Wintervorhemd wird mir langsam zu warm.
Irsker pikkelpoggen stēlent däi Feldmers däi sömmerroeğ stēlent däi Woldmers däi fäet kau un drīvent s' nóó Iren tauIhrener Pickelgesichter stehlen den Großwolderfeldern den Sommerroggen stehlen den Großwoldern die fette Kuh und treiben sie nach Ihren hin (Spr.)
Jī höyvent näit tau töyvenSie brauchen nicht zu warten
Kan ik Jau wal tau wōrd kōmen?Kann ich Sie wohl sprechen?
Küükerlüüküü! Däi rôd hóón lōk sīn goel spōren an. Wō wīd wult dū dan rīden? Fan hir nóó Lammerdīden. Dō häi tau d' Lammerdīden kwam dō sat däi kau bī 't füer un spun dat kalf lağ in däi wêğ un sung däi hund däi kemde d' botter däi kât wusker d' sğöddels däi fleddermūs däi feğ dat hūs däi swóólfkes drōgent d' drek d'r ūt mit höör goel jūken bünt dat näit diek löögens? Dor achter d' grôt sğürdööer dor sattent drei hóónrūnen fööer dor bakdent s' dor brōdent s' dat bæær wul höör fersuren dor rēpent s' däi buren däi buren wurdent drunken dō dansdent säi up klumpen däi klumpen gungent stükken dō dansdent säi up krükken däi krükken gungent of dor dansdent säi up 't hof dat hof dat was sō glad dor lağğent âl buren plat Kikeriki! Der rote Hahn zog seine goldenen Spornen an. Wie weit willst du reiten? Von hier zur Lombardei. Als er in die Lombardei kam da saß die Kuh am Feuer und sponn das Kalb lag in der wiege und sang der Hund kämmte die Butter die Katze wusch die Schüsseln die Fledermaus fegte das Haus die Schwalben trugen den Dreck hinaus mit ihren goldenen Flügeln sind das dicke Lügen? Da hinter der großen Scheunentür da saßen drei Kapaunen vor da buken sie da brieten sie das Bier wollte ihnen versauern da riefen sie die Bauern die Bauern wurden trunken da tanzden die in Holzschuhen die Holzschuhe gingen entzwei da tanzden sie auf Krücken die Krücken gingen kaputt da tanzden sie auf dem Hof der Hof der war so glatt da lagen alle Bauern platt (Kinderlied)
Sal ik dat daun? Hóóe man tau!Soll ich das tun? Ja nur zu!
Sünnerklóós dū gâud blaud breng mī 'n bītje sukkergaud näit tau fööl un näit tau min smīt dat man tau d' sğöstäin in mit 'n endje band d'r an dat ik 't ōk bīrekken kan Sankt Nikolaus du guter Mensch bring mir etwsa Zuckergut nicht zu viel auch nicht zu wenig wirf 's mir nur zum Schornstein hinein mit einem Stückchen Band daran damit ich es auch erreichen kann (Kindespruch zum Nikolausfest)
achter ... tauhinter ... her
achter tau góónhinterher gehen, sich um etwas kümmern, einer Sache nachgehen
achter tau wēsenhinterher sein, hinter einer Sache her sein
achter wel tau stērtjenjemandem hinterher dackeln
al d'r up sitten tau wachtenewig lange darauf sitzen und warten
al tauimmerzu; viel zu, immer zu, mehr als
al tau dülviel zu wütend, viel zu böse
almansfrüen bünt näit tau trauenJedermannsfreunden ist nicht zu trauen (Spr.)
an dat baudel is niks mēr tau bīdäjen un tau helpenan der Angelegenheit ist nichts mehr zu bessern oder zu helfen
an däi slüngel is niks mēr tau bīdäjen häi is al tau fēr ferkōmenan dem Schlingel ist nichts mehr zu bessern er ist schon zu sehr verkommen
as d'r tauwie nur möglich
as häi d'r man ērst ārğ ūt krēğ dat säi hum tau līf wullentals er das nur erst erfuhr das sie ihm an die Wäsche wollten
as sīn fóóer hum tau sük rēp dō hār häi d'r stünds ārğ ūt dat häi föör d' bóólje musals sein Vater ihn zu sich rief da hatte er sofort die Erkenntniss das er vor Gericht musste
bōmen tau d' grund ūt lūkenBäume aus der Erde reißen
d'r achter tauhinterher
d'r achter tau sittensich bemühen, nachgehen, etwas verfolgen
d'r achter tau wēsensich bemühen, nachgehen, etwas verfolgen
d'r gaud tau frē wēsensehr zufrieden sein
d'r heb ik häil ğīn bīlūken tauda habe ich gar keine Beziehung zu
d'r höörde sō fööl tau dat ik hum dat in d' bīdüd krēğes war viel Arbeit ihm das begreiflich zu machen
d'r is ğīn mâu an tau stellen tau smīten tau slóón tau spellenda ist nicht mit anzufangen (Spr.: "da ist kein Ärmel dran zu stellen zu werfen zu schlagen zu stecken")
d'r is ğīn ētelwoer mēr tau hebbenes sind keine Lebensmittel mehr zu bekommen
d'r sal fööl tau höörendas ist nicht einfach
d'r sit't al tau föör bīdārf ines ist schon zu sehr verfault
d'r sit't sō 'n diek óóerv up d' müer dat me d'r mit 'n sğrāber un bööner bī maut um däi stäinen wēr sğōn tau krīgenda sitzt so eine dicke Schmutzschicht auf der Mauer so das man dort mit einem Kratzer und einer Bürste ran muss um die Steine wieder sauber zu bekommen
d'r taudazu, dabei; herzu, hinzu
d'r tau daunbessern
dan kumt häi tau lóót, dan kumt häi tau fraumal kommt er zu spät, mal kommt er zu spät
dan man tau!Asrf.: "meinetwegen", "nun denn!"
dat dau ik dīn tau d' kārsttīddas schenke ich dir zu Weihnachten
dat dau ik tau bēterdas mache ich besser
dat däi wind tau böjerğ wasweil der Wind zu böig war
dat dājt däi dööer taudas ist ganz arg, das ist ganz schlimm (Spr.: "das macht die Tür zu")
dat fālt hum tau bööertdas fällt in seine Schicht
dat gājt dī net as däi oel wīven däi hebbent ok altīd wat mitnanner tau babbelnes geht dir genau wie den alten Weibern die haben auch immer etwas miteinander zu schwatzen
dat het häi d'r up taudas hat er obendrein, das hat er zusätzlich
dat het häi up d' kōp taudas hat er zu dem Kauf dazu
dat het jüüst sīn bīdārf west dat häi fan 't jueng of an fööls tau fööl wiel hat het un näit nauğ unner d' tucht hollen wurdas ist gerade sein Untergang gewesen das er von Kindesbeinen an viel zu viel seinen Willen erfüllt bekommen hat und nicht genug Erziehung genossen hat
dat hôğ wōrd maut d'r tau läest ūtdas Geständnis kommt zuletzt
dat hūs stārvt mī taudas Haus fällt mir durch den Tod eines andern als Erbschaft zu
dat hūs stārvt mī taudas Haus fällt mir fällt mir durch Erbschaft zu
dat is al tau mōjdas ist mehr als schön
dat is je bor tau säindas ist ja offen ersichtlich
dat is mī hir sō orerğ taues ist mir sonderbar zumute
dat is mī tau fööl ofstanddas ist mir zu viel Abstand
dat is mī tau sturdas ist mir zu schwierig
dat is mōj um Jāses tau singen man no mōjer um mit sīn dochterkes in d' fäen tau springenes ist schön wegen Jesus zu singen aber noch schöner wegen seinen Töchtern in die Weide zu springen (Spr.)
dat is ğīn almansbaudel bauken tau sğrīvenes ist nicht Jedermannssache Bücher zu schreiben
dat kan ik tau bēterdas kann ich besser
dat kind bramt däi häiel dağ an un is häi näit wēr tau bīdorendas Kind weint den ganzen Tag und ist gar nicht wieder zu beruhigen
dat kläid let't tau empelddas Kleid sieht zu einfach aus, das Kleid ist stillos
dat kwam mī tau bóótdas war mir nützlich
dat kwam tau 'n anwēsendas kam zur Ansprache
dat liğt tau fēr fan hirdas ist zu weit weg von hier
dat oel hūs sööl' w' wal slīten mauten dan sō fēr as ik 't unnersöcht heb lööv 'k näit dat d'r no wat an tau bīdäjen isdas alte Haus werden wir wohl abreißen müssen denn so weit ich es untersucht habe glaube ich nicht das dran noch etwas zu bessern ist
dat pāst sük gaud föör 'n trāut man sīn frâu up disser ord un wîs tau draigendas passt gut für einen verheirateten Mann seiner Frau auf diese Art und Weise zu drohen
dat stiğt mī tau kopdas steigt mir zu Kopf
dat sul me hum näit tau d' mâu ūt sğüddelnman sollte so etwas nicht von ihm erwarten
dat säeğt mī taudas gefällt mir, das sagt mir zu
dat sğip is tau achterlasterğdas Schiff ist zu hinterlastig
dat sğôn snūvdauk dat säi d'r tau in d' büües hārentdas saubere Taschentuch das sie dazu in der Hosentasche hatten
dat sğēlt tau fööldas reicht!, das geht zu weit!
dat sūpen is al tau dêğ bī hum inarnt un tau 'n dóógelk gewônt worden as dat häi d'r no wēr of tau brengen isdas Trinken is schon zu sehr bei ihm eingewurzelt und zu einer täglichen Gewöhnlichkeit geworden so das er dort nicht wieder abzubringen ist
dat tāu is anhóóltdas Tau ist angezogen
dat was mī sō andaunelk as 'k dat līden sağ dat ik d'r häil wunnerlīk fan tau maud wurdas ergriff mich so sehr als ich das Leiden sah dass mir da ganz sonderbar von zumute wurde
dat wicht het altīd wat tau hēkstern un tau sğellendas Mädchen hat immer etwas zu kritisieren oder zu schimpfen
dat wicht is sō gail dat 't däi manlüü bol tau 't hals in flüğtdas Mädchen ist so geil das es den Männer so um den Hals fällt
dat wus Hārm näit sō sekür tau fertellendas konnte Harm nicht so genau erklären
dat wäit ik tau bēter das weiß ich besser
dat wóóter löpt dor achter nóó d' lêğt taudas Wasser läuft dort hinten in die Niederung
dat wī in us wēswārk näit tau but wordendass wir in unserem Tun und Treiben nicht maßlos werden
deksel fan tau!Asrf.: "Teufel noch eins!"
deksel no tau!Teufel noch eins!
dor heb ik niks mit tau krīgendamit habe ich nichts zu schaffen (Rdw.)
dor het häi gaud wat tau klūvenda hat er was das ihm zu schaffen machen wird
dor het häi näit klisper nauğ taudazu ist er nicht schlau genug
dor kan häi näit mit taudas reicht nicht aus
dor mūs hest 'n hoel kûs dau mī 'n näej wēr däi mī näit kelt däi mī näit swelt däi mī näit sēr dājt däi mī näit wēr tau d' mund ūt gājtda Maus hast du einen Zahn geb mir einen neuen wieder der mich nicht schmerzt der mir nicht anschwillt der mir nicht weh tut der mir nicht wieder zum Mund hinaus fällt (beschwörender Kindespruch beim Milchzähnen)
dor taudazu, dabei (sehr bestimmend auf eine Sache oder einen Ort)
du hest 't näit nööderğ um dat tau daundu hast es nicht nötig das zu tun
däi God tau bóót het däi is föör altīd burgenwer Gott auf seiner Seite hat ist für immer geborgen
däi belhóómer wil altīd wat tau säegen hebbender Rädelsführer will immer das Sagen haben
däi d' sğóó het het 't sğellen d'r tauder den Schaden hat hat die Schimpfe dazu
däi däi móóer tau früen het gājt mit däi dochter flaitenwer die Mutter zur Freundin hat entwischt mit der Tochter (Spr.)
däi fan näit kumt tau äit is alman s' ferdräitwer von nichts zu etwas kommt ist jedermanns Verdruss (Spr.)
däi fenten hebbent d'r up höör äigen ban un bod tau góóndie Jungen sind dort aus freiem Willen hingegangen
däi ferkōper het us anblaft dō wī tau fööl klæær mit in d' klærhukje nōmen hārentder Verkäufer hat uns unfreundlich zurechtgewiesen als wir zu viele Kleider mit in die Umkleidekabine genommen hatten
däi frâu kan mēr mit d' sğûd tau 't hūs ūtdróógen as däi man mit däi hājwóógen tau d' sğürdööer in fortdie Frau kann mehr mit der Schürze zum Haus hinaus tragen als der Mann mit dem Heuwagen hinein fährt (Spr.)
däi fūlerğkaid het d'r sō in fast arnt dat säi d'r hóóst mit ğīn middels wēr ūt tau krīgen isdie Fäulnis ist dort so fest eingedrungen das sie dort mit fast keinen Mittel wieder zu entfernen ist
däi fūlerğkaid is al dēger in dat gaud inarnt dat 't hóóst häil mit ğīn middels wēr sğōn tau krīgen isder Schmutz ist schon stark in das Zeug eingefressen das es fast mit gar keinen Mitteln wieder sauber zu bekommen ist
däi het wat in d' melk tau kröymender hat Besitz, der ist nicht unvermögend
däi hūsswam arnde döör däi langhaid fan d' tīd sō in dat ik däi dēlen mit däi balken d'r ūt rīten lóóten mus um 't hūs d'r fan sğōn tau krīgender Hausschwamm drang durch die Länge der Zeit so ein das ich die Fußböden mit den Balken herausreißen musste um das Haus davon sauber zu halten
däi kinner góónt 't frēselk tau kērdie Kinder machen einen fürchterlichen Lärm
däi näit kumt tau rechter tīd däi is sīn sğofttīd kwītwer nicht kommt zur rechten Zeit der ist seine Mahlzeit los (Spr.)
däi oel müren stóónt no tau 't hērinnerndie alten Mauern stehen noch zur Erinnerung
däi plājden wil un 'n kau däi gift 't läiver tauwer um eine Kuh plädieren will der gibt lieber auf (Spr.)
däi prīs fālt mī tauder Preis erscheint mir günstig
däi roeğ stājt tau empeldder Roggen ist zu dünn gesät
däi sitten achternanner tausich sind hintereinander her
däi tau 'n ēsel bōren worden is kumt näit up 'n pērdman kann das Unerreichbare nicht erreichen (Spr.: "wer als Esel geboren wurde wird nicht zum Pferd")
däi tâp is tauder Zapfhahn ist zu
däi törf liğt tau smōkender Torf brennt langsam ab
däi weğ gājt d'r in 'n bôğ um tauder Weg geht dort in einem Bogen drumherum
däi óóerv sit't d'r al tau fast up un is d'r al tau fēr infrēten as dat d'r no helpen an is um d'r wēr grund in tau krīgendie Schmutzkruste sitzt zu fest und ist dort schon zu fest hineingefressen als das dort noch Abhilfe besteht es wiederherzustellen
döör d' bânk rēkent kan 'k näit säegen dat 'k däi kauje tau dür köft hebim Durchschnitt gerechnet kann ich nicht sagen ich hätte die Kühe zu teuer gekauft
dō God mī näit tau bóót kumt dan bün 'k 'n ferlōren minskwenn Gott mir nicht mehr hilft dann bin ich ein verlorener Mensch
dō däi törfgróóver nóó d' hollert slap word't is mit däi ingewanten näit mēr fööl tau daunwer nichts mehr mit sich anzufangen weiß dem ist nicht zu helfen (Spr.: "wenn der Torfgräber nach dem Feierabend lustlos wird ist mir den Eingeweiden nichts mehr zu machen")
dō dū dī sülst näit helpen kāst dan kāst dū mī 't man säegen dan wil ik dīn mit róód un dóód tau bóót kōmenwenn du dir selbst nicht helfen kannst dann brauchst du mir es nur sagen dann will ich dir mit Rat und Tat zur Hilfe kommen
dō dū näit nóó d' sğaul tau gājst hóólent dī d' sğendārms mit d' spīkerkoer ofwenn du nicht zur Schule gehst holen dich die Polizisten mit der Nagelkarre ab
dō dū näit nóó d' sğaul tau gājst kumt däi mester un hóólt dīn mit d' spīkerkoer ofwenn du nicht zur Schule gehst kommt der Lehrer und holt dich mit der Nagelkare ab
dū maust dī näit tau fööl anmóótendu darfst dir nicht zu viel anmaßen
dū maust mī näit tau löör stellendu musst mich nicht in Verlegenheit bringen
dū maust wat anrōjen anners kōment wī tau lóótdū musst dich beeilen sonst kommen wir zu spät
dū sast tau 'n hâlf mit mī arnten dō dū mīn land bīakkern un bīsājen wultdu wirst zu einer Hälft mit mir ernten wenn du mein Land beackern und besäen willst
fan d' ōrd tau 't äenvom Anfang bis zum Ende
fan stap tau stapvon Stufe zu Stufe
fan sük baldóóden as d'r in däi tīden fan d' kunflasen föörfullent hār me fan tau föören wal no nōjt hóóst näit höörtvon solchen Gräueltaten wie sie in den Zeiten der Conflanser Husaren vorfielen hatte man im vorhinein wohl noch fast nie gehört
fan tau!Asrf.: "noch eins" (Teil eines Ausrufes)
fan äen tau wäenvom Anfang bis zum Ende
fan ārğ tau kwóódvon Furcht zum Bösen
flāu tau maud wēsenunwohl sein, übel sein
frēt tau - sal dīn moers wal finneniss auf - es wird sowieso verdaut (Rdw.)
fööl kinner word't stur 'n oel tau unnerhollen man 'n oel unnerholt makelk fööl kinnerbei vielen Kindern wir es schwierig eine altes zu unterhalten aber ein altes unterhält leicht viele Kinder (Spr.)
fööls tauviel zu, um vieles zu, um ein Vielfaches
fööls tau föölviel zu viel
föör däi appels däi dit joer bītüün wassent gaf dat man oel wīven tau Sünnermārtenfür die Äpfel welche dieses Jahr knapp waren gab es Sirupkuchen zu Martini
föörērst is mīn gesğäidnis tau äenvorerst ist meine Geschichte zu Ende
gaud tau fort wēsengut gelaunt sein, gut drauf sein, sich wohlbefinden, guter Dinge sein; gute Laune haben
gaud tau frē wēsengut gelaunt sein, gut drauf sein, sich wohlbefinden, guter Dinge sein; gute Laune haben
gaud tau maud wēsengut gelaunt sein, gut drauf sein, sich wohlbefinden, guter Dinge sein; gute Laune haben
gaud tau maud wēsen gut gelaunt sein, gut drauf sein, sich wohlbefinden, guter Dinge sein; gute Laune haben
gaud tau pās wēsengut gelaunt sein, gut drauf sein, sich wohlbefinden, guter Dinge sein; gute Laune haben
gaud tau sin wēsengut gelaunt sein, gut drauf sein, sich wohlbefinden, guter Dinge sein; gute Laune haben
gaud tau toğ wēsengut gelaunt sein, gut drauf sein, sich wohlbefinden, guter Dinge sein; gute Laune haben
gedür läief säiel! däi hārtslağ is tau füer mörn gift 't frisk wustGeduld liebe Seele! der Herzschlag ist zu feurig morgen gibt es frische Wurst
grelæær ōk tau dīn bōrsdağ!alles gute zum Geburtstag!
hand tau!Asrf.: "zieh an!"; "los!"
hempen tāuHanfseil, Hanftau
hen ... tauhin ... um zu
hol up tau snāren!hör auf Unsinn zu reden!
hum wur 't rājn bīnāut tauihn schwindelte es geradezu
häi ampelde al lâng nóó dat stük land man häi kun 't bit nū no näit tau fóóten krīgener trachtete schon lange nach dem Stück Land aber er konnte es bis jetzt noch nicht bekommen
häi ampelt d'r al um tauer strebt da immer drumherum
häi drāude dat 't was tau miner deutete an das es zu wenig war
häi drāut mī tau fersītener beabsichtig micht zu besuchen
häi drāut tau góóner beabsichtig zu gehen
häi dē 't mī tau d' turter tat es um mir ein Ärgernis zu bereiten
häi erselt näit um in 't wóóter tau springener zögert nicht ins Wasser zu springen
häi fimmelt an 't wicht tauer streichelt das Mädchen; er fingert das Mädchen (sexuell)
häi flöykt däi bliksem tau däi häel ūter flucht den Teufel aus der Hölle hinaus
häi fīmelt sō lang um höör tau dat häi höör kriğter umschmeichelt sie so lange bis er sie bekommt
häi gaf mī no 'n stût up 't brōd owerhôp tauer gab mir noch ein Weißbrot überschüssig zum Brot dazu
häi gung sğīlerğ tauer ging plötzlich
häi gājt d'r achter tauer geht der Sache nach, er kümmert sich darum
häi gājt d'r um tau as 'n kât um d' häiet bräjer will sich nicht deutlich erklären (Spr.: "er geht da herum wie eine Katze um den heißen Brei")
häi het 'n stût bōvendēm tau krēgener hat ein Weißbrot obendrein bekommen
häi het 't âl tau but móókter hat das alles zu maßlos getan; er hat das alles zu grob gemacht
häi het d'r 'n āngel in funnen um d'r no mēr in tau röörener hat einen Hinderungsgund darin gefunden weiter zu rühren
häi het d'r 'n āngel in funnen um däi sóók fērer tau ferfechtener hat einen Hinderungsgund darin gefunden die Sache weiter zu verteidigen
häi het d'r achter tau sētener hat sich darum bemüht, er ist der Sache nachgegangen, er hat es verfolgt
häi het d'r häil ğīn anläeğ tau um ...er hat gar kein Geschick dafür um ...
häi het geld tau rîver hat reichlich Geld
häi het mī däi andrağ móókt um hum mīn hūs tau ferkōpener hat mir der Antrag gemacht um ihm mein Haus zu verkaufen
häi het sük sō tau óóster hat sich so vollgeschmieren
häi hóólt tau sīn büües 'n môj rôd tōmer holt aus seiner Hosentasche schönes rotes Zaumzeug
häi is 'n unkel tau mīn wīfer ist ein Onkel meiner Frau
häi is d'r an toğ bī hum tau sğrīvener ist dabei ihm zu schreiben
häi is gaud tau dêğer ist gesund und munter
häi is gaud tau forter fühlt sich gut, er ist munter, er ist wohlauf
häi is in d' kepäel tau d' tē drinkener ist in der Kapell zum Tee trinken
häi is no blîd tauer ist noch froh, ihm ist noch froh zu Mute
häi is näit al tau gauder ist nicht all zu gut
häi is näit gaud tau frēihm geht es nicht gut, er fühlt sich nicht gesund
häi is sō klauk as dat kakhūske tau Bräimen dat fan ēmer klaukhaid in 't wóóter fuler hält sich für überschlau (Spr. "er ist so schlau wie das Scheißhaus zu Bremen das vor lauter Klugheit ins Wasser fiel")
häi is tau lütjet häi kan dat näit bīrekkener ist zu klein, er kann nicht heranreichen
häi kan 't näit âl tau föörkōmener kann nicht alles schaffen
häi kan dat baudel näit tau bōven kōmener kann die Angelegenheit nicht bewältigen
häi kan däi sóók näit tau bōven kōmener kann die Angelegenheit nicht überwinden
häi kan häil näit tau 't ferhārden kōmener will nicht wirklich genesen
häi kan häil näit wēr tau 't bīdoren kōmener kann gar nicht wieder zur Ruhe kommen
häi kan no näit recht tau gâng kōmen häi is no mörnwēkelker kann noch nicht richtig zu Gange kommen er ist noch nicht arbeitsbereit
häi krēğ dat tau mārkener bekam das zu spüren
häi kumt däi süüekt wēr tau bōvener überwindet die Krankheit wieder
häi kumt däi süüekt wēr tau bōvener überwindet die Krankheit, er wird wieder gesund
häi kwam allerdēğs bī mī um mī d'r ōwer tau räied tau stellener kam sogar zu mir um mich darüber zur Rede zu stellen
häi kwam häil tau fernäjener kam in auffallend bessere Umstände (Spr.: "er kam ganz zur Erneuerung")
häi kwam tau inkērer kam zur Besinnung
häi kwam tau pās as däi muet in 't jöödenhūser kam völlig unpassend (Spr.: "er kam so recht wie die Sau im Judenhaus")
häi let't sük wat tau ēten settener lässt sich etwas zu essen servieren
häi löpt al tauer läuft immerzu
häi löpt al tauer läuft immerzu
häi löpt al tau baukoppener läuft und schüttelt den Kopf
häi löpt ōwerdwārs an d' anner sīd fan d' däip tau mīer läuft diagonal auf der anderen Seite des Kanals zu mir
häi lōk net sō lang dat 't tāu rēter zog gerade so lang das das Tau riss
häi maichelt mit sīn stok tau as of häi 't âl stükken slóón wil wat um hum tau stājter fuchtelt mit seinem Stock um sich herum als ob er alles kaputtschlagen wollte was um ihn herum steht
häi sal sīn sğau anlūken wī willent tauer soll seine Schuhe anziehen wir wollen los
häi sat âl tau wurgen as of häi smōren suler saß dort und würgte als ob er ersticken würde
häi sit't al tau baukoppener sitzt dort und schüttelt den Kopf
häi stelt d'r ğīn bīlang in sīn kind tau säiner hat kein Interesse daran sein Kind zu sehen
häi stun bī d' stróóet tau klöömener stand an der Straße und fror
häi stājt dor tau blaubekkener steht dor (herum) und hält Maulaffen feil
häi söylt sük man tauer besudelt sich einfach so
häi was sō ferbóóst un ferballert dat häi häil näit wus wor häi ērst tau grīpen suler war so erstarrt und betäubt das er gar nicht wusst wo er zu erst hin greifen sollte
häi word't mī al tau baldóóderğer wird mir immer zu gewalttätig
häi wrikkelt däi spīker tau d' müer ūter wackelt den Nagel aus der Mauer heraus
häi wul mī d'r tau ōwerhóólen dat ik mīn fóóder geld weğnēmen suler wollte mich dazu überreden meinem Vater Geld wegzunehmen
häi wurğt net sō lâng as dat häi 't wēr tau d' ströt ūt heter würgt so lange bis er es wieder aus der Kehle heraus hat
häi wäit däi kai d'r tau - er kennt den Schlüssel dazuer kennt den Schlüssel dazu
häi wäit däi slağ um d' boller tau slóóner weiß wie der Hase läuft (Spr.: "er weiß den Schlag um den Balkenkopf zu machen")
häi wäit man al tau gaud dat 't geböören mauter weiß nur all zu gut das es passieren muss
häi wōnt tau hüerer wohnt zur Miete
ik bün best tau frēes geht mir gut
ik bün best tau frēmir geht's blendend
ik bün ğīn Bräimer ik lóót mī dat näit tau d' hân ūtnēmenich bin kein Bremer ich lasse mir das nicht aus den Händen nehmen
ik góó hen tau swemmenich gehe hin um zu Schwimmen
ik góó tauich breche auf
ik heb altīd sō 'n andrang an wóóter dat ik mī hóóst näit tau redden of tau bārgen wäitich habe immer so einen Harndrang das ich mich fast nicht zu retten oder zu in Sicherheit zu bringen weiß
ik heb geld fan hum tau fróógenich kann Geld von ihm fordern
ik kan d'r niks tau daunich kann es nicht besser machen, ich kann nichts dafür
ik kun däi pestōr häil näit tau wōrd kōmender Pastor lies mich nicht zu Wort kommen
ik kun mī d'r näit tau rēselwæærenich konnte mich nicht dazu entschließen
ik kun sīn sğâr um d' hauk tau säinich konnte seinen Schatten um die Ecke herum sehen
ik maut ērst tau fort kōmenich muss erst in Schwung kommen
ik wil Jau wal tau wōrdich würde gerne sprechen
ik wur häil wunnerlīk tau maud dō ik dat sağmir wurde ganz seltsam zumute als ich das sah
ik wur sō orerğ tau maud net as of ik fan 'n flâut krēğmir wurde so sonderbar zumute als wenn ich eine Ohnmacht bekam
inbilden is sturer tau ferdrīven as dārddóóğskoelEinbildung ist schwieriger zu vertreiben als Malaria (Spr.)
is wat tau daun!es fehlt nicht viel dran!, weit gefehlt!, kein Gedanke dran!, wörtl.: da ist noch viel zu tun ehe es soweit ist
kumt däi minsk tau wäiten is häi half ferslētenkaum bekommt der Mensch Verstand ist sein Leben schon zur Hälfte verbraucht (Spr.: "kommt der Mensch zu Wissen ist er schon halb verschlissen")
kīk wēr tau!schau wieder rein!
kīkt fööer jau kīkt achter jau kīkt an bâjd sīden tau!schaut vor euch schaut hinter euch schaut an beiden Seiten! (Kinderr. beim Versteckspiel)
läiven tau wäitenbelieben zu wissen, wünschen zu wissen, verlangen zu wissen
lóót mī tau frēlass mich in Frieden
lóót mī tau frēlass mich in Frieden
lóót mī tau frē!lass mich zufrieden!
līk taugeradewegs
līk tau līk andurch dick und dünn
līk tau recht andurch dick und dünn
man dat wóóter draiğt höör tau ferbannenaber das Wassr droht sie zu verbannen
man tau!nur zu!
mauder dau mī däi bauken ik maut nóó d' d' sğaul tauMutter gibt mir die Bücher ich muss zu Schule
mit slēpend pink nóó hūs tau góónbeschähmt nach Hause gehen
mit wat tau mautenmit etwas auskommen müssen
mund is 'n sğau un do bī tauder Mund ist so groß und doch verfehlst du in (Rdw.: "der Mund ist ein Schuh und doch daneben" wird zu Kindern gesagt die Kleckern)
móók tau!beeil dich!
māl tau maud wēsenschlecht gelaunt sein, schlecht drauf sein, sich schlechtbefinden, schlechter Dinge sein; schlechte Laune haben
māl tau sin wēsenschlecht gelaunt sein, schlecht drauf sein, unwohl sein
mī is kwellerğ tau maudich habe einen Blähbauch
näit gaud tau frē wēsenunwohlsein
nóó 't mī 't tau let'twie mir scheint
nóó ... tauzu ... hin
nóó d' pestōr tauzum Pastor hin
nóó d' sğaul tauzur Schule hin
nóó dat mī 't tau let'twie mir scheint
nóó ēvenräiderğkaid kwam mī fan däi ārvskup äinlīk näit sō 'n grôt däil tau as dīnach Verhältnismäßigkeit käme mir von der Erbschaft eigentlich nicht so ein großert Teil zu wie dir
of un tauab und zu
of un tau góónmehrmals gehen und wiederkommen
säi bünt sō mōj as däi puppen tau Læærsie sind wunderschön (Spr.: "sie sind so schön wie die Leeraner Babys")
säi góónt tau kēr as mālensie benehmen sich wie Verrückte, sie lärmen wie verrückt
säi hebbent näit tau būgen of tau brēkensie leiden an Hunger und Kummer
säi het fööls tau fööl kōkt dat is häil näit up kōmensie hat viel zu viel gekocht das ist nicht verbraucht worden
säi het tau fraumelk spööltsie hat zu früh geboren (Rdw.)
säi lēpent gāu nóó hūs tausie liefen schnell nach Hause
säi sit't altīd tau stikken un prikkensie stickt und näht viel
säi sit't tau 't blārensie ist gerade dabei zu weinen
säi sit't tau 't nājensie ist gerade dabei zu nähen
säi was mī tau köökelerğ anlōkensie war mir zu überbunt angezogen
sük tau wat ferlóótensich auf etwas verlassen
sük tau wat ferlóótensich auf etwas verlassen
sük tau wat rēselwæærensich zu etwas entschließen
sük tau wat wennensich an etwas gewöhnen
sük tau wel ferlóótensich auf jemanden verlassen
sük tau wel wennensich an jemanden gewöhnen
sünner ... tauohne
süü tau!Asrf.: "auf Wiedersehen!", "machs gut!", "sieh zu!" (Abschiedsgruß)
süüt tau!Asrf.: "auf Wiedersehen!", "machts gut!", "seht zu!" (Abschiedsgruß)
sūp tau!trink auf!
tauzu; an; fort, weiter
tau 'n äen brengenabschließen, beenden
tau 'tzu dem, zum, gen (Kurzform von tau dat)
tau 't fö'joerzum Fühling
tau 't klappen kōmenzur Entscheidung kommen
tau 't minstwenigstens
tau 't nōrdōstgen Nordosten
tau 't póóske daunt wī aier ūtpūsten un anmóólenzu Ostern pusten wir Eier aus und malen sie an
tau 't tweiüütersten slóónins Extrem falle, Himmelhochjauchzen - zu Tode betrübt (Spr.: "extremen Gegensatz leben")
tau ... inauf ... zu; in ... hinein
tau ... ūtaus ... heraus
tau brūkenfortgebrauchen, weitergebrauchen
tau bäin góónauf die Beine kommen, auf die Beine springen
tau bäin kōmenauf die Beine kommen, auf die Beine springen
tau bäin springenauf die Beine kommen, auf die Beine springen
tau bäist stellenwie ein Untier herumwüten
tau bêd ārbaidenunentgeltlich arbeiten, auf Bitte arbeiten
tau bóót kōmennützen, förderlich sein
tau bóót kōmenzur Hilfe kommen
tau bööert kōmenzukommen, zufallen
tau bēteretwas besser können
tau bīdoren kōmenzur Ruhe kommen
tau bīsef kōmenetwas einsehen
tau bōven kōmenüberwinden
tau d'zu der, zur, zu dem, zum, gen (Kurzform von tau däi)
tau d' büks ūt mautenaustreten müssen
tau d' bōrsdağzu Geburtstag
tau d' hārstzum Herbst
tau d' lechtmies klājt däi hēkster al 'n spriek löszur Lichtmesse reißt die Elster sich schon einen Zweigchen los um ein Nest zu bauen
tau d' lechtmies maut dat gulf no half ful wēsenzu Lichtmess muss das Heufach noch halb voll sein
tau d' lüchterzur linken
tau d' rechterzur rechten
tau d' stadzur Stadt
tau d' sömmerzum Sommer
tau d' töön stóónzur Besichtigung stehen, zur Schau stehen
tau d' töön stóónzur Schau stehen
tau d' tīd ūt róókenversterben, sterben
tau d' winterzum Winter
tau do!Asrf.: "beeil dich doch!" (Interjektion der Aufforderung)
tau forenweiter fahren, losfahren; nach Hause fahren
tau fort kōmenin Gang kommen, munter werden, aktiv werden, in Schwung kommen
tau fort wēsenmunter sein, wohlauf sein, sich gut fühlen
tau frēzufrieden, zu Frieden
tau gaudzugute
tau gaud kōmensich lohnen
tau giggelzum Narren
tau grēpgriffig, bereit
tau gângzu Gang, zu Gange
tau gêvumsonst, unentgeldlich, gratis, spottwohlfeil
tau gêv wil ik fan jau niks hebbenumsonst will ich von euch nichts haben
tau góónfortgehen, weggehen, weitergehen, weiter gehen, los gehen; nach Hause gehen
tau hân kōmenangelangen
tau hüerzur Miete
tau hōwd hebbenplanen, vorhaben, im Sinne haben, im Schilde führen, aushecken
tau insent!mach mal weiter!
tau kwantzu gewandt
tau kôj góóin die Koje gehen
tau kört sğäitennicht genug haben, nicht auskommen
tau kööer góónwählen, zur Wahl gehen
tau kēr góónlärmen, Radau machen, wüten, unüberlegt handeln, maßlos handeln, Krawall machen, randalieren
tau kōpzu verkaufen
tau lawāj lōpenstreiken gehen
tau liegen kōmenzur Ruhe kommen
tau liegen kōmenniederkommen, gebären
tau lóótenanscheinen, Anschein erwecken, erscheinen; aufgeben, sein lassen
tau löör stellenenttäuschen, Enttäuschung, Erwartungen nicht erfüllen; vergeblich warten lassen; in Verlegenheit bringen
tau minstzumindest, wenigstens
tau móókenverschließen; beeilen
tau móókenfortmachen, beeilen
tau möyetentgegen
tau möyet kōmenentgegen kommen, begegnen, auf jemanden zu kommen
tau pāsrecht, gelegen
tau pās kōmensich als günstig erweisen, entgegenkommen, gelegen kommen, recht sein
tau pās wēsensich als günstig erweisen, entgegenkommen, gelegen kommen, recht sein
tau räied stellenzur Rede stellen, zur Rechenschaft ziehen
tau róód góónsparsam sein
tau stânzustande, zu Stande
tau stân krīgenzu Stande kriegen
tau stē un staul kōmeneinen Haushalt gründen (Spr.: "zu Stelle und Stuhl kommen")
tau söyekverloren, vermisst
tau tīdenbisweilen, manchmal
tau wat wennensich an etwas gewöhnen
tau wēr wēsenzu wider sein
tau wōrd kōmenzu Wort kommen
tau óóder lóótenaderlassen; fig. jemanden ausbeuten
tau!nun los!, mach schon!
tau!Asrf.: "beeilung!" (Interjektion der Aufforderung)
tau-zu- (Vorsilbe)
twei gelōven up äin pööl is äin tau föölman kann nur eine Meinung vertreten (Spr.: "zwei Glauben auf einem Kissen ist einer zu viel")
töyv näit tau lângwarte nicht zu lange
tāu (dat)Tau, starkes Seil
um d' drāj tauum die Kurve
un smēt hum däi buddel tau däi Dīrk sekür upfungun warf die Flasche Dirk zu der sie genau auffing
up d' helmer nóó d' dīk tau góónauf dem Landweg zum Deich gehen
up d' kōp tauin den Kauf
up wel wat tau säegen hebbenjemanden etwas nachsagen können
us dochter bīgünt orerğkaid an sük sülst tau krīgenunsere Tochter wird sich ihrer selbst bewusster
us fent het tau d' kārsttīd 'n näej rad krēgenunser Junge hat zu Weihnachten ein neues Fahrrad bekommen
us fersît is al wēr tau góónunsere Besucher sind schon wieder gegangen
wat däi halfsğäi sğēlt dat sğēlt tau föölwas sich mehr als die Hälfte unterscheidet unterscheidet sich zu viel
wat he' jī d'r wēr mitnanner tau hēkstern?warum zankt ihr euch wieder?
wat hebbent jī d'r âl mit nanner tau babbel?worüber plaudert ihr da die ganze Zeit?
wat hest dū d'r tau óósenwas hast du da zum mantschen
wat hārent säi 't drok fan 't hof of tau kōmenwie hatten sie es doch eilig vom Hof fort zu kommen
wat läiven Jī tau wäitenwas wünschen sie zu wissen?
wat stājst dū dor tau blaubekkenwas stehst du dort und gaffst
wat tau bōven kōmenetwas überwinden, etwas bewältigen
wat tau kōp hebbenetwas verkaufen
wat tau söyek hebbenetwas verloren haben
wat up tau hebbenetwas obendrein haben, etwas noch dazu haben, etwas zusätzlich zu anderem haben
wat wünskerst dū dīn tau d' kārsttīd?was wünscht du dir zu Weihnachten?
wel het hum d'r tau anprōt't?wer hat ihn dazu überredet?
wel tau dööep hollenjemanden zur Taufe führen, für jemanden Taufpate sein
wel um d' ferdräit tau daun is däi hol sük stäifkinner un winterswîn anwer Ärger lieb der schaffe sich Stiefkinder und Winterschweine an (Spr.)
wen 't no 'n bītje sō tau früst dan krīgent wī bol 'n môj ōwerjağtwen es noch ein bisschen so friert dann kriegen wir bald eine schöne Eisbahn
wen d' foer króókt is säi no ni tau - wen 't kalf blārt is 't no ğīn kaues gehört mehr dazu als nur wollen (Spr.: "wenn des Weidetor knarrt ist es noch nicht kaputt - wenn das Kalb schreit ist es noch keine Kuh")
wor säi nū tau krāben sit't dat wäit ğīn äienwo sie sich jetzt rumtreibt weiß niemand
wor tau krāben sittensich wo herumtreiben
wor tau?wozu?
wor up tau slóónauf etwas Acht geben, etwas beachten
wuddels tau d' grund ūt lūkenMöhren aus der Erde ziehen
wēr tau toğ wēsenwiederhergestellt sein
wī daunt dat man sō bērend um hum bâng tau móókenwir tun das nur zum Schein um ihm Angst zu machen
wī gungent in hūs um dat 't tau kold was in būtenwir gingen ins Haus weil es draußen kalt war
wī mautent mit us tuffels tau róód góónwir müssen mit unseren Kartoffeln sparsam sein
wī mautent nū tauwir müssen jetzt los
wī wassent annerlessens in dat näej kōphūs tau anbēt hollenwir waren letztens in dem neuen Kaufhaus zum Frühstücken
äien tau recht settenjemanden vor Gericht belangen, jemanden gerichtlich belangen; jemanden zum Aufgeben bewegen
ērst 'n stük brōd tau d' anbēterst ein Stück Brot zum Frühstück
ğīn menüüet tau föölkeine Minute zu viel