OstfriesischDeutsch
'sdes (Genitivrest in festen Wendungen)
's achtdóóğsam achten Tag
's achtermiddóóğsspät nachmittags
's aldóóğsim Alltag
's annerdóóğsam nächsten Tag; eines Tages, einst, neulich
's annerdóóğsam nächsten Tag, am folgenden Tag; am vorherigen Tag; kürzlich, neulich
's annerjorsim anderen Jahr
's dingsdóóğsdienstags
's dóóğstags, tagsüber, bei Tage, am Tage, während des Tages
's dönnerdóóğsdonnerstags
's dārddóóğsam dritten Tag
's freidóóğsfreitags
's færddóóğsam vierten Tag
's fö'jorsim Frühling
's fö'jorsdóóğsim Frühling
's fö'jorstīdsim Frühling
's föörmiddóóğsvormittags
's fīftdóóğsam fünften Tag
's hārstdóóğsim Herbst
's hārstsim Herbst
's hārsttīdsim Herbst
's hārsttīds in 't maur dat was 'n läip stuer krōdenim Herbst war das Karreschieben im Moor sehr schwer
's kertæærsin diesem Quartal
's middennachtsmitternachts
's middewêksmittwochs
's middóóğsmittags
's middóóğstīdszur Mittagszeit
's móólsjedes Mal, jeweils, jedes Mal wenn, so oft
's móóls wen häi bī us kwam krēğ häi 'n sööpkejedes Mal, wenn er zu uns kam, bekam er einen Schnaps
's móóndsim Monat
's móóndóóğsmontags
's mörnsmorgens
's mörnstīdszur Morgenszeit
's mēdszuweilen, mitunter
's nachtsnachts
's nachts tēgen drei üernachts um drei Uhr
's nóómiddóóğsnachmittags
's nēgentdóóğsam neunten Tag
's sestdóóğsam sechsten Tag
's sóóterdóóğssamstags
's sömmerdóóğsim Sommer
's sömmersim Sommer
's sömmertīdsim Sommer
's söndóóğssonntags
's söömtdóóğsam siebten Tag
's taintdóóğsam zehnten Tag
's twäiddóóğsam zweiten Tag
's uchtsim Morgengrauen; im Abendgrauen
's winterdóóğsim Winter
's wintersim Winter
's wintertīdsim Winter
's wārkeldóóğswerktags, alltags
's wēkenensam Wochenende
's wēks in der Woche
's äiwsin dem Jahrhundert
's óóvendsabends
's óóvends rōd is 's mörns gaud man 's mörns rōd gift 's óóvends wóóter in d' slōdabends rot ist morgen gut aber morgens rot gibt abends Wasser in den Graben (Spr.)
's óóvendtīdszur Abendszeit
's óóvendtīdszur Abendzeit
's ērstdóóğsam ersten Tag
't 's gaud!Asrf: "ja wohl!", "gut!", "ich werde es ausrichten!" (Antwort auf eine Weisung)
't 's wal!Asrf: "ja wohl!", "gut!", "ich werde es ausrichten!" (vornehme Antwort auf eine Weisung)
't Fräisland is 'n mâl land dor ēten s' brüegen lōpen up müülen un stēken sük sğóópen in d' tāskeDas Friesland ist ein verrücktes Land dort essen sie Butterbrote, laufen in Pantoffeln und stecken sich Schafe in die Tasche. (Spr.: Da die Wörter doppeldeutig sind)
't is man 'n ōwergāng sē däi fos dō trukkent s' hum dat fäel ōwer d' ōrenes ist nur ein Übergang sagte der Fuchs da zogen sie ihm das Fell über die Ohren (Spr.)
't is stur föör däi kinner dat s' däi fóóer ferlōren hebbendas ist schwer für die Kinder das sie den Vater verloren haben
-s-s (Nachsilbe für Herkunftsbezeichnungen bei Nachnamen die nicht auf -ó oder -s enden)
As wī insent up d' râjs nóó Gröynland wassent dō krēgent wī insent sō 'n hēverğ stöörm dat d'r äien fan däi ossen däi bōven in d' māstkörf lēpent tau fennen - dat wī altīd altīd fārsk fläisk hāren fanwēgens däi sğērbuk - nóó unner un döör däi sğöstäin in d' soppot ful. As nū däi kōksmóót hum d'r wēr ūtfiskern wul dō was däi häiel oes ferdwēnen un nārnds in d' pot tau bīfiskern. Man as nū 's nóómiddóóğs nóó 't sğaffen däi soppot lös was un däi kōksmóót wat nauer tau sağ dō sat - däi düüwel hóól mī - däi diek oes unner d' näid fan d' pot fast wor häi bī dat röören fan däi soep unner róókt hār.Als wir einmal auf Reisen nach Grönland waren da bekamen wir einmal einen so heftigen Sturm das einer der Ochsen die im Mastkorb weideten - damit wir immer frisches Fleich hatten wegen der Skorbut - nach unten durch den Schornstein in den Suppentopf. Als nun der Hilfskoch ihn wieder herausfischen wollte da war der ganze Ochse verschwunden und nirgends im Topf zu erfischen. Aber als nun nachmittags nach dem Essen der Suppentopf leer war und der Schiffskoch etwas genauer hinsah da saß - der Teufel hol mich - der dicke oches unter der Niete des Topfes fest wo er beim Rühren der Suppe hinuntergelangt war.
Däi nēgen laugen fan Auerk: Eksem Haksem Róó dor hāuent s' sük mit d' spóó. In Wâl dor wōnent däi sğelms un däiven âl. Däi Sandhöster hēr rid't up appelgrîs pêr. In Wālenhūsen dor slóónt s' sük mit kūsen däi oel wīven mit späiken dat kun wal Walkenkūsen häiten. Ēgels liğt bī d' sīd däi gâlğ is dor näit wīd. Pōpens is 'n lauğ Ka'dörp is 'n plauğ. Nēgen laugen un äin stad hebbent tauhôp äin slöödelgat.Die neun Dörfer von Aurich: Extum Haxtum Rahe da schlagen sie sich mit dem Spaten. In Walle da wohnen die Schelme und Diebe alle. Der Sandhorster Herr reitet auf apfelgrauen Pferden. In Wallinghausen da schlagen sie sich mit Backenzähnen die alten Frauen mit Speichen das könnte wohl Wallenbackenzahn heißen. Egels liegt an der Seite da ist auch der Galgen nicht weit. Popens ist ein Dorf Kirchdorf ist ein Pflug. Neun Dörfer und eine Stadt haben zusammen ein Schlüsselloch (Spr.)
Emders! Lóót't jau flāgen wājen näit tau hōğ un näit tau bräid! Dan me wäit 't dat je dat s' prājent altīd ōwer lük un läid!Emder! Lasst eure Flaggen wehen nicht zu hoch und nicht zu breit! Denn man weiß ja das sie rufen immer von Glück und Leid!
Jirsker pikkelpoegen stēlent däi Feldmers däi sömmerroeğ stēlent däi Woldmers däi fäet kau un drīvent s' nóó Iren tauIhrener Pickelgesichter stehlen den Großwolderfeldern den Sommerroggen stehlen den Großwoldern die fette Kuh und treiben sie nach Ihren hin (Spr.)
Küükelüüküü! Däi rôd hóón lōk sīn goel spōren an. Wō wīd wult dū dan rīden? Fan hir nóó Lammerdīden. Dō häi tau d' Lammerdīden kwam dō sat däi kau bī 't füer un spun dat kalf lağ in däi wêğ un sung däi hund däi kemde d' botter däi kât wusker d' sğöddels däi fleddermūs däi feğ dat hūs däi swóólfkes drōgent d' drek d'r ūt mit höör goel jūken bünt dat näit diek löögens? Dor achter d' grôt sğürdööer dor sattent drei hóónrūnen fööer dor bakdent s' dor brōdent s' dat bæær wul höör fersuren dor rēpent s' däi buren däi buren wurdent drunken dō dansdent säi up klumpen däi klumpen gungent stükken dō dansdent säi up krükken däi krükken gungent of dor dansdent säi up 't hof dat hof dat was sō glad dor lağğent âl buren plat Kikeriki! Der rote Hahn zog seine goldenen Spornen an. Wie weit willst du reiten? Von hier zur Lombardei. Als er in die Lombardei kam da saß die Kuh am Feuer und sponn das Kalb lag in der wiege und sang der Hund kämmte die Butter die Katze wusch die Schüsseln die Fledermaus fegte das Haus die Schwalben trugen den Dreck hinaus mit ihren goldenen Flügeln sind das dicke Lügen? Da hinter der großen Scheunentür da saßen drei Kapaunen vor da buken sie da brieten sie das Bier wollte ihnen versauern da riefen sie die Bauern die Bauern wurden trunken da tanzden die in Holzschuhen die Holzschuhe gingen entzwei da tanzden sie auf Krücken die Krücken gingen kaputt da tanzden sie auf dem Hof der Hof der war so glatt da lagen alle Bauern platt (Kinderlied)
Mīn mauder kun frauer kōken wat s' wul ik at ğīn middağ wat. Dan sē mīn fóóer altīd dō mīn süsters un brörs ūt d' rōk wassent: Gif däi ârm fent man 'n drööeğ metwust un 'n piel brōd dat häi wat in sīn móóğminken kriğt.Meine Mutter konnte früher kochen was sie wollte ich aß keinen Mittag etwas. Dann sagte mein Vater immer wenn meine Geschwister aus der Küche waren: Geb dem armen Jungen nur eine trockene Mettwurst und ein kleines Stück Brot damit er etwas in seinen hungrigen Magen bekommt.
Räenk wen 'k wenk dan plunner mī d' gaus - Räenk wen ik wenk dan lóót mī s' lösReineke wenn ich winke dann plünder mir die Gans - Reineke wenn ich winke dann lass sie los
Wangerōğ däi sğôn Spīkerōğ däi krôn Langerōğ is 'n botterfat Baltrem is 'n sandgat Nördernäj dat rōverland Jüüst is dat tōverland Börkemer melken kauje un brūkent drek as brand Röttemōğ dat aierland Münkōğ dat baierland däi Amlanner sğalken hebbent stōlen drei balken 's óóvends dō däi móón was rēsen däi gâlğ sal höör wóópen wēsen up Sğēlen stājt 'n hôğ tōrn Flīland het sīn nóóm ferlōren Tessel liğt in 't seigat däi lüü fan d' heller sēdent datWangerooge die Saubere Spiekeroog die Krone Langeoog ist ein Butterfass Baltrum ist ein Sandloch Norderney das Räuberland Juist ist das Zauberland Borkumer melken Kühe und nutzen Dreck als Brant Rottumeroog das Eierland Schiemonikoog das Glockenland die Ameländer Schalken haben gestohlen drei Balken abends als der Mond stieg der Galgen soll ihre Waffe sein auf Terschelling steht ein hoher Turm Vlieland hat seinen Namen verloren Texel liegt in einer Strömungsrinne die Leute von Vordeichsland sagen das (Spr. für alle ostfriesischen und westfriesischen Inseln)
Wäitent jī wor Häisel liğt? Häisel is 't sūpsterlauğ! Häisel liğt in 't ruen dor sūpent s' as huen!Wisst ihr wo Hesel liegt? Hesel ist das Säuferdorf! Hesel liegt in der Runde da saufen sie wie Hunde! (Spr.)
alman s'jedermanns
annerman s' ...Andermanns..., fremdes ...
annerman s' wārkfremde Arbeit
bróóden up 'n röster pröyven s' as körstergebraten auf einen Röster schmecken sie wie ein Krustengebäck
d'r kumt s' draigend fläigenda kommt sie drohend angelaufen
dat 's je ğīn baudeldas gehört sich nicht, das darf nicht so sein
dat 's jóó swīt!Asrf.: "was für eine Überraschung" (Interjektion der Verwunderung)
dat hebbent s' fan oller tau oller fērerrektdas wurde von Generation zu Generation weitergereicht
dat het 's annerdóóğs no föörkōmendas ist neulich noch vorgekommen
dat het däi häiel dağ al sō góón sē Ānke Dīdels dō lağ s' mit appels in d' gööetdas ging schon den ganzen Tag so sagte Anke Diedels da lag sie mit Äpfeln im Graben (Spr.)
dat is däi künst fan d' kārnmelk dat s' blāu letdas ist die Kunst der Buttermilch das sie blau aussieht
dat is däi Óódörpers höör nōd: 's winters ğīn botter un 's sömmers ğīn brōddas ist der Ardorfer Not: im Winter keine Butter und im Sommer kein Brot (Spr.)
dat is je 'n baldóód däi s' d'r fannacht bīgóón hebbentdas ist doch eine Übeltat die sich diese Nacht begangen haben
dat is näit alman s' wārkdas ist nicht jedermanns Sache
dat let't ne' 's wen häi kōmen wuldas sieht aus, als wollte er kommen
dat lēvern wat s' mī ferlēden wêk stürt hebben heb ik anstóón lóótendie Lieferung die sie mit letzte Woche geschickt haben habe ich beanstandet
dor hebbent s' 'n slik andaran haben sie einen leckeren Bissen
drāj dīn gleppers do hen wor s' hen höörentdreh deine Glupscher hin wo sie hin gehören
däi ai un dat lam bünt äin pot s' natdas Mutterschaf und das Lamm gleichen sich in ihren schlechten Eigenschaften
däi fan näit kumt tau äit is alman s' ferdräitwer von nichts zu etwas kommt ist jedermanns Verdruss (Spr.)
däi het s' näit âl bīnannerder ist nicht ganz bei Trost, der ist wahnsinnig, der ist verrückt
däi imkers mōkent 's winters höör äigen mēdie Imker machten im Winter ihren eigenen Met
däi is sō küüsk dat säi annerman s' botter näit et'tsie ist so keusch das sie sich mit niemandem einlässt (Spr.: "sie ist so keusch das sie andere Butter nicht isst")
däi kóóen bārgent sük 's nachts in d' karkhortendie Dohlen verstecken sich nachts in den Löchern der Kirchenmauer
däi swîn brūkent wat anslağ anners bītent s' nanner d' stērten ofdie Schweine brauchen ein wenig Beschäftigung sonst beißen sie einander die Schwänze ab
döör drōgen drōgen drōgent s' drōgendurch Drogen getrügt trugen sie Drogen
dübbeltje (dat)Dubbeltje (alte niederländische Münze); Zweistüberstück (alte ostfriesische Münze)
dō d'r ērst rötterğ stēden in d' käies bünt dan is 't best dō s' rājn ūtstōken of ūtsnēden wordent anners arnent säi licht al fērerwenn da erst einmal faulige Stellen im Käse sind dann ist es das Best wenn sie vollkommen ausgestochen oder ausgeschnitten werden sonst dringen sie leicht immer weiter
dō däi sğippers sük bī stöörmsk wêr up d' säj umdrīven dan wäit me häil näit wor s' mit höör sğēpen bīdorentwenn die Schiffer sich bei stürmischem Wetter auf der See herumtreiben dann weiß man gar nicht wo sie mit ihren Schiffen verbleiben
dō kwam däi s' fóóer up mī dóólda kam dessen Vater auf mich zu
fan 's mörns bit 's óóvendsvon morgens bis abends
fan Neisğâns nóó d' poller dor krīgent s' tēgen ses üer hollertvon Neuschanz bis zum Polder da bekommen sie um sechs Uhr Feierabend
ferlóót dī näit up 't hachtje! dat was walēr setrecht in d' Nörder Mārsken dat 't bī d' buer 's söndóóğs mēlpüüt gaf un tuffels un fläisk achternóó un dat nóóēten wur dat hachtje nöymtverlass dich nicht auf die Fleischspeise! das war früher in den Norder Marschen Gewohnheitsrecht das es beim Bauern sontags Mehlkloß gab und Kartoffeln und Fleisch danach und jenes Nachessen wurde Hachtje genannt
godlof dat 't nüms fan mīn folk is sē dat wīf dō forent s' mit höör man nóó d' gâlğGott sei dank das es niemand meiner Blutsverwandten ist sagte die Frau da fahren sie mit ihrem Mann zum Galgen
half un half 's sinsunentschlossen (Rdw.: "halb und halb des Sinnes)
hum bīten s'es juckt ihn
häi blöd't ne' 's 'n swīner blutet wie ein abgestochenes Schwein
häi dē 's móóls däi dööer ōpener öffnete jedes Mal die Tür
häi glimt ne' 's 'n katköödel in 't düüsterner ist sehr sauber, er ist frisch gewaschen, er ist gründlich gewaschen, er strahlt vor Sauberkeit
häi holt 's móóls melk fan d' melkwóógener bekommt Milch immer am Milchwagen
häi kwam 's annerdóóğs wērer kam am folgenden Tag wieder
häi sit't up 't rad ne' 's 'n óóep up d' slīpstäiner hängt auf dem Fahrrad wie ein nasser Sack, er sitzt ganz verkrampft auf dem Fahrrad, er sitzt ganz verquer auf dem Fahrrad, er hat eine merkwürdig ungeschickte Haltung auf dem Fahrrad (wörtlich: er sitzt auf dem Fahrrad wie ein Affe auf dem Schleifstein)
häi wil sük up 't oel dağ bētern as däi mīğelkes - däi krīgent ōk ērst jūken wen s' old bünter will sich im Alter bessern wie die Ameisen - die bekommen erst Flügel wenn sie alt sind (Spr.)
höör êrst ōwerwinst hebbent s' bī sükihr erstes Kind haben sie bei sich
ik heb 't al âl bīlēvt - mī hebbent s' an ansğēten un ansğōtenich habe schon alles erlebt - mich hat mach schon betrogen und angeschossen
ik kan däi appels näit bīlangen um dat s' tau hōğ sittent man dō 'k man 'n stok hār dan kun 'k s' wal bīlangenich kann die Äpfel nicht erreichen weil sie zu hoch hängen aber wenn ich nur einen Stock hätte dann könnte ich sie wohl erreichen
in 't süükenhūs hebbent s' hum net akróót an 't drüppen hangenim Krankenhaus haben sie ihn jetzt gerade an den Tropf gehängt
in d' winkel was dat ērgüster propful um dat s' wēr ūtferkōp hārentim Laden war es vorgestern übervoll weil sie wieder Ausverkauf hatten
in d' āustmóónd kan me no ğīn tuffels updaun dan bünt s' no näit smētfastim August kann man noch keine Kartoffeln einlagern dann sind sie noch nicht wurffest (Spr.)
kīkt s' dōmēd man an dan prōtent jī annersschaut sie nacher nur an dann sprecht ihr anders
mit 'n dóóler 's dóóğs kāst dū dī wal bīlīdenmit einem Taler während des Tages kannst du dir schon helfen
ne' 'swie gerade wie, genauso wie, gleich wie; als ob
nū kum mī man sē s' kedóótnun komm nur her sagte sie beherzt
s'sie (Kurzform von säi); sein (Kurzform von sīn)
wat 'n elfürtje is? 't was walēr setrecht dat in däi gâud börgerhūshollens 's föörmiddóóğs tēgen elf üer 'n kopke tē drunken wurwas ein Elfürtje ist? das war einst Gewohnheitsrecht das in den guten Bürgenhaushalten vormittags um elf Uhr eine Tasse Tee getrunken wurde
wen kinner willent kakken up oel lüü gemakken das fālent s' döör d' brielLebenserfahrung ist nicht nicht anders erwerbbar (Spr.: "wenn Kinder auf die Toiletten alter Leute wollen fallen sie durch die Brillen")
wō kan me an 't wust säin wor achter of fööer is? antern: me maut s' sük ōwer d' sğullers hangenwie kann man bei einer Wurst vorne und hinter erkennen? Antwort: man muss sie sich über die Schultern hängen
wō s' däi läest dājt ferdēdentwo sie den letzten Deut ausgaben
â.u.s.Okay, OK, Ok, O.K., alles in Ordnung
âl bóót helpt sē däi müeğ dō mēğ s' in 't hēfauch Kleinvieh macht Mist (Spr.: "jeder Gewinn hilft sagte die Mücke da urinierte sie in das Meer")
âl bóót helpt sē däi müeğ dō mēğ s' in d' Äiemsauch Kleinvieh macht Mist (Spr.: "jeder Gewinn hilft sagte die Mücke da urinierte sie in die Ems")
äin pot s' nat wēsensich in schlechten Eigenschaften gleichen (Spr.: "eines Topfes Flüssigkeit sein")
óól is 'n swoer móól - ik dróóğ läiver stäinen as dat ik s' ētAal ist eine schweres Mahl - ich trage lieber Steine als das ich sie esse (Spr.)
óól is 'n swoer móól - ik söyk läiver stäinen as dat ik s' ētAal ist eine schweres Mahl - ich suche lieber Steine als das ich sie esse (Spr.)