OstfriesischDeutsch
"in dochten" sē Jân Mainers dō stōk häi sük 'n slağt botter in d' büües"in Gedanken" sagte Jan Meiners da steckte er sich ein Butterstück in die Hosentasche (Spr.)
"säi is mī do tau krum" sē däi fos dō hung däi wust in d' hóónbâlk"sie ist mir doch zu krumm" sagte der Fuchs da hing die Wurst am Hahnenbalken
"âl wat gaud rukt kumt fan mī" sē däi aptäiker dō hār häi wat in d' büksen dóón"alles was gut riecht kommt von mir" sagte des Apotheker da hatte er in die Hosen gemacht (Spr.)
'k was bīnāut in d' kopmir wurde schwarz vor Augen (Schwächeanfall)
'n anner wenden in wat krīgen"einen anderen Wind wehen lassen", umgestalten, neu ordnen, straffen
'n bóós in 't bīdräigenein Meister des Betrügens
'n bôg in d' dööerein Bogen in der Tür, ein Türbogen
'n büngel in dat padein Knüppel im Weg (jemanden einen Knüppel zwischen die Beine werfen)
'n flööet in d' ārm hebbenRheuma im Arm haben
'n fóóen bæær in 't gelóóeğ gēveneinen Krug Bier auf die Rechnung setzen
'n gat in 't bäineine offene Wunde am Bein
'n gēven pērd kikt 'n näit in 't bekeinem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul (Spr.)
'n hūs is dür in 't unnerhollenein Haus ist teuer im Unterhalt, es ist teuer ein Haus instand zu halten
'n käies in d' snēein geschnittener Käse
'n sğööer in d' bokpân hebbenverrückt sein, einen Sprung in der Schüssel haben (Spr.: "einen Riss in der Firstpfanne haben")
'n sğööer in d' kuem hebbeneinen an der Klatsche haben (Spr.: "einen Riss in der Schüssel haben")
'n sğööer in d' memōrje hebbeneinen Filmriss haben (Spr.: "einen Riss in der Erinnerung haben")
'n sğööt in d' kâp hebbeneinen Wurf gut haben (Rdw.: "einen Schuss in der Kappe haben" beim Klootschießen)
'n sğööt in d' kūsen hebbenstechende Zahnschmerzen in den Backenzähnen haben
'n sğüp in d' äersein Tritt in den Hintern, ein Arschtritt
'n trap in d' moersein Arschtritt
'n âcht in 'n tāu setteneinen Achtknoten in ein Tau machen
'n âj in d' wäiek läegenein großes Fest vorbereiten (Spr.: "ein Ei in die Weiche legen")
'n âr in d' kop hebbenetwas Wissen und darauf stolz sein (Spr.: "ein R im Kopf haben")
'n ôğ in d' nâk hebbensich nichts entgehen lassen (Rdw.: "ein Auge im Nacken haben")
'n ôğ mit in 't sājel hollenmit einem Auge über andere wachen (Rdw.: "ein Auge mit ins Segel halten")
's hārsttīds in 't maur dat was 'n läip stuer krōdenim Herbst war das Karreschieben im Moor sehr schwer
's óóvends rōd is 's mörns gaud man 's mörns rōd gift 's óóvends wóóter in d' slōdabends rot ist morgen gut aber morgens rot gibt abends Wasser in den Graben (Spr.)
't Fräisland is 'n mâl land dor ēten s' brüegen lōpen up müülen un stēken sük sğóópen in d' tāskeDas Friesland ist ein verrücktes Land dort essen sie Butterbrote, laufen in Pantoffeln und stecken sich Schafe in die Tasche. (Spr.: Da die Wörter doppeldeutig sind)
't failt hum in d' hārseses fehlt ihm im Schädel
't füer is in d' róóekdas Feuer ist nur noch Glut
't gung in 'n ful röen d'r up ofes ging in raschem Lauf darauf los
't gājt d'r hēr as in 'n tóóterhārbārğes geht daher wie in einer Zigeunerherberge
't gājt in d' rūdendas geht verloren (Spr.: "das geht in die Fensterscheiben")
't gājt âl in bīdārf ōweres geht alles in Fäulnis über
't hūs is in dokken leğtdas Haus ist mit Strohbündeln und Dachziegeln gedeckt
't is al düüster in būtener ist schon dunkel draußen
't is in sğikdas ist in Ordnung
't is recht in d' móóekes produziert sehr viel
't is âl in 't mâles ist alles durcheinander (Rdw.: "es ist alles im Verrückten")
't is âl in d' rîğes ist alles in Ordnung
't is âl in pūnenes ist alles in Ordnung
't kumt fóók âl taunanner inein Unglück kommt selten allein (Spr.: "es kommt oft alles zusammen")
't kumt âl in 't wiel wen 'n twei of drei karken bīsingen willman bringt alles durcheinander wenn man mehrere unvereinbare Dinge tätigt, man kann nicht auf mehreren Hochzeiten tanzen (Spr.: "das geht alles durcheinander wenn man zwei oder drei Kirchen besingen will")
't lağ d'r in hūs âl ōwerhôpdas lag dort Zuhaus alles durcheinander
't liğt in d' anbāudas liegt im Seitengebäude
't lêğst in 't ansäindas Letzte, das Letzte vom Ansehen her
't rappelt hum in d' koper redet nichts als Unsinn
't sakt in d' bäienes gerät in Vergessenheit (Rdw.: "es sackt in die Beine")
't sal mī do nē daun sē dat fôn tau wat föör 'n gat 't ūtlöpt dō piesde säi in d' täiemses ist mir egal sagte das Mädche aus welchem Loch es herausläuft da urinierte sie in das Milchsieb (Spr.)
't slājt in d' fertoğes zieht sich in die Länge
't sğort't hum in 't hōvdes fehlt ihm im Kopf
't sğüt't mī in d' sines kommt mir in den Sinn, mir fällt ein, ich komme auf den Gedanken
't was âl in d' rîğ! do dóódelk näit! 't sağ blōt sō ūt fan būtenes war alles in Ordnung! doch nicht wirklich! es sag bloß so aus von außen
't wóóter is in 't sakkendas Wasser sinkt
't wērlājt in 't nōrdenes wir ein Blitz vom Norden zurückgeworfen, es widerblitzt im Norden
't âl in âlalles in allem
-in-in (seltene Nachsilbe die eine Weiblichkeit des Wortes anzeigt)
Antje kumt freibosterğ un blîd in d' kóómerAntje kommt direkt und freudig in das Zimmer
As wī insent up d' râjs nóó Gröynland wassent dō krēgent wī insent sō 'n hēverğ stöörm dat d'r äien fan däi ossen däi bōven in d' māstkörf lēpent tau fennen - dat wī altīd altīd fārsk fläisk hāren fanwēgens däi sğērbuk - nóó unner un döör däi sğöstäin in d' soppot ful. As nū däi kōksmóót hum d'r wēr ūtfiskern wul dō was däi häiel oes ferdwēnen un nārnds in d' pot tau bīfiskern. Man as nū 's nóómiddóóğs nóó 't sğaffen däi soppot lös was un däi kōksmóót wat nauer tau sağ dō sat - däi düüwel hóól mī - däi diek oes unner d' näid fan d' pot fast wor häi bī dat röören fan däi soep unner róókt hār.Als wir einmal auf Reisen nach Grönland waren da bekamen wir einmal einen so heftigen Sturm das einer der Ochsen die im Mastkorb weideten - damit wir immer frisches Fleich hatten wegen der Skorbut - nach unten durch den Schornstein in den Suppentopf. Als nun der Hilfskoch ihn wieder herausfischen wollte da war der ganze Ochse verschwunden und nirgends im Topf zu erfischen. Aber als nun nachmittags nach dem Essen der Suppentopf leer war und der Schiffskoch etwas genauer hinsah da saß - der Teufel hol mich - der dicke oches unter der Niete des Topfes fest wo er beim Rühren der Suppe hinuntergelangt war.
Dat gājt hum as däi fēlings. Däi wullent dwārs mit d' bâlk in 't hūs.Es geht ihm wie den Westfalen. Die wollten quer mit dem Balken ins Haus. (Spr.)
Däi nēgen laugen fan Auerk: Eksem Haksem Róó dor hāuent s' sük mit d' spóó. In Wâl dor wōnent däi sğelms un däiven âl. Däi Sandhöster hēr rid't up appelgrîs pêr. In Wālenhūsen dor slóónt s' sük mit kūsen däi oel wīven mit späiken dat kun wal Walkenkūsen häiten. Ēgels liğt bī d' sīd däi gâlğ is dor näit wīd. Pōpens is 'n lauğ Ka'dörp is 'n plauğ. Nēgen laugen un äin stad hebbent tauhôp äin slöödelgat.Die neun Dörfer von Aurich: Extum Haxtum Rahe da schlagen sie sich mit dem Spaten. In Walle da wohnen die Schelme und Diebe alle. Der Sandhorster Herr reitet auf apfelgrauen Pferden. In Wallinghausen da schlagen sie sich mit Backenzähnen die alten Frauen mit Speichen das könnte wohl Wallenbackenzahn heißen. Egels liegt an der Seite da ist auch der Galgen nicht weit. Popens ist ein Dorf Kirchdorf ist ein Pflug. Neun Dörfer und eine Stadt haben zusammen ein Schlüsselloch (Spr.)
Hensken in d' keller!Kind im Mutterleib, "Hänschen im Keller" (beschwörender Spruch für schwangere Frauen)
Hest dū döst - góó nóó 't Knhöst - dor is 'n hundje - dat miğt dī in 't mundje!Hast du Durst - geh nach Collinghorst - da ist ein Hündchen - das pinkelt dir ins Müdchen (Spr. Kinderspruch)
Hollen maut no fan hō'fort unnergóón sē däi póóp as d'r al wēr 'n buer mit näej holsken in d' kârk kwamHollen muss vor Hochmut noch untergehen sagte der Pfaffe als schon wieder ein Bauer mit neuen Holzschuhen in die Kirche kam (Spr.)
In 't Feldmerfeld wil niks as kwäikgres un kinnerIm Steenfelderfeld wächst nichts außer Quecke und Kinder (Spr.)
In 't sētel stóónt däi hūsen sō diecht bīnanner. Up 't land näit!In der Siedlung stehen die Häuser so dicht zusammen. Auf dem Land nicht!
In d' Düünengeogr.: In den Dünen
In d' Läitsengeogr.: In den Leeken
Jân in 't hemdPuffert, Hefekloß, Dampfnudel (Rdw.: "Jan im Hemd")
Jân in d' unnerbüksPuffert, Hefekloß, Dampfnudel (Rdw.: "Jan in der Unterhose")
Küükelüüküü! Däi rôd hóón lōk sīn goel spōren an. Wō wīd wult dū dan rīden? Fan hir nóó Lammerdīden. Dō häi tau d' Lammerdīden kwam dō sat däi kau bī 't füer un spun dat kalf lağ in däi wêğ un sung däi hund däi kemde d' botter däi kât wusker d' sğöddels däi fleddermūs däi feğ dat hūs däi swóólfkes drōgent d' drek d'r ūt mit höör goel jūken bünt dat näit diek löögens? Dor achter d' grôt sğürdööer dor sattent drei hóónrūnen fööer dor bakdent s' dor brōdent s' dat bæær wul höör fersuren dor rēpent s' däi buren däi buren wurdent drunken dō dansdent säi up klumpen däi klumpen gungent stükken dō dansdent säi up krükken däi krükken gungent of dor dansdent säi up 't hof dat hof dat was sō glad dor lağğent âl buren plat Kikeriki! Der rote Hahn zog seine goldenen Spornen an. Wie weit willst du reiten? Von hier zur Lombardei. Als er in die Lombardei kam da saß die Kuh am Feuer und sponn das Kalb lag in der wiege und sang der Hund kämmte die Butter die Katze wusch die Schüsseln die Fledermaus fegte das Haus die Schwalben trugen den Dreck hinaus mit ihren goldenen Flügeln sind das dicke Lügen? Da hinter der großen Scheunentür da saßen drei Kapaunen vor da buken sie da brieten sie das Bier wollte ihnen versauern da riefen sie die Bauern die Bauern wurden trunken da tanzden die in Holzschuhen die Holzschuhe gingen entzwei da tanzden sie auf Krücken die Krücken gingen kaputt da tanzden sie auf dem Hof der Hof der war so glatt da lagen alle Bauern platt (Kinderlied)
Mäinen liğt in FlandernMeinen liegt in Flandern (Spr.: "Menen liegt in Flandern" in Anspielung auf mäinen = meinen)
Mīn mauder kun frauer kōken wat s' wul ik at ğīn middağ wat. Dan sē mīn fóóer altīd dō mīn süsters un brörs ūt d' rōk wassent: Gif däi ârm fent man 'n drööeğ metwust un 'n piel brōd dat häi wat in sīn móóğminken kriğt.Meine Mutter konnte früher kochen was sie wollte ich aß keinen Mittag etwas. Dann sagte mein Vater immer wenn meine Geschwister aus der Küche waren: Geb dem armen Jungen nur eine trockene Mettwurst und ein kleines Stück Brot damit er etwas in seinen hungrigen Magen bekommt.
Rechtsupweğ un lüchts in d' slōd nüms slóó sīn kinner dōd wäist näit wat d'r ūt worden kan amäen ōk 'n grôt manRechtsupweg und links im Graben niemand schlage seine Kinder tot weißt nicht was draus werden kann vielleicht auch ein großer Mann (Spr.)
Sünnerklóós dū gâud blaud breng mī 'n bītje sukkergaud näit tau fööl un näit tau min smīt dat man tau d' sğöstäin in mit 'n endje band d'r an dat ik 't ōk bīrekken kan Sankt Nikolaus du guter Mensch bring mir etwsa Zuckergut nicht zu viel auch nicht zu wenig wirf 's mir nur zum Schornstein hinein mit einem Stückchen Band daran damit ich es auch erreichen kann (Kindespruch zum Nikolausfest)
Wangerōğ däi sğôn Spīkerōğ däi krôn Langerōğ is 'n botterfat Baltrem is 'n sandgat Nördernäj dat rōverland Jüüst is dat tōverland Börkemer melken kauje un brūkent drek as brand Röttemōğ dat aierland Münkōğ dat baierland däi Amlanner sğalken hebbent stōlen drei balken 's óóvends dō däi móón was rēsen däi gâlğ sal höör wóópen wēsen up Sğēlen stājt 'n hôğ tōrn Flīland het sīn nóóm ferlōren Tessel liğt in 't seigat däi lüü fan d' heller sēdent datWangerooge die Saubere Spiekeroog die Krone Langeoog ist ein Butterfass Baltrum ist ein Sandloch Norderney das Räuberland Juist ist das Zauberland Borkumer melken Kühe und nutzen Dreck als Brant Rottumeroog das Eierland Schiemonikoog das Glockenland die Ameländer Schalken haben gestohlen drei Balken abends als der Mond stieg der Galgen soll ihre Waffe sein auf Terschelling steht ein hoher Turm Vlieland hat seinen Namen verloren Texel liegt in einer Strömungsrinne die Leute von Vordeichsland sagen das (Spr. für alle ostfriesischen und westfriesischen Inseln)
Wäitent jī wor Häisel liğt? Häisel is 't sūpsterlauğ! Häisel liğt in 't ruen dor sūpent s' as huen!Wisst ihr wo Hesel liegt? Hesel ist das Säuferdorf! Hesel liegt in der Runde da saufen sie wie Hunde! (Spr.)
allerläifst blīv ik in hūsam liebsten bleibe ich Zuhause
alûn! alûn! däif in d' tûn!Achtung! Achtung! Dieb im Garten! (Warnruf beim Obstdieben)
alûn! alûn! söyker in d' tûn!Achtung! Achtung! Sucher im Garten! (Warnruf beim Versteckspiel wenn der Sucher sich nähert oder gesichtet wird)
alûn! alûn! sğōjer in d' tûn!Achtung! Achtung! Betrüger im Garten! (Warnruf beim Obstdieben)
anmārkelk fööl fäj löpt d'r in 't landbeträchtlich viel Vieh läuft da im Land
annernt bünt nū bóós in 't landjetzt regieren ander Mächte
anners kwamment jī düüwelstüüğ häil näit in fatsūnsonst bekommt ihr Teufelszeug gar keinen Anstand
as 'k nóó d' stöörm in tûn kwam dō lağ 't âl ōwerhôpals ich nach dem Sturm in den Garten kam lag dort alles zusammengestürzt
as wī annerlessens in 't filmtjóóter sattent lēp d'r 'n häil andaunelk film inals wir letztens im Kino waren lief dort ein sehr ergreifender Film
best in örder!alles klar!, alles geregelt!
bies in 't stērt hebbendie Rinder tollen, die Rinder jagen herum
binnen in 't bekGaumen, Rachen
bâng in d' büksFeigling, Hasenfuß, Angsthase
bâng in d' büksFeigling, Hasenfuß, Angsthase
bóós in sīn äigen hūs wēsenChef im Haus sein
bēter 'n ârm in ēren as 'n rîk in sğânbesser ein Armer in Ehren als ein Reicher in Schande (Spr.)
bī 't mörnrōd al bēserğ in sīn winkelbei Morgenrot schon fleißig in seinem Laden
bī ... inauf ... zu; in ... hinein
bī mīn folk in hūszu Hause bei meinen Eltern
bī rēgenwêr mümmelnt wī us fājn unner 't dēken inbei Regenwetter kuscheln wir uns gemütlich unter der Decke ein
bīföören lēvde 'n köönenk tauhôp mit sīn köönenkske in 'n land häil fēr fan hirvor langer Zeit lebte ein König zusammen mit seiner Königin in einem Land ganz fern von hier
bīlang stellen inInteresse haben an, verlangen nach
d' is dat wêr in d' rūdendie Fenster beschlagen aufgrund des Wetters
d' kluntje knappert in d' tēder Kandis knistert im Tee
d'r 'n kât in krīgenverwerfen
d'r bünt dreidūsend stäinen in bīmürt wordendarin wurden dreitausend Steine vermauert
d'r föyl ik ğīn bīraup in mī tau dat ik mī um däi sóók bīkummern mautda fühle ich keinen Antrieb mich um die Sache zu kümmern
d'r heb 'k je 'n ēventüer hat dat ik hunnert oirō in d' lotteräj wunnen hebda habe ich ja Glück gehabt das ich hundert Euro in der Lotterie gewonnen habe
d'r hebbent ōwerhôp fandóóeğ näit fööl in d' stad minsken westda sind überhaupt heute nicht viele Menschen in der Stadt gewesen
d'r höörde sō fööl tau dat ik hum dat in d' bīdüd krēğes war viel Arbeit ihm das begreiflich zu machen
d'r indarin; herein, hinein, rein
d'r in däilenetwas aufteilen, etwas verteilen
d'r in sittenhergeben, reichen
d'r in wēsenbeinhalten, dazu gehören
d'r is 'n óówêr in d' antoğes ist ein Unwetter im Anmarsch
d'r is 't wêr in d' flasder Flachs leidet an Flachswelke
d'r is häil ğīn bīstüer in krīgendas ist nicht unter Kontrolle zu bekommen
d'r is no ğīn gebóóğ in 't hūs säi slóópent no âles ist noch kein Leben im Haus sie schlafen noch alle
d'r is wat in d' móóekes ist etwas in Arbeit, es ist etwas geplant
d'r is ēvenräiderğkaid in d' lōp fan d' möölenda ist Gleichmäßigkeit im Lauf der Mühle
d'r is ğīn sin of wäit indas ist ohne Sinn und Verstand
d'r kumt 'n bânk in 't westes begiebt sich eine Wolkenbank nach Westen
d'r kumt gaud wóók in 't hūsda kommt gut Leben ins Haus
d'r kumt wat in 't röögener bewegt sich was, es kommt etwas in Bewegung
d'r kāst dī wal in dōd móókenda kannst du dich mit quälen
d'r sit't al tau föör bīdārf ines ist schon zu sehr verfault
d'r sit't sō 'n bânk in 't westes befindet sich eine Wolkenbank im Westen
d'r sit't sō 'n āngel in hum dat d'r hóóst ğīn minsk frē mit hum hollen kaner hat ein so unangenehmes und verletzendes Wesen dass fast kein Mensch mit ihm auskommen kann
d'r sit't ğīn band mēr ines hat keine Verbingung mehr
d'r sit't ğīn räecht ord in däi minskder Mensch ist charakterlos
d'r sit't ğīn ārğ in humer sitzt kein Funken Bösheit in ihm
d'r sittent ğīn inholten iner leidet an Lungentuberkulose
d'r stel 'k ğīn bīlang inda habe ich kein Interesse dran
d'r was nū in disser stad ōk 'n bantjerin dieser Stadt lebte auch eine Modenarr
dan hebbent wī dat âl in äien ofwāskdann haben wir das alles in einem Arbeitsgang erledigt
dan is höör säiel in bēterder handdann gesundet ihre Seele
dansen däi müegen in d' januwoi word' däi buer 'n bēdelertanzen die Mücken im Januar wird der Bauer ein Bettler (Spr.)
dat Oirōpēsk Feräinen sit't in Brüssel man ōk in Stróótsbörğdie Europäische Union sitzt in Brüssel aber auch in Strasburg
dat bānkt in 't westes steigen Wolkenbanken im Weste auf
dat fet sit't hum näit in d' weğer ist mager (Rdw.: "das Fett sitzt ihm nicht im Weg")
dat fäj is d' in bīsğüt'tdas Vieh ist darin eingesperrt
dat geld gājt in d' kriempdas Geld schrumpft
dat gājt d'r hēr as in d' jöödenkârkes geht drunter und drüber (Spr.: "es geht daher wie in einer Judenkirche")
dat gājt d'r hēr as unner in 't gulfdas geht drunter und drüber das mag man nicht glauben (Spr.: "es geht daher wie unten im Gulf")
dat gājt in d' bröökendas geht in kleinste Zahleneinheiten (Brüche)
dat gājt in d' gantdas geht in die Zwangsversteigerung
dat het däi häiel dağ al sō góón sē Ānke Dīdels dō lağ s' mit appels in d' gööetdas ging schon den ganzen Tag so sagte Anke Diedels da lag sie mit Äpfeln im Graben (Spr.)
dat het häi in 't föyl as däi bēdeler däi lūsdas hat er im Gefühl wie der Bettler die Laus (Spr.)
dat het häi in sīn baldóóderğkaid dóóndas hat er im Übermut getan
dat häiel lauğ kwam in 't äendas ganze Dorf kam in Unruhe
dat hūs stun in flambûsdas Haus stand in Flammen
dat in d' hiel hebbenes dringend haben
dat in diecht fóóten hebbenmit seinem Vermögen bald zu Ende sein (Spr.: "das in dichten Fässer haben")
dat is 'n fernööker nēm dī föör däien in d' achtdas ist ein Betrüger nimm dich vor demjenigen in Acht
dat is 'n mâl anwenst an hum dat häi altīd sō lóót in hūs kumtdas ich eine schlimme Angewohnheit von ihm das er immer so spät nach Hause kommt
dat is in 't angóóndas ist am Anfang
dat is in 't âl ferstrājt wordendas ist im All verstreut worden
dat is in bīwēsenhaid fan mennerğ lüü geböörtdas ist in der Anwesenheit etlicher Leute passiert
dat is in d' antoğdas ist im Anzug, dat ist im Kommen, im Anmarsch
dat is in d' drêvdas ist fahrtüchtig; das fährt, das gleitet, das schwimmt, das fliegt
dat is in d' wârdas ist ganz durcheinander
dat is jau 'n ōwerkumst sē d' mauder dō krēğ säi däi dochter mit 'n kind in hūswas für ein Ereignis sagte die Mutter da bekam sie die Tocher mit einem Kind zuhause (Spr.)
dat is jóó häilundal in 't wieldas ist ja ganz und gar verdreht, das ist ja ganz und gar verrückt, das ist ja ganz und gar aus den Fugen geraten
dat is mī in däi hand fālendas war mehr als ich erwartet hatte
dat is mōj um Jāses tau singen man no mōjer um mit sīn dochterkes in d' fäen tau springenes ist schön wegen Jesus zu singen aber noch schöner wegen seinen Töchtern in die Weide zu springen (Spr.)
dat is sēker as dat óómen in d' kârkdas ist so sicher wie das Amen in der Kirche
dat is sō 'n balstürerğ kind dat man d'r no in 't gâud no in 't kwóóed wat mit worden kandas ist ein so freches Kind das man mit ihm weder im Guten noch im Schlechten zurecht kommt
dat is wat in d' gröetdas ist was Außergewöhliches
dat is âl in örderdas ist alles in Ordung
dat kind lukt däi bost net sō lâng as d'r no 'n drüp in isdas Kind saugt so lange an der Brust wie sie noch Milch gibt
dat kind maut in wârm dauken un lūren inkōmendas Kind muss in warme Tücher und Windeln eingewickelt werden
dat klingt as 'n ketōlsk knēpel in 'n lüttersk kloekdas passt nicht zusammen (Spr.: "das klingt wie ein katholischer Glockenschläger in einer lutherischen Uhr")
dat kumt in 't fergētelbaukdas gerät in Vergessenheit (Spr.: "das kommt ins Vergessbuch")
dat kwam hum in 't hērinnerner erinnerte sich, es kam ihm in die Erinnerung
dat kwóóed arnt al mēr bī hum indas Böse frisst sich immer tiefer in ihn hinein
dat kwóóed hörn in 't nōrd ōwer 't wóóterNormannenreich, Wikingerreich
dat land kumt nū ērst recht wēr in wērderğkaid dat 't wat upbrengt man wī hebbent d'r ōk örnelk wat an dóón un 't us 'n gaud stük geld kösten lóóten dat 't ērst wēr in wērderğkaid kōmen hetdas Land kommt jetzt erst wieder in einen geschätzten Zustand in dem es etwas aufbringt aber wir haben da auch sehr viel dran getan un es uns ziemlich Geld kosten lassen das es wieder in diesen guten Zustand gekommen ist
dat land liğt in tain akkersdas Land hat zehn Parzellen
dat let't d'r in hūs ferbārmelker sieht dort zuhause erbärmlich aus
dat let't mī hir in hūs sō orerğ dat ik 't häil hóóst näit wēr kendas sieht mir hier zuhause so sonderbar aus das ich es beinahe nicht wiedererkenne
dat liğt näit in sīn bīlangdas ist ihm nicht wichtig
dat löpt as 'n maimöölen in d' ruendas läuft rund wie ein Karussel
dat lēt ik in dīn stēwäre ich du würde ich das nicht tun
dat oel swet fan däi wäiserfräisk tóól un däi äimsfräisk tóól köönent wī fandóóeğ no in us Ōstfräisk höörendie alte Grenze der weserfriesischen Sprache und der emsfriesischen Sprache können wir heute noch in unserem ostfriesischen Platt hören
dat pāst as dat ding in Gräitjedas passt perfekt (Spr.: "das passt wie das Ding in Gretchen")
dat róókst dū hund bitst mī in 't holten bäindas hast du verfehlt (Spr.: "das triffst du Hund beißt mich ins Holzbein")
dat rōfdelven an d' natüer is 'n grōt prōblēm in d' wērldder Raubbau an der Natur ist ein großes Problem in der Welt
dat sit d'r näit indas gibt es nicht her, dafür reicht es nicht
dat spek word't in d' wīm uphangender Speck wird im Fleischgerüst aufgehangen
dat stöörmt sō baldóóderğ dat me hóóst bâng in 't hūs worden mautes stürmt so gewaltig das man fast Angst im Haus haben muss
dat sğip sājelt in fāutfrachtdas Schiff segelt ohne vollständige Ladung
dat sğôn snūvdauk dat säi d'r tau in d' büües hārentdas saubere Taschentuch das sie dazu in der Hosentasche hatten
dat sğüt't mīn net sō in d' sindas ist mir gerade so eingefallen
dat trāuen in 't fläisk slóóndie Trauung erzwingen
dat undbrekt allenerğ in sīn óómacht dat häi sīn sğüllen näit bītóólt man näit in sīn gâud wieles mangelt ihm allein in seinem Unvermögen das er seine Schulden nicht bezahlt aber nicht in seinem guten Willen
dat was alēr in oel tīdendas war ehemals in alten Zeiten
dat was net in d' bīgün dat 't anfung tau lōpenes war gerade am Beginn als es anfing zu laufen
dat wicht is sō gail dat 't däi manlüü bol tau 't hals in flüğtdas Mädchen ist so geil das es den Männer so um den Hals fällt
dat wuddelt al däiper indas wurzelt immer tiefer ein
dat wêr smit't sük in böjendas Wetter verändert sich (Rdw.: "das Wetter wirft sich in Böen")
dat wājt sō baldóóderğ dat me hóóst bâng in 't hūs worden mautes weht so gewaltig das man fast Angst im Haus haben muss
dat wī in us wēswārk näit tau but wordendass wir in unserem Tun und Treiben nicht maßlos werden
dat āutō is in d' drêvdas Auto in der Fahrt
dat ōwermäesen is in d' fandóóğsk burkeräj 'n grōt prōblēmdie Überdüngung ist in der heutigen Landwirtschaft ein großes Problem
disser stóólen stóóven wordent döör 'n góónd wārk in röögen set'tdiese Stahlstäbe werden durch ein Uhrwerk in Bewegung gesetzt
dor indarin (sehr bestimmend auf eine Sache oder einen Ort)
dor in d' stad het äin winkel sīn staulen häil mōj fertööntda in der Stadt hat ein Laden seine Stühle sehr schön dargestellt
dor in tēgenda hingegen
dor is fööl turt in d' wērldes gibt viel Unrecht in der Welt
dor is niks kwóóds innichts Arges ist dabei
dor is wat mit in d' hand nēmendas hat viel damit zu tun
dor sit 'n spīker indie Person ist stolz von der Grundhaltung
dräj in d' pânostfriesischer Pfannkuchen mit Hefe und Rosinen
drûv in d' wīnWeinstein
dwäilsk in d' kopwirr im Kopf
däi Fräisen hebbent in dat 8. äiw Nōrdfräisland bīsēteltdie Friesen haben im 8. Jahrhundert Nordfriesland besiedelt
däi adder säeğt ik bīt in d' nōd un wat ik bīt je dat gājt dōddie Kreuzotter spricht ich beiße in der Not und was ich beiße das wird tot (Spr.)
däi ailanner bīdelvt sīn dōden in d' düünensandder Insulaner begräbt seine Toten im Dünensand
däi andocht an däi kwóóddóóden fan d' nóósjenóósōsjóólisten dürt näit in fergēt kōmendie Erinnerung an die Übeltaten der Nationalsozialisten darf nicht in Vergessenheit geraten
däi appelbōm stājt gaud in wāselder Apfelbaum hat gute Fruchtstände
däi bäisten hebbent d' bies in 't stērt hebbendie Rinder tollen, die Rinder jagen herum
däi bīdrīf is sō grōt dat me 't hóóst näit âl bīflechtern un dat baudel in örder hollen kander Betrieb ist so groß das man es fast nicht schafft alles zu kontrollieren und die Angelegenheit in Ordnung zu halten
däi bōm stājt in sğóóder Baum verliert durch langes Stehen an Wert
däi būsbeller sit't in d' kellerder Busebeller sitzt im Keller
däi dróód in d' nóódelder Faden in der Nadel
däi däiğ is in d' rîsder Teig ist dabei aufzugehen
däi düüwel sājt wäid in d' wâjtder Teufel säht Unkraut in den Weizen
däi fenten tūken d' wichter in d' hoerdie Jungen ziehendie Mädchen an den Haaren
däi fenten un fōns wóólen sük in 't landdie Jungen und Mädchen wälzen sich im Land
däi ferkōper het us anblaft dō wī tau fööl klæær mit in d' klærhukje nōmen hārentder Verkäufer hat uns unfreundlich zurechtgewiesen als wir zu viele Kleider mit in die Umkleidekabine genommen hatten
däi foräel swemt in d' ēdie Forelle schwimmt im Fluss
däi fos slupt in sīn hol der Fuchs schlieft in seinen Bau
däi frâu kan mēr mit d' sğûd tau 't hūs ūtdróógen as däi man mit däi hājwóógen tau d' sğürdööer in fortdie Frau kann mehr mit der Schürze zum Haus hinaus tragen als der Mann mit dem Heuwagen hinein fährt (Spr.)
däi föögels nüsseln gērn in däi horten fan d' oel bōmdie Vögel nisten gern in den Höhlen des alten Baumes
däi fūlerğkaid het d'r sō in fast arnt dat säi d'r hóóst mit ğīn middels wēr ūt tau krīgen isdie Fäulnis ist dort so fest eingedrungen das sie dort mit fast keinen Mittel wieder zu entfernen ist
däi fūlerğkaid is al dēger in dat gaud inarnt dat 't hóóst häil mit ğīn middels wēr sğōn tau krīgen isder Schmutz ist schon stark in das Zeug eingefressen das es fast mit gar keinen Mitteln wieder sauber zu bekommen ist
däi gaus kan sük in höör äigen fet bīdrüppendie Gans kann ihn ihrem eigenen Fett braten
däi gājt sō olbōrerğ in höör klæær as 't hóóst in hunnert joren ğīn mâud mēr west hetsie hat solch altmodische Kleidung an wie sie schon fast vor hundert Jahren schon nicht mehr Mode waren
däi het d' Dóówid in d' kopder ist betrunken (Spr.: "der hat den David im Kopf")
däi het finger in ferbander hat den Finger in einem Verband
däi het wat in d' melk tau kröymender hat Besitz, der ist nicht unvermögend
däi het ğīn lūs in d' rōk!der hat gar nichts! (Spr.: "der hat keine Laus im Räucherofen!")
däi häen het wat in d' niepdas Huhn hat etwas im Schnabel
däi häiel hunnert dīm'd land däi d'r in 'n flâkt tauhôp liegent höörent âl us bīhalven drei dīm'd däi Äied Ellen taukōmendie ganzen hundert Diemat Land die dort in einer Fläche zusammen liegen gehören alle uns außgenommen drei Diemat die Ede Ellen gehören
däi hóóes in sīn bângt róómt wat hen un wat hērder Hase rennt in seiner Angst hin und her
däi hóóes sit in sīn dobkeder Hase sitzt in seiner Sasse
däi hóófer sğüt't in bīvender Hafer setzt Rispen an
däi hūsswam arnde döör däi langhaid fan d' tīd sō in dat ik däi dēlen mit däi balken d'r ūt rīten lóóten mus um 't hūs d'r fan sğōn tau krīgender Hausschwamm drang durch die Länge der Zeit so ein das ich die Fußböden mit den Balken herausreißen musste um das Haus davon sauber zu halten
däi is âl nööslang wēr in hūser ist jeden Augenblick wieder zu Hause
däi kau is in d' blas kōmendie Kuh ist an Trommelsucht erkrankt
däi klööer flōğ hum ūt un iner wechselte die Gesichtsfarbe schnell, er wurde blass, er wurde rot (Bestürzung Schrecken oder Scham)
däi knipt d' kât in 't düüsterner ist nicht zu unterschätzen, sie ist nicht zu unterschätzen (Spr.: "der kneift die Katze im Dunkeln")
däi krüüsbäj kumt in wāseldie Stachelbeere wächst
däi krājen hārent mī al in d' fermikdie Krähen hatten mich schon entdeckt
däi krūdwinkel in Læær het 't âl an krüüderäj däi äien wal hebben wildas Gewürzgeschäft in Leer hat sämtliche Kräuter die man nur haben will
däi kumt in d' kindhaider verfällt in Demenz
däi käies arnt al mēr inder Käse wird durch Milben immer angefressener
däi kóóen bārgent sük 's nachts in d' karkhortendie Dohlen verstecken sich nachts in den Löchern der Kirchenmauer
däi kāst in d' pîp smōkender taugt nichts (Spr.: "den kannst du in der Pfeife rauchen")
däi let't sük föör 'n dājt 'n gat in 't knäj bōren un dō häi no 'n pennenk d'r bī kriğt dan bölkt häi ōk näiter ist ein richtiger Geizkragen der nur an Geld denkt (Spr.: "er lässt sich für einen Deut ein Loch in das Knie bohren und wenn er noch einen Pfennig dazu bekommt dann schreit er auch nicht")
däi maid däi säi d'r het is sō 'n räecht pöyselerske un däi kan 't âl bīrakken wat 't in un būten 't hūs tau taun gift um dat âl örnelk un sğōn tau hollendie Magd welche sie hat ist eine echte Arbeitswütige un die kann alles in Ordnung halten was es im un außerhalb des Hauses zu tun gibt um alles ordentlich und sauber zu halten
däi mesters hebbent 'n hóóspōt in d' tāskedie Lehrer haben eine Hasenpfote in der Tasche (Spr.)
däi mund in 't bek hollenschweigen (Rdw.: "den Mund im Mund halten")
däi mâj dājt mēr up äin dağ as däi fēbuwoi in achtuntwinterğ dóóeğder Mai macht mehr an einem Tag als der Februar in achtundzwanzig Tagen (Spr.)
däi mäied liğt in wirsendie Wiese wurde geschwadet
däi móón is in 't anwinnender Mond nimmt zu
däi neitīden däi in d' krânt stóóndie Neuigkeiten die in der Zeitung stehen
däi nööes is in d' swäeldie Nase ist in Entzündung
däi nōrder wind hūlt in d' sğöstäin un drükt an dööer un bliender Nordwind heult in den Schornstein und drückt an Tür und Fensterlade
däi rechters hebbent Lütter 1512 in acht dóóndie Richter haben Luther 1521 für vogelfrei erklärt
däi roeğ gājt fan d' winter fööl in d' melkder Roggen wird zu spät reif
däi sit in d' góótender sitzt im Gefängnis
däi sluep liğt in d' sğotnaut.: die Langleine zum Schellfischfang der Schaluppe ist versenkt
däi swäel is in 't ankōmendas Geschwür ist in der Entstehung
däi sóók kumt läiverlóó in örderdie Sache regelt sich mit der Zeit
däi süen rist rōd in 't ōstdie Sonne geht rot im Osten auf
däi sğelfisk döğt niks mēr d'r is ğīn âr in d' móóndder Schellfisch taugt nichts mehr es ist kein R mehr im Monat (Spr.)
däi taks is wēr in sīn bāu slōpender Dachs ist wieder in seinen Bau geschlieft
däi tannen sğäitent däi puep in d' góógeldas Baby bekommt Zähne
däi törf stājt in d' slağder Torf steht in Reihen
däi weğ gājt d'r in 'n bôğ um tauder Weg geht dort in einem Bogen drumherum
däi wil d'r ōk no umwenst bīgóón dō häi d'r in dat fröem land in kumter wird sich auch noch umgewöhnen müssen wenn er in das fremde Land kommt
däi wind sit't in d' pishörnder Wind wehr von Westen
däi wräiedst in d' middent sē däi düüwel dō gung häi tüsken twei póópender Beste in die Mitte sagte der Teufel da lief er zwischen zwei Pfaffen (Spr.)
däi wóógen dwäilt in 't spôrder Wagen schlingert in der Fahrspur
däi wāskboer is in us natüer näit häimelk man in Nōrdamērīkóder Waschbär ist in unserer Natur nicht heimisch aber in Nordamerika
däi wērldpōlitik het sük in Prīs dat bōvenswet föör 'n wērldferwārmen fan twei gróód an tempertürrīsen bit 2100 anbīróómtdie Weltpolitik hat sich in Paris die Obergrenze der globalen Erwärmung von zwei Grad an Temperaturanstieg bis 2100 gesetzt
däi Äiems mūd't in 't hēfdie Ems mündet in das Wattenmeer
däi ârm frâu bīmūselt sük d'r indie arme Frau kommt in der Arbeit um
däi ârm kērl maut dat pöyselpērd in hūs wēsender arme Mann muss das Arbeitspferd im Haus sein
däi äien móókt dat bäer un däi anner läeğt sük d'r inder eine erfreut sich an der Arbeit des anderen (Spr.: "der eine macht das Bett und der andere legt sich hinein")
däi äien was in 't swārt un däi anner in 't klöörtder eine war schwarz und der andere war gefärbt
däi êrst drei melkbóóljes mautent in d' tîn stöt't worden un dan maust dū däi bóóljes ērst düğterğ ūtböönern ēr d'r wēr melk in set't word'tdie ersten drei Milchwannen müssen in das Fass gegeben werden und dann musst du die Wannen erst einmal kräftig ausbürsten bevor wieder Milch hinein gegeben wird
däi óóerv sit't d'r al tau fast up un is d'r al tau fēr infrēten as dat d'r no helpen an is um d'r wēr grund in tau krīgendie Schmutzkruste sitzt zu fest und ist dort schon zu fest hineingefressen als das dort noch Abhilfe besteht es wiederherzustellen
däi ārğ sit't in humdie Furcht sitzt im in den Knochen
däi ērst mit äin bäin in d' slōd róókt kumt d'r licht mit bâjd inein Unglück kommt selten allein (Spr.: "wer zuerst mit einem Bein in den Graben kommt der kommt dort leicht mit beiden hinein")
däi ōgen in d' hand nēmensich nicht täuschen lassen (Rdw.: "die Augen in die Hand nehmen")
dæær un bæær in LæærTier und Bier in Leer (Viehmarkt)
düllerğkaid in 't lēvend hebbenEntzündung im Körper haben
düğterğ wat in d' fīsel stöytenein großes Festmahl zubereiten (Rdw.: "tüchtig was in den Mörser stoßen")
dō böörde häi sīn undlóót un sīn fīlainerğ blik gung in 'n baldóód ōwerda hob er sein Anlitz und sein böser Blick ging direkt in eine Übeltat über
dō d'r ērst rötterğ stēden in d' käies bünt dan is 't best dō s' rājn ūtstōken of ūtsnēden wordent anners arnent säi licht al fērerwenn da erst einmal faulige Stellen im Käse sind dann ist es das Best wenn sie vollkommen ausgestochen oder ausgeschnitten werden sonst dringen sie leicht immer weiter
dō sğōt hum 't in d' sinda fiel es ihm wieder ein
dō wī in hūs kwammenals wir nach Hause kamen
dō wī in hūs kwammentals wir nach Hause kamen
dū fālst mī in d' handich mag dich gern (Spr.: "du fällst mir in die Hand)
dū hest achttain oirō däi maust dū in dīn sporpot daundu hast achtzehn Euro die musst du in deinen Spartopf geben
dū hest süen in 't siechtdu hast Sonnenbrand im Gesicht
dū kāst dat fûl gaud man fut in d' bóólje settendu kannst die schmutzige Wäsche ruhig direkt in die Wasse geben
dū maust däi potten ērst wēr in häiet wóóter wäiken un däi dan mit sōdówóóter ofböönern anners kriğst dū däi óóerv d'r näit ofdu musst die Töpfe erst wieder in heißem Wasser einweichen und sie dann mit Sodawasser abbürsten sonst bekommst du die Schmutzkruste nicht darunter
dū maust dī dat näit anwennen dat dū dīn lütjerder brörs un süsters ōwer elker minnerğkaid bīrispst dan dī dū man recht up dī sülst achtst dan sast dū finnen dat dū dī sülst ōk no mennerğ móól wat tau sğüllen kōmen letst wor ōwer dū no fööl ēder ferdäinst bīrispt tau worden as säi um dat bītje wor in säi sük fergóóndu musst dir angewöhnen deinen kleinen Geschwister nicht wegen jeder Kleinigkeit zu tadeln denn wenn du genau auf dich selbst achtest dann wirst du herausfinden das du dir selbst auch noch maches Mal etwas zu Schulden kommen lässt weswegen du noch viel eher Tadel verdienst als sie über das Bisschen in welchem sie sich vergehen
elker hūs in 't lauğjedes Haus im Dorf
fan 't gäistelk in 't bäistelk fālenseine rohen Instinke zeigen (Spr.: "vom Geistigen ins Tierische fallen")
fan sük baldóóden as d'r in däi tīden fan d' kunflasen föörfullent hār me fan tau föören wal no nōjt hóóst näit höörtvon solchen Gräueltaten wie sie in den Zeiten der Conflanser Husaren vorfielen hatte man im vorhinein wohl noch fast nie gehört
faut in d' moerszool.: Tordalk (Alca torda)
ferlóót dī näit up 't hachtje! dat was walēr setrecht in d' Nörder Mārsken dat 't bī d' buer 's söndóóğs mēlpüüt gaf un tuffels un fläisk achternóó un dat nóóēten wur dat hachtje nöymtverlass dich nicht auf die Fleischspeise! das war früher in den Norder Marschen Gewohnheitsrecht das es beim Bauern sontags Mehlkloß gab und Kartoffeln und Fleisch danach und jenes Nachessen wurde Hachtje genannt
flaud wóóter in d' slōdwenig Wasser im Graben
freidaum is dat hôğst wet in 't fräisk hārtFreiheit ist das höchste Gesetz im friesischen Herz
föör äien in d' buğt springenfür jemanden die Gefahr übernehmen (Rdw.: "für jemanden in die Bucht springen")
gaud in d' fudden sittenin Wohlstand leben (Spr.: "gut in den Klamotten sitzen")
gaud in d' rîğ wēsenin Ordnung sein
gaud wat in d' pinken krīgenden Bauch vollschlagen
geld un blôt moers dor is 't mäiest äilend fan in d' wērldGeld und Sex verursacht das meiste Elend auf der Welt (Spr.)
gnūr in d' ārm hebbeneine Sehnenscheidenentzündung im Arm haben
grājt dat gres in d' januwoi dan wāst 't dat häiel joer mingedeiht das Gras im Januar dann wächst es das ganze Jahr schlecht (Spr.)
göert in d' kopVerstand, Wissen (scherzh.)
hir inhierin
häi bīmūselt sük d'r iner kommt darin vor Arbeit um
häi bīwröt't sük d'r iner kommt darin vor Arbeit um
häi erselt näit um in 't wóóter tau springener zögert nicht ins Wasser zu springen
häi ful ōwersīds in d' slōder fiel seitwärts in den Graben
häi fālt mī in d' hander gefällt mir besser als ich es erwartet habe
häi glimt ne' 's 'n katköödel in 't düüsterner ist sehr sauber, er ist frisch gewaschen, er ist gründlich gewaschen, er strahlt vor Sauberkeit
häi glājt in 't siechtsein Gesicht glüht (Fieber)
häi gung bī un hāu dat in dutten er machte sich daran, es kurz und klein zu schlagen
häi gājt in 't hūser geht in das Haus
häi gājt in būtener geht nach draußen
häi gājt in hūser geht nach hause, er geht heim
häi het 'n buenk in 't bäiner kann nicht laufen; er will nicht laufen (Spr.: "er hat einen Knochen im Bein")
häi het 'n gâud bēt in 't brōd dóóner hat einen guten Bissen in das Brod gemacht
häi het 'n räecht óóep in höör frētener hat sich Hals über Kopf in sie verliebt
häi het 'n tīdlang recht in nērlóóeğ west man häi is d'r nū wēr bōven uper hat eine Zeitlang richtige Niederlagen erlitten aber jetzt ist er wieder besser drauf
häi het 'n âr in d' koper ist hochmütig (Spr.: "er hat ein R im Kopf")
häi het 't in 't līfer hat Bauchschmerz, er hat Bauchschmerzen
häi het 't in bīróód nōmener hat es in Erwägung gezogen
häi het 't in d' bost er hat Beschwerden in der Brust (z.B. Atembeschwerden)
häi het 't in d' mund as däi ēkster in d' stērter spricht ununterbrochen (Spr.: "er hat es im Mund wie die Elster im Schwanz")
häi het 't in d' rîğ as Âmk dat möölenspiler hat es in Ordnung wie Amke das Mühlenspiel (Spr.)
häi het 't âl in d' dróóder hat sein ganzes Geld verbraucht (Spr.: "er hat alles im Faden" im Bezug drauf das alles Flachs versponnen ist)
häi het d'r 'n āngel in funnener hat einen Hinderungsgund darin gefunden
häi het d'r 'n āngel in funnen um d'r no mēr in tau röörener hat einen Hinderungsgund darin gefunden weiter zu rühren
häi het d'r 'n āngel in funnen um däi sóók fērer tau ferfechtener hat einen Hinderungsgund darin gefunden die Sache weiter zu verteidigen
häi het dat in 'n henhollen klorer hat das im Nu fertig
häi het dat in draft dóóner hat das in Eile getan, er hat das eilig nebenher erledigt
häi het dat niks in achter achtet es nicht
häi het däi óóep in d' tāskeer hat das Geld in der Tasche
häi het gaud wat in d' fangster ist wohlgenährt
häi het gaud wat in d' hüeler ist sehr klug (Spr.: "er hat gut was unter der Haube")
häi het gaud wat in d' hüüeder hat viele Vorräte gesammelt, er hat viel zusammen gehamstert
häi het gaud wat in sīn ferdäipener ist begabt (Rdw.: "er hat gut was in der Geistestiefe")
häi het hum in 't fermik krēgener hat ihn für verdächtig betrachtet, er hat ihn entdeckt
häi het hum in d' möyet kōmener ist ihm begegnet
häi het lōd in d' billen krēgenman hat ihn angeschossen, er hat Schrot in den Hintern bekommen
häi het mī näit in d' rēkener bedenkt mich nicht
häi het niks as künsten in d' koper denkt nicht ans arbeiten (Spr.: "er hat nicht als Künste im Kopf)
häi het sük d'r gaud in berter hat sich gut darin gebettet
häi het sük d'r in bīdorter hat sich damit zufrieden gegeben
häi het sük d'r in bīfūlter hat sich darin verrannt
häi het sük d'r in bīmurtjeter hat sich darin verzettelt
häi het sük d'r in bīnüsselter hat sich darin verstrickt
häi het sük d'r in ōwerdóóner hat sich darin überarbeitet, er hat sich darin getäuscht
häi het sük fanmiddağ in d' bräj ōwernōmener hat sich heute mittag mit dem Brei übernommen
häi het sük in 't hāj bīnüsselter hat sich im Heu eingekuschelt
häi het sük in dat fôn fergóópter hat sich in das Mädchen verliebt
häi het sğien in d' hoerer hat Kopfschuppen im Haar, er hat Schuppen im Haar
häi het sīn land in ārvhüer ūtdóóner hat sein Land in Erbpacht verpachtet
häi het ğīn bôm in d' móóeğer ist unersättlich (Spr.: "er hat keinen Boden im Magen")
häi het ğīn middelsğot in d' nööeser ist maßlos, er kennt kein Maß (Spr.: "er hat keine Nasenscheidewand")
häi höört hir in hūser ist gebürtig von hier; er wohnt hier
häi hār in d' fröem häil ğīn order konnte in der Fremde nicht zurechtkommen
häi is d'r häil óófersğēlerğ in róókter ist dort unverschuldet hineingekommen
häi is d'r läip bīsnēden iner ist darin sehr geschult
häi is hir in 't lauğ bōren un tōgener ist hier im Dorf geboren und erzogen
häi is hōğ in d' täeler genießt hohes Ansehen
häi is in 't Engelsk un in 't Fransk gaud bīslóóner spricht gut Englisch und Französisch
häi is in 't achter kōmener ist in das Zurückgehen gekommen, er ist zurück geblieben, er ist zurück gekommen
häi is in 't achterhūser ist im Hinterhaus
häi is in 't anner joerer ist ein Jahr älter
häi is in 't bīköörener ist dabei zu überlegen, er ist in Überlegung begriffen
häi is in 't däip róókter ist in den Kanal gestürzt
häi is in 't föörhūser ist im Vorderhaus
häi is in 't holter ist im Wald
häi is in 't tûn an 't planten settener setzt im Garten Pflanzen ein, er pflanzt im Garten Pflanzen ein
häi is in acht un ban dóóner ist für vogelfrei erklärt worden
häi is in acht und ban dóóner ist in Acht und Bann getan
häi is in d' andocht fersunkener ist im Denken an etwas versunken
häi is in d' dannener ist im Tannenwald
häi is in d' fuel hâuer ist im vollen Besitz; er kann es vollkommen genießen (Spr.)
häi is in d' kepäel tau d' tē drinkener ist in der Kapell zum Tee trinken
häi is in d' roeğsichteltīd bōrener ist in der Zeit der Roggenernte geboren
häi is in d' slōd róókter ist in den Graben gestürtzt, er ist in den Graben gefahren
häi is in hūser ist zu Hause
häi is in âl täilen bīārvter ist ein reicher Mann (Spr.: "er ist in allen Theelen beerbt")
häi is in âl täilen bīārvter ist ein reicher Mann (Spr.: "er ist in allen Theelen beerbt")
häi is läip in drafter ist sehr in Eile, er hat es sehr eilig
häi is läip köör in 't ētener ist sehr wählerisch mit dem Essen
häi is mit hum in 't anróóken kōmener ist mit ihm in Berührung gekommen
häi is ni häiel ferm in 't āutōer ist kein sicherer Autofahrer
häi is niks mēr in d' telman zählt ihn nicht mehr mit, er steht nicht mehr in Achtung
häi is recht achterlīk in 't lērener ist im Lernen zurückgeblieben
häi is sīt güster in 't bēterner ist seit gestern in Genesung
häi is sō klauk as dat kakhūske tau Bräimen dat fan ēmer klaukhaid in 't wóóter fuler hält sich für überschlau (Spr. "er ist so schlau wie das Scheißhaus zu Bremen das vor lauter Klugheit ins Wasser fiel")
häi is wat wunnerlīk in d' kop sō dat me hóóst mäinen sul dat häi sīn küen näit recht heter ist so sonderbar im Kopf das man fast meinen sollte das er seinen Verstand nicht ganz beisammen hat
häi kan näit in d' slağ kōmener kann nicht mithalten
häi kan sük d'r näit in bīdürener kann sich darin nicht beruhigen
häi kan sük d'r w'rachterğ näit up bīraumen dat häi al fööl gauds in d' wērld dóón hārer kann da wirklich nicht mit prahlen das er schon viel gutes in der Welt getan hätte
häi kikt sō nüüwer ūt as däi mūs in d' mēltüener ist ein Fuchs (Spr.: "er ist so pfiffig wie die Maus in der Mehltonne")
häi kikt ōwerlangs wal insent bī mī iner besucht mich nur selten
häi krüüskampt al d' häil dağ in lauğer schwirrt schon den ganzen Tag im Dorf umher
häi krēğ d'r fut ārğ in dat 't um sīn geld west hār er bekam sofort Furcht darum das es um sein Geld geschehen war
häi kumt iner kommt herein, er tritt ein
häi kumt in d' kwīneräjer kommt in lange Krankheit
häi kumt in d' mīmeróósjeser verfällt in Demenz, den Bezug zur Realität verlieren
häi kumt in ğīn kârk of klueser ist ungläubig (Spr.: "er kommt in keine Kirche oder Klause")
häi kumt mit klumpen in 't gelóóeğer gibt nicht viel auf Werte und Normen (Spr.: "er kommt mit Holzschuhen zur Trinkgesellschaft")
häi kumt näit in d' hauken of hörnser macht nicht gut sauber (Rdw.: "er kommt nicht in die Ecken und Winkel")
häi kwam häil in d' fermisman verlor ihn ganz aus den Augen
häi kwam tau pās as däi muet in 't jöödenhūser kam völlig unpassend (Spr.: "er kam so recht wie die Sau im Judenhaus")
häi let't 't in âl kranten drükkener lässt es in allen Zeitungen abdrucken
häi liğt in sīn kwóóeder liegt in seinem Unrat
häi liğt in sīn läest süükelner liegt auf dem Sterbebett
häi liğt in sīn läest sīker tut seinen letzten Atemzug
häi löpt gāu in hūser läuft eilig nach Haus
häi löpt sük dōd as däi óól in 't sander läuft sich tot wie der Aal im Sand (Spr.)
häi löpt sük dōd as däi óól in 't solter läuft sich tot wie der Aal im Salz (Spr.)
häi löpt sük dōd as däi óól in d' āskeer läuft sich tot wie der Aal in der Asche (Spr.)
häi lēt däi maud in d' bäien sakkender Mut ließ nach (Spr.: "er ließ den Mut in die Beine sacken")
häi maut fanóóvend in d' bóóljeer muss heute abend in die Badewanne
häi rappelt in äien tuerer redet ununterbrochen
häi sit't gaud in d' plünnener ist gut gekleidet
häi sit't häil in d' bauken bīsīder ist ganz in den Büchern vertieft
häi sit't in 't wērtshūs ērder dat häi helpter sitzt lieber in der Kneipe anstatt zu helfen
häi sit't in 't ōrlauğje mit sīn nóóberer ist im Kleinkrieg mit seinem Nachbarn
häi sit't in d' häechter sitzt in der Haft
häi sit't in d' kâuer sitzt im Gefängnis
häi sit't up müülen bī 't füer un spüttert in d' āskeer ist ein richtiger Faulenzer (Rdw.: "er sitzt auf Pantoffeln beim Feuer und spuckt in die Asche")
häi smēt 't in d' in kibbeler bestritt es heftig
häi smōrt hóóst in sīn äigen feter ist stark übergewichtig (Spr.: "er schmort fast in seinem eigenen Fett")
häi späjde hum in 't undlóóter spuckte ihm ins Gesicht
häi spöölde d'r in äin weğ up aner spielte immerzu darauf an
häi stelt d'r ğīn bīlang in sīn kind tau säiner hat kein Interesse daran sein Kind zu sehen
häi stelt d'r ğīn bīlang in um sīn kind tau säinihm ist es nicht wichtig sein Kind zu sehen
häi strüüvt sük as 'n poeğ in d' móónsğīner tritt ehrwürdig auf (Rdw.: "er sträubt sich wie ein Frosch im Mondlicht")
häi stööpt hum in sīn kwóóeder hetzt seine Bosheit auf
häi stājt in 't anner lider steht im nachfolgenden Glied; er ist die Folgegeneration
häi stājt in d' winkeler steht im Laden
häi stājt niks in achtener hat vor nichts Achtung
häi stājt recht in wērderğkaid un ansäiner steht in Würde und Ansehen
häi säeğt hum dat pelūt in 't siechter sagt es ihm direkt ins Gesicht
häi wringt sīn hân as 'n poeğ in d' móónsğīner ist vollkommen verblüfft (Spr.: "er dreht seine Hände wie ein Frosch im Mondschein")
häi wur in d' januwoi dööpter wurde im Januar getauft
häi wäit sük d'r in näit tau bīhebbener kann damit nicht fertig werden
häi wōnt dor achter in d' gewestener wohnt da hinten in der Gegend
häi wōnt in 'n kumûner wohnt in einer Wohngemeinschaft
häi wōnt in d' sēteler wohnt in der Siedlung
häi āngelt hum net sō lâng bit dat häi hum in 't net heter ködert ihn so lange bis er ihn im Netz hat
häi ōweret't hóóst in d' ārftener überisst sich fast in den Erbsen
häi ōwerflōğ dat blad man ēven dō wus häi al wat d'r in stuner überflog das Blatt nur kurz da wusste er schon was darin stand
häil in d' bauken bīsīdganz in den Büchern begraben
höör fent wil mit sīn frâu bī höör 'n anbāu móóken un d'r in wōnenihr Sohn will mit seiner Frau bei ihnen einen Anbau machen und darin wohnen
hāj in 't gulf fläjenHeu in den Gulf packen
hāj in d' hokkenHeu zum Trocknen auf Reuter (Heureiter) geschichtet
hāu dī in d' haudmach, was du willst ! sieh zu, wie du klar kommst!
hōğ in 't nüst stājt däi äibērhoch im Nest steht der Storch
ik bün hóómel in d' móóeğich bin ausgehungert
ik bün in Auerkich bin in Aurich
ik bün in Auerk bōren wordenich bin in Aurich geboren
ik bün in d' Ollersemer Hammerkich bin im Oldersumer Hammrich
ik bün in d' Rîpich bin in Riepe
ik dē 't in d' slöörich tat es in der Gewohnheit
ik fin d'r 'n óókel inich ekele mich davor
ik góó in būtenich gehe nach draußen
ik heb 't in 't blaudich habe Kreislaufprobleme
ik heb 't in 't luerich beobachte es genau
ik heb 't in d' föylich habe das im Gefühl; fig. es liegt mir im Blut
ik heb 't in d' rüeğich habe Rückenschmerzen
ik heb dat niks in achtenich würdige das nicht
ik heb hum in d' fermikich habe ihn im Verdacht
ik heb hum in d' ē smētenich habe ihn in den Fluss geworfen
ik heb hum in tīden näit mēr blauktich habe ihn schon lange nicht mehr gesehen
ik heb hum ğīn spriek in d' weğ läeğtich habe ihm nichts zu Leide getan, ich habe ihm kein Haar gekrümmt
ik heb in 't Jäiwerland ğīn küenich bin im Jeverland unbekannt
ik heb in mīn jööğd ğīn ōwerfläiger west un was in d' sğaul altīd man wat t'rüeğich bin in meiner Jugend kein Überflieger gewesen und war in der Schule immer etwas unterentwickelt
ik heb mī 'n döyk in 't āutō jağtich habe mir eine Beule in das Auto gefahren
ik heb wat in 't luerich habe etwas in Aussicht; ich erwarte etwas; ich beobachte etwas; ich plane etwas
ik het dat in d' ferkērt halsgat krēgenich habe es falsch verstanden (Spr.: "ich habe es in den falschen Hals bekommen")
ik hār d'r häil ğīn ārğ in dat ik dī sēr dēich hatte nicht beabsichtigt dir weh zu tun
ik krēğ ğīn wenk in d' ōgenich bekam kein Auge zum, ich konnte nicht einschlafen
ik kun hum d'r niks in ferdenkenich kann ihm das nicht über nehmen
ik kun hum dat häi näit in d' bīdüd krīgenich konnte es ihm nicht begreiflich machen
ik lóót mī näit in mīn lōn bīknīpenich lasse mich nicht in meinem Lohn verkürzen
ik lēp hum in d' bräesich begegnete ihm während ich ihn meiden will (Rdw.: "ich lief ihm in die Bresche")
ik lēp hum līk in d' bräesich lief ihm direkt in die Bresche, ich begenete ihm obwohl ich ihn meiden wollte
ik sal 't wal in bīdenk nēmenich werde es mir überlegen
ik set dī up d' kop un späj dī in d' moersich werde dir Beine machen (Spr.: "ich setze dich auf den Kopf und spuck dir in den Arsch)
ik stel d'r grôt bīlang inich habe großes Interesse daran
ik stel däi melk ēfkes in d' köylsğapich stelle die Milch kurz in den Kühlschrank
ik stun al in bīróód um dat tau daunich stand schon im Begriff das zu tun
ik säi dat fosspôr in d' snäjich sehe die Fuchsspur im Schnee
ik was in mīn äinerğkaidich war einsam, ich war allein
ik wil 't in d' bīdenk nēmenich will es mit überlegen
ik wil do säin wel hir bóós in hūs is un of mīn wōrd ōk no gellerğkaid hetich werde sehen wer hier Chef im Haus ist und ob mein Wort auch noch Gültigkeit hat
ik wil däi bauken in äin band binnen lóótenich will die Bücher in einem Band binden lassen
ik wul dat häi in hūs gungich wollte dass er hineinginge, ich wünschte dass er hineinginge, ginge er doch hinein
ik wul in hūs góónich wollte hinein gehen
inin, im, auch: nach
in 'n blien bufblindlings
in 'n gâud fat surt 't näitin einem guten Fass wird nichts sauer
in 'n kerwidjein einem Augeblickchen, flugs, sofort
in 't im
in 't achternóóim Nachhinein
in 't blaud hebbenKreislaufprobleme haben
in 't büüsdaukim Taschentuch
in 't bīköören wēsenunschlüssig sein, unsicher sein
in 't empelddetailliert, im Einzelnen
in 't enterhuk kōmenein Geschwisterkind bekommen (Spr.: "in den Stall für einjähriges Vieh kommen")
in 't fautgóóndergewest bünt fööl winkelsin der Fußgängerzone sind viele Geschäfte
in 't ferbüüten stóónim Austausch stehen
in 't fergētin Vergessenheit
in 't fermik hebbenim Verdacht haben, verdächtigen
in 't ferwachten wēsenschwanger sein, in einer Schwangerschaft sein
in 't föörenim voraus; zuvor
in 't föören bītóólenim voraus bezahlen
in 't föören kōmenzuvorkommen
in 't gat stēkeneinsperren, ins Gefängnis stecken
in 't gefecht sittenim Streit sein
in 't gehäilinsgesamt, im Ganzen, alle zusammen, alles zusammen
in 't gulfauf dem Gulf
in 't holtim Wald
in 't holt läegeneinsargen
in 't hörn bī 't füerin der Ecke am Feuer; trad.: im Hörnstuhl am Feuer, in der Ecke am offenen Herdfeuer, im Hörnstuhl am offenen Herdfeuer
in 't hājim Heu
in 't hāj wēsenbei der Heuarbeit sein
in 't hūkjein der Hocke, hockend
in 't hūsim Haus
in 't kitje kōmenins Gefängnis kommen
in 't króóm kōmenniederkommen, gebären
in 't króóm kōmenschwanger sein
in 't króóm söölenschwanger sein
in 't króóm wēsenim Wochenbett liegen
in 't kânt nājenheftig abfertigen (Rdw.: "in die Kante nähen")
in 't lauğ bünt däi minsken al âl mit höör tūntjes bēserğim Dorf sind die Leute schon alle mit ihren Gärten beschäftigt
in 't luer krīgenzu Gesicht bekommen, entdecken, herausfinden
in 't lōf sğäitenins Kraut schießen
in 't mâl jóógendurcheinander bringen (Rdw.: "ins Verrückte jagen")
in 't mâl wēsendurcheinander sein, in Unordnung sein, in Verwirrung sein (Rdw.: "im Verrückten sein")
in 't mäienim Allgemeinen
in 't nöchternam frühen Morgen, im Nüchtern
in 't nüst góónins Nest gehen; fig. ins Bett gehen
in 't nōrdim Norden
in 't orerğ däjenim Schönen gedeihen
in 't suer liegeneinen Kater haben, verkatert sein, an den Folge eines Alkoholrausches leiden
in 't sóód sğäitenSamen bekommen
in 't süükenhūs hebbent s' hum net akróót an 't drüppen hangenim Krankenhaus haben sie ihn jetzt gerade an den Tropf gehängt
in 't twäied bild fan d' läest bīdrīfin der zweiten Szene des letzten Aktes
in 't wielim Wilden, in Unordnung, wüst verdreht, verrückt, aus dem Fugen geraten; in einem unordentlichen Lebensstil
in 't wiel prōtenverwirrt sprechen, faseln, fantasieren
in 't wārk kōmenin Kraft treten, Inkrafttreten
in 't wārk settenan die Arbeit machen, an die Ausführung machen
in 't äenin Unruhe, in Aufruhr, in Aufregung, im Aufstand
in 't āutō mautent wī us âl tauhôp angaspenim Auto müssen wir uns alle zusammen anschnallen
in 't Ōstfräislandin Ostfriesland
in 't ōst maut däi süen ferrīsen in 't süüd maut säi sük uphīsen in 't west gājt säi hen 't dóólen in 't nōrd het säi niks tau hóólenim Osten geht die Sonne auf um im Süden nimmt sie ihren Lauf im Westen wird sie untergehen im Norden ist sie nie zu sehen (Spr.)
in 't ōstenim Osten
in Emden kāst mit 'n sğüüet forenin Emden kannst du mit der Schute fahren
in achten stóónhoch geachtet werden
in achten wēsenhoch geachtet werden
in anner unstân wēsenein Kind erwarten (Spr.: "in anderen Unständen sein")
in brand kōmenin Brand geraten
in brand stēkenanzünden
in braskin Zorn, in Wut, in Erregung
in brask prōtenin Rage reden
in bēterder hand wēsenin Genesung sein, in Besserung begriffen sein (Rdw.: "in besserer Hand sein")
in bīdüüd krīgenklar machen, begreiflich machen; zur Sprache bringen
in bīróód un bīrâu stóónim Zweifel sein (Rdw.: "in Berat und Bereu stehen")
in bīróód un bīrâu wēsenim Zweifel sein (Rdw.: "in Berat und Bereu sein")
in bīslağ nēmenbeschlagnahmen
in bīslağ nēmenvereinnahmen
in būtendraußen
in būten góónhinaus gehen, nach draußen gehen
in būten wēsendraußen gehen
in d' Póópenbörğmer gewestenin den Papenburger Gegenden
in d' bēker ferdrinkent mēr as in d' säjder Alkoholismus fordert mehr Opfer als die See (Spr.: "im Becher ertrinken mehr als in der See")
in d' desember is däi kārsttīdim Dezember ist die Weihnachtszeit
in d' drêv wēsenfahrend sein, fliegend sein, in Bewegung sein
in d' drāj móókt häi gaud fort achter 't āutōer beschleunigt das Auto stark in der Kurve
in d' döörslağdurchschnittlich
in d' dōderğkaid ōwergóónsterben
in d' fermis kōmenaus den Augen verlieren
in d' fort brengenin Gang setzen
in d' fröemin der Fremde
in d' fûkgefangen, eng, geklemmt
in d' fûk sittenin der Klemme sitzen
in d' gewesten fan d' Rīnin den Rheingegenden
in d' gewesten fan Óófrīkóin den Gegenden von Afrika
in d' góótenim Gefängnis
in d' hand fālenbesser ausfallen als erwartet (Rdw.: "in die Hand fallen")
in d' hand wēsenProfit bringen
in d' hangmât slóópenin der Hängematte schlafen
in d' häiel kuntrājin der ganzen Gegend
in d' knīpin der Klemme
in d' kracht ferfālenschwach werden
in d' köertin Kürze
in d' köör ferbīsterndurch die Auswahl verwirrt sein
in d' küen krīgenerinnern, in Erinnerung kommen
in d' küen kōmenerinnern, in Erinnerung kommen
in d' kārsttīd wordent allerwēgens in 't Ōstfräisland ferdōbeln móókt - dor wordent hóósen óónten of sukkergaud mank däi lüü ferdōbeltin der Weihnachtszeit werden überall in Ostfriesland Verknobelungen veranstaltet - da werden Hasen Enten oder Süßigkeiten verknobelt
in d' kōpenskup was sō 'n büelt folk man ik kun Ueb net no blauken un anhóólenim Geschäft war so eine Menschenmenge aber ich konnte Ubbo gerade noch erspähen und ansprechen
in d' lüchtin der Luft
in d' lēgerwal kōmenin die Brandungsregion kommen
in d' middentin der Mitte
in d' mik hebbenim Auge haben
in d' moers góónhinüber gehen, kaputt gehen
in d' moers wēsenhinüber sein, kaputt sein
in d' mâj läeğt elker föögel 'n âj - däi kwattel un däi gräit läegent in d' maimóónd näitim Mai legt jeder Vogel ein Ei - die Wachtel und die Uferschnepfe legen im Mai nicht (Spr.)
in d' mân lōpenum die Wette laufen
in d' mân mitin Zusammenarbeit mit
in d' mân wēsenin Zusammenarbeit sein
in d' mân ārbaidengemeinsam arbeiten, zusammenarbeiten
in d' móóek wēsenin Arbeit sein
in d' möyetentgegen, darauf zu
in d' möyet kōmenentgegen kommen
in d' möyet kōmenentgegen kommen, in die Quere kommen
in d' mīmeróósjes kōmengrüblerisch werden, im Alter verwirrt werden, die Realität aus dem Blick verlieren
in d' nööes pūlenin der Nase bohren
in d' nööes pūlkenin der Nase popeln
in d' nōwember word't 't natim November wird es nass
in d' oktōber wintert 't alim Oktober wird es schon Winter
in d' pikpân sittenin der Patsche sitzen (Spr.: "in der Pechpfanne sitzen")
in d' plünnen hangen blīvenmitnehmen, berühren, emotional bewegen (Rdw.: "in der Kleidung hängen bleiben")
in d' pril kan me âl lüü däi gek ansğēren as me wilim April kann man alle Leute verarschen wie man will (Spr.)
in d' pril mautent plauğ un âjd fan d' hiel mautent däi pêr fan d' stâl un būtenwārk gājt ōwerâlim April müssen Pflug und Egge vom Heuboden müssen die Pferde aus dem Stall und draußen arbeiten geht überall (Spr.)
in d' ruen tirreln as 'n tirreltropim Kreis drehen wie ein Kreisel
in d' rufin Eile
in d' râu wēsenin Trauer sein
in d' räecht góóneine Abkürzung nehmen
in d' rîğin Ordnung
in d' róóek forenweit weg Ernte einfahren und auf dem Feld übernachten um sie am nächsten Tag einzufahren
in d' röen lōpenschnell laufen, traben
in d' sin sğäitenin den Sinn kommen, auf den Gedanken kommen, auf die Idee kommen, einfallen
in d' slağ gróóvenfehnkult.: Torf horizontal in die Karre setzen und duch umkippen der Karre stapeln
in d' slinger hebbenauswendig können, geübt in etwas sein, eine Fähigkeit erlernt haben (Rdw.: "etwas in der Schleuder haben")
in d' snēim Durchschnitt
in d' sprang lōpenschnell laufen, galoppieren, im Galopp laufen
in d' swäel wēsenin Entzündung sein
in d' sğier hollenin Ordnung halten
in d' sğier wēsenalles in Ordnung gebracht haben
in d' sğóó stóóndurch langes Stehen an Wert
in d' sğûlwindgeschützt, wettergeschützt
in d' sğûl forenim Windschatten fahren
in d' sğûl stóónwindgeschützt stehen, wettergeschützt stehen
in d' tiel wēsengut vorbereitet sein (Rdw.: "im Hebevorgang sein")
in d' tjüdder wēsendurcheinander sein, verworren sein (Rdw.: "im Weideseil sein")
in d' tûsverworren, in Verwirrung
in d' tīd ferdwōlen wēsensich in der Zeit irren
in d' winkel was dat ērgüster propful um dat s' wēr ūtferkōp hārentim Laden war es vorgestern übervoll weil sie wieder Ausverkauf hatten
in d' wäed lōpenum die Wette laufen
in d' wäiekzu Einweichen hingestellt
in d' wēkenim Wochenbett
in d' wēr wēsenverteidigungsbereit sein
in d' Äiems liegent wat sânin der Ems liegen einige Flussinseln
in d' óódamsklæærim Adamskostüm, nackt
in d' óóep sittenaufgeschmissen sein (Spr.: "im Affen sitzen")
in d' āustmóónd kan me no ğīn tuffels updaun dan bünt s' no näit smētfastim August kann man noch keine Kartoffeln einlagern dann sind sie noch nicht wurffest (Spr.)
in dat 11. äiw hebbent däi Ōstfräisen dat Sóóterland bīsēteltim 11. Jahrhundert haben die Ostfriesen das Saterland besiedelt
in dat gefalin dem Fall
in draftin Eile, eilig, schnell, eilig im Vorbeigehen
in draft wēsenin Eile sein
in drei üers nóó Emden lōpenin drei Stunden nach Emden laufen
in dröögenim Trockenen, bei Trockenheit (zwischen Regenschauern)
in dunkernim Dunkeln
in duttenkaputt, "im Eimer"
in däi fandóóğsk situwóósjein der heutigen Situation
in däi fandóóğsk tīd wordent internetstars anbēd't as alēr gōdenin der heutigen Zeit werden Internetstars angebetet wie früher Götter
in däi rēdulten kōmenin Schwierigkeiten kommen
in däi sülverğ menüüetin derselben Minute
in düllerğkaidim Zorn, vor Zorn, aus Wut
in düüsternim Dunkeln
in düüstern is gaud smüüsternim Dunkeln ist gut Schmunzeln (Spr.)
in dīn stēan deiner Stelle, wenn ich du wäre
in dōbels snīdenin Würfel schneiden
in dōk un düüsterbei Nacht und Nebel
in elker gefalimmerhin, wie auch immer
in fatsūn is âl gaud un walmit Anstand kann man alles tun
in fatsūn mağ 't âl wēsenmit Anstand darf man alles (Spr.)
in ferbulgen maudin erzürntem Sinne
in flambûs stóónin Flammen stehen
in föörenvoraus, im Voraus; im Vorteil, übertreffend
in föörūtim Voraus
in fēbuwoimóóndim Februar
in heb bæær in d' köylsğapich habe Bier im Kühlschrank
in heb d'r ğīn bīlang bī dat baudelich habe kein Interesse an der Angelegenheit
in heb d'r ğīn bīlang inich habe daran kein Interesse
in hūsZuhause, zu Haus, zuhause
in hūs föylenzuhause fühlen
in hūs góónhineingehen, ins Haus gehen
in hūs wor däi dumnēs sīn köert ofdanken hulzuhause wo der Pastor seine kurze Trauerrede hielt
in hūs wēsenzuhause sein, im Haus sein
in klattenabgängig, in Fetzen, zerlumpt
in kōmenhinein kommen
in last gēvenin Auftrag geben
in lūs un pūs ferkōmenvöllig verkommen, völlig herunterkommen (Rdw.: "in Laus und Katze verkommen")
in middent döörsnīdenin der Mitte durchschneiden
in móótenin Maßen
in mīn denkenin meinen Gedanken
in oel tīden hebbent sük Ōstfräisen in Nōrdfräisland ansēteltin alten Zeiten haben sich Ostfriesen in Nordfriesland angesiedelt
in plóótsanstelle, anstatt
in prīsun kōmenin Kriegsgefangenschaft kommen
in rep un rōr wēsenin Aufruhr sein
in rîğ hollenin Ordnung halten
in róózje kōmenin Rage geraten
in stik lōpensich fest laufen
in stēanstelle, statt, anstatt
in sğok settenerschüttern
in sīn äinerğkaidversonnen, in sich versunken, selbstzufrieden
in sīn ārmauderğkaid dājt häi mēr as mennerğ rîk gitsdertin seiner Armut macht er mehr als manch ein reicher Geizhals
in sō fēr hest dū rechtin soweit hast du recht
in tējorītheoretisch
in tīdenschon lange
in us gewestenin unserer Gegend
in wat däilenetwas aufteilen, etwas verteilen
in wel weğ wēsenin jemanden verliebt sein (Rdw.: in jemanden verliebt sein")
in äin hóól 'n letter settenin einem Zug einen Buchstaben schreiben
in äin radsin einem ununterbrochenen Zug
in äin stük bīstóón blīvenvor Erstaunen wie angewurzelt stehen bleiben
in äin swóójin einem Schwung, auf einmal
in äin toğ ūtdrinkenin einem Zug austrinken
in äin weğimmerzu, immerfort
in äinerğkaid wēseneinsam sein, allein sein
in óóküenohne Sinn und Verstand, ohne Maß und Verstand, willkürlich, unbeherrscht, mutwillig
in örderin Ordnung
irerğ in d' kop wēsenirrsinnig sein
is dat bæær in d' kân is däi gäist in d' manist das Bier in der Kanne ist der Geist im Manne (Spr.)
jungs in engelsk lēren büksenbotan.: Ackerbohne, Feldbohne, große Bohne, Saubohne (Vicia faba)
jī mautent in 't nüst!ihr müsst ins Bett!
kalver in d' snē kōpenKälber im Frühjahr zum Durchschnittspreis kaufen
kinner mautent näit allerwēgens mit in prōtenKinder müssen nicht überall mitreden
klâuk hauner läegent ōk in nettelsklugen Hühner legen auch in Nesseln
klāj dī in d' moersleck mich im Arsch
klāj mī in d' moersleck mich im Arsch
krinten up d' stût un ğīn d'r inaußen hui und innen pfui (Rdw.: "Korinten auf dem Brot aber keine darin")
kruel in d' stērt Ringelschwanz
krup in d' hals hebbenan Krupphusten leiden
krābkóóter spring in 't wóóterdir wünsche ich den Tod (Spr.: "Kratzbürste spring ins Wasser")
kum inkomm herein
kumpelment in hūs!Grüß zu Hause! Grüß deine Familie!
kumt gāu inkommt schnell herrein
kât in 't düüster knīpenheimlich ausschweifen (Spr.: "die Katze im Dunkeln kneifen")
köör in wōrden sinnen un dóódenwählerisch in Worter Gesinnung und Taten
kīk in d' windjunger und unerfahrener Mensch
kīk in d' wērldjunger unerfahrener Mensch
kīk in d' wērldjunger und unerfahrener Mensch
kīk insent wēr inkomm mal wieder vorbei
kīk wēr inschau mal wieder vorbei
kōrn in 't gulf fläjenKorn in den Gulf packen, Getreide in den Gulf packen
lik dī in d' moers!leck dich im Arsch!
lēğ in d' prīsniedrig im Preis
lōd in d' äers hebbenschwer von Gewicht sein
man sul hóóst ângst un bâng worden in hūsman sollte fast Angst und Bange zuhase haben
maud in d' mâu hebbensich stark fühlen, Mut haben
mağ däi düüwel wäiten wel mī däi puts bakt un däi dam ōpenlóóten het dat mī fäj ūt dat land lōpen het un nū in däi läief God sīn wîd wērld umstriktdas mag der Teufel wissen wer mir den Streich gespielt hat und den Damm offen gelassen hat sodass mir das Vieh aus der Land gelaufen ist und num in Gottes lieber weiter Weld umherstreift
me kan 't in d' wērld näit âl bīsğikkenman kann in der Welt nicht alles ordnen
me kan d'r häil näit in bīdürenman kann es darin gar nicht aushalten
me maut hum in sīn dummerğkaid wat taugēvenman muss bei seiner Dummheit nachsichtig sein
me wäit näit recht of 'n mit hum in d' ārften of in d' bōnen isman weiß nicht recht wie man mit ihm dran ist; man weiß nicht recht wie es mit ihm steht
me wäit nōjt of me mit hum in d' ārften of in d' bōnen ismein weiß nie wie man zu ihm steht (Rdw.: "man weiß nie ob man mit ihm in den Erbsen oder in den Bohnen ist")
middent in d' tûnMitten im Garten
mit d' moers in 't botterfat sitten kōmensich gut niederlassen, gut unterkommen (Spr.: "mit dem Arsch ins Butterfass setzen")
mit däi öören taunanner in läegenmit den Ähren zueinander hin
mit läiverlóó kumt Jân in d' büks un Gräitje in d' wamslangsam verstehen sie es (Spr.: "allmählich kommt Jan in die Hose und Gretchen in den Mantel")
mörnrōd brengt wóóter in d' slōdMorgenrot bringt Wasser in den Graben (Spr.)
mörnrōd brengt wóóter in d' slōd man óóvendrōd môj wêr in 't bōtMorgenrot bringt Wasser in den Graben aber Abendrot schönes Wetter ins Boot (Spr.)
mörnrōd brengt wóóter in d' sōdMorgenrot bringt Wasser in den Brunnen (Spr.)
mörnrōd brengt wóóter in d' sōd man óóvendrōd môj wêr in 't bōtMorgenrot bringt Wasser in den Brunnen aber Abendrot schönes Wetter ins Boot (Spr.)
mörnrōd wóóter in d' slōdMorgenrot Wasser im Graben (Spr.)
mīn frâu het lâng süük west man säi is do wēr in 't anwinnenmeine Frau ist lange krank gewesen aber ist dennoch wieder in Genesung begriffen
mōj góón un woren in stē fan góón un sporenden Wohlstand wahren statt sparen (Spr.: "schön gehen und wahren statt gehnen und sparen")
mōj in 't wārk man lelk in d' kârkein tüchtiger aber nicht frommer Mensch (Spr.: "schön in der Arbeit aber unartig in der Kirche")
neierğkaid in 't landfrische Kraft im Land
näit in 't hūsnicht im Haus
näit in hūsnicht Zuhause; nicht im Haus, nicht im Hause
näit in hūsnicht Zuhause, nicht zu Haus, nicht zuhause
näit âl in póóp sīn gat - kösterōm ōk wat!nicht alles für den Pastor - den Herr Küster bedenken!
nóó God sīn bīsğik sal dat minskdaum hir up ērden lēren un sük föörräiden up dat tauken lēvend wat hum wóóğt in d' hēmelnach Gottes Geleit soll die Menschheit hier auf Erden lernen und sich vorbereiten auf das nächste Leben das ihr im Himmel bevorsteht
nēm dī föör däi in acht dat is 'n köökelernimm dich vor dem in Acht das ist ein Gaukler
nēm dī in achtnehm dich in Acht
nēm dī in acht dat mī d' sin näit ōwerlöpt dat kun dī bitter upbrēkennimm dich in Acht das mir das Gemüt nicht überläuft das könnte dir sauer aufstoßen
nōrdwind in d' jūni wājt 't kōrn in 't landNordwind im Juni weht das Getreide ins Land (Spr.)
nū 't âl in 't wiel is sal ik róódslóónda nun alles durcheinander ist will ich beratschlagen
nū is Holland in nōd!jetzt ist Holland in Not! (Rdw. die Verzweiflung ausdrückt)
nū is âl in d' tjüdderjetzt ist alles verworren
nū sal do däi bliksem d'r in slóónjetzt soll doch der Blitz einschlagen
olsk in d' klæær sittenaltertümlich gekleidet sein
pirrel in d' püütharter Biestmilchkloß, Mehlkloß ohne Hefe und mit Biestmilch
póóske in d' möyet brānendem Osterfest entgegen brennen (Osterfeuer abbrennen)
pīl in d' höeğtgerade in die Höhe
rummeln in d' līfBlähungen
rötterğ in d' bost wēsenan Husten mit Auswurf leiden
rīğt jau sē däi mester dō hār häi man äin kind in d' sğaulreiht euch sagte der Lehrer da hatte er bloß ein Kind in der Schule (Spr.)
sand in d' ōgen smītenSand in die Augen streuen
slóó dī d' mauer in d' mengselpotdu glaubst es nicht (Ausdruck der starken Verwunderung: "da slag dich die Mutter in die Rührschüssel")
smēr dī gaud d'r mit in - dat is 'n ofmöytmiddel tēgen blien müegencreme dich gut damit ein - das ist ein Repellent gegen Stechmücken
smēr dī gaud mit däi sünkrêm increme dich gut mit der Sonnencreme ein
snöet in d' dünäeğ hebbenein schlaues Gehirn haben, gescheid sein
snöet in d' kop hebbenein schlaues Gehirn haben, gescheid sein
snūv in d' göertein schmieriger Mensch
stiep in 't gatkompakte Mehlspeise mit Butter und Sirup
stip in d' dopkenKinderspiel mit einer Holzkugel und Stöcken
stip in d' göötjePolizeidiener
stóó in d' weğjemand der immer im Weg steht
stóó in d' weğPerson die immer im Weg steht, Person die einen bei der Arbeit behindert; fig. Dreckhaufen
stóópel in d' windsteil in den Wind
stājt d'r wat näjs in 't bladjesteht was neues in der Zeitung
säi bünt in būtensie sind draußen (im Freien)
säi däilen sük d'r in 't wārksie teilen sich die Arbeit, sie teilen die Arbeit untereinander auf
säi ferdaunt âl in slóótjes und snüüfkessie geben alles für Kautabak und Schnupftabak aus
säi hebbent hum recht in d' móóeksie bearbeiten ihn heftig
säi het hum in sīn süüekt bīplēğtsie hat ihn in seiner Krankheit gepflegt
säi is häil wit in höör trōnjesie ist ganz weiß im Gesicht
säi is in hūssie ist Zuhause
säi is nū wēr in bēterder handsie genest wieder
säi is pal in hum fernartsie ist fest in ihn vernarrt
säi klöytert al in d' doebsie ist überreif zum Heiraten, sie ist heirratsreif (Rdw.: "sie klingelt schon in der Grube")
säi kumt bī 't sğummeln recht in d' öykerssie erreicht beim Reinigen auch die Zwischenräume
säi nēment sük näit fööl in 't ollersie sind fast gleichalt
säi ārbaiden in twei sğoftensie Arbeiten in drei Schichten
sêr bäien un gâud wīven däinent in hūs blīvenverletzte Beine und gute Frauen bringen am meisten wenn sie Zuhause beleiben (Spr.)
süen in wat hebbenirgendwo Sonnenbrand haben
sük föör annernt in d' bräes stellenfür andere in die Bresche springen
sük in 'n sğelm stēkensich mit einem zwielichtigen Plan aus der Affäre ziehen (Spr.: "sich in einen Schelm stecken")
sük in d' bräes stellenin die Breschen springen (Rdw.)
sük in d' fudden krīgensich streiten, sich zanken
sük in fâst tüüğ settensich auf etwas gefasst machen, sich auf etwas vorbereiten (Rdw.: "sich in festes Zeug setzen")
sük in wat bīmurtjensich in eine Sache verwickeln
sük in wat gēvensich fügen, sich mit etwas abfinden
sük in wat snīdensich in etwas täuschen
süünerğ sē bäep dō brōd säi spek in botterer predigt Wasser und trinkt Wein (Spr.: "sparsam sagte die Großmutter da briet sie Speck in Butter")
sğier in d' klæær wēsenschöne Kleidung tragen
sğursğotten ōwer 't land - hauner in d' handLiebellen über dem Land - Hühner in die Hand (alte Weisheit da die Liebellen den Regen anzeigen)
sğäiten in d' jüdderEuterentzündung, Milchversetzung
sğäiten in d' kūsenstechender Zahnschmerz
sīn bunken in 't büüsdauk nóó hūs dróógensich geschlagen geben (Rdw.: "seine Knochen im Taschentuch nach Hause tragen")
sīn geld in ārmaud fertērennichts von seinem Geld haben (Spr.: "sein Geld in Armut verzehren")
sō lâng as bæær is in d' kân is 't bīnül in d' manso lange Bier ist in der Kanne ist Bewusstsein im Manne (Spr.)
tau ... inauf ... zu; in ... hinein
tau in 't hūs dū!los ins Haus du!
tau kau góó in d' baulos Kuh geh in den Schuppen
taunanner inzueinander hin
taunanner in kōmenzusammenkommen
toğ in d' wóóterWasserstrudel
trek in 't wóóterWasserstrudel
tóól is altīd in d' drêvSprache ist immer in Bewegung
tüsken twei staulen in d' āske sittenin der Klemme, in großer Verlegenheit sein (Spr.: "zwischen zwei Stühlen in der Asche sitzen")
tēgen ... inauf ... zu; in ... hinein
tīd nauğ het in 't hēf blēvenwer sich nicht spurtet den bestraft das Leben (Spr.: "Zeit genug ist im Wattenmeer geblieben")
un in dat äigenst joer is däi grôt fürtōrn bāut wordenund im selbigen Jahr ist der Leuchtturm gebaut worden
up dat ik näit in 't wiel kōm sal óóbīsğóóvt muğ upsğäitendamit ich nicht verrückt werde soll das ungebildete wegschießen
us besfóóer het in d' ōrlauğ fālenunser Opa ist im Krieg gefallen
us bäep is al old düs dürt säi näit mēr in d' tsoğ sittenunsere Oma ist schon alt darum darf sie nicht mehr im Luftzug sitzen.
us bóós is näit in hūsunser Chef ist nicht im Hause
wat 'n elfürtje is? 't was walēr setrecht dat in däi gâud börgerhūshollens 's föörmiddóóğs tēgen elf üer 'n kopke tē drunken wurwas ein Elfürtje ist? das war einst Gewohnheitsrecht das in den guten Bürgenhaushalten vormittags um elf Uhr eine Tasse Tee getrunken wurde
wat gājt us däi göötdrek an wī wōnent in d' upkóómermit soetwas niedrigem müssen wir uns nicht befassen (Rdw.: "was geht uns Gossendreck an wir wohnen in der Kellerstube")
wat hest dū in d' kroepwas hast du auf dem Herzen?
wat hest dū läiver 'n krūp döör d' hêğ of 'n stóó in d' weğwas hast du lieber eine Henne oder einen Dreckhaufen (Rdw.)
wat in 't līf hebbengegessen haben
wat in acht hebbenetwas achten
wat in acht nēmenauf etwas achten
wat in d' ferkērt hals krīgenetwas falsch verstehen (Spr.: "etwas in den falschen Hals bekommen")
wat in d' hand wēsenProfit beim Wiederverkauf einbringen (Spr.: "etwas in der Hand sein")
wat in d' kibbel smītenetwas heftig bestreiten
wat in d' māuen hebbenkräftig sein, Muskeln vorweisen können, Mumm haben
wat in d' snüf krīgenden Braten riechen (Rdw.: "etwas in die Nase bekommen")
wat in d' tiel hebbenetwas bewältigen können, etwas bewerkstelligen können (Rdw.: "etwas im Hebevorgang haben")
wat in sğüld hebbenan etwas schuldig sein
wat in äin swóój döör daunetwas in einem Schwung erledingen
wat is dat föör 'n bīslummernis in dat hūswas für ein Trübsal in jenem Haus
wat me in dûn maud dājt maut me in nöchtern maud ūtsurennüchtern muss man dafür büßen was man betrunken verbrochen hat (Spr.)
wat wur mī kel as ik mit däi dôd allenerğ in d' kóómer satwie wurde mir unheimlich als ich mit dem Toten allein im Zimmer saß
wel in 't slēptāu nēmenjemanden mitziehen
wel in acht hebbenjemanden achten
wel in acht un ban daunjemanden in Acht und Bann tun, jemanden verdammen, jemanden für vogelfrei erklären
wel in d' knîp hebbenjemanden in den Schwitzkasten nehmen jemanden unter Druck setzen
wel in d' moers sğüppenjemanden in den Hintern treten
wel in d' móóek hebbenjemanden bearbeiten
wel in d' rēken hebbenjemanden bedenken
wel in föören wēsenjemandem voraus sein, jemandem gegenüber im Vorteil sein, jemanden übertreffen, einen Entwicklungsvorsprung haben
wel kumt in mīn hūskewer kommt zwischen meinen Beinen durch (Kinderspiel)
wel sīn rīker wat gift un sīn wīser wat lērt is in sīn sotterğkaid ferkērtwer dem der reicher ist als er etwas gibt dem der weiser ist als er etwas lernt ist in seiner Dummheit verkehrt
wel wat in d' rēken hebbenjemandem etwas zutrauen
wel wäit wor däi óól löpt - sē Jân - dō set't häi d' fûk in 't wóógenspôres kommt auf den Blickwinkel an, es ist nicht alles wie es scheint (Spr.: "Wer weiß wo der Aal läuft - sagte Jan - da setzt er die Reuse in die Wagenspur")
wel wäit wor däi óól löpt - sē Jân - dō set't häi d' fûk in d' göötgates kommt auf den Blickwinkel an, es ist nicht alles wie es scheint (Spr.: "Wer weiß wo der Aal läuft - sagte Jan - da setzt er die Reuse in das Gießloch")
wel wäit wor däi óól löpt - sē Jân - dō set't häi d' fûk in d' sğöstäines kommt auf den Blickwinkel an, es ist nicht alles wie es scheint (Spr.: "Wer weiß wo der Aal läuft - sagte Jan - da setzt er die Reuse in den Schornstein")
wen däi süen rist in 't west köönent lâj lüü bestwenn die Sonne im Westen aufgeht arbeiten faule Menschen am besten (Spr.)
wildsang in d' kop hebbenUnfug im Kopf haben
wor góóten un busten in 't holt bünt dor wil 't wóóter licht inarnen un dan is 't holt bol fergóónwo Löcher und Risse im Holz sind da wird das Wasser leicht eindringen und dann ist das Holz bald vergangen
wor in?worin?
wor in?worin?
wor wēr grund in krīgenetwas in den Originalzustand wiederherstellen (Spr.: "wo wieder Boden hineinbekommen")
wulf in d' stērtWundheit am Steißbein
wârm wêr in d' januwoi brengt däi buer 'n móóger joerwarmes Wetter im Januar bringt dem Bauern ein mageres Jahr (Spr.)
wäiten wor däi hârk in d' stēl stājtwissen wie der Hase läuft (Spr.: "wissen wie die Harke im Stiel steht" )
wóóter in 't ôğmed.: "grüner Star", Glaukom
wēr in bēterder hand wēsenin Genesung sein, in Besserung begriffen sein (Rdw.: "wieder in besserer Hand sein")
wī arntent in d' āustwir ernten im August
wī bóókernt us in 't wóóterwir wärmen uns im Wasser
wī bóókernt us in d' süenwir wärmen uns in der Sonne
wī gungent in hūs um dat 't tau kold was in būtenwir gingen ins Haus weil es draußen kalt war
wī hebbent hum in d' ban dóónwir haben ihn verbannt
wī köönent âl däi minsken näit in us lütje hūs bārgenwir können all diese Leute nicht in unserem Haus unterbringen
wī mautent däi blöymen in 't dan ferempeldenwir müssen die Blumen in diesem Beet ausdünnen
wī möyten um fīf üer in d' wērtskupwir treffen uns um fünf Uhr in der Gaststätte
wī stóónt in d' sğârwir stehen in Schatten
wī wassent annerlessens in dat näej kōphūs tau anbēt hollenwir waren letztens in dem neuen Kaufhaus zum Frühstücken
wī willent dat baudel in ōwerwēgen nēmenwir wollen die Angelegenheit in Erwägung ziehen
wīn in 't glas jüchelWein im Glas schwenken
wō sğitterğer hum 't gājt wō mēr bild't häi sük inumso schlechter es ihm geht umso mehr bildet er sich ein
Înm. Vn.: Ihno, Ihne
âj in d' pân (dat)Rührei
âl bóót helpt sē däi müeğ dō mēğ s' in 't hēfauch Kleinvieh macht Mist (Spr.: "jeder Gewinn hilft sagte die Mücke da urinierte sie in das Meer")
âl bóót helpt sē däi müeğ dō mēğ s' in d' Äiemsauch Kleinvieh macht Mist (Spr.: "jeder Gewinn hilft sagte die Mücke da urinierte sie in die Ems")
âl in pūnenalles in Ordnung, alles geregelt
äien in acht nēmenauf jemanden achten, sich um jemanden sorgen
äin kēr in 't joer kumt däi kuntrulöör fan 't baukhollen däi bauken nóókīkeneinmal im Jahr kommt der Wirtschaftsprüfer um die Bücher zu kontrolieren
în (däi)Granne der Kornähre
óónten un gausen pūtjern in d' doebEnten und Gänse planschen im Tümpel
óóvendrōd brengt wóóter in d' slōdAbendrot bringt Wasser in den Graben, Abendrot weist auf bevorstehenden Regen
ārğ in hebbenFurcht haben; Erkenntnis haben, Kenntnis haben
ēven fööer d' sğuer in hūs kōmengerade vor dem Schauer Zuhause ankommen; fig. jemanden aus der Patsche helfen
ğīn bīnül in d' fingerskein Gefühl in den Fingern
ğīn bīnül in d' fingers hebbenkein Gefühl in den Fingern haben
ğīn dājtje in d' büüespleite (Rdw.: "keinen Deut in der Hosentasche")
ğīn hund d'r in wēsensich nicht lumpen lassen (Spr.: "kein Hund darin sein")
ğīn lūs in d' rōk hebbengar nichts haben (Spr.: "keine Laus im Räucherofen haben")
ğīn stöön in d' rüeğ hebbenkeine Stützkraft im Rücken haben
ō wērld wat grabbelst dū in 't düsteroh Welt was tappst du im Dunkeln (Spr.)