OstfriesischDeutsch
'k hār d'r ğīn ārğ ūtich vermutete es nicht
'n dōden un 'n brūd däi mautent tau 't hūs hēr ūtein Toter und eine Braut müssen zum Haus heraus (Spr.)
't fertelsel is ūtdie Erzählung ist zu Ende
't gājt d'r ūt dat 't man sō 'n ord hetes geht vortrefflich von Statten
't is algóóder ūtes ist vollständig vorbei
't is net sō früchtbor dat 't net is as of dat gres ūt d' grund lōken word'tes ist genauso fruchtbar als wen das Gras zum Boden hinaus gezogen wird
't kumt al wēr up evenäien ūtdas kommt schon wieder auf dasselbe hinaus
't lücht is ūtdas Licht ist erloschen
't spad d'r ūt hebbenvollkommen erschöpft sein (Spr.: "das Sprunggelenk ist raus")
't tāu is mī ūt d' hand sliptdas Tau ist mir aus der Hand gerutscht
't was âl in d' rîğ! do dóódelk näit! 't sağ blōt sō ūt fan būtenes war alles in Ordnung! doch nicht wirklich! es sag bloß so aus von außen
't ūt hebbenes fertig haben
-ūt-aus (Nachsilbe)
Küükelüüküü! Däi rôd hóón lōk sīn goel spōren an. Wō wīd wult dū dan rīden? Fan hir nóó Lammerdīden. Dō häi tau d' Lammerdīden kwam dō sat däi kau bī 't füer un spun dat kalf lağ in däi wêğ un sung däi hund däi kemde d' botter däi kât wusker d' sğöddels däi fleddermūs däi feğ dat hūs däi swóólfkes drōgent d' drek d'r ūt mit höör goel jūken bünt dat näit diek löögens? Dor achter d' grôt sğürdööer dor sattent drei hóónrūnen fööer dor bakdent s' dor brōdent s' dat bæær wul höör fersuren dor rēpent s' däi buren däi buren wurdent drunken dō dansdent säi up klumpen däi klumpen gungent stükken dō dansdent säi up krükken däi krükken gungent of dor dansdent säi up 't hof dat hof dat was sō glad dor lağğent âl buren plat Kikeriki! Der rote Hahn zog seine goldenen Spornen an. Wie weit willst du reiten? Von hier zur Lombardei. Als er in die Lombardei kam da saß die Kuh am Feuer und sponn das Kalb lag in der wiege und sang der Hund kämmte die Butter die Katze wusch die Schüsseln die Fledermaus fegte das Haus die Schwalben trugen den Dreck hinaus mit ihren goldenen Flügeln sind das dicke Lügen? Da hinter der großen Scheunentür da saßen drei Kapaunen vor da buken sie da brieten sie das Bier wollte ihnen versauern da riefen sie die Bauern die Bauern wurden trunken da tanzden die in Holzschuhen die Holzschuhe gingen entzwei da tanzden sie auf Krücken die Krücken gingen kaputt da tanzden sie auf dem Hof der Hof der war so glatt da lagen alle Bauern platt (Kinderlied)
Mīn mauder kun frauer kōken wat s' wul ik at ğīn middağ wat. Dan sē mīn fóóer altīd dō mīn süsters un brörs ūt d' rōk wassent: Gif däi ârm fent man 'n drööeğ metwust un 'n piel brōd dat häi wat in sīn móóğminken kriğt.Meine Mutter konnte früher kochen was sie wollte ich aß keinen Mittag etwas. Dann sagte mein Vater immer wenn meine Geschwister aus der Küche waren: Geb dem armen Jungen nur eine trockene Mettwurst und ein kleines Stück Brot damit er etwas in seinen hungrigen Magen bekommt.
Rechtsupweğ un lüchts in d' slōd nüms slóó sīn kinner dōd wäist näit wat d'r ūt worden kan amäen ōk 'n grôt manRechtsupweg und links im Graben niemand schlage seine Kinder tot weißt nicht was draus werden kann vielleicht auch ein großer Mann (Spr.)
achter ūthinten aus
as häi d'r man ērst ārğ ūt krēğ dat säi hum tau līf wullentals er das nur erst erfuhr das sie ihm an die Wäsche wollten
as sīn fóóer hum tau sük rēp dō hār häi d'r stünds ārğ ūt dat häi föör d' bóólje musals sein Vater ihn zu sich rief da hatte er sofort die Erkenntniss das er vor Gericht musste
baitel dat d'r ūtmeißel das da heraus
bī ... ūtaus ... heraus
bōmen tau d' grund ūt lūkenBäume aus der Erde reißen
d'r he' jī 't - sē dumnē Stīrman dō häi 't ūt hārda habt ihr es - sagte der evangelische Prediger Stiermann als er fertig war
d'r mit smēt häi ūt dat wóólen 'n lütje opperdamit warf er aus dem aufgewirbelten Heu einen Heuhaufen auf
d'r up ūt góónmit einer gewissen Absicht ausgehen, Gelegenheit zu etwas suchen
d'r ūtdaraus; heraus, raus, hinaus
d'r ūt bandīsenherausjagen, heraustreiben, verbannen
d'r ūt kīlenentfliehen
dat gājt âl ūt rand un bandes geht über alle Grenzen hinaus (Spr.: "es geht alles aus Rand und Band")
dat heb ik ūt orerğkaid dóóndas habe ich aus Spaß getan
dat hôğ wōrd maut d'r tau läest ūtdas Geständnis kommt zuletzt
dat is mī ūt däi hand fālendas war eine Enttäuschung für mich
dat kan 'k ūt d' kopDas kann ich aus dem Kopf
dat kumt anners ūt as wī mäindentdas geschieht anders als wir annahmen
dat kumt mī bóós gaud ūtdas kommt mir mehr als gelegen
dat lücht ist ūtdas Licht ist aus
dat sul me hum näit tau d' mâu ūt sğüddelnman sollte so etwas nicht von ihm erwarten
dat was bītau Jân - sē Wübke - do was häi net föör 't singen ūt kârk góóndas ist am Ziel vorbei Jan - sagte Wiebke - da war er gerade zum Singen aus der Kirche gegangen
dat wōrd is d'r ūt un däi ēsel d'r binnener hat sich etwas getraut (Spr.: "das Wort ist draußen und der Esel drinnen")
dor mūs hest 'n hoel kûs dau mī 'n näej wēr däi mī näit kelt däi mī näit swelt däi mī näit sēr dājt däi mī näit wēr tau d' mund ūt gājtda Maus hast du einen Zahn geb mir einen neuen wieder der mich nicht schmerzt der mir nicht anschwillt der mir nicht weh tut der mir nicht wieder zum Mund hinaus fällt (beschwörender Kindespruch beim Milchzähnen)
dor ūtdaraus (sehr bestimmend auf eine Sache oder einen Ort)
drājt d'r up ūt dat ...es läuft darauf hinaus dass ...
däi finger is ūt 't lidder Finger ist ausgerenkt
däi fūlerğkaid het d'r sō in fast arnt dat säi d'r hóóst mit ğīn middels wēr ūt tau krīgen isdie Fäulnis ist dort so fest eingedrungen das sie dort mit fast keinen Mittel wieder zu entfernen ist
däi gäist is d'r ūter ist tot, sie ist tot (Spr.: "der Geist ist raus")
däi gööet mūd't d'r ūtdie Grüppe mündet dort hinaus
däi hūsswam arnde döör däi langhaid fan d' tīd sō in dat ik däi dēlen mit däi balken d'r ūt rīten lóóten mus um 't hūs d'r fan sğōn tau krīgender Hausschwamm drang durch die Länge der Zeit so ein das ich die Fußböden mit den Balken herausreißen musste um das Haus davon sauber zu halten
däi kau hīmt 't sō ūt d' bost dat wī höör wat lungenrâf kōken un ingēven mautent.die Kuh atmet so schwer das wir ihr ein wenig isländisches Moos kochen und geben sollten
däi klööer flōğ hum ūt un iner wechselte die Gesichtsfarbe schnell, er wurde blass, er wurde rot (Bestürzung Schrecken oder Scham)
däi kârk is ūtder Gottesdienst ist beendigt
däi löchem slājt d'r ūtdie Flamme schlägt dort hinaus
däi puep ūt d' wêğ tielendas Baby aus der Wiege heben
däi pêr köönent däi wóógen d'r hóóst näit wēr ūt lūken sō fast sit't h'die Pferde können den Wagen da fast nicht wieder herausziehen so fest wie er sitzt
däi snötbellen hangent hum tau d' nöösgóóten ūtdie Rotzglocken hängen ihm zu den Nasenlöchern heraus
däi óóep kumt ūt d' mâudie Wahrheit kommt ans Licht, die Katze kommt aus dem Sack (Spr.: "der Affe kommt aus dem Ärmel")
däi óóm is d'r ūter ist tot, sie ist tot (Spr.: "der Atem ist raus")
däi ārm is ūt 't lidder Arm ist ausgekugelt
dō kwam dat ūt wat Jäisóójer föörūttelt hārda erfüllte sich was Jesaja vorausgesagt hatte
dū fālst mī ūt d' handich mag dich nicht (Spr.: "du fällst mir aus der Hand)
elker ding het sīn wäitenskup sē Gräitjemöy dō pūst'de säi däi kêrs mit d' äers ūtjedes Ding hat seine Wissenschaft sagte Tante Gretchen da pustete sie die Kerze mit dem Hintern aus (Spr.)
fóók nauğ kumt sekür ūtoft genug ist es genau so (Rdw.)
hir ūthierraus
häi babbelt 't âl ūter plappert alles aus
häi baistert hum tau 't hūs ūter jagt ihn zum Haus heraus
häi bēverde dat fan nōd ūter zitterte von Angst wie verrückt
häi dē dat ūt āngster tat das aus Angst
häi flöykt däi bliksem tau däi häel ūter flucht den Teufel aus der Hölle hinaus
häi het d'r ārğ ūt hat dat ...er hat daraus gelernt das ...
häi het däi ārm ūt 't potjeer hat den Arm verrenkt, er hat den Arm ausgekugelt
häi het häil ūt d' ord slóóner gleicht seiner Familie kein bisschen
häi is d'r up ūter ist zu dem Zwecke verreist, er ist darauf aus, er strebt danach
häi is ūter ist nicht zu Hause
häi is ūt d' tīd sğed'ter ist verschieden
häi kikt sō nüüwer ūt as däi mūs in d' mēltüener ist ein Fuchs (Spr.: "er ist so pfiffig wie die Maus in der Mehltonne")
häi kikt ūt as düer tīdener sieht elend aus (Rdw.: "er sieht aus wie teuere Zeiten")
häi kriğt d'r no geld ūter bekommt daraus noch Geld
häi lukt hum däi hoer ūt d' koper zieht ihm die Haar aus dem Kopf
häi maut ūt d' bükser muss austreten
häi nājde ūter riss aus, er floh
häi pakde sīn bakbēren bīnanner un rēt d'r mit ūter packte seine Siebensachen und nahm Reißaus
häi stóóvt ūt as 'n oel säipfater verfällt wie ein altes Seifenfass
häi sğüddelt sük as 'n wóóterhund däi ūt 't wóóter kumter schüttelt sich wie ein Wasserhund der aus dem Wasser kommt
häi word't old - däi maudfēren bünt d'r ūter wird alt und mag nichts mehr unternehmen (Spr.: "er wird alt - die Mutfedern sind verschwunden")
häi wrikkelt däi spīker tau d' müer ūter wackelt den Nagel aus der Mauer heraus
häi wurğt net sō lâng as dat häi 't wēr tau d' ströet ūt heter würgt so lange bis er es wieder aus der Kehle heraus hat
ik bün ūtich hab das Spiel gewonnen, ich habe meine Karten ausgespielt
ik sünder ik bün d'r ūt Jäiwerich Sünder ich komme aus Jever (Spr. da die Jeverländer "sün" verwenden)
ik sē 't man ūt orerğkaidich sagte es nur zum Spaß, ich habe nur einen Witz gemacht
krīğ mī ēven däi tróónlâmp ūt däi hort bī d' fürhērdgib mir mal die Tranlampe aus dem Mauerloch beim Feuerherd
kīk ūt!aufpassen! (Asrf. beim Boßeln und Klootschießen nach dem Wurf)
līf d'r ūt hebbenan einem Gebärmuttervorfall leiden (Tiere)
līk ūtgeradeaus
līk ūt d' handgerade aus der Hand (Wurftechnik beim Boßeln und Klootschießen)
līk ūt wēsengeradem offenen und schlichten Charakters sein
mağ däi düüwel wäiten wel mī däi puts bakt un däi dam ōpenlóóten het dat mī fäj ūt dat land lōpen het un nū in däi läief God sīn wîd wērld umstriktdas mag der Teufel wissen wer mir den Streich gespielt hat und den Damm offen gelassen hat sodass mir das Vieh aus der Land gelaufen ist und num in Gottes lieber weiter Weld umherstreift
nóó 't brājen fan 't swīn maut dat häiel geslüns d'r ūtnach dem Brühen des Schweins müssen die ganzen Gedärme raus
nüms lukt sük ūt ēder häi up bäer gājter wird seine Macht nicht freiwillig abgeben (Spr.: "niemand zieht sich aus bevor er zu Bett geht")
platfautjers ūt d' sīd föör d' sğööwellōpers!Schlittschuhlose an die Seite für die Schlittschuhläufer
slīp ūt!"verloren!", "nanana!", "haha!", "schleif aus!" (Ausruf zur Verhöhnung einer anderen Person bei der man die Zeigefinger aufeinander reibt)
slīp ūt! köödelketrekker!haha! Verlierer! (beim "Kötelchenziehen")
spīkers ūt 't holt lūkenNägel aus dem Holz ziehen
säi gājt póóske ūt d' hüersie verlässt zu Ostern das Dienstverhältnis
säi het sük mit dat häiet fet ūt d' fritööes ferbrānen fan d' twäied gróód holtsie hat sich mit dem heißen Fett aus der Friteuse Verbrennungen des zweiten Grades zugezogen
säi kēk sō spinnerğ ūtsie sah so bissig aus
säi móókent däi slōd näit örnelk ūt säi bünt man an 't poegen jóógen sie säubern den Graben nicht ordentlich sondern sind am faulenzen (Spr.)
sğööwelbrūd is mörn wēr ūtdie Liebschaft mit der Eislaufpartnerin ist morgen wieder vorbei (Spr.)
sğāj d'r mit ūthör damit auf
sğāj ūt!Hör auf!, Lass gut sein!
sīn fóóer düüwelæærde fērer 't elfürtje ful ūtsein Vater schimpfte weiter die Teezeit viel aus
tau ... ūtaus ... heraus
tau d' büks ūt mautenaustreten müssen
tau d' tīd ūt róókenversterben, sterben
tīkeltóókel hol fan d' wóókel stēk dīn twei poer hōrntjes ūtSchnecklein werde wach steck deine zwei paar Antennen hinaus (Kinderr.)
up snaup ūt wēsenetwas zum Naschen suchen
wat is dat dan föör 'n oel fjöökel? dat girt 't je ūt!was ist das denn für ein Schrottauto? das quitscht ja wie verrückt!
wor ūt?woraus?
wor ūt?woraus?
wuddels tau d' grund ūt lūkenMöhren aus der Erde ziehen
wult dū d'r ūtwillst du fort!, "geh weg!"
wult mē mī ūt d' mâu?willst du dich prügeln?, willst du dich schlagen?
wī löövent wal âl an äin God man wī ētent do näit âl ūt äin sğöddeljeder hat seine eigene Meinung, jeder Mensch ist individuell (Spr.: "wir glauben wohl alle an einen Gott aber wir essen doch nicht alle aus einer Schüssel")
ārğ ūt hebbenFurcht haben; Erkenntnis gewinnen, Kenntnis gewinnen
Ūt'örpgeogr.: Utarp (Holtriem); geogr.: Utarp (Wittmund)
ūtaus; außer; hinaus; draußen, außer Haus; abwesend; zu Ende; ausgelöscht, ausgebrannt
ūt 'n stük gauddurchaus gut, vollkommen gut
ūt 'n sğēt 'n dönnerslağ móókenaus einer Mücke einen Elefanten machen, aus einer kleinen Sache etwas Großes machen (Spr.: "aus einem Schiss einen Donnerschlag machen")
ūt 't lid wēsenausgekugelt sein, ausgerenkt sein
ūt 't stükvom Stück
ūt d' büks mautenaustreten müssen
ūt d' hals rūkenMundgeruch haben
ūt d' hand fālenschlechter ausfallen als erwartet (Rdw.: "aus der Hand fallen")
ūt d' lôğ bösselntüchtig putzen
ūt d' mâu sğüddelnextemporieren, improvisieren
ūt d' mâu sğüddelnaus dem Ärmel schütteln (Rdw.)
ūt d' mâu willensich prügeln wollen, sich schlagen wollen
ūt d' olhaidaus uralten Zeiten
ūt d' pûstaußer Atem
ūt d' rōk wēsenaus dem Rauch sein, aus der Küche sein
ūt d' sin prōtenausreden
ūt d' tīd róókenversterben, sterben
ūt düllerğkaidaus Wut, aus Zorn
ūt kröypelskracht rorenaus voller Kraft weinen
ūt mālerğkaidaus Verrücktheit; aus Übermut
ūt nōdgefalnotgedrungen
ūt plesæærzur Freude
ūt stüerverstört
ūt sük sülstvon selbst, unaufgefordert
ūt sük sülst wat daunvon sich selbst etwas tun, etwas unaufgefordert tun
ūt twei taumenaus zwei Ehen
ūt un döördurchgängig, durchschnittlich
ūt wat föör räidens dājst dū dat?aus welchen Gründen tust du das?
ūt wēsenaußer Haus sein
ūt ēderder tīdaus vergangenen Zeiten
ūt-aus-, heraus- (Vorsilbe)