OstfriesischDeutsch
"'t het âl sīn tīd" sē däi brūd dō sat säi bī d' róókeldoeb un söch 't füer ūt d' āskeweller.: "es hat alles seine Zeit" sagte die Braut da saß sie an der Aschegrube und sucht das Feuer aus der Asche
"'t läest is 't bäest" sē däi jung dō hār häi 't brānsel tau d' pot ūt frētenweller.: "das Letztes ist das Beste" sagte der Junge da hatte er das Angebrante aus dem Topf gefressen
"dat is wēr äien up 't näej" sē däi kērl kwam ūt d' biecht un stōl 'n padstokweller.: "das ist wieder einer aufs Neue" sagte der Mann kam aus der Beichte und stahl einen Springstock
"elker ding het sīn wäitenskup" sē Gräitjemöy dō pūst'de säi däi kêrs mit d' äers ūtweller.: "jedes Ding hat seine Wissenschaft" sagte Tante Gretchen da pustete sie die Kerze mit dem Hintern aus
'k hār d'r ğīn ārğ ūtich vermutete es nicht
'n dôd un 'n brūd däi mautent tau 't hūs ūtein Toter und eine Braut müssen zum Haus heraus (Spr.)
'n grôt getóól kwam ūt dat nóóberlauğeine große Anzahl kam aus dem Nachbardorf
'n ût tâkabgestorbener Ast
'n ūt bōmabgestorbener Baum
't drājt d'r up ūt dat ...es läuft darauf hinaus dass ...
't fertelsel is ūtdie Erzählung ist zu Ende
't gājt d'r ūt dat 't man sō 'n ord hetes geht vortrefflich von Statten
't is algóóder ūtes ist vollständig vorbei
't is net sō früchtbor dat 't net is as of dat gres ūt d' grund lōken word'tes ist genauso fruchtbar als wen das Gras zum Boden hinaus gezogen wird
't is âl dóón un ūtes ist alles aus und vorbei
't is âl ūt un dóónes ist alles aus und vorbei
't kumt al wēr up evenäien ūtdas kommt schon wieder auf dasselbe hinaus
't lücht is ūtdas Licht ist erloschen
't spad d'r ūt hebbenvollkommen erschöpft sein (Spr.: "das Sprunggelenk ist raus")
't tāu is mī ūt d' hand sliptdas Tau ist mir aus der Hand gerutscht
't was âl in d' rîğ! do dóódelk näit! 't sağ blōt sō ūt fan būtenes war alles in Ordnung! doch nicht wirklich! es sag bloß so aus von außen
't ūt hebbenes fertig haben
Mīn mauder kun frauer kōken wat s' wul ik at ğīn middağ wat. Dan sē mīn fóóer altīd dō mīn süsters un brörs ūt d' rōk wassent: Gif däi ârm fent man 'n drööeğ metwust un 'n piel brōd dat häi wat in sīn móóğminken kriğt.Meine Mutter konnte früher kochen was sie wollte ich aß keinen Mittag etwas. Dann sagte mein Vater immer wenn meine Geschwister aus der Küche waren: Geb dem armen Jungen nur eine trockene Mettwurst und ein kleines Stück Brot damit er etwas in seinen hungrigen Magen bekommt.
Rechtsupweğ un lüchts in d' slōd nüms slóó sīn kinner dōd wäist näit wat d'r ūt worden kan amäen ōk 'n grôt manRechtsupweg und links im Graben niemand schlage seine Kinder tot weißt nicht was draus werden kann vielleicht auch ein großer Mann (Spr.)
Sünnerklóós is tau 't land ūtder Nikolaus ist aus dem Land (Spr. wenn die Weihnachtszeit am 6. Dezember beginnt)
as häi d'r man ērst ārğ ūt krēğ dat säi hum tau līf wullentals er das nur erst erfuhr das sie ihm an die Wäsche wollten
as säi sīn lichem d'r funnent was dat lēvend d'r al ūtals sie seinen Körper dort fanden war das Leben schon darauf entwichen
as sīn fóóer hum tau sük rēp dō hār häi d'r stünds ārğ ūt dat häi föör d' bóólje musals sein Vater ihn zu sich rief da hatte er sofort die Erkenntniss das er vor Gericht musste
as wī däi bōmen tau dat holt ūt hōlen dō mussent wī säi döör sō 'n grôt dullert slēpen wor däi pêr hóóst bit an 't līf insaktals wir die Bäume aus dem Wald holten da mussten wir sie durch so ein großes Sumpfgebiet schleppen in welchem die Pferde fast bis zum Bauch versunken
baitel dat d'r ūtmeißel das da heraus
bī ... ūtaus ... heraus
bī däi wiel gausen snīdent wī dat bostfläisk d'r ūtbei Wildgänsen schneiden wir das Brustfleisch heraus
bōmen tau d' grund ūt lūkenBäume aus der Erde reißen
d'r he' jī 't - sē dumnē Stīrman dō häi 't ūt hārda habt ihr es - sagte der evangelische Prediger Stiermann als er fertig war
d'r is wóóter ūt dat däip inlōpen lóóten wordenman hat das Wasser aus dem Kanal einlaufen lassen
d'r mit smēt häi ūt dat wóólen 'n lütje opperdamit warf er aus dem aufgewirbelten Heu einen Heuhaufen auf
d'r ōwer ūt wēsenauf etwas aus sein
d'r ūtdaraus; heraus, raus, hinaus
d'r ūt bandīsenherausjagen, heraustreiben, verbannen
d'r ūt kīlenentfliehen
dat blēk düüdelk ūt sīn bēren un tiren dat dat man mālerğkaid wasdas zeigte sich deutlich an seinem Verhalten dass das nur Wahnsinn war
dat fet brōd d'r ūtdas Fett briet aus
dat füer is ūt un dōddas Feuer ist erloschen
dat gājt âl ūt rand un bandes geht über alle Grenzen hinaus (Spr.: "es geht alles aus Rand und Band")
dat heb ik ūt orerğkaid dóóndas habe ich aus Spaß getan, das habe ich zum Vergnügen getan
dat holt būlt ūt un stājt al hóóst in 'n flitsbôğdas Holz beult aus und steht schon fast wie ein Schießbogen
dat hôğ wōrd maut d'r t' läest ūtdas Geständnis kommt zuletzt
dat is blīkbor nauğ dat däi wērld näit ūt sük sülst undstóón kun un dat d'r düs ōk 'n hōgerder wēsen f'rūtset't worden maut wat bōven un būten däi wērld stājt un âl dingen sğōpen hetdas ist deutlich genug das die Welt nicht aus sich selbst entstehen konnte und dass es deswegen auch ein höheres Wesen vorausgesetzt werden muss welches über und außerhalb der Welt steht und alle Dinge geschaffen hat
dat is mī ūt däi hand fālendas war eine Enttäuschung für mich
dat is ūt mâuddas ist aus der Mode
dat kan 'k ūt d' kopDas kann ich aus dem Kopf
dat kan 't näit ūtdas geht nicht, das funktioniert nicht, das kann keinen Bestand haben
dat kind is sō bībērerğ dat 't fut mäint dat däi dō d'r an fastsit't dō 't man ūt däi nööes blöd'tdas Kind ist so furchtsam das es sofort meint dass es sterben muss wenn es nur aus der Nase blutet
dat knäj is tau d' pân ūtdas Knie ist ausgerenkt
dat kum d'r bī hum âl sō krās ūtdas sagt er so beleidigend daher
dat kumt anners ūt as wī mäindentdas geschieht anders als wir annahmen
dat kumt mī bóós gaud ūtdas kommt mir mehr als gelegen
dat kumt wal dêğ sō ūt as ik 't al wikt hebes kommt genauso zuverlässig wie ich es vorhergesagt habe
dat lücht ist ūtdas Licht ist aus
dat maut d'r ūtdas muss daraus
dat mōk hum niks ūtdas machte ihm nichts aus
dat sul me hum näit tau d' mâu ūt sğüddelnman sollte so etwas nicht von ihm erwarten
dat swērd ūt d' sğäj lūkendas Schwert aus der Scheide ziehen
dat was bītau Jân - sē Wübke - do was häi net fööer 't singen ūt kârk góónweller.: das ist am Ziel vorbei Jan - sagte Wiebke - da war er gerade vor dem Singen aus der Kirche gegangen, Coitus Interuptus begehen
dat wicht kikt altīd sō blîd ūtdas Mädchen schaut immer so fröhlich aus
dat wóóter blubbert d'r ūtdas Wasser sprudelt daraus
dat wóóter spait't d'r ūtdas Wasser spritzt heraus
dat wōrd is d'r ūt un däi ēsel d'r binnener hat sich etwas getraut (Spr.: "das Wort ist draußen und der Esel drinnen")
dat ût lüchtdas ausgeschaltete Licht
dor mūs hest 'n hoel kûs dau mī 'n näej wēr däi mī näit kelt däi mī näit swelt däi mī näit sēr dājt däi mī näit wēr tau d' mund ūt gājtda Maus hast du einen Zahn geb mir einen neuen wieder der mich nicht schmerzt der mir nicht anschwillt der mir nicht weh tut der mir nicht wieder zum Mund hinaus fällt (beschwörender Kindespruch beim Milchzähnen)
dor ūtgenau daraus
däi 't läest ūt d' kraus nimt däi fāl dat deksel up d' nööesdie Gierigen bestraft das Leben (Spr.: "wer das Letzte aus dem Krug nimmt dem fällt der Deckel auf die Nase")
däi blaum ūt dat mēl siften das Feinste aus dem Mehl sieben, Mehl raffinieren
däi bōmen brēkent ūtdie Bäume blühen auf
däi bōmen buttent ūtdie Bäume sprießen
däi bōnen mautent ērst engelsk lēren büksen anhebben föördēm wī s' ūt d' tûn hóólentdie Bohnen müssen erst starke Schalen haben bevor wir sie aus dem Garten holen
däi damp stiğt d'r ūtder Dampf steigt hinaus
däi daunt mit fuel hân ūtsie leben sehr verschwenderisch (Rdw.: "sie geben es mit vollen Händen aus")
däi dōd süğt hum tau d' ōgen ūter wird bald sterben (Rdw.: "der Tod schaut ihm zu den Augen hinaus")
däi fan mīn maid móókt 'n brūd un fan mīn käies 'n sğüüet däi maut tau mīn hūs ūtwer aus meiner Magd macht eine Braut und aus meinem Käse eine Schute der muss aus dem Hause heraus (Spr.)
däi fent bruelt 't ūtder Junge weint ununterbrochen
däi fesóón is sō mak dat h' ūt hand fret'tder Fasan ist so zahm dass er einem aus der Hand frisst
däi finger is ūt 't lidder Finger ist ausgerenkt
däi flek gājt d'r näit ūtder Fleck geht nicht raus
däi fūlerğkaid het d'r sō in fast arnt dat säi d'r hóóst mit ğīn middels wēr ūt tau krīgen isdie Fäulnis ist dort so fest eingedrungen das sie dort mit fast keinen Mittel wieder zu entfernen ist
däi gäist is d'r ūter ist tot, sie ist tot (Spr.: "der Geist ist raus")
däi gööet mūd't d'r ūtdie Grüppe mündet dort hinaus
däi häen het däi läeğ d'r ūtdie Henne leidet an einem Legedarmvorfall
däi hūsswâm arnde döör däi langhaid fan d' tīd sō in dat ik däi dēlen mit däi balken d'r ūt rīten lóóten mus um 't hūs d'r fan sğōn tau krīgender Hausschwamm drang durch die Länge der Zeit so ein das ich die Fußböden mit den Balken herausreißen musste um das Haus davon sauber zu halten
däi immen swārment ūtdie Bienen schwärmen aus
däi kau hīmt 't sō ūt d' bost dat wī höör wat lungróóev kōken un ingēven mautent.die Kuh atmet so schwer das wir ihr ein wenig isländisches Moos kochen und geben sollten
däi klööer flōğ hum ūt un iner wechselte die Gesichtsfarbe schnell, er wurde blass, er wurde rot (Bestürzung Schrecken oder Scham)
däi krājen bikkent däi dæren däi ōgen ūtdie Krähen picken den Tieren die Augen aus
däi kwam up bīwēren tau 't fangnis ūter kam auf Bewährung aus dem Gefängnis
däi kârk is ūtder Gottesdienst ist beendigt
däi löğem slājt d'r ūtdie Flamme schlägt dort hinaus
däi müer būkt ūtdie Mauer baucht aus
däi mārktdóógen um pingster bünt sō räecht pingeldóógen dan kumt fan d' ārbaid niks recht ūtdie Markttage um Pfingsten sind so richtige Bummeltage dann bringt die Arbeit kein wirkliches Ergebnis auf
däi oel mājdösker hūlde 't ūtder alte Mähdrescher heulte ununterbrochen
däi puep ūt d' wêğ tielendas Baby aus der Wiege heben
däi pêr köönent däi wóógen d'r hóóst näit wēr d'r ūt lūken sō fast sit't h'die Pferde können den Wagen da fast nicht wieder herausziehen so fest wie er sitzt
däi ring is ūt sülverder Ring ist aus Silber
däi snötbellen hangent hum tau d' nöösgóóten ūtdie Rotzglocken hängen ihm zu den Nasenlöchern heraus
däi swóólfkes bāuent höör nüst ūt mudderdie Schwalben bauen ihr Nest aus Schlamm
däi sóók däi säi mitnanner hebbent sağ d'r ērst häil näit nóó ūt dat däi no wēr bīslóón sul sō dat s' in frē ūtnanner kwammentder Streit den sie miteinander führten sah aufs Erste gar nicht danach aus dass sie sich wieder vertragen würden damit sie wieder in Frieden auseinander kämen
däi óóep kumt ūt d' mâudie Wahrheit kommt ans Licht, die Katze kommt aus dem Sack (Spr.: "der Affe kommt aus dem Ärmel")
däi óóm is d'r ūter ist tot, sie ist tot (Spr.: "der Atem ist raus")
däi óóm is d'r ūter ist tot (Rdw.: "der Atem ist raus")
däi ārm is ūt 't lidder Arm ist ausgekugelt
dō 'k dī d'r no insent wēr bī bītrap dat dū mī appels ūt d' keller ūt hóólst dan kāst d' dī up 'n gaud pakje hâu instellenwenn ich dich noch einmal dabei erwische wie du Äpfel aus meinem Keller holst dann kannst du dich auf eine gute Tracht Prügel gefasst machen
dō däi häen näit döörbröd't dan kōment däi aier näit ūtwenn die Henne nicht kontinuierlich brütet dann schlüpfen die Eier nicht
dō häi mī sō kwam dan gung ik bī un smēt hum d'r ūtwenn er sich mir gegenüber so verhalten würde würde ich ihn rauswerfen
dō häi prōt't dan bullert häi d'r man altīd sō mit ūtwenn er reden dann fällt er so mit der Tür ins Haus
dō kwam dat ūt wat Jäisóójer föörūt telt hārda erfüllte sich was Jesaja vorausgesagt hatte
dō was prōt ūtdas war die Sache erledigt
dū fālst mī ūt d' handich mag dich nicht (Spr.: "du fällst mir aus der Hand)
dū glēdst ūtdu rutschtest aus
dū kāst wal ēven wat botter ūt d' pot up d' teller spōnenspachtel etwas Butter aus dem Topf auf den Teller
dū maust däi hekken wēr diecht móóken dō dū döör mīn land foren dājst anners lōpent mī däi kauje tau 't land ūtdu musst die Weidetore wieder schließen wenn du durch mein Land fährst sonst laufen mir die Kühe aus dem Land
dū maust säin dat dū bī dīn dóóğhüer no bītau wat ferdäinst anners kōm ik in disser sğróóe tīden d'r man süünerğ mit ūtdu musst schauen das du zu deinem Tageslohn noch etwas dazuverdienst sonst komme ich in dieser kargen Zeit damit zu knapp hin
fan hūs ūtvon Zuhause aus
fan hūs ūt ārbaidenvon Zuhause arbeiten, Homeoffice machen
fan mī ūtvon mir aus, meinetwegen
fóók nauğ kumt sekür ūtoft genug ist es genau so (Rdw.)
fööer 't singen tau d' kârk ūt góónCoitus Interuptus begehen (Rdw.: "vor dem Singen aus der Kirche gehen")
föörtīds tau d' hüer ūt lōpenvorzeitig aufgeben (Rdw.: "vorzeitig aus der Miete laufen")
föörwārpen ūt däi ferlēden tīdGegenstände aus der Vergangenheit
hir ūthierraus
hoer fālent mī sō ūtdie Haare fallen mir so aus
hop hop hop hóóferman as wī bī d' Lammerdīden kwamment dor sat däi būkau in d' hörn un spun trüübkalf lağ in d' wóógen un sung pūskât wusker däi sğöddels hund däi kemde d' botter fleddermūs feğ dat hūs swóólfkes drōgent drek d'r ūt up höör gollen jūken bünt dat näit düğterğ löögen?hopp hopp hopp Hafermann als wir in die Lombardei kamen da saß die Muh-Kuh in der Ecke und sponn Kälbchen lag im Wagen und sung Kätzchen wusch die Schüsseln Hund kämmte die Butter Fledermaus fegte das Haus Schwalben trugen den Dreck heraus auf ihren goldenen Flügeln sind das nicht starke Lügen? (Kinderspruch)
häi babbelt 't âl ūter plappert alles aus
häi baistert hum tau 't hūs ūter jagt ihn zum Haus heraus
häi blóóst 't âl ūter posaunt alles heraus
häi bösselt hum tau 't hūs ūter jagt ihn zum Haus hinaus
häi bēr brekt ūtdie Gerste blüht auf
häi bēverde dat fan nōd ūter zitterte von Angst wie verrückt
häi dājt dat geld mit fuel hân ūter ist sehr verschwenderisch (Rdw.: "er gibt das Geld mit vollen Händen aus")
häi dājt dat ūt blīdskuper tut es aus Freude
häi dē dat ūt āngster tat das aus Angst
häi dōvt höör tau 't bäer ūter ruft sie zum Bett heraus
häi flökt däi bliksem tau däi häel ūter flucht den Teufel aus der Hölle hinaus
häi gift dat stüer näit ūt d' hâner gibt das Steuer nicht aus den Händen
häi gung d'r gāu ūter ging schnell hinaus
häi gājt d'r in un d'r ūter geht hinein und hinaus
häi gājt d'r in un ūter geht dort ein und aus
häi gājt d'r näit ūter geht nicht hinaus
häi gājt t' d' dööer ūter geht zur Tür hinaus
häi gājt tau 't hūs ūter geht aus dem Haus, er geht aus
häi gājt tau d' dööer ūter geht aus dem Haus, er geht aus
häi gājt tau d' dööer ūter geht aus der Tür hinaus
häi het 't ūt kwóóderğkaid dóóner hat es aus Bosheit getan
häi het bīgóón dat gaud tau 't fenster ūt t' smītener hat angefangen das Zeug aus dem Fenster zu werfen
häi het d'r ārğ ūt hat dat ...er hat daraus gelernt das ...
häi het dat ūt sğimp dóóner hat es getan weil er beleidigt war
häi het däi föörkööer un kan sük dat bäest d'r ūt nēmener hat Vorrang und kann sich das Beste rausnehmen
häi het däi ārm ūt 't potjeer hat den Arm verrenkt, er hat den Arm ausgekugelt
häi het hum 'n doet hoer ūt kop rētener hat ihm ein Büschel Haare aus dem Kopf gerissen
häi het häil ūt d' ord slóóner gleicht seiner Familie kein bisschen
häi het ūt dat rechten kōmener ist aus jener Richtung gekommen
häi hóólt 'n emmer wóóter tau d' slōd ūter holt einen Eimer Wasser aus dem Graben
häi is d'r up ūter ist zu dem Zwecke verreist, er ist darauf aus, er strebt danach
häi is d'r ōwer ūt dat 't gāu gājter ist darauf aus dass es schnell geht
häi is häil in d' weğ ferbīstert un wäit näit mēr "wor in" of "wor ūt"er hat die komplette Orientierung verloren und weiß nicht mehr "wo herein" oder "wo heraus"
häi is ūter ist nicht zu Hause
häi is ūt d' tīd sğed'ter ist verschieden
häi kan ūt 'n stük brōd 'n köödel móóken man anners kan h' nikser ist ein Nichtsnutz (Rdw.: "er kann aus einem Stück Brot einen Kötel machen aber sonst kann er nichts")
häi kikt brak ūter sieht abstoßend aus
häi kikt no man ēven unner un bōven tau d' büks ūter ist noch ein kleiner Zwerg (Rdw.: "er schaut man gerade oben und unter aus der Hose heraus")
häi kikt sō brummerğ ūter sieht so unzufrieden aus
häi kikt sō brūkel ūter schaut immer so mürrisch
häi kikt sō bīster ūt dat me hóóst bâng fööer hum worden suler schaut so garstig aus das man fast Angst vor ihm haben muss
häi kikt sō nüüver ūt as däi mūs in d' mēltîner sieht sehr munter aus (Spr.: "er sieht so munter aus wie die Maus im Mehlfass")
häi kikt sō nüüver ūt as däi mūs in d' mēltüener ist ein Fuchs (Spr.: "er ist so pfiffig wie die Maus in der Mehltonne")
häi kikt ūt as 'n kât däi 't dönnern höörter schaut sehr erschrocken aus (Rdw.: "er schaut aus wie ein Katze die das Donnern hört")
häi kikt ūt as drei dóóeğ rēgenwêrer schaut nach drei Tagen Regenwetter aus
häi kikt ūt as düer tīdener sieht elend aus (Rdw.: "er sieht aus wie teuere Zeiten")
häi kriğt d'r no geld ūter bekommt daraus noch Geld
häi kumt mit dat geld wal ūter kommt mit dem Geld wohl aus
häi kumt mit sīn hōmōseksuwóólitäit ūter outet sich als homosexuell
häi kumt mörn tau 't süükenhūs ūter kommt morgen aus dem Krankenhaus
häi kumt ūt Auerker kommt aus Aurich
häi köört sük dat bäest d'r ūter sucht sich das beste heraus
häi let't sō sğier as of h' ūt 'n däiğ weltert worden iser sieht so sauber aus als ob man ihn aus einem Teig gewälzt hätte (Rdw.)
häi lukt dat tau d' grund ūter zieht es zum Boden hinaus
häi lukt hum däi hoer ūt d' koper zieht ihm die Haar aus dem Kopf
häi lēp gāu tau d' dööer ūter lief schnell hinaus
häi lēp gāu ūter lief schnell heraus
häi maut ūt d' bükser muss austreten
häi nājde ūter riss aus, er floh
häi nājt d'r ūt as 'n kât däi d' dönnern höörter rennt blitzschnell davon (Rdw.: "er flieht wie ein Katze die das Donnern hört")
häi pakde sīn bakbēren bīnanner un rēt d'r mit ūter packte seine Siebensachen und nahm Reißaus
häi singt fan hum ūt 't hôğst fater lobt ihn in höchsten Tönen (Spr.: "er singt von ihm aus dem höchsten Fass")
häi stóóvt ūt as 'n oel säipfater verfällt wie ein altes Seifenfass
häi süğt d'r ūt as 'n bäister sieht aus wie ein Schwein
häi sğump hum ūter beleidigte ihn
häi sğüddelt sük as 'n wóóterhund däi ūt 't wóóter kumter schüttelt sich wie ein Wasserhund der aus dem Wasser kommt
häi wankt dū tau d'r dööer ūter torkelt besoffen zur Tür hinaus
häi word't old - däi maudfēren bünt d'r ūter wird alt und mag nichts mehr unternehmen (Spr.: "er wird alt - die Mutfedern sind verschwunden")
häi wriegelt däi spīker tau d' müer ūter wackelt den Nagel aus der Mauer heraus
häi wul wal fööer blīdskup ūt d' hüet forener wollte vor Freund aus dem Häuschen fahren
häi wurğt net sō lâng as dat häi 't wēr tau d' ströyet ūt heter würgt so lange bis er es wieder aus der Kehle heraus hat
häi ārbaid't fan hūs ūter arbeitet von Zuhause
hóól hāj ūt dat hājlûkhol Heu aus der Heuklappe
hóól insent kopkes tau 't sğap ūthol einmal die Teetassen aus dem Schrank
ik bün ūtich hab das Spiel gewonnen, ich habe meine Karten ausgespielt
ik drāu ūt t' góónich beabsichtige auszugehen
ik heb knäj ūt lidich habe das Knie ausgerenkt
ik hāu dī d' tannen tau d' frêt ūt!ich schlage dir die Zähne aus der Fresse!
ik lööv 't wil dājen däi hūsen slóónt wit ūtich glaube es wird tauen die Häuser schlagen weiß aus
ik maut ūt d' büksich muss auf die Toilette (Rdw.: "ich muss aus der Hose")
ik prēk dī 'n prīm 'n stük spek ūt d' wīmich predige dir die Priem ein Stück Speck aus dem Wiem (Spr.)
ik sünder ik bün d'r ūt Jäiwerich Sünder ich komme aus Jever (Spr. da die Jeverländer "sün" verwenden)
ik sē 't man ūt orerğkaidich sagte es nur zum Spaß, ich habe nur einen Witz gemacht
ik was annerlessen sō in d' dröyes dat ik hóóst näit tau d' ōgen ūt kīken kunich hatte neulich die Atemwege so entzündet dass ich fast nichts sehen konnte
ik wil dī britsen dat dī däi sğît ūt d' moers flüğt!ich werde dich schlagen das dir die Scheiße aus dem Arsch fliegt!
ik wring dat dauk ūtich wringe das Tuch aus
is dat bæær ūt däi kân is däi gäist ūt däi manist das Bier aus der Kanne ist der Geist aus dem Manne (Spr.)
kalk döğt best d'r tau um däi rüsken ūt land t' ferdrīvenKalk hilft am besten dafür Binsen aus dem Land zu vertreiben
kenst d' mīn tânt ūt Auerk?kennst du meine Tante aus Aurich?
kikst näit gaud ūtdu siehst nicht gut aus
krīğ mī ēven däi tróónlâmp ūt däi hort bī d' fürhērdgib mir mal die Tranlampe aus dem Mauerloch beim Feuerherd
kīk ūt!aufpassen! (Asrf. beim Boßeln und Klootschießen nach dem Wurf)
kūkūk breibūk röpt sīn äigen nóóm ūtKuckuck Breibauch ruft seinen eigenen Namen heraus
lüü säegent ōrlauğ is ūtdie Leute sagen der Krieg ist vorbei
līf d'r ūt hebbenan einem Gebärmuttervorfall leiden von Tieren
līk ūt d' handgerade aus der Hand (Wurftechnik beim Boßeln und Klootschießen)
mauden ūt däi antîkBräuche aus der Antike
mağ däi düüvel wäiten wel mī däi puts bakt un däi dam ōpenlóóten het dat mī fäj ūt dat land lōpen het un nū in däi läief God sīn wîd wērld umstriktdas mag der Teufel wissen wer mir den Streich gespielt hat und den Damm offen gelassen hat sodass mir das Vieh aus der Land gelaufen ist und num in Gottes lieber weiter Weld umherstreift
me kan 't no näit wäiten wō 't ūtfālt dan d'r is no ğīn brōd ūt baktman kann das Ergebnis noch nicht feststellen wenn es nicht fertig ist (Rdw.: "man kann es noch nicht wissen wie es ausfällt denn es ist noch kein Brot davon gebacken")
mit sicht un bik wordent ses slağ in dat kōrn inhāuen un dan word't 'n sğōf ūt dat sicht't kōrn rultmit der Sichte und dem Mahdhaken werden sechs Schläge in das Getreide geschlagen und dann wird eine Garbe aus dem gemähten Getreide gerollt
móók dat dū d'r ūt kumst!mach das du rauskommst!
mīn fóóer bräjt mīn mauder bräjt man ik prōt rājn d'r ūtmein Vater spricht das R falsch aus meine Mutter spricht das R falsch aus aber ich spreche es sehr rein aus (Spr. mit falscher und richtiger Aussprache des ostfriesischen R)
no 'n danske twäj dräj un dan is däi lüst ūtnoch ein Tänzchen zwei drei und dann ist der Spaß vorbei (Rdw.)
nóó 't brājen fan 't swīn maut dat häiel geslüns d'r ūtnach dem Brühen des Schweins müssen die ganzen Gedärme raus
nüms lukt sük ūt ēr häi up bäer gājter wird seine Macht nicht freiwillig abgeben (Spr.: "niemand zieht sich aus bevor er zu Bett geht")
platfautjers ūt d' sīd föör d' sğööwellōpers!Schlittschuhlose an die Seite für die Schlittschuhläufer!
prōt is ūt!das Spiel ist aus, die Sache ist erledigt (Rdw.: "das Gespräch is vorbei")
slīp ūt!ätsch!, verloren!, nanana!, haha!, schleif aus! (Ausruf zur Verhöhnung einer anderen Person bei der man die Zeigefinger aufeinander reibt)
slīp ūt! köödelketrekker!haha! Verlierer! (beim "Kötelchenziehen")
smīt däi häiel brads man tau 't fenster ūtwirf den ganzen Plunder nur zum Fenster heraus
snieğ pupieğ stēk dī twei drei hōrns ūtSchnecke steck deine zwei drei Hörner heraus
spīkers ūt 't holt lūkenNägel aus dem Holz ziehen
säi bóótent hum ūtsie nutzen ihn aus
säi bölkt 't ūtsie ruft ununterbrochen
säi gung tau d' kóómer ūtsie ging aus dem Zimmer
säi gājt póóske ūt d' hüersie verlässt zu Ostern das Dienstverhältnis
säi het knäj ūt lidsie hatte einen One-Night-Stand (Rdw.: "sie hat das Knie ausgerenkt")
säi het sük mit dat häiet fet ūt d' fritööes ferbrānen fan d' twäied gróód holtsie hat sich mit dem heißen Fett aus der Friteuse Verbrennungen des zweiten Grades zugezogen
säi kikt nüüver tau d' ōgen ūtsie schaut munter aus
säi kēk sō spinnerğ ūtsie sah so bissig aus
säi móókent däi slōd näit örnelk ūt säi bünt man an 't poegen jóógen sie säubern den Graben nicht ordentlich sondern sind am faulenzen (Spr.)
sük 'n fers ūt wat móókenetwas begreifen und erkennen (Rdw.: "sich einen Vers aus etwas machen")
sğik dī in d' wērld of sğik dī d'r ūtpasse dich deinem Umfeld an oder verlasse es (Spr.: "pass dich der Welt an oder verlasse sie")
sğööwelbrūd is mörn wēr ūtdie Liebschaft mit der Eislaufpartnerin ist morgen wieder vorbei (Spr.)
sğāj d'r mit ūthör damit auf
sğāj ūt!Hör auf!, Lass gut sein!
sğēr dī d'r ūtscher dich raus!
sīn fóóer düüvelæærde fērer 't elfürtje ful ūtsein Vater schimpfte weiter die Teezeit viel aus
tau 't bäer ūtaus dem Bett heraus
tau ... ūtaus ... heraus
tau d' büks ūt mautenaustreten müssen
tau d' dööer ūt wēsenausgezogen sein (Rdw.: "zur Tür heraus sein")
tīkeltóókel hol fan d' wóókel stēk dīn twei poer hōrntjes ūtkinderr.: Schnecklein werde wach steck deine zwei paar Antennen hinaus
tīpel ūt d' kûlTiepel aus der Grube, Technik beim Tiepeln
up böerğ dau 'k niks ūtohne Vorkasse gebe ich nichts heraus
up snaup ūt wēsenetwas zum Naschen suchen
walēr attent âl femīljenlēden ūt äin pânfrüher aßen alle Familienmitglieder aus einer Pfanne
wat is dat dan föör 'n oel fjöökel? dat girt 't je ūt!was ist das denn für ein Schrottauto? das quitscht ja wie verrückt!
wat säeğts kumt nōjt wēr tau d' wērld ūtetwas Gesagtes bleibt für immer
wat ūt kop köönenetwas auswendig können, etwas aus dem Kopf können
wel ūt d' möyet góónjemandem aus dem Weg gehen
wor ūtworaus
wuddels tau d' grund ūt lūkenMöhren aus der Erde ziehen
wult dū d'r ūt!willst du fort!, geh weg!
wult mē mī ūt d' mâu?willst du dich prügeln?, willst du dich schlagen?
wī löövent wal âl an äin God man wī ētent do näit âl ūt äin sğöddeljeder hat seine eigene Meinung, jeder Mensch ist individuell (Spr.: "wir glauben wohl alle an einen Gott aber wir essen doch nicht alle aus einer Schüssel")
wī sğājent jağt ūt un góónt ētenwir beenden die Jagd und gehen essen
wī trekkent us näit ērder ūt as dat wī up bäer góóntwir vererben nichts ehe wir gestorben sind (Rdw.: "wir ziehen uns nicht eher aus als dass wir zu Bette gehen")
wī willent dī d'r ūt bauğsæærenwir wollen dich rauswerfen
Óódam un Ēfó bünt ūt 't pāredīs ferdrēven wordenAdam und Eva sind aus dem Paradies vertrieben worden
äien ūt d' buddelein Schluck aus der Flasche
äien ūt d' dööes helpenjemanden aus dem Halbschlaf erwecken
ārnds tau ūtzu etwas heraus
ārğ ūt hebbenFurcht haben; Erkenntnis gewinnen, Kenntnis gewinnen
Ūt'örpgeogr.: Utarp (Holtriem); geogr.: Utarp (Wittmund)
ūtaus; heraus, hinaus; außer; draußen, außer Haus; zu Ende
ūtaus; ausgeschaltet; erloschen, ausgelöscht, ausgebrannt; abwesend; abgestorben; verdorren
ūt 'n stük gauddurchaus gut, vollkommen gut
ūt 'n sğēt 'n dönnerslağ móókenaus einer Mücke einen Elefanten machen, aus einer kleinen Sache etwas Großes machen (Rdw.: "aus einem Schiss einen Donnerschlag machen")
ūt 't lid wēsenausgekugelt sein, ausgerenkt sein
ūt 't stükvom Stück
ūt anner lüü lêr is gaud räims snīdenwas andere besitzen wirkt meist besser als es wirklich ist (Spr.: "aus anderer Leute Leder ist gut Gürtel schneiden")
ūt blīvenausgeschaltet bleiben
ūt d' büks mautenaustreten müssen, auf die Toilette müssen (Rdw.: "aus der Hose müssen")
ūt d' hals rūkenMundgeruch haben
ūt d' hand fālenschlechter ausfallen als erwartet (Rdw.: "aus der Hand fallen")
ūt d' hüet wēsenaus dem Häuschen sein, sich sehr freuen (Rdw.)
ūt d' kopauswendig, aus dem Kopf
ūt d' lôj bösselntüchtig putzen
ūt d' mâu sğüddelnextemporieren, improvisieren, aus dem Ärmel schütteln (Rdw.)
ūt d' mâu willensich prügeln wollen, sich schlagen wollen (Rdw.: "aus dem Ärmel wollen")
ūt d' möyet góónaus dem Weg gehen; eine Begegnung verhindern
ūt d' olhaidaus uralten Zeiten
ūt d' pûstaußer Atem
ūt d' rōk wēsenaus dem Rauch sein, aus der Küche sein
ūt d' sin prōtenausreden
ūt d' tīd róókenversterben, sterben
ūt düllerğkaidaus Wut, aus Zorn
ūt dürenheraus dürfen, gehen dürfen
ūt fersäinaus Versehen
ūt fâuğtaus dem Gefüge
ūt gekaus Spaß
ūt kröypelskrachtaus voller Kraft
ūt kröypelskracht rorenaus voller Kraft weinen
ūt lemengaus dem Lameng, aus dem Stehgreif, ohne Vorbereitung
ūt mālerğkaidaus Verrücktheit; aus Übermut
ūt nōdgefalnotgedrungen
ūt plesæærzur Freude
ūt stüerverstört
ūt sük sülstvon selbst, unaufgefordert
ūt sük sülst wat daunvon sich selbst etwas tun, etwas unaufgefordert tun
ūt twei kwóóden dat bäest käisenaus zwei Übeln das Beste wählen
ūt twei taumtenaus zwei Ehen
ūt un döördurchgängig, durchschnittlich
ūt wat föör räidens dājst dū dat?aus welchen Gründen tust du das?
ūt wēsenaußer Haus sein; aus sein, zu Ende sein; ausgeschaltet sein; erloschen sein
ūt ērder tīdaus vergangenen Zeiten
ūt-aus- (Vorsilbe); heraus-, hinaus- (Vorsilbe)