OstfriesischDeutsch
"'n âj is 'n âj" sē däi fent dō nam häi sük dat diekstweller.: "ein Ei ist ein Ei" sagte der Junge da nahm er sich das Dickste
"'n âj is 'n âj" sē däi póóp dō grēp h' nóó 't diekstweller.: "ein Ei ist ein Ei sagte der Pfaffe" da griff er nach dem Dicksten
'n bröyderğ âjein angebrütetes Ei
'n fārsk âjein frisches Ei
'n fārsk âjein frisch gelegtes Ei
'n fārsk âj un 'n brüeğ mit 'n ham dürt me wal 'n fürst föörsettenein frisches Ei und ein Butterbrot mit Kochschinken darf man wohl einem Fürst vorsetzen
'n fūl âjein Ei mit einem Blutfleck, ein schmutziges Ei
'n häen tēgen 'n âj büüteneinen schlechten Deal machen (Rdw.: "einen Henne gegen ein Ei tauschen")
'n hārdsōden âjein hartgekochtes Ei
'n köylsk âjein unbefruchtetes Ei
'n rāu âjein rohes Ei
'n sachtsōden âjein weichgekochtes Ei
'n sōden âjein gekochtes Ei
'n sōden âjein gekochtes Ei
'n âj in d' wäiek läegenein großes Fest vorbereiten (Spr.: "ein Ei in die Weiche legen")
'n âj läegenein Ei legen
'n âj ūtbröydenein Ei ausbrüten
't likt as äin âj dat anneres gleich wie einem Ei dem andere (Spr.)
-äj-ei (Nachsilbe)
Akkemer Äjgeogr.: Accumer Ehe, Accumer Ee
Blāndörper Äjgeogr.: Blandorfer Ehe
Dokkemer Äjgeogr.: Dokkumer Ee
Hollener Äjgeogr.: Hollener Ehe
Holtlanner Äjgeogr.: Holtlander Ehe
Münter Äjgeogr.: Munter Ae, Munter Ee
Sandhöster Äjgeogr.: Sandhorster Ehe
Sóótersk Äjgeogr.: Sater Ems, Sagter Ems
Tannenhūsener Äjgeogr.: Tannenhausener Ehe
Westerdöper Äjgeogr.: Westerdorfer Ehe
Westerenner Äjgeogr.: Westerender Ehe
Wichter Äjgeogr.: Wichter Ehe, Wichter Ee
bróóden âjSpiegelei
bēter 'n hâlf âj as 'n lêğ doeplieber etwas als gar nichts (Spr.: "lieber ein halbes Ei als eine leere Schale")
dat is dat âj fan Kolumbesdas ist das Ei des Kolumbus, das ist genau das was wir brauchen (Rdw.)
dat räj swemt döör d' äjdas Reh schwimmt durch den Fluss
dat âj is boldas Ei ist rund
dat âj wil klauker wēsen as däi häener will nicht aus den Fehlern anderer lernen (Spr.: "das Ei will klüger sein als die Henne")
däi furäel swemt in d' äjdie Forelle schwimmt im Fluss
däi häen lē 'n âjdie Henne legte ein Ei
däi Äiems is Ōstfräisland sīn grôtst äjdie Ems ist Ostfrieslands größter Fluss
häi süd't sük 'n âjer kocht sich ein Ei
ik fersīt dī bol dan kāst dū 'n âj in d' wêk läegen!ich werde dich so verprügeln dass du nicht mehr scheißen kannst (Rdw.: "ich besuche dich bald dann kannst du ein Ei in der Woche legen")
ik heb hum in d' äj smētenich habe ihn in den Fluss geworfen
in d' mâj läeğt elker föögel 'n âj - däi kwattel un däi gräit läegent in d' maimóónd näitim Mai legt jeder Vogel ein Ei - die Wachtel und die Uferschnepfe legen im Mai nicht (Spr.)
mit 't solt kōmen dō dat âj up iszu spät kommen (Rdw.: "mit dem Salz kommen wenn das Ei auf ist")
sō ful as 'n âjrandvoll (Rdw.: "so voll wie ein Ei")
tsiptsaptsīpken wenner wult dū rīpken? fööer mâj? nóó mâj? elker föögel läeğt sīn âj! kūkūk wul ğīn nüstje móóken! wäit dat altīd mōj t' róóken! läeğt sīn âj in anner nüst! kūkūk sğōjer däi dū büst!kinderr.: Vogelbeere wann willst du reifen? vor dem Mai? nach dem Mai? jeder Vogel legt sein Ei! Kuckuck wollte kein Nestchen machen! weiß es immer gut zu treffen! legt sein Ei in ein anderes Nest! Kuckuck Betrüger der du bist! (beschwörender Kinderreim bei der Fertigstellung einer Flöte aus einer Vogelbeere)
tsukkerlóóden âjSchokoladenei
um 'n âj maut me ğīn pankâuk ferdārvenwegen einem sind nicht alle schlecht (Spr.: "um ein Ei muss man keinen Pfannkuch verderben")
wat föör 'n appel un 'n âj ferkōpenetwas fast umsonst verkaufen (Rdw.: "etwas für einen Apfel und ein Ei verkaufen")
wō kóókelerğer däi häen wō lütjer dat âjje gackernder die Henne umso kleiner das Ei (Spr.)
âj (dat)Ei
âj in d' pânRührei
äj (däi)
[dialektal: óó (Borkum, Rheiderland), ī (Harlingerland, Jeverland)]
Fluss, Wasserlauf; Bach, Bächlein
āj (däi)Streicheleinheit, Liebkosung
āj!Asrf. kinderspr.: Ausdruck der Zuneigung der beim Streicheln der mit jedem Streichelzug wiederholt wird