OstfriesischDeutsch
'k was bīnāut in d' kopmir wurde schwarz vor Augen (Schwächeanfall)
'n anner wenden in wat krīgen"einen anderen Wind wehen lassen", umgestalten, neu ordnen, straffen
'n bóós in 't bīdräigenein Meister des Betrügens
'n büngel in dat padein Knüppel im Weg (jemanden einen Knüppel zwischen die Beine werfen)
'n flööet in d' ārm hebbenRheuma im Arm haben
'n fóóen bæær in 't glóóeğ gēveneinen Krug Bier auf die Rechnung setzen
'n gat in 't bäineine offene Wunde am Bein
'n gēven pērd kikt 'n näit in 't bekeinem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul (Spr.)
'n hūs is dür in 't unnerhollenein Haus ist teuer im Unterhalt, es ist teuer ein Haus instand zu halten
'n käies in d' snēein geschnittener Käse
'n sğööt in d' kâp hebbeneinen Wurf gut haben (Rdw.: "einen Schuss in der Kappe haben" beim Klootschießen)
'n sğööt in d' kūsen hebbenstechende Zahnschmerzen in den Backenzähnen haben
'n sğüp in d' äersein Tritt in den Hintern, ein Arschtritt
'n trap in d' moersein Arschtritt
'n âj in d' wäiek läegenein großes Fest vorbereiten (Spr.: "ein Ei in die Weiche legen")
'n âr in d' kop hebbenetwas Wissen und darauf stolz sein (Spr.: "ein R im Kopf haben")
'n ôğ in d' nâk hebbensich nichts entgehen lassen (Rdw.: "ein Auge im Nacken haben")
'n ôğ mit in 't sājel hollenmit einem Auge über andere wachen (Rdw.: "ein Auge mit ins Segel halten")
's hārsttīds in 't maur dat was 'n läip stuer krōdenim Herbst war das Karreschieben im Moor sehr schwer
't Fräisland is 'n mâl land dor ēten s' brüggen lōpen up müllen un stēken sük sğóópen in d' tāskeDas Friesland ist ein verrücktes Land dort essen sie Butterbrote, laufen in Pantoffeln und stecken sich Schafe in die Tasche. (Spr.: Da die Wörter doppeldeutig sind)
't füer is in d' róóekdas Feuer ist nur noch Glut
't gung in 'n fullen rön d'r up ofes ging in raschem Lauf darauf los
't gājt in d' rūdendas geht verloren (Spr.: "das geht in die Fensterscheiben")
't hūs is in dokken leğtdas Haus ist mit Strohbündeln und Dachziegeln gedeckt
't is al düüster in būtener ist schon dunkel draußen
't is in sğikdas ist in Ordnung
't is recht in d' móóekes produziert sehr viel
't is âl in d' rîğes ist alles in Ordnung
't is âl in pūnenes ist alles in Ordnung
't kumt fóók als taunanner inein Unglück kommt selten allein (Spr.: "es kommt oft alles zusammen")
't kumt âl in d' wiel wen 'n twei of drei karken bīsingen willman bringt alles durcheinander wenn man mehrere unvereinbare Dinge tätigt, man kann nicht auf mehreren Hochzeiten tanzen (Spr.: "das geht alles durcheinander wenn man zwei oder drei Kirchen besingen will")
't rappelt hum in d' koper redet nichts als Unsinn
't sakt in d' bäienes gerät in Vergessenheit (Rdw.: "es sackt in die Beine")
't sal mī do nē daun sē dat fôn tau wat föör 'n gat 't ūtlöpt dō piesde säi in d' täiemses ist mir egal sagte das Mädche aus welchem Loch es herausläuft da urinierte sie in das Milchsieb (Spr.)
't slājt in d' fertoğes zieht sich in die Länge
't sğort't hum in 't hōwdes fehlt ihm im Kopf
't sğüt't mī in d' sines kommt mir in den Sinn, mir fällt ein, ich komme auf den Gedanken
't wóóter is in 't sakkendas Wasser sinkt
't wērlājt in 't nōrdenes wir ein Blitz vom Norden zurückgeworfen, es widerblitzt im Norden
-in-in (seltene Nachsilbe die eine Weiblichkeit des Wortes anzeigt)
Däi nēgen laugen fan Auerk: Eksem Haksem Róó dor hāuent s' sük mit d' spóó. In Wâl dor wōnent däi sğelms un däiven âl. Däi Sandhöster hēr rid't up appelgrîs pêr. In Wallenhūsen dor slóónt s' sük mit kūsen däi oel wīven mit späiken dat kun wal Walkenkūsen häiten. Ēgels liğt bī d' sīd däi galğ is dor näit wīd. Pōpens is 'n lauğ Karkdörp is 'n plauğ. Nēgen laugen un äin stad hebbent tauhôp äin slöödelgat.Die neun Dörfer von Aurich: Extum Haxtum Rahe da schlagen sie sich mit dem Spaten. In Walle da wohnen die Schelme und Diebe alle. Der Sandhorster Herr reitet auf apfelgrauen Pferden. In Wallinghausen da schlagen sie sich mit Backenzähnen die alten Frauen mit Speichen das könnte wohl Wallenbackenzahn heißen. Egels liegt an der Seite da ist auch der Galgen nicht weit. Popens ist ein Dorf Kirchdorf ist ein Pflug. Neun Dörfer und eine Stadt haben zusammen ein Schlüsselloch (Spr.)
Hensken in d' keller!Asrf.: Kind im Mutterleib, "Hänschen im Keller" (beschwörender Spruch für schwangere Frauen)
Hest dū döst - góó nóó 't Kn'höst - dor is 'n hundje - dat miğt dī in 't mundje!Hast du Durst - geh nach Collinghorst - da ist ein Hündchen - das pinkelt dir ins Müdchen (Spr. Kinderspruch)
Küükerlüüküü! Däi rôd hóón lōk sīn goel spōren an. Wō wīd wult dū dan rīden? Fan hir nóó Lammerdīden. Dō häi tau d' Lammerdīden kwam dō sat däi kau bī 't füer un spun dat kalf lağ in däi wêğ un sung däi hund däi kemde d' botter däi kât wusker d' sğöddels däi fleddermūs däi fēğde 't hūs däi swóólfkes drōgent d' drek d'r ūt mit höör goel jūken bünt dat näit diek löögens? Dor achter d' grôt sğüerdööer dor sattent drei hóónrūnen fööer dor bakdent s' dor brōdent s' dat bæær wul höör fersuren dor rēpent s' däi buren däi buren wurrent drunken dō dansdent säi up klumpen däi klumpen gungent stükken dō dansdent säi up krükken däi krükken gungent of dor dansdent säi up 't hof dat hof dat was sō glad dor lağğent âl buren plat Kikeriki! Der rote Hahn zog seine goldenen Spornen an. Wie weit willst du reiten? Von hier zur Lombardei. Als er in die Lombardei kam da saß die Kuh am Feuer und sponn das Kalb lag in der wiege und sang der Hund kämmte die Butter die Katze wusch die Schüsseln die Fledermaus fegte das Haus die Schwalben trugen den Dreck hinaus mit ihren goldenen Flügeln sind das dicke Lügen? Da hinter der großen Scheunentür da saßen drei Kapaunen vor da buken sie da brieten sie das Bier wollte ihnen versauern da riefen sie die Bauern die Bauern wurden trunken da tanzden die in Holzschuhen die Holzschuhe gingen entzwei da tanzden sie auf Krücken die Krücken gingen kaputt da tanzden sie auf dem Hof der Hof der war so glatt da lagen alle Bauern platt (Kinderlied)
Rechtsupweğ un lüchts in d' slōd nüms slóó sīn kinner dōd wäist näit wat d'r ūt worden kan amäen ōk 'n grōten manRechtsupweg und links im Graben niemand schlage seine Kinder tot weißt nicht was draus werden kann vielleicht auch ein großer Mann (Spr.)
Sünnerklóós dū gâud blaud breng mī 'n bītje sukkergaud näit tau fööl un näit tau min smīt dat man tau d' sğöstäin in mit 'n endje band d'r an dat ik 't ōk bīrekken kan Sankt Nikolaus du guter Mensch bring mir etwsa Zuckergut nicht zu viel auch nicht zu wenig wirf 's mir nur zum Schornstein hinein mit einem Stückchen Band daran damit ich es auch erreichen kann (Kindespruch zum Nikolausfest)
Wangerōğ däi sğôn Spīkerōğ däi krōn Langerōğ is 'n botterfat Baltrem is 'n sandgat Nördernäj dat rōverland Jüüst is dat tōverland Börkemer melken kauje un brūkent drek as brand Röttemōğ dat aierland Münkōğ dat baierland däi Amlanner sğalken hebbent stōlen drei balken 's óóvends dō däi móón was rēsen däi galğ sal höör wóópen wēsen up Sğēlen stājt 'n hôğ tōrn Flīland het sīn nóóm ferlōren Tessel liğt in 't seigat däi lüü fan d' heller sēent datWangerooge die Saubere Spiekeroog die Krone Langeoog ist ein Butterfass Baltrum ist ein Sandloch Norderney das Räuberland Juist ist das Zauberland Borkumer melken Kühe und nutzen Dreck als Brant Rottumeroog das Eierland Schiemonikoog das Glockenland die Ameländer Schalken haben gestohlen drei Balken abends als der Mond stieg der Galgen soll ihre Waffe sein auf Terschelling steht ein hoher Turm Vlieland hat seinen Namen verloren Texel liegt in einer Strömungsrinne die Leute von Vordeichsland sagen das (Merkspruch für alle ostfriesischen und westfriesischen Inseln)
Wäitent jī wor Häisel liğt? Häisel is 't sūpsterlauğ! Häisel liğt in 't ruen dor sūpent s' as huen!Wisst ihr wo Hesel liegt? Hesel ist das Säuferdorf! Hesel liegt in der Runde da saufen sie wie Hunde! (Spr.)
achter invon hinten hinein
alûn! alûn! söyker in d' tûnWarnruf beim Versteckspiel
annern bünt nū bóós in 't landjetzt regieren ander Mächte
best in örder!alles klar!, alles geregelt!
biers in 't stērt hebbendie Rinder tollen, die Rinder jagen herum
binnen in 't bekGaumen, Rachen
bâng in d' büksAngsthase
bóós in sīn äigen hūs wēsenChef im Haus sein
bī 't mörnrōd al bēserğ in sīn winkelbei Morgenrot schon fleißig in seinem Laden
bī mīn folk in hūszu Hause bei meinen Eltern
bīföören lêvde 'n köönenk tauhôp mit sīn köönenkske in 'n land häil fēr fan hirvor langer Zeit lebte ein König zusammen mit seiner Königin in einem Land ganz fern von hier
bīlang stellen inInteresse haben an, verlangen nach
d' is dat wêr in d' rūdendie Fenster beschlagen aufgrund des Wetters
d' kluntje knappert in d' tēder Kandis knistert im Tee
d'r 'n kât in krīgenverwerfen
d'r indarin; herein, hinein, rein
d'r in däilenetwas aufteilen, etwas verteilen
d'r in sittenhergeben, reichen
d'r is 't wêr in d' flasder Flachs leidet an Flachswelke
d'r is häil ğīn bīstüer in krīgendas ist nicht unter Kontrolle zu bekommen
d'r is wat in d' móóekes ist etwas in Arbeit, es ist etwas geplant
d'r is ğīn sin of wäit indas ist ohne Sinn und Verstand
d'r kumt gaud wóók in 't hūsda kommt gut Leben ins Haus
d'r sittent ğīn inholten iner leidet an Lungentuberkulose
d'r stel 'k ğīn bīlang inda habe ich kein Interesse dran
d'r was nū in disser stad ōk 'n bantjerin dieser Stadt lebte auch eine Modenarr
dan is höör säiel in bēter handdann gesundet ihre Seele
dansen däi müggen in d' januwoi word' däi buer 'n bēdelertanzen die Mücken im Januar wird der Bauer ein Bettler (Spr.)
dat fet sit't hum näit in d' weğer ist mager (Rdw.: "das Fett sitzt ihm nicht im Weg")
dat gājt d'r hēr as unner in 't gulfdas geht drunter und drüber das mag man nicht glauben (Spr.: "es geht daher wie unten im Gulf")
dat gājt in d' bröökendas geht in kleinste Zahleneinheiten (Brüche)
dat häiel lauğ kwam in 't äendas ganze Dorf kam in Unruhe
dat in diecht fóóten hebbenmit seinem Vermögen bald zu Ende sein (Spr.: "das in dichten Fässer haben")
dat is in bīwēsenhaid fan mennerğ lüü geböörtdas ist in der Anwesenheit etlicher Leute passiert
dat is in d' wârdas ist ganz durcheinander
dat is jóó häilundal in 't wieldas ist ja ganz und gar verdreht, das ist ja ganz und gar verrückt, das ist ja ganz und gar aus den Fugen geraten
dat is mī in däi hand fālendas war mehr als ich erwartet hatte
dat is wat in d' gröetdas ist was Außergewöhliches
dat is âl in örderdas ist alles in Ordung
dat kind lukt däi bost net sō lâng as d'r no 'n drüp in isdas Kind saugt so lange an der Brust wie sie noch Milch gibt
dat klingt as 'n ketōlsk knēpel in 'n lüttersk kloekdas passt nicht zusammen (Spr.: "das klingt wie ein katholischer Glockenschläger in einer lutherischen Uhr")
dat kwóóed hörn in 't nōrd ōwer 't wóóterNormannenreich, Wikingerreich
dat lēt ik in dīn stēwäre ich du würde ich das nicht tun
dat róókst dū hund bitst mī in 't holten bäindas hast du verfehlt (Spr.: "das triffst du Hund beißt mich ins Holzbein")
dat sit d'r näit indas gibt es nicht her, dafür reicht es nicht
dat spek word't in d' wīm uphangender Speck wird im Fleischgerüst aufgehangen
dat sğüt't mīn net sō in d' sindas ist mir gerade so eingefallen
dat trāuen in 't fläisk slóóndie Trauung erzwingen
dat wicht is sō gail dat 't däi manlüü bol tau 't hals in flüğtdas Mädchen ist so geil das es den Männer so um den Hals fällt
dat wī in us wēswārk näit tau but wordendass wir in unserem Tun und Treiben nicht maßlos werden
dat ğeld gājt in d' kriempdas Geld schrumpft
dor indarin (sehr bestimmend auf eine Sache oder einen Ort)
dor in d' stad het äin winkel sīn staulen häil mōj fertööntda in der Stadt hat ein Laden seine Stühle sehr schön dargestellt
dor in tēgenda hingegen
dor is fööl turt in d' wērldes gibt viel Unrecht in der Welt
dor is niks kwóóds innichts Arges ist dabei
dor is wat mit in d' hand nēmendas hat viel damit zu tun
dor sit 'n spīker indie Person ist stolz von der Grundhaltung
dräj in d' pânostfriesischer Pfannkuchen mit Hefe und Rosinen
drûv in d' wīnWeinstein
dwīlsk in d' kopwirr im Kopf
däi appelbōm stājt gaud in wāselder Apfelbaum hat gute Fruchtstände
däi bäisten hebbent d' biers in 't stērt hebbendie Rinder tollen, die Rinder jagen herum
däi bōm stājt in sğóóder Baum verliert durch langes Stehen an Wert
däi būsbeller sit't in d' kellerder Busebeller sitzt im Keller
däi dróód in d' nóódelder Faden in der Nadel
däi däig is in d' rîsder Teig ist dabei aufzugehen
däi düüwel sājt wäid in d' wâjtder Teufel säht Unkraut in den Weizen
däi fenten tūken d' wichter in d' hoerdie Jungen ziehendie Mädchen an den Haaren
däi fenten un fōnen wóólen sük in 't landdie Jungen und Mädchen wälzen sich im Land
däi fos slupt in sīn hol der Fuchs schlieft in seinen Bau
däi frâu kan mēr mit d' sğûd tau 't hūs ūtdróógen as däi man mit däi hājwóógen tau d' sğüerdööer in fortdie Frau kann mehr mit der Schürze zum Haus hinaus tragen als der Mann mit dem Heuwagen hinein fährt (Spr.)
däi het d' Dóówid in d' kopder ist betrunken (Spr.: "der hat den David im Kopf")
däi het wat in d' melk tau kröymender hat Besitz, der ist nicht unvermögend
däi het ğīn lūs in d' rōk!der hat gar nichts!
däi hóóes in sīn bângt róómt wat hen un wat hērder Hase rennt in seiner Angst hin und her
däi hóóes sit in sīn dobkeder Hase sitzt in seiner Sasse
däi hóófer sğüt in bīvender Hafer setzt Rispen an
däi kau is in d' blas kōmendie Kuh ist an Trommelsucht erkrankt
däi klööer flōğ hum ūt un iner wechselte die Gesichtsfarbe schnell, er wurde blass, er wurde rot (Bestürzung Schrecken oder Scham)
däi knipt d' kât in 't düüsterner ist nicht zu unterschätzen, sie ist nicht zu unterschätzen (Spr.: "der kneift die Katze im Dunkeln")
däi krüüsbäj kumt in wāseldie Stachelbeere wächst
däi krājen hārent mī al in d' fermikdie Krähen hatten mich schon entdeckt
däi krūdwinkel in Læær het als an krüüderäj däi äien wal hebben wildas Gewürzgeschäft in Leer hat sämtliche Kräuter die man nur haben will
däi mund in 't bek hollenschweigen
däi mâj dājt mēr up äin dağ as däi fēbuwoi in achtuntwinterğ dóóeğder Mai macht mehr an einem Tag als der Februar in achtundzwanzig Tagen (Spr.)
däi mäied liğt in wirsendie Wiese wurde geschwadet
däi nööes is in d' swäeldie Nase ist in Entzündung
däi nōrdwind hūlt in d' sğöstäin un drükt an dööer un bliender Nordwind heult in den Schornstein und drückt an Tür und Fensterlade
däi oel swet fan däi wäiserfräisk tóól un däi äimsfräisk tóól köönent wī fandóóeğ no in us ōstfräisk höörendie alte Grenze der weserfriesischen Sprache und der emsfriesischen Sprache können wir heute noch in unserem ostfriesischen Platt hören
däi roeğ gājt fan d' winter fööl in d' melkder Roggen wird zu spät reif
däi sit in d' góótender sitzt im Gefängnis
däi sluep liğt in d' sğotnaut.: die Langleine zum Schellfischfang der Schaluppe ist versenkt
däi süen rīst rōd in d' ōstendie Sonne geht rot im Osten auf
däi taks is wēr in sīn bāu slōpender Dachs ist wieder in seinen Bau geschlieft
däi törf stājt in d' slağder Torf steht in Reihen
däi waskboer is in us natüer näit häimelk man in Nōrdamerīkóder Waschbär ist in unserer Natur nicht heimisch aber in Nordamerika
däi wind sit't in d' pishörnder Wind wehr von Westen
däi wräiedst in d' middent sē däi düüwel dō gung häi tüsken twei póópender Beste in die Mitte sagte der Teufel da lief er zwischen zwei Pfaffen (Spr.)
däi wóógen dwäielt in d' spôrder Wagen schlingert in der Fahrspur
däi äien was in 't swārt un däi anner in 't klöörtder eine war schwarz und der andere war gefärbt
däi ōgen in d' hand nēmensich nicht täuschen lassen (Rdw.: "die Augen in die Hand nehmen")
düchterğ wat in d' fīsel stöytenein großes Festmahl zubereiten (Rdw.: "tüchtig was in den Mörser stoßen")
düllerğkaid in 't lēvend hebbenEntzündung im Körper haben
dō wī in hūs kwammenals wir nach Hause kamen
dō wī in hūs kwammentals wir nach Hause kamen
dū hest süen in 't siechtdu hast Sonnenbrand im Gesicht
elker hūs in 't lauğjedes Haus im Dorf
fan 't gäistelk in 't bäistelk fālenseine rohen Instinke zeigen (Spr.: "vom Geistigen ins Tierische fallen")
faut in d' moerszool.: Tordalk (Alca torda)
flaud wóóter in d' slōdwenig Wasser im Graben
freidaum is dat hôğst wet in 't fräisk hārtFreiheit ist das höchste Gesetz im friesischen Herz
föör äien in d' bucht springenfür jemanden die Gefahr übernehmen (Rdw.: "für jemanden in die Bucht springen")
gaud in d' fudden sittenin Wohlstand leben (Spr.: "gut in den Klamotten sitzen")
gaud in d' rîğ wēsenin Ordnung sein
gaud wat in d' pinken krīgenden Bauch vollschlagen
gnur in d' ārm hebbeneine Sehnenscheidenentzündung im Arm haben
grōjt dat gres in d' januwoi dan wāst 't dat häiel joer mingedeiht das Gras im Januar dann wächst es das ganze Jahr schlecht (Spr.)
göert in d' kopVerstand, Wissen (scherzh.)
häi fālt mī in d' hander gefällt mir besser als ich es erwartet habe
häi gliemt ne' 's 'n katköödel in 't düüsterner ist sehr sauber, er ist frisch gewaschen, er ist gründlich gewaschen, er strahlt vor Sauberkeit
häi glājt in 't siechtsein Gesicht glüht (Fieber)
häi gung bī un hāu dat in dutten er machte sich daran, es kurz und klein zu schlagen
häi gājt in 't hūser geht in das Haus
häi gājt in būtener geht nach draußen
häi gājt in hūser geht nach hause, er geht heim
häi het 'n buenk in 't bäiner kann nicht laufen (scherzh.); er will nicht laufen (scherzh.)
häi het 't in 't līfer hat Bauchschmerz, er hat Bauchschmerzen
häi het 't in d' bost er hat Beschwerden in der Brust (z.B. Atembeschwerden)
häi het 't âl in d' dróóder hat sein ganzes Geld verbraucht (Spr.: "er hat alles im Faden" im Bezug drauf das alles Flachs versponnen ist)
häi het dat in 'n henhollen klorer hat das im Nu fertig
häi het dat in draft dóóner hat das in Eile getan, er hat das eilig nebenher erledigt
häi het gaud wat in d' fangster ist wohlgenährt
häi het gaud wat in d' hüeler ist sehr klug (Spr.: "er hat gut was unter der Haube")
häi het gaud wat in d' hüüeder hat viele Vorräte gesammelt, er hat viel zusammen gehamstert
häi het gaud wat in sīn ferdäipener ist begabt (Rdw.: "er hat gut was in der Geistestiefe")
häi het hum in 't fermik krēgener hat ihn für verdächtig betrachtet, er hat ihn entdeckt
häi het lōd in d' billen krēgenman hat ihn angeschossen, er hat Schrot in den Hintern bekommen
häi het mī näit in d' rēkener bedenkt mich nicht
häi het sük in dat fôn fergóópter hat sich in das Mädchen verliebt
häi het sğien in d' hoerer hat Kopfschuppen im Haar, er hat Schuppen im Haar
häi het ğīn middelsğot in d' nööeser ist maßlos, er kennt kein Maß
häi höört hir in hūser ist gebürtig von hier; er wohnt hier
häi is d'r läip bīsnēden iner ist darin sehr geschult
häi is hir in 't lauğ bōren un tōgener ist hier im Dorf geboren und erzogen
häi is in 't däip róókter ist in den Kanal gestürzt
häi is in 't holter ist im Wald
häi is in 't tûn an 't planten settener setzt im Garten Pflanzen ein, er pflanzt im Garten Pflanzen ein
häi is in d' fuel hâuer ist im vollen Besitz; er kann es vollkommen genießen (Spr.)
häi is in d' slōd róókter ist in den Graben gestürtzt, er ist in den Graben gefahren
häi is in hūser ist zu Hause
häi is läip in drafter ist sehr in Eile, er hat es sehr eilig
häi is läip köör in 't ētener ist sehr wählerisch mit dem Essen
häi is ni häiel ferm in 't autōer ist kein sicherer Autofahrer
häi is niks mēr in d' telman zählt ihn nicht mehr mit, er steht nicht mehr in Achtung
häi is sō klauk as dat kakhūske tau Bräimen dat fan ēmer klaukhaid in 't wóóter fuler hält sich für überschlau (Spr. "er ist so schlau wie das Scheißhaus zu Bremen das vor lauter Klugheit ins Wasser fiel")
häi kan näit in d' slağ kōmener kann nicht mithalten
häi kikt sō nüüwer ūt as däi mūs in d' mēltüener ist ein Fuchs (Spr.: "er ist so pfiffig wie die Maus in der Mehltonne")
häi krüüskampt al d' häil dağ in lauğer schwirrt schon den ganzen Tag im Dorf umher
häi kumt iner kommt herein, er tritt ein
häi kumt in d' kwīneräjer kommt in lange Krankheit
häi kumt in d' mīmeróósjeser verfällt in Demenz, den Bezug zur Realität verlieren
häi kumt in ğīn kârk of klueser ist ungläubig (Spr.: "er kommt in keine Kirche oder Klause")
häi kumt mit klumpen in 't glóóeğer gibt nicht viel auf Werte und Normen (Spr.: "er kommt mit Holzschuhen zur Trinkgesellschaft")
häi kumt näit in d' hauken of hörnser macht nicht gut sauber (Rdw.: "er kommt nicht in die Ecken und Winkel")
häi kwam häil in d' fermisman verlor ihn ganz aus den Augen
häi kwam tau pās as däi muet in 't jöödenhūser kam völlig unpassend (Spr.: "er kam so recht wie die Sau im Judenhaus")
häi liğt in sīn kwóóder liegt in seinem Unrat
häi liğt in sīn läest süükelner liegt auf dem Sterbebett
häi löpt gāu in hūser läuft eilig nach Haus
häi sit in 't wērtshūs ērder dat häi helpter sitzt lieber in der Kneipe anstatt zu helfen
häi sit in d' häechter sitzt in der Haft
häi sit't gaud in d' plünnener ist gut gekleidet
häi sit't up müllen bī 't füer un spüttert in d' āskeer ist ein richtiger Faulenzer (Rdw.: "er sitzt auf Pantoffeln beim Feuer und spuckt in die Asche")
häi smēt 't in d' in kibbeler bestritt es heftig
häi smōrt hóóst in sīn äigen feter ist stark übergewichtig (Spr.: "er schmort fast in seinem eigenen Fett")
häi stelt d'r ğīn bīlang in sīn kind tau säiner hat kein Interesse daran sein Kind zu sehen
häi strüüvt sük as 'n poeğ in d' móónsğīner tritt ehrwürdig auf (Rdw.: "er sträubt sich wie ein Frosch im Mondlicht")
häi stööpt hum in sīn kwóóder hetzt seine Bosheit auf
häi stājt in d' winkeler steht im Laden
häi wringt sīn hân as 'n poeğ in d' móónsğīner ist vollkommen verblüfft (Spr.: "er dreht seine Hände wie ein Frosch im Mondschein")
häi wōnt dor achter in d' gewestener wohnt da hinten in der Gegend
häil in d' bauken bīsīdganz in den Büchern begraben
hāj in 't gulf fläjenHeu in den Gulf packen
hāj in d' hokkenHeu zum Trocknen auf Reuter (Heureiter) geschichtet
hāu dī in d' haudmach, was du willst ! sieh zu, wie du klar kommst!
ik bün in 't Ollersemmer Hammerkich bin im Oldersumer Hammrich
ik bün in 't Rîpich bin in Riepe
ik bün in Auerkich bin in Aurich
ik dē 't in d' slöörich tat es in der Gewohnheit
ik góó in būtenich gehe nach draußen
ik heb 't in 't blaudich habe Kreislaufprobleme
ik heb 't in 't luerich beobachte es genau
ik heb 't in d' föylich habe das im Gefühl; fig. es liegt mir im Blut
ik heb 't in d' rüeğich habe Rückenschmerzen
ik heb hum in d' fermikich habe ihn im Verdacht
ik heb hum in tīden näit mēr blauktich habe ihn schon lange nicht mehr gesehen
ik heb hum ğīn spriek in d' weğ läeğtich habe ihm nichts zu Leide getan, ich habe ihm kein Haar gekrümmt
ik heb in 't Jäiwerland ğīn küenich bin im Jeverland unbekannt
ik heb mī 'n döyk in 't autō jağtich habe mir eine Beule in das Auto gefahren
ik heb wat in 't luerich habe etwas in Aussicht; ich erwarte etwas; ich beobachte etwas; ich plane etwas
ik krēğ ğīn wenk in d' ōgenich bekam kein Auge zum, ich konnte nicht einschlafen
ik kun hum d'r niks in ferdenkenich kann ihm das nicht über nehmen
ik was in mīn äinerğkaidich war einsam, ich war allein
ik wul dat häi in hūs gungich wollte dass er hineinginge, ich wünschte dass er hineinginge, ginge er doch hinein
ik wul in hūs góónich wollte hinein gehen
inin, im, auch: nach
in 'n blien bufblindlings
in 'n gâud fat surt 't näitin einem guten Fass wird nichts sauer
in 'n kerwidjein einem Augeblickchen, flugs, sofort
in 't im
in 't autō mautent wī us âl tauhôp angaspenim Auto müssen wir uns alle zusammen anschnallen
in 't blaud hebbenKreislaufprobleme haben
in 't bīköören wēsenunschlüssig sein, unsicher sein
in 't empelddetailliert, im Einzelnen
in 't fautgóóndergewest bünt fööl winkelsin der Fußgängerzone sind viele Geschäfte
in 't ferbüüten stóónim Austausch stehen
in 't fermik hebbenim Verdacht haben, verdächtigen
in 't ferwachten wēsenschwanger sein
in 't föörenim voraus; zuvor
in 't föören bītóólenim voraus bezahlen
in 't föören kōmenzuvorkommen
in 't gat stēkeneinsperren, ins Gefängnis stecken
in 't gehäilinsgesamt, im Ganzen, alle zusammen, alles zusammen
in 't gulfauf dem Gulf
in 't holtim Wald
in 't holt läegeneinsargen
in 't hörn bī 't füerin der Ecke am Feuer, im Hörnstuhl am Feuer, in der Ecke am offenen Herdfeuer, im Hörnstuhlam offenen Herdfeuer
in 't hājim Heu
in 't hūsim Haus; zuhause
in 't króóm kōmenniederkommen, gebären
in 't króóm kōmenschwanger sein
in 't króóm sallenschwanger sein
in 't króóm wēsenim Wochenbett liegen
in 't kânt nājenheftig abfertigen (Rdw.: "in die Kante nähen")
in 't lauğ bünt däi minsken al âl mit höör tūntjes bēserğim Dorf sind die Leute schon alle mit ihren Gärten beschäftigt
in 't luer krīgenzu Gesicht bekommen, entdecken, herausfinden
in 't lōf sğäitenins Kraut schießen
in 't nöchternam frühen Morgen, im Nüchter
in 't nōrdim Norden
in 't suer liegeneinen Kater haben, verkatert sein, an den Folge eines Alkoholrausches leiden
in 't sóód sğäitenSamen bekommen
in 't süükenhūs hebbent s' hum net akróót an 't drüppen hangenim Krankenhaus haben sie ihn jetzt gerade an den Tropf gehängt
in 't twäied bild fan d' läest bīdrīfin der zweiten Szene des letzten Aktes
in 't wielim Wilden, in Unordnung, wüst verdreht, verrückt, aus dem Fugen geraten; in einem unordentlichen Lebensstil
in 't wiel prōtenverwirrt sprechen, faseln, fantasieren
in 't wārk kōmenin Kraft treten, Inkrafttreten
in 't wārk settenan die Arbeit machen, an die Ausführung machen
in 't äenin Unruhe, in Aufruhr, in Aufregung, im Aufstand
in 't Ōstfräislandin Ostfriesland
in 't ōstenim Osten
in brand kōmenin Brand geraten
in brand stēkenanzünden
in braskin Zorn, in Wut, in Erregung
in brask prōtenin Rage reden
in bēter hand wēsengenesen
in bēter hand wēsenin Genesung sein, in der Besserung sein
in bēter hand wēsenin Genesung sein, genesen
in bīdüüd krīgenklar machen, begreiflich machen; zur Sprache bringen
in bīslağ nēmenbeschlagnahmen
in būtendraußen
in būten góónhinaus gehen, nach draußen gehen
in būten wēsendraußen gehen
in d' bet lōpenum die Wette laufen
in d' desember is däi kārsttīdim Dezember ist die Weihnachtszeit
in d' drāj móókt häi gaud fort achter 't autōer beschleunigt das Auto stark in der Kurve
in d' döörslağdurchschnittlich
in d' dōderğkaid ōwergóónsterben
in d' fermis kōmenaus den Augen verlieren
in d' fort brengenin Gang setzen
in d' fûkgefangen, eng, geklemmt
in d' fûk sittenin der Klemme sitzen
in d' góótenim Gefängnis
in d' hand fālenbesser ausfallen als erwartet (Rdw.: "in die Hand fallen")
in d' hand wēsenProfit bringen
in d' knīpin der Klemme
in d' kracht ferfālenschwach werden
in d' köertin Kürze
in d' köör ferbīsterndurch die Auswahl verwirrt sein
in d' küen krīgenerinnern, in Erinnerung kommen
in d' küen kōmenerinnern, in Erinnerung kommen
in d' kārsttīd wordent allerwēgens in 't Ōstfräisland ferdōbeln móókt - dor wordent hóósen óónten of sukkergaud mank däi lüü ferdōbeltin der Weihnachtszeit werden überall in Ostfriesland Verknobelungen veranstaltet - da werden Hasen Enten oder Süßigkeiten verknobelt
in d' kōpenskup was sō 'n büelt folk man ik kun Ueb net no blauken un anhóólenim Geschäft war so eine Menschenmenge aber ich konnte Ubbo gerade noch erspähen und ansprechen
in d' lüchtin der Luft
in d' lēgerwal kōmenin die Brandungsregion kommen
in d' middentin der Mitte
in d' moers góónhinüber gehen, kaputt gehen
in d' moers wēsenhinüber sein, kaputt sein
in d' mând lōpenum die Wette laufen
in d' mând mitin Zusammenarbeit mit
in d' mând ārbaidengemeinsam arbeiten, zusammenarbeiten
in d' móóek wēsenin Arbeit sein
in d' möyetentgegen, darauf zu
in d' möyet kōmenentgegen kommen
in d' möyet kōmenentgegen kommen, in die Quere kommen
in d' mīmeróósjes kōmengrüblerisch werden, im Alter verwirrt werden, die Realität aus dem Blick verlieren
in d' nööes pūlenin der Nase bohren
in d' nööes pūlkenin der Nase popeln
in d' nōwember word't 't natim November wird es nass
in d' oktōber wintert 't alim Oktober wird es schon Winter
in d' ruen tirreln as 'n tirreltropim Kreis drehen wie ein Kreisel
in d' rufin Eile
in d' räecht góóneine Abkürzung nehmen
in d' rîğin Ordnung
in d' róóek forenweit weg Ernte einfahren und auf dem Feld übernachten um sie am nächsten Tag einzufahren
in d' röen lōpenschnell laufen, traben
in d' rāu wēsenin Trauer sein
in d' sin sğäitenin den Sinn kommen, auf den Gedanken kommen, auf die Idee kommen, einfallen
in d' slağ gróóvenfehnkult.: Torf horizontal in die Karre setzen und duch umkippen der Karre stapeln
in d' slinger hebbenauswendig können, geübt in etwas sein, eine Fähigkeit erlernt haben (Rdw.: "etwas in der Schleuder haben")
in d' snēim Durchschnitt
in d' sprang lōpenschnell laufen, galoppieren, im Galopp laufen
in d' swäel wēsenin Entzündung sein
in d' sğier hollenin Ordnung halten
in d' sğier wēsenalles in Ordnung gebracht haben
in d' sğóó stóóndurch langes Stehen an Wert
in d' sğûlwindgeschützt, wettergeschützt
in d' sğûl forenim Windschatten fahren
in d' sğûl stóónwindgeschützt stehen, wettergeschützt stehen
in d' til wēsengut vorbereitet sein (Rdw.: "im Hebevorgang sein")
in d' tûsverworren, in Verwirrung
in d' winkel was dat ērgüster propful um dat s' wēr ūtferkōp hārentim Laden war es vorgestern übervoll weil sie wieder Ausverkauf hatten
in d' wäiekzu Einweichen hingestellt
in d' wēkenim Wochenbett
in d' wēr wēsenverteidigungsbereit sein
in d' Äiems liegent wat sânin der Ems liegen einige Flussinseln
in dat gefalin dem Fall
in draftin Eile, eilig, schnell, eilig im Vorbeigehen
in draft wēsenin Eile sein
in drei üers nóó Emden lōpenin drei Stunden nach Emden laufen
in dröögenim Trockenen, bei Trockenheit (zwischen Regenschauern)
in dunkernim Dunkeln
in duttenkaputt, "im Eimer"
in däi redulten kōmenin Schwierigkeiten kommen
in düllerğkaidim Zorn, vor Zorn, aus Wut
in düüsternim Dunkeln
in düüstern is gaud smüüsternim Dunkeln ist gut Schmunzeln (Spr.)
in dīn stēan deiner Stelle, wenn ich du wäre
in dōbels snīdenin Würfel schneiden
in dōk un düüsterbei Nacht und Nebel
in fatsūn is âl gaud un walmit Anstand kann man alles tun
in ferbulgen maudin erzürntem Sinne
in föörenvoraus, im Voraus; im Vorteil, übertreffend
in föörūtim Voraus
in fēbuwoimóóndim Februar
in hūs góónhineingehen, ins Haus gehen
in hūs wēsenzuhause sein, im Haus sein
in klattenabgängig, in Fetzen, zerlumpt
in kōmenhinein kommen
in last gēvenin Auftrag geben
in lūs un pūs ferkōmenvöllig verkommen, völlig herunterkommen (Rdw.: "in Laus und Katze verkommen")
in móótenin Maßen
in mīn denkenin meinen Gedanken
in plóótsanstelle, anstatt
in prīsun kōmenin Kriegsgefangenschaft kommen
in rep un ror wēsenin Aufruhr sein
in róósje kōmenin Rage geraten
in stel d'r grôt bīlang inich habe großes Interesse daran
in stik lōpensich fest laufen
in stēanstelle, statt, anstatt
in sğok settenerschüttern
in sīn äinerğkaidversonnen, in sich versunken, selbstzufrieden
in tīdenschon lange
in wat däilenetwas aufteilen, etwas verteilen
in wel weğ wēsenin jemanden verliebt sein (Rdw.: in jemanden verliebt sein")
in äin hóól 'n letter settenin einem Zug einen Buchstaben schreiben
in äin ratsin einem ununterbrochenen Zug
in äin stük bīstóón blīvenvor Erstaunen wie angewurzelt stehen bleiben
in äin swóójin einem Schwung, auf einmal
in äin toğ ūtdrinkenin einem Zug austrinken
in äinerğkaid wēseneinsam sein, allein sein
in óóküenohne Sinn und Verstand, ohne Maß und Verstand, willkürlich, unbeherrscht, mutwillig
in örderin Ordnung
irerğ in d' kop wēsenirrsinnig sein
jungs in engelsk lēren büksenbotan.: Ackerbohne, Feldbohne, große Bohne, Saubohne (Vicia faba)
jī mautent in 't nüst!ihr müsst ins Bett!
kalver in d' snē kōpenKälber im Frühjahr zum Durchschnittspreis kaufen
kinner mautent näit allerwēgens mit in prōtenKinder müssen nicht überall mitreden
klâuk hauner läegent ōk in ettelsklugen Hühner legen auch in Nesseln
klāj dī in d' moersleck mich im Arsch
klāj mī in d' moers"leck mich im Arsch"
krinten up d' stût un ğīn d'r inaußen hui und innen pfui (Rdw.: "Korinten auf dem Brot aber keine darin")
kruel in d' stērt Ringelschwanz
krābkóóter spring in 't wóóterdir wünsche ich den Tod (Spr.: "Kratzbürste spring ins Wasser")
kum inkomm herein
kumpelment in hūs!Grüß zu Hause! Grüß deine Familie!
kumt gāu inkommt schnell herrein
kât in 't düüster knīpenheimlich ausschweifen (Spr.: "die Katze im Dunkeln kneifen")
kīk in d' wērldjunger unerfahrener Mensch
kīk insent wēr inkomm mal wieder vorbei
kīk wēr inschau mal wieder vorbei
kōrn in 't gulf fläjenKorn in den Gulf packen, Getreide in den Gulf packen
lik dī in d' moers!leck dich im Arsch!
lēğ in d' prīsniedrig im Preis
lōd in d' äers hebbenschwer von Gewicht sein
maud in d' mâu hebbensich stark fühlen, Mut haben
me maut hum in sīn dummerğkaid wat taugēvenman muss bei seiner Dummheit nachsichtig sein
me wäit näit recht of 'n mit hum in d' ārften of in d' bōnen isman weiß nicht recht wie man mit ihm dran ist; man weiß nicht recht wie es mit ihm steht
mit d' moers in 't botterfat sitten kōmensich gut niederlassen, gut unterkommen (Spr.: "mit dem Arsch ins Butterfass setzen")
mit läiverlóó kumt Jân in d' büks un Gräitje in d' wamslangsam verstehen sie es (Spr.: "allmählich kommt Jan in die Hose und Gretchen in den Mantel")
mōj góón un woren in stē fan góón un sporenden Wohlstand wahren statt sparen (Spr.: "schön gehen und wahren statt gehnen und sparen")
mōj in 't wārk man lelk in d' kârkein tüchtiger aber nicht frommer Mensch (Spr.: "schön in der Arbeit aber unartig in der Kirche")
neierğkaid in 't landfrische Kraft im Land
näit âl in póóp sīn gat - kösterōm ōk wat!nicht alles für den Pastor - den Herr Küster bedenken!
nōrdwind in d' jūni wājt 't kōrn in 't landNordwind im Juni weht das Getreide ins Land (Spr.)
nū 't âl in d' wiel is sal ik róódslóónda nun alles durcheinander ist will ich beratschlagen
nū is âl in d' tüdderjetzt ist alles verworren
nū sal do däi bliksem d'r in slóónjetzt soll doch der Blitz einschlagen
pirrel in d' püütBiestmilchkloß (Mehlkloß ohne Hefe und mit Biestmilch)
póóske in d' möyet brānendem Osterfest entgegen brennen (Osterfeuer abbrennen)
rummeln in d' līfBlähungen
rötterğ in d' bost wēsenan Husten mit Auswurf leiden
rīğt jau sē däi mester dō hār häi man äin kind in d' sğaulreiht euch sagte der Lehrer da hatte er bloß ein Kind in der Schule (Spr.)
sand in d' ōgen smītenSand in die Augen streuen
slóó dī d' móóer in d' mengselpotdu glaubst es nicht (Ausdruck der starken Verwunderung: "da slag dich die Mutter in die Rührschüssel")
snöet in d' dünäeğ hebbenein schlaues Gehirn haben, gescheid sein
snöet in d' kop hebbenein schlaues Gehirn haben, gescheid sein
snūv in d' göertein schmieriger Mensch
stip in 't gatkompakte Mehlspeise mit Butter und Sirup
stip in d' dopkenKinderspiel mit einer Holzkugel und Stöcken
stip in d' göötjePolizeidiener der auch die Straßen reinigt
stóó in d' weğjemand der immer im Weg steht
stóópel in d' windsteil in den Wind
säi bünt in būtensie sind draußen (im Freien)
säi däilen sük d'r in 't wārksie teilen sich die Arbeit, sie teilen die Arbeit untereinander auf
säi ferdaunt âl in slóótjes und snüüfkessie geben alles für Kautabak und Schnupftabak aus
säi hebbent hum recht in d' móóeksie bearbeiten ihn heftig
säi is häil wit in höör trōntjesie ist ganz weiß im Gesicht
säi is nū wēr in bēter handsie genest wieder
säi is pal in hum fernartsie ist fest in ihn vernarrt
säi klöytert al in d' doebsie ist überreif zum Heiraten, sie ist heirratsreif (Rdw.: "sie klingelt schon in der Grube")
säi kumt bī 't sğummeln recht in d' öykerssie erreicht beim Reinigen auch die Zwischenräume
säi nēment sük näit fööl in 't ollersie sind fast gleichalt
säi ārbaiden in twei sğoftensie Arbeiten in drei Schichten
süen in wat hebbenirgendwo Sonnenbrand haben
sük in 'n sğelm stēkensich mit einem zwielichtigen Plan aus der Affäre ziehen (Spr.: "sich in einen Schelm stecken")
sük in d' fudden krīgensich streiten, sich zanken
sük in fâst tüüğ settensich auf etwas gefasst machen, sich auf etwas vorbereiten (Rdw.: "sich in festes Zeug setzen")
sük in wat bīmurtjensich in eine Sache verwickeln
sük in wat gēvensich fügen, sich mit etwas abfinden
sük in wat snīdensich in etwas täuschen
süünerğ säeğt bäep dō brōd säi spek in botterer predigt Wasser und trinkt Wein (Spr.: "sparsam sagte die Großmutter da briet sie Speck in Butter")
sğier in d' klæær wēsenschöne Kleidung tragen
sğäiten in d' jüdderEuterentzündung, Milchversetzung
sğäiten in d' kūsenstechender Zahnschmerz
sğūrsğotten ōwer 't land - hauner in d' handLiebellen über dem Land - Hühner in die Hand (alte Weisheit da die Liebellen den Regen anzeigen)
taunanner in kōmenzusammenkommen
toğ in d' wóóterWasserstrudel
trek in 't wóóterWasserstrudel
tüsken twei staulen in d' āske sittenin der Klemme, in großer Verlegenheit sein (Spr.: "zwischen zwei Stühlen in der Asche sitzen")
up dat ik näit in 't wiel kōm sal óóbīsğóóvt muğ upsğäitendamit ich nicht verrückt werde soll das ungebildete wegschießen
us besfóóer is in d' ōrlauğ fālenunser Opa ist im Krieg gefallen
us bäep is al old düs dürt säi näit mēr in d' tsoğ sittenunsere Oma ist schon alt darum darf sie nicht mehr im Luftzug sitzen.
wat gājt us däi göötdrek an wī wōnent in d' upkóómermit soetwas niedrigem müssen wir uns nicht befassen (Rdw.: "was geht uns Gossendreck an wir wohnen in der Kellerstube")
wat hest dū in d' kroepwas hast du auf dem Herzen?
wat in 't līf hebbengegessen haben
wat in d' ferkērt hals krīgenetwas falsch verstehen (Spr.: "etwas in den falschen Hals bekommen")
wat in d' hand wēsenProfit beim Wiederverkauf einbringen (Spr.: "etwas in der Hand sein")
wat in d' kibbel smītenetwas heftig bestreiten
wat in d' mauen hebbenkräftig sein, Muskeln vorweisen können, Mumm haben
wat in d' snüf krīgenden Braten riechen (Rdw.: "etwas in die Nase bekommen")
wat in d' til hebbenetwas bewältigen können, etwas bewerkstelligen können (Rdw.: "etwas im Hebevorgang haben")
wat in äin swóój döör daunetwas in einem Schwung erledingen
wat me in dûn maud dājt maut me in nöchtern maud ūtsurennüchtern muss man dafür büßen was man betrunken verbrochen hat (Spr.)
wel in 't slēptāu nēmenjemanden mitziehen
wel in d' knîp hebbenjemanden in den Schwitzkasten nehmen jemanden unter Druck setzen
wel in d' moers sğüppenjemanden in den Hintern treten
wel in d' móóek hebbenjemanden bearbeiten
wel in d' rēken hebbenjemanden bedenken
wel in föören wēsenjemandem voraus sein, jemandem gegenüber im Vorteil sein, jemanden übertreffen, einen Entwicklungsvorsprung haben
wel kumt in mīn hūskewer kommt zwischen meinen Beinen durch (Kinderspiel)
wel sīn rīker wat gift un sīn wīser wat lērt is in sīn sotterğkaid ferkērtwer dem der reicher ist als er etwas gibt dem der weiser ist als er etwas lernt ist in seiner Dummheit verkehrt
wel wat in d' rēken hebbenjemandem etwas zutrauen
wel wäit wor däi óól löpt - sē Jân - dor set't häi d' fûk in d' göötgates kommt auf den Blickwinkel an, es ist nicht alles wie es scheint (Spr.: "Wer weiß wo der Aal läuft - sagte Jan - das setzte er die Reuse in das Gießloch")
wel wäit wor däi óól löpt - sē Jân - dor set't häi d' fûk in d' sğöstäines kommt auf den Blickwinkel an, es ist nicht alles wie es scheint (Spr.: "Wer weiß wo der Aal läuft - sagte Jan - das setzte er die Reuse in den Schornstein")
wel wäit wor däi óól löpt - sē Jân - dor set't häi d' fûk in d' wóógenspôres kommt auf den Blickwinkel an, es ist nicht alles wie es scheint (Spr.: "Wer weiß wo der Aal läuft - sagte Jan - das setzte er die Reuse in die Wagenspur")
wildsang in d' kop hebbenUnfug im Kopf haben
wor in?worin?
wulf in d' stērtWundheit am Steißbein
wârm wêr in d' januwoi brengt däi buer 'n móóger joerwarmes Wetter im Januar bringt dem Bauern ein mageres Jahr (Spr.)
wäiten wor däi hârk in d' stēl stājtwissen wie der Hase läuft (Spr.: "wissen wie die Harke im Stiel steht" )
wóóter in 't ôğmed.: "grüner Star", Glaukom
wēr in bēter hand wēsenwie genesen
wī arntent in d' āustwir ernten im August
wī gungent in hūs um dat 't tau kold was in būtenwir gingen ins Haus weil es draußen kalt war
wī mautent däi blöymen in 't dan ferempeldenwir müssen die Blumen in diesem Beet ausdünnen
wī möyten um fīf üer in d' wērtskupwir treffen uns um fünf Uhr in der Gaststätte
wī stóónt in d' sğârwir stehen in Schatten
wīn in 't glas jüchelWein im Glas schwenken
âj in d' pân (dat)Rührei
âl bat helpt sē däi müeğ do mēğ s' in d' Äiemsauch Kleinvieh macht Mist (Spr.: "jeder Gewinn hilft sagte die Mücke da urinierte sie in die Ems")
âl in pūnenalles in Ordnung, alles geregelt
óónten un gausen pūtjern in d' doebEnten und Gänse planschen im Tümpel
óóvendrōd brengt wóóter in d' slōdAbendrot bringt Wasser in den Graben, Abendrot weist auf bevorstehenden Regen
ēven fööer d' sğūr in hūs kōmengerade vor dem Schauer Zuhause ankommen; fig. jemanden aus der Patsche helfen
ğeld un blôt moers dor is 't mäiest äilend fan in d' wērldGeld und Sex verursacht das meiste Elend auf der Welt (Spr.)
ğīn bīnül in d' fingerskein Gefühl in den Fingern
ğīn hund d'r in wēsensich nicht lumpen lassen (Spr.: "kein Hund darin sein")
ğīn lūs in d' rōk hebbengar nichts haben (Spr.: "keine Laus im Räucherofen haben")
ğīn stöön in d' rüeğ hebbenkeine Stützkraft im Rücken haben
ō wērld wat grabbelst dū in 't düsteroh Welt was tappst du im Dunkeln (Spr.)